Brauche Rat bzgl. Kita Eingewöhnung

Hallo,

Ich schreibe diesen Text um ein paar Meinungen dazu zu bekommen.

Ich bin im Moment in der 28. Woche schwanger, unser Baby kommt voraussichtlich Mitte Oktober.
Wir haben bereits eine Tochter, die im September 2 Jahre alt wird. Es ist geplant, dass sie ab dem 01. September an vier Vormittagen in die Kita geht, da ich ihr gerne den sozialen Kontakt zu anderen Kindern ermöglichen möchte und es aufgrund von corona bisher nicht so möglich war, wie ich es mir wünsche.. Ich denke die Kita wird ihr sehr gut tun. Soviel dazu :)

Meine große Sorge ist nun aber, dass sie ab Kita Beginn sicherlich andauernd krank sein wird, so ist es ja glaube ich meistens wenn Kinder zum ersten Mal in die Kita oder in den Kindergarten gehen, das sie dann halt andauernd erkältet sind usw.

Ich habe totale Angst davor, dass sie am Anfang imemr krank sein wird und ich zur Geburt ebenfalls krank bin und was ist wenn dort mal ein corona Fall sein sollte? Versteht ihr meine Sorge? Ich möchte nicht, dass wir zur Geburt an corona erkranken oder in Quarantäne müssen oder das Baby direkt krank wird. Was habr ihr für Erfahrungen mit der Kita Eingewöhnung gemacht?

Mein Gedanke ist nun die Eingewöhnung auf Mitte November zu verschieben. Hat jemand eine ähnliche Situation gehabt und kann bei Berichten wie ihr es gehandhabt habt?

Ich möchte ungern, dass wir zur Geburt hin alle krank sind und evtl danach direkt das Baby angesteckt wird.. Angst vor corona habe ich natürlich ebenfalls.

Danke fürs Lesen und liebe Grüße

Maja

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Ich verstehe deine Sorgen. Ich kann dir mal erzählen, wie es bei mir war:

Als mein zweites Kind geboren wurde, war mein Großer zwar schon länger in der Kita, durch den ersten Lockdown letztes Jahr hatte er aber eine sehr lange Zwangspause.

Zum Zeitpunkt der Geburt war Lockdown und Kita zu.
Ich war trotzdem krank, schleppte schon ein paar Tage einen grippalen Infekt mit mir herum. Aber irgendwie machte der Infekt eine Pause, und ich war während der Geburt und ca 2 Wochen danach fit! Erst danach, als mein Körper sich etwas erholt hatte von der Geburt, war ich wieder angeschlagen.
Das Baby hat nichts davon abbekommen.

Der Kleine war ca 3 Wochen alt, als die Kita wieder öffnete. Mein Sohn brachte natürlich erstmal alle Viren schön nach Hause, und wir hatten eine Erkältung nach der anderen. Das Baby hat brav den Nestschutz abgewartet bis zur ersten Erkältung. Es ließ sich leider nicht vermeiden, dass er auch was abbekommt.
Wegen corona habe ich mir nicht einmal Sorgen gemacht bei den Kindern. Bei uns in der Kita gab es bisher (mit ca 100 Kindern) nur einen einzigen Coronafall.

Ob du die Eingewöhnung verschieben möchtest, musst du wissen. Ich persönlich würde es so lassen! Eingewöhnung mit einem Neugeborenen im Arm stelle ich mir nicht sehr angenehm vor.
Und denke mal an deine Tochter. Gerade mal große Schwester geworden, alles ist neu und bestimmt noch nicht eingespielt, kommt wieder eine neue Situation auf sie zu mit der Eingewöhnung. Für deine Tochter ist es bestimmt besser, wenn sie vor der Geburt Eingewöhnt wird.

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Der Meinung bin ich auch. 😊

Anderer Aspekt wäre evtl. auch, dass sie dann Kita mit der Geburt des Geschwisterchens in Verbindung bringt und sich abgeschoben fühlt. Muss aber natürlich auch nicht sein. Da fände ich aber ab September eingewöhnen auch besser oder den Kitastart auf viel später verschieben (wobei ich persönlich es echt entspannter gefunden hätte, wäre die Große schon vormittags in die Kita gegangen).

Generell finde ich auch kurz vor oder nach der Geburt schwierig, aber oft sucht man sich es ja auch nicht direkt aus. Unsere Tochter ist jetzt mit 2 Jahren und 3 Monaten in die Kita gestartet, Eingewöhnung war problemlos. Aber von 4 Wochen war sie direkt 2 krank und wir dann auch (auch der kleine Bruder).

