Thema Eingewöhnung bei schüchternen unsicheren Kindern, bitte um Rat/Erfahrungen 😕

Guten Abend,
Ich möchte gerne mal nach eurer Einschätzung fragen und würde mich über Erfahrungen freuen.
Wir haben jetzt seit 2 Tagen (Freitag + Montag) mit der Eingewöhnung begonnen. Von 08-11Uhr. Morgen soll schon die erste Trennung statt finden so ca 20-30 Minuten. Mein Kind ist aber nach diesen zwei Tagen natürlich noch überhaupt nicht dort angekommen und ist noch extrem unsicher und schüchtern und lässt mich nicht aus den Augen und hält auch fast ständig meine Hand. Sie ist jetzt 2 und wurde noch nie fremdbetreut, ist extrem auf mich fixiert!
Ich dachte ehrlich gesagt wir hätten etwas mehr Zeit, da ich auch erst Dezember wieder mit arbeiten anfange.
Ich denke es ist zu früh. Ich mache mir gerade sehr viele Gedanken wie das morgen ablaufen wird. Freiwillig wird sie mich nicht gehen lassen! Ich will sie aber keinesfalls "mit Gewalt" von mir weg schieben müssen und will auch unter keinen Umständen das sie mir aus den Armen gerissen werden muss weil sie sich an mir festklammert!
Hat jemand Rat der vielleicht auch so ein Sensibelchen daheim hat?
Wie schätzt ihr die Situation ein? Gab es bei euch auch schon nach so kurzer Zeit die erste Trennung???

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Mein kleiner war erst bei der Tagesmutter und nun dann mit 1 1/2 on der Krippe. Bei beiden wurde erst nach 1 Woche frühstens getrennt und das wo er in der Krippe bereits ab Tag 1 mit den anderen Kindern gespielt hat und sich auch von den Erziehern hat was zeigen lassen.

Sag denen morgen einfach dass die trennung deiner Meinung zu früh ist und du frühstens Ende der Woche dies möchtest.

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Danke, das werde ich morgen früh gleich ansprechen. Wusste nicht das man bei solchen Dingen als Mama auch Mitspracherecht hat!

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Ich würde ehrlich gesagt auf eine richtige Eingewöhnung bestehen. Die sieht eine Trennung frühestens am 4. oder 5. Tag vor.
Du kennst doch dein Kind am besten und wenn du merkst, dass dein Kind noch ein bisschen Zeit braucht, dann sage das den Erziehern.

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Danke für deine Einschätzung, ich hoffe die Erzieher sehen das genauso wie ich 😉

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Du bist die Mutter und darfst und musst sagen, wenn das zu früh ist. Setz dich ein! Ihr habt nichts von einer zu frühen Trennung, wenn weder das Kind dazu bereit ist, noch die Mutter das für eine gute Idee hält. Alles Gute ☺

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Danke für deine Worte 😊 du hast völlig Recht! Hat ja niemand was davon wenn dann dadurch das ganze Projekt scheitert! Es wurde halt gesagt das man im Hinterkopf eine eventuelle 4. Coronawelle hat und das die Kinder sich gar nicht erst daran gewöhnen sollen das Mama mit da ist.

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Aber deswegen kann man nichts erzwingen und das Kind wird davon auch nicht mutiger und weniger an dir hängen. Lass dich nicht unter Druck setzen.

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Hallo :)
Ja, bei uns ist es so, dass man nur am ersten Tag dabei ist.
Meine Kleine wurde 3,5 Jahre lang ausschließlich von uns Eltern betreut, war bzw. ist ein sehr schüchternes und anhängliches Kind. Letzte Woche Montag war ihr erster Tag im Kindergarten, am Dienstag war sie schon 30 Minuten alleine dort, am Mittwoch 1 Stunde, Donnerstag 1,5 Stunden und am Freitag und heute jeweils 2 Stunden. Der Vorteil - sie ist schon groß und versteht es, wenn ich ihr sage, dass ich gleich wieder komme. Sie hat sich von mir verabschiedet und ist voller Freude in ihre Gruppe gelaufen. Dort ist sie laut Pädagogin lieb und nett, fühlt sich sichtlich wohl, braucht aber viel Nähe der Pädagogin, die sie auch bekommt. Ich hätte mir nie vorgestellt, dass es so gut klappt. Ich habe sie zuvor noch nie irgendwohin gebracht und bin ohne ihr gegangen.
Aber das ist eben das Alter - mit 2 Jahren wäre das fast unmöglich gewesen 🙈 da hat sie ja schon zu weinen begonnen, wenn sie von einem Fremden nur angesprochen wurde ...
Warum ich bereits am 2. Tag nicht mehr mit in die Gruppe durfte, hat mir die Pädagogin erklärt - sie sagte, das Kind soll sich nicht daran gewöhnen, dass Mama in der Gruppe dabei ist. Gehe ich mehrere Tage mit, wird es danach um so schwieriger, dass ich gehen kann. Für uns hat es so tatsächlich am besten gepasst.
Ein 2 Jähriges sollte aber natürlich nicht aus deinen Armen gerissen werden - ich kann mir auch gar nicht vorstellen, dass das gemacht wird. Ich denke, es wird abgelenkt, mit etwas ganz Spannendem, so dass du kurz uninteressant bist und für 20 Minuten "verschwinden" kannst. Am nächsten Tag 30 Minuten, dann 45, dann 60 usw.
Da ihr ja genug Zeit habt, kann man täglich nur minimal verlängern.
Oft kommt es anders, als erwartet. Vielleicht geht sie morgen gern mit ihrer Pädagogin mit :) ich würde aber aus der Verabschiedung keine Zeremonie machen. Ein Kuss, ein "bis später" und fertig. So klappt es zumindest bei uns am besten. Am Freitag hab ich etwas zu lange herum getan, sie geküsst, gedrückt und ihr unnötigerweise gesagt, dass ich ja nicht lange weg bin. Das hat sie verunsichert und sie musste von der Pädagogin ein klein wenig motiviert werden 😅
Heute wieder kurz und knapp und alles war gut.
Alles Liebe wünsche ich euch für morgen ❤

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Das ist schön zu hören das es bei euch so problemlos klappt 😊 aber wie du schon sagst, deine Tochter ist 1 1/2 Jahre älter, das macht schon wahnsinnig viel aus. Meine Tochter würde sich leider momentan von gar nichts ablenken lassen wenn sie mitkriegt das sie alleine bleiben soll, so wie ich sie kenne wird sie wahrscheinlich total ausrasten und lässt sich in so einem Moment von für sie fremden Menschen weder ansprechen noch anfassen. Spricht die Erzieherin sie mal an, schaut sie provokant weg und ignoriert sie 😕

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Genau so war es bei uns auch. Wurde nie fremdbetreut in den 3 Jahren, ich dachte auch das klappt niemals und es war wie bei euch mit der zeitlichen Steigerung bisher super.

Darf ich fragen wie sie sich mit den anderen Kindern versteht? Mein kleiner spielt bisher nämlich nur mit der Erzieherin aber sie sagt das ist ok so.

LG

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Hör auf dein Bauchgefühl. Es macht doch überhaupt keinen Sinn wenn es zu früh ist und sie danach noch mehr klammert. Da haben die Erzieher auch nichts gewonnen!

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Huhu,
vorweg: Meine Tochter war auch so. Inzwischen ist sie die einzige, die nicht einmal beim Bringen heult oder geheult hat, weil sie die Kita sooooo liebt.
Ich würde vielleicht versuchen ein Mittelding zu versuchen.
Eine halbe Stunde ist vielleicht für den Anfang zu viel Trennung für euch. Das Projekt ist quasi zum Scheitern verurteilt, wenn du als Mama dich dabei nicht wohl und sicher fühlst, denn das überträgt sich auf deine Maus.
Versucht doch mal erstmal nur kurz zu trennen.
„Kind, Mama muss Mal ganz dringen Pipi. Du bleibst kurz hier und ich bin ganz schnell wieder da.“ Dann gehst du kurz vor die Tür. Dort kannst du zum einen hören was passiert und direkt nach 5 Minuten wieder rein, oder eben spontan wenn alles ruhig bleibt 10 Minuten draus machen. Dann wieder rein.

Meine Tochter ist immer ganz stolz wenn ich sie lobe, daher hab ich ihr damals gesagt, wie toll und hilfreich ich es fand, dass sie das kurz allein geschafft hat. Von da an lief alles problemlos.
Liebe Grüße und viel Erfolg

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Hallo, schön zu hören das es auch bei den Schüchternen so gut klappen kann 😊 meine Tochter braucht momentan noch so 1 1/2 Stunden bis sie auftaut, dann merkt man aber auf jeden Fall schon das es ihr in der Krippe auch gut gefällt.
Wir haben jetzt beschlossen das wir die erste Trennung auf Ende der Woche oder dann sogar erst auf nächsten Montag verlegen, glaube das ist ganz gut so.

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Motte wurde mit 23 Monaten eingewöhnt und ist auch schüchtern und sensibel.

Bis Tag 4 lief alles super, da sollte die erste Trennung statt finden - ging aber nicht. Das war für alle okay.

Nach 7 Tagen haben wir dann doch mal getrennt und das tatsächlich unter wahnsinnigem Geschrei. Ich war hin und her gerissen, ob das jetzt richtig ist oder nicht. ABER: die Erzieherinnen konnten sie beruhigen. Sie hat dann noch 1,5 Stunden mega friedlich gespielt.

Inzwischen ist sie 2,5 und gut im Kindergarten angekommen. Beim abgeben weint sie trotzdem fast jedes Mal. Nicht, weil sie nicht gern im Kindergarten ist oder die Erzieherinnen nicht mag. Sondern weil sie Tschüss sagen traurig findet, das kann sie sogar selbst so konkret benennen. Sie weint auch morgens, wenn der Papa ausm Haus geht.

Das ist okay und wir reden viel drüber. Inzwischen komme auch ich besser damit zurecht 😅

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Wir haben heute beschlossen die Trennung doch noch ein paar Tage hinaus zu schieben, sonst wäre das echt im Desaster geendet! Ich merke aber schon wie meine Tocher Tag für Tag mehr ankommt und auch auftaut. Das gibt mir dann jetzt auch ein besseres Gefühl und ich bin mir sicher das wir beide das dann auch gut gemeistert bekommen mit ein bisschen mehr Zeit 😊

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