Thema Klaps geben vom Partner

Hallo,
Wie steht ihr dazu, wenn euer Partner euren Kind ein Klaps gibt.
Ich finde das geht gar nicht!!!
Gut das ich es heute mitbekommen habe. Da hat mein Mann ihn (3 Jahre) ein kleinen Klaps gegeben. Hab ihn gleich drauf an gesprochen und es kam zum Streit. Er sieht es nicht ein und meint das er es mal lernen soll. Weil er ja es nie lernt.

Ich finde es falsch, so vermittelt man seine Kinder das man Hauen darf und es inordnung ist. Ich würde das niemals machen. Auch wenn ich noch so wütend bin.

Wie steht ihr dazu?

Liebe Grüße

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Mein Mann hat das auch schon ein paar Mal gemacht und es gab jedes Mal einen riesigen Streit! E kann nicht sein, dass eine Erwachsene Person nicht in der Lage ist, sich gegen einen 3 Jährigen durchzusetzen ohne handgreiflich zu werden! Nur weil man zb in dem Moment nicht weiter weiß, ist es nicht ok und meiner Meinung nach ein Armutszeugnis

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Danke, so sehr ich es genauso!!!

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Ich habe meinem Mann gedroht es bei der Polizei zu melden, falls er damit nicht aufhört .. Danach ist es nicht wieder vorgekommen

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Hi,

wenn das nochmal vorkommt, dann wäre das für mich ein Grund sich zu trennen.

Schlagen geht nicht, auch wenn es "nur" ein Klaps ist. Ich selber wurde als Kind geschlagen und ich kann mich noch eine Situation erinnern, als meine Mutter mir eine Backpfeife gegeben hat. Da ist richtig was in mir zerbrochen.
Das würde ich meinen eigenen Kindern niemals antun wollen!

Kinder machen Quatsch, Blödsinn, testen Grenzen aus und das ist gut so. Natürlich ist es für uns Eltern anstrengend und jenachdem wie die eigene Kindheit war, bestimmt auch schwer damit gut umgehen zu können. Aber da muss man sich bemühen, wenn man merkt daß man sauer wird den Raum verlassen. Das habe ich auch schon gemacht. Oder ins Kissen gehauen.
Aber niemals das Kind. Sie lernen dadurch auch nur, dass sie selber funktionieren müssen, da sonst die körperliche Überlegenheit der Eltern folgt. 🤷🏼‍♀️

Also nein, für mich geht das gar nicht und ich hoffe sehr, dass du deinen Sohn in Zukunft davor schützen kannst.

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Wenn man sich trennt, ist das Kind mind. jedes zweite Wochenende allein beim Vater, wenn nicht 50% der Zeit. In der Zeit hätte man gar keine Kontrolle, was passiert.
Darum wäre ich mit solchen Vorschlägen vorsichtig, auch wenn ich es emotional total verstehen kann. ;-)

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Ja, das stimmt natürlich.

Ich habe es auch nicht vorgeschlagen sondern gesagt, dass dies für mein Grund wäre. Ich bin absolut dagegen die Flinte schnell ins korn zu werfen, aber ich könnte eben Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen nicht mit jemanden zusammen sein, der Schläge für eine gute Erziehungsmethode hält.

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Im Affekt kann es passieren, dann muss man dringend an sich arbeiten. Aber eins sollte immer klar sein: Kinder lernen absolut nichts dadurch!!!! Es ist nur eine Demütigung.

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nein kann es nicht, schon gar nicht bei einem 3jährigen Kind, das ist misshandlung und steht in Deutschland unter Strafe.
man sollte bevor man gemeinsame Kinder in die Welt setzt auch über Erziehung reden

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Und wenn man da verschiedener Ansicht ist? Kein Kind bekommen? Gleich trennen? Solche Ratschläge sind immer leicht dahin gesagt.
Oft ist das ja alles eh nicht ernst gemeint, vor dem Kind war ich auch der Meinung, einbisschen schreien lassen schadet ja auch nicht.

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Wenn er das nicht einsieht, würde ich ganz einfach die Scheidung einreichen und das alleinige Sorgerecht beantragen.
Das ist Gewalt. Nichts anderes. Und was hat er bitteschön für eine ewiggestrige Ansicht von Erziehung. Geht gar nicht. Mein Freund wäre erstmal vor die Tür gesetzt worden.
Meine Freund ist glücklicherweise zwar sehr altmodisch in Erziehungsfragen, aber Dadurch, dass er angehender Lehrer ist und auch Pädagogik hatte, kann ich mit seinem Erzieherungstil leben. Machen wir halt unterschiedlich.

Ich Frage mich ja immer wie man sowas erst feststellt wenn das Kind schon paar Jahre alt ist. Spricht man nicht bevor man ein gemeinsames Kind bekommt über solche Ansichten. Das sind ja auch Grundwerte, die für eine Partnerschaft schon übereinstimmen sollten.

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Für mich ist das so selbstverständlich, dass wir da gar nicht drüber gesprochen haben. Ich wäre nicht auf die Idee gekommen in meiner Beziehung vor DAS Problem gestellt zu werden.

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Ja so sehe ich es auch!!!!

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Frag ihn mal, was genau euer Kind dadurch lernen soll. Dass es gehorchen muss, weil es sonst körperlich verletzt und gedemütigt wird? Dass der Stärkere gewinnt?
Wurde dein Partner selbst als Kind geschlagen?
Verfügt er auch über andere Erziehungsmethoden?

Mein Vater hat mir einmal eine Ohrfeige gegeben. Ich war wohl etwa sechs Jahre alt. Sie war nicht besonders heftig und ich hab wohl mehr vor Scham als Schmerz geweint. Die klassische ausgerutschte Hand eben. Ich habe es ihm emotional bis jetzt nicht verziehen. Niemals wünsche ich meinem Kind, uns Eltern gegenüber solche Gefühle zu haben.

Wenn du mal rumfragst erinnern sich alle daran, ob sie von den Eltern einen "Klapps" bekommen haben. Bei "Ja" endet die Antwort meistens mit "aber das hatte ich verdient, es hat mir nicht geschadet". Da schüttelt es mich innerlich immer. NIEMAND hat Gewalt verdient. Dieses "ich habe es verdient" zeigt deutlich genug, dass es dem Selbstbild eben doch geschadet hat.

Darum klarer Fall für mich: Null Toleranz. Im ersten Schritt Familientherapie, im zweiten Schritt wenn nötig die Trennung unter Einbezug vom Jugendamt.

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Auch ein "Klaps" ist Gewalt und seit 2001 (?) auch zum Glück strafbar.

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Das ist meiner Ansicht nach nur entschuldbar, wenn es im Affekt passiert - also wenn sich das Ganze derart hochgespult hat, dass einem vor lauter Wut und Hilflosigkeit die Hand ausrutscht und man selber weiß, dass es falsch ist. Auch dann ist das schlimm, aber es ist keine Absicht gewesen und keine zielgerichtete Erziehungsmaßnahme.

Lernen wird das Kind von Schlägen nichts, jedenfalls nichts Sinnvolles - bestenfalls dass man Angst haben sollte, wenn man etwas falsch gemacht hat, oder dass es in Ordnung ist, sich mit Schlägen durchzusetzen. Da freut man sich dann als Eltern, wenn das Kind dieses Verhalten später reproduziert und man sich überlegen darf, wie man ihm dann erklärt, dass es nicht schlagen darf...

An der Stelle würde ich notfalls darum bitten, dass man mal gemeinsam zu einer Beratungsstelle geht, die erklärt, welche negativen Folgen das haben kann. Man darf nicht vergessen, dass jeder von uns selber gewisse Dinge in der Erziehung erlebt hat - vielleicht war ein Klaps bei deinem Partner früher auch kein Thema und er empfindet es eben als normal, die Generation unserer Eltern ist da noch ganz anders aufgewachsen als wir und hat es entsprechend teilweise auch genau so weitergegeben. Deswegen finde ich es immer sinnlos, sich da total zu empören oder gleich mit Trennung zu drohen, sondern man sollte im Zweifelsfall mit einem Experten reden, der die Sache gut vermitteln kann.

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Ja er sagt, wir haben früher auch ein Klaps bekommen und es auch nicht geschadet.

Ich finde ebend doch, ich fand es auch nicht schön als Kind.
Das würde ich niemals machen. Dann verlasse ich lieber den Raum und lass mein Kind bocken oder so.