Wegen Corona(Verdacht) war unsre Gruppe schon öfters mal für 2-3 Tage geschlossen. Einmal auch für 2 Wochen, das war aber direkt vor unsrer Eingewöhnung, weshalb diese nach hinten verschoben wurde.
Ich rechne damit, dass es im Herbst/Winter auch noch öfters der Fall sein wird.

Alles Gute euch! 🍀

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Dann verschieb es. Du brauchst die Betreuung ja nicht zwingend. Ja, viele Kinder werden in den ersten Kita-Monaten dauerkrank.

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Ausserdem werden Kinder am Anfang oft klammernd und brauchen ihre Eltern am Ende des Kita-Tags noch mehr. Ungünstig mit einem Neugeborenen. Ich würde entweder vor der Geburt eingewöhnen oder viel später.

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Ja, der Großteil der Kinder sind nach Kitastart häufig krank.
Ehrlich gesagt finde ich Eingewöhnung und Geburt des Geschwisterkindes so nah zusammen auch schwierig.

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Ich würde aus mehreren Gründen nicht unmittelbar vor der Geburt mit der Kita starten:

1. hast du selbst genannt, das erste Kita-Jahr KANN gerne mal voller Erkältungen, Schnupfen usw. sein. Insbesondere mit Blick auf Corona, den Herbst, die Deltavariante usw. wäre mir das zu heiß!
2. du wirst wahrscheinlich selbst zum Ende der Schwangerschaft nicht mehr ganz so fit rumspringen. Da dann noch die Eingewöhnung, von der du nicht weißt, ob sie gut läuft oder nicht, und ein launisches Kleinkind (die ersten Wochen war mein Sohn unausstehlich - er musste sich ja auch an die neue Belastung durch die Kita gewöhnen) stelle ich mir sehr sehr anstrengend vor! Meine Schwester hat das Problem gerade, ET Ende Juli und Eingewöhnung läuft seit Wochen sehr bescheiden, vom ersten Trennungsversuch sind sie noch entfernt.
3. es kann (muss nicht!) passieren, dass deine Tochter Zusammenhänge zwischen „das neue Baby kommt“ und „ ich muss in die Kita“ herstellt und sich abgeschoben fühlt. Jedes Kind ist da anders, du kennst sie am besten. Aber auch diesen Fall habe ich schon öfters gehört.

Ich würde entweder JETZT mit der Eingewöhnung starten oder auf nach der Geburt verschieben.

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Hallo,

Ich kann deine Bedenken verstehen doch werden Sie sich mit dem Baby nicht in Luft auflösen sonder eventuell sogar stärker sein.

Hat man ein Kind in der Schule oder im Kindergarten hat man immer ein höheres Corona Risiko.
Ein Kind nach der Geburt ein zu gewöhnen stelle ich mir schwierig vor zumal ich ein Baby nicht mit in Kindergarten nehmen wollen würde und das andere Kind vielleicht ein abschiebe Gefühl bekommen könnte.
Ich denke in der Konstellation gibt es kein besser oder schlechter.
Ich würde wohl entweder jetzt eingewöhnen oder irgendwann nächstes Jahr.

Liebe Grüße

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Vielen Dank für eure Meinungen..

Ich habe gerade erfahren, dass man auch bereits Anfang August mit der Kita Eingewöhnung starten kann, wobei die Kita aber dann nach zwei Wochen für drei Wochen zu hat wegen den Sommerferien. Das wäre natürlich auch noch eine Idee, sie Anfang August schon einzugewöhnen und dann ggf nach dem Urlaub nochmal eine kurze Eingewöhnung zu machen falls sie das braucht. Dann hätte sie zur Geburt vielleicht schon etwas mehr Sicherheit mit der Kita und fühlt sich nicht abgeschoben. Das bereitet mir wirklich alles Bauchschmerzen :( ich möchte das sie sich wohl fühlt dort.. Das Problem bei der ganzen Sache ist auch, daß wir an September zahlen müssen und ich daher nicht bis Januar zb mit der Eingewöhnung warten möchte, daher wäre mitte oder Ende November der späteste Zeitpunkt für uns mit der Eingewöhnung zu starten..

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Und noch zum Geld: Geld sollte für euch unwichtig sein und kein Entscheidungsfaktor. Klar in dem Moment könntet ihr es auch verbrennen, aber die Gesundheit (seelisch und physisch) von allen geht vor. Hört auf dein Gefühl und nicht das Konto 🙃😉

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Ihr könntet doch auch die Anmeldung verschieben. Dann müsst ihr natürlich nichts zahlen.

