Tochter 20M weint bei manchen Kinderbüchern - wer kennts?

Hallo liebe Mamas,

Gleich als erstes, ich hab kein Problem mit dem Verhalten meiner Tochter, aber ich kenne das von anderen kleinkindern gar nicht. Deswegen wäre es für mich einfach mal interessant, ob es anderen auch so geht.

Meine kleine is mit ihren 20 monaten manchmal sehr emotional. Weir haben ein Wimmmelbuch, und auf einem Bild ist ein Baby im Arm der Mama eingeschlafen. Warum auch immer hat sie dabei bitterlich angefangen zu weinen. Auch heute wieder, die Mama bringt das Kind ins Bett und liest eine Geschichte vor. Auf der nächsten Seite schläft das Kind alleine mit dem. Teddy im. Bett. Und sie war deshalb sooo traurig. Also das sieht man ihr im Gesicht an.
Es ist aber nicht nur auf mam und schlafen bezogen so. Beim fingernägel schneiden darf sie Fernsehen. Da haben wir Shaun das Schaf angeschaut und sie ist wieder total traurig in Tränen ausgebrochen, weil das Schaf geschoren wurde.
Sie ist auch traurig, wenn beim spielen mit anderen Kindern nicht beide Elternteile dabei sind. Und es gibt so viele kleine Momente, wie diese.

Wir trösten sie, nehmen es so ernst wie möglich. Wir erklären es alles, bleiben ruhig und es ist auch OK für uns.

Vielleicht geht es auch anderen so, das würde mich einfach mal interessieren. Vielleicht gibt es ja auch andere Gemeinsamkeiten (zum Beispiel unglaublich schlecht und unruhig schlafen, sehr anhänglich sein,...🤷🏻‍♀️😂)

Lg Lila

1

Mein Sohn ist auch sehr sensibel. Ich muss viele Bücher zensieren, Texte abwandern oder Seiten überblättern. Das kann Bobo sein, dessen Hose beim Waschen eingelaufen ist, ein Kind das stolpert, ein Kind das alleine am Tisch sitzt und isst. Das passt einfach alles nicht in seine heile Welt und irritiert ihn extrem. Manchmal hängt er dann richtig in einer Schleife und spricht tagelang immer wieder davon.
Mein Mann ist der Meinung, da müsse unser Sohn eben durch. Mir ist es wichtiger, dass er den Spaß am Lesen behält und das als positiv erlebt.

Generell ist unser Sohn extrem empfindsam, anhänglich, familiär und harmoniebedürftig. Schlaf war auch hier immer ein Thema, es dauerte 2 Jahre bis er mal zwei Stunden am Stück schlief und noch heute wird er regelmäßig wach und ruft nach mir. Obwohl wir in einem Bett schlafen, er muss dann mein Gesicht sehen, Hinterkopf reicht ihm nicht um sicher zu gehen dass alles gut ist.

2

Oh krass. Das klingt ja wirklich wie bei uns. Wie alt ist denn dein Sohn?
Und ist er im Alltag auch bei Mitmenschen so sensibel?
Wie gehst du mit der schlafsituation um, bzw bist du damit umgegangen, als er so häufig wach wurde? Mein Mann arbeitet in dauernachtschicht und kann mir einfach nicht unter die Arme greifen.


Ich find, meine kleine is manchmal sogar schon irgendwie empathisch, obwohl das ja doch sehr früh wäre. Aber sie reagiert total feinfühlig auf Stimmungen anderer. Auch beim spielen merkt man das, da sie grad mit rollenspielen beginnt. Da wird auch mal der traurige Dinosaurier gestillt.

Mein Mann findet es total lustig, aber er gibt sich auf meine Bitte hin wirklich Mühe, sie nicht auszulachen, sondern einfühlsam auf sie einzugehen. (Er is emotional gesehen eher der Typ "eisklotz"😂)

Ich glaube, es is gut, wenn wir den kleinen zeigen, dass die Gefühle OK sind (auch wenn wir ein bisschen zensieren). Dadurch lernen sie vielleicht positive Strategien, damit umzugehen. Und schlucken nicht alles, was unpassend ist runter.

10

Mein Sohn wird in 2 Monaten drei.
Ja, er reagiert auch auf sein Umfeld so sensibel. Allerdings ist er auch sehr ängstlich und unsicher und lehnt viele Menschen ab. Es dauerte 2 Jahre, bis er mal eine Stunde bei den Großeltern blieb. Und wehe, Fremde sprechen ihn an. Dann erstarrt er.
Mein Sohn war schon von Geburt an "besonders". Hob im Kreißsaal den Kopf und sah mich an. Motorisch immer sehr früh, aber dafür emotional sehr labil. Er hat als Baby sehr viel geweint und war damals schon leicht irritierbar. Er schlief schon immer wenig, derzeit von ca 21 bis 6 Uhr. Ich ging wirklich lange auf dem Zahnfleisch, da ich abends und nachts nie Unterstützung hatte. Habe auch sehr lange gestillt. Mitunter bin ich beim Halten an roten Ampeln eingeschlafen. (Hab dann natürlich das Auto stehen gelassen und erstmal den Kreislauf in Schwung gemacht) Aber uns hat diese harte Zeit echt zusammengeschweißt. Und vieles wurde auch leichter, bzw lernten wir besser, damit umzugehen.
Unsere Kinder werden sicherlich ihren Weg finden, diese Hochsensibilität kann ihnen später ja auch Türen öffnen.