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Ich glaube auch nicht, dass wir alle hoch traumatisiert sind, wenn wir als Kind einen Klaps bekommen haben. Aber jeder Mensch hat einfach das Recht auf ein gewaltfreies Leben, jeder. Und das Ding ist: Wenn ich mich daran gewöhne, dass ein kleiner Klaps nicht schlimm ist bzw. benötigt wird für den Lerneffekt, werde ich vielleicht irgendwann stärker werden müssen - denn wenn das Kind älter wird, beeindruckt ein kleiner Klaps niemanden mehr. Wenn ich aber nie gelernt habe, mit der (oft berechtigten) Wut oder Frustration irgendwie anders umzugehen, steigt das Risiko, dass aus dem Klaps ein richtiger Schlag wird. Muss nicht sein, kann aber. Und deswegen würde ich da rechtzeitig versuchen, von solchen Methoden wegzukommen und mir andere zu suchen.

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Tatsächlich habe ich vor der Schwangerschaft mit meinem Mann darüber auch nie gesprochen, weil es für mich selbstverständlich ist,dass sowas nicht dazu gehört. Mein Mann sieht es Gott sei Dank genauso (haben jetzt erst vor kurzem darüber gesprochen und unsere Kleine ist nun 2 Jahre alt).

Jedenfalls denke ich,gibt es zwei Arten von "Klapps". Einmal etwas was im Affekt passiert,bspw. hab ich vor kurzem erst bei FB gelesen,wie eine erzählte, dass ihr Sohn ihr eine Holzkette mit ordneltich Wums durchs Gesicht gezogen hat und sie reflexartig leicht zurück haute. Nicht schön,aber sie hat sich anschließend entschuldigt und es erklärt.
Oder aus dem Hörbuch "das gewünschte Wunschkind" wo erzählt wurde,dass ein Papa seinen Sohn ein auf den Po gehauen hat,weil er unachtsam über die Straße rannte und fast überfahren wurde,ich glaube in so einer Situation,kann es bei jeden Menschen zu einer Kurzschlussreaktion kommen. Das soll keine Entschuldigung sein,aber ich glaube, das hat eben eine ganz andere Dimension als die bei deinem Mann...denn er gehört anscheinend zu der anderen Art des Klapps,die die es als Erziehungsmaßnahme gut heißen. Das geht für mich gar nicht. Ehrlich,ich weiß nicht wie ich reagiert hätte,wenn mein Mann im Gespräch nun erwähnt hätte,dass er es für richtig hält dem Kind mal nen Klapps zu verpassen..

Ich denke hier hilft in erster Linie,sich ausgiebig zu informieren,was das in einem Kind auslösen kann. Deinen Mann mal auf den neusten Stand der Dinge bringen. Vllt schaust du mal im Netz oder besorgst einen Buch dazu und bestehst darauf,dass er sich informiert. Ich hoffe inständig,dass er dann einsehen wird,dass es so nicht geht. Oft ist es ja nunmal die Unwissenheit bzw die Erziehung,die man selber von seinen Eltern übernimmt und nicht groß in Frage stellt.

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Kommt auf die Situation an. War es eine "geplante" Erziehungsmaßnahme oder
hat es sich hochgeschaukelt und an das Kind war kein rankommen mehr, hilft manchmal nichts anderes mehr und wenn jetzt hier alle aufschreien. Es gibt Kinder, die kann man nicht nur mit Worten erziehen, das interessiert die nämlich nicht. Von zwei Kindern ist eins so ein Exemplar, wo man körperlich werden muss (nicht schlagen, körperlich werden und dazu zählt ein klaps), weil die so "zu" sind, dass alles andere nicht hilft.
Das ist bei vielen Kindern nicht der Fall.
Ich habe mittlerweile mit Pädagogen, Ärzten etc gesprochen. Habe die Situationen geschildert und es hatte keiner eine Idee, wie man das anders hätte lösen können.

Aber aus der eigenen Erfahrung heraus kann ich sagen, dass ein Klaps weniger weh tut als weggeschickt zu werden, oder anderweitigen Liebesentzug.

Wenn mein Mann einfach so zuhauen würde, dann wäre hier die Hölle los, wenn es aber ist, dass man einfach nicht mehr ans Kind ran kommt, weil er sich komplett festschreit und man keine Handhabe mehr hat, die Situation unter Kontrolle zu bringen, dann finde ich das nicht gut und wir besprechen die Situationen immer und immer wieder, auch mit Fachkräften. Bisher hat noch keiner eine Idee für uns.

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