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Hallo Maja,
genau das ist bei uns Dauerthema gerade. Der Große ging schon in die Kita, war aber während meiner Schwangerschaft zu Hause und wir haben die Zeit zusammen genossen.
Ich kann dir nur von uns berichten - ich habe bewusst bis nach der Geburt gewartet, dass er wieder geht. Ich wollte nicht, dass er den Wiedereinstieg mit der Ankunft des Babys verbindet und sich abgeschoben fühlt. Nun wollt ihr einen Monat früher beginnen. Ich würde dir zu bedenken geben, dass die Eingewöhnung durchaus auch länger dauern kann und die Geburt früher sein kann... habt ihr dafür einen Plan?
Weiter war mein Söhnlein jetzt nach der Geburt wieder in der Kita. Es hat ganze zwei Tage gebraucht und Boom wieder krank. Kacke - zwei Tage später dann auch das Baby 😱😱😱
Also wird unser großer jetzt erstmal weiter zu Hause bleiben (er geht auch nicht besonders gern in die Kita....)
Aber du musst für dich einfach abwägen, was für dich und euch schaffbar und gut ist. Mit zweien zu Hause hängt am Anfang ein bisschen aber das groovt sich ein!! Du wächst mit deinen Aufgaben. Am Anfang gabs Tage, da sind wir halt ungewaschen und ohne geputzter Zähne ins Bett, aber nach inzwischen 8 Wochen läufts rund 👌🏻

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Mein Sohn war bei der Geburt 2,5 und da hätte ich ehrlich gesagt keine Lust darauf gehabt, fand die Umstellung auf 2 Kinder total anstrengend. Im Nachhinein war es gut so, wir konnten uns jetzt schön aneinander gewöhnen 🙂 ich hätte da auch Angst gehabt dass er sich dann wegen des Babys abgeschoben fühlt wenn alles in kurzer Zeit zusammenkommt 🤷‍♀️
Manche Kitas bieten auch im Mai Eingewöhnungen an, wäre vielleicht zeitlich besser für euch 🙂
LG 🌺

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Vieles wurde ja schon zum Thema krank werden genannt. Da haben sie recht. Es ist einfach so, dass wenn man plötzlich mehr Kontakt hat, man auch viel mehr (auch neuen) Erregern ausgesetzt ist.

Woran ist jetzt noch denken musste war eher, ob es dir einen Monat nach der Geburt nicht zu kurz danach ist. Du bist dann noch im Wochenbett und eine Eingewöhnung ist fürs Kind selbst auch nicht ohne. Ihr solltet euch vielleicht mehr Zeit geben, euch an ein Leben mit dem Baby zu gewöhnen.
Oft ist es auch so, dass es fürs erste Kind nicht einfach ist, wenn das Baby da ist.
Dann kommen plötzlich Trennugsängste, viel Nähebedüfnis und das Unverständnis, das plötzlich alles anders ist. Die Nächte können wieder anstrengender werden...
Für ein kleines Kind schon eine große Herausforderung und dann kurz danach die Eingewöhnung. Ich denke ein Kind fühlt sich nicht direkt abgeschoben, aber es ist einfach dann eine Doppbelastung fürs Kind. Und dazu noch eine erhebliche.
Deine Tochter muss ihre neue Rolle und das neue Leben mit Geschwisterchen erst mal verarbeiten und sortieren. Da kommen einfach auch Emotionen auf. Dann sich von dir trennen und in einer fremden Umgebung zurecht kommen. Zu Hause eine neue Situation und Kita das gleiche.
Ich halte es ehrlich gesagt für keine optimale Voraussetzung für eure Tochter.
Das sind einschneidende Momente im Leben eines Kindes.
Könnt ihr sie emotional so auffangen, wärend ihr mit dem neuen Baby auch erst mal ankommen müsst?
Sie wird erst 2. Und du bist ja auch zu Hause. Ich würde an deiner Stelle noch etwas warten.
In dem Alter spielen Kinder auch noch nicht aktiv mit anderen Kindern oder haben Interesse am direkten Spiel mit anderen. Es braucht also noch nicht zwingend weiteren sozialen Kinder Kontakte, so wie viele es häufig denken.

Auf dem Spielplatz sind auch oft ausreichend Kinder, um die ersten Begegnungen zu erleben und sich aus der Ferne zu beobachten. Andere Kinder beobachten, dass finden sie sehr interessant.

Kita Alltag ist anstrengend für die Kinder, das unterschätzen leider viele auch.

Ich wünsche dir noch eine schöne Restschwangerschaft und hoffe, du kannst für euch eine Entscheidung treffen, die sich für euch gut anfühlt.

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