3

Unser Sohn (22 Monate) ist beim Bücherlesen überhaupt nicht emotional. So etwas wie Weinen beim Lesen kenne ich garnicht- aber ich finde es unheimlich niedlich, dass deine Kleine so nah am Wasser gebaut ist :)

Unser Sohnemann ist dafür in anderen Lebensbereichen total übersensibel und fängt bei Kleinigkeiten an zu weinen. Auch er ist extrem anhänglich, will immer noch alle 2 Stunden gestillt werden und schläft nachts nur mit mir zusammengekuschelt.

Ich konnte als Kleinkind keine Tierbücher lesen oder gar Tierfilme gucken, weil ich immer total dabei heulen musste! Mit Tieren hab ich extrem viel Mitgefühl gehabt und konnte kaum ertragen, wenn sich in dem Buch ein Tier beispielsweise verirrte oder verletzte...

4

Hallo :)
Das war/ist bei unserer Tochter ähnlich. Bei einigen Büchern muss ich bestimmte Seiten auslassen oder den Text etwas ändern. Bei so manchen Sendungen hat sie schon zu weinen begonnen - deswegen gibt es für sie nur ausgewählte Sendungen und kein Fernsehen.
Sie ist sehr mitfühlend, wenn ein anderes Kind traurig ist oder weint. Derzeit (3 Jahre alt) haben sogar Dinge Gefühle 🙈 so muss z.B. meine Jacke ganz nah zu ihrer Jacke gehängt werden, damit diese nicht traurig ist 🤷🏼‍♀️
Aber sie schläft schon immer gut und durch 😅 das haben sie nicht gemeinsam. Manchmal plaudert sie im Schlaf, wird dadurch aber nur selten munter. Anhänglich ist sie, ebenso schüchtern, vorsichtig und auch ängstlich 😬

5

Hallo 🤗
Meine Tochter ist zwar schon 3 Jahre alt aber es hat sich noch nicht geändert. Sie weint zwar nicht bei Büchern aber bei dem Lied "Bruder Jakob" wird sie traurig und fängt an zu weinen. Das schlimme ist, sie will es immer hören 🤷‍♀️ da hilft nur in den Arm nehmen und kuscheln.
Lg

6

Meine Tochter mit 2;7 hat Bücher, bei denen sie inzwischen Seiten überblättern will, weil sie sich fürchtet.
ZB Grüffelo können wir inzwischen kaum mehr lesen, weil sie sich so gruselt.

Sie war sehr lange ein schlechter Schläfer, ist sehr lärmempfindlich und generell schon sensibel.

7

Motte hatte das schon immer. Als Baby bei einem Buch, wo sie Angst hatte (so ein Geräuschbuch), jetzt oft wenn jmd weint.

Die kleine meiner besten Freundin hat Angst vor Tigern/Löwen, sobald man einen sieht im Buch, weint sie.

Ich hab als Kind auch so ein Buch gehabt. Da hat ein Kind sein Eis fallen lassen, da hab ich immer geweint, ist heute noch der Running gag der Familie 😂🙈

8

Darf ich dich etwas fragen? Bist du es evtl. auch? Es gibt ja viele Menschen, oft Frauen, die alles sehr emotionalisiert betrachten. Wenn man selbst viel von sich in äußere Geschehnisse hineinfühlt, übernehmen Kinder das oft auch. Ich kenne es jedenfalls so, dass ich fast alle Verhaltensweisen von Kindern irgendwie in den Eltern wiederfinde. Das ist übrigens nicht wertend, nur meine Beobachtung als Erzieherin.

9

Mein Sohn hat das auch. Bestimmt seit dem er 18/20 monate ist und heute mit 28 Monaten ist das immer noch so, aber schon besser. Ich empfinde das aber als ganz normal.
ZB: Im Buch sieht er das ein Junge hingefallen ist. Das macht ihn dann traurig. Er konnte sich aber mit 20 Monaten schon genug ausdrücken um zu benennen was los ist, das hilft ungemein. Er zeigt auf den Jungen und sagt "aua" oder "weint" oder "Schnuller" (er findet der Junge braucht einen Schnuller weil er ja hingefallen ist). Dann validiere ich seine Gefühle, sage ja er ist traurig, oder ja es ist doof wenn man aua hat oder was halt gerade passt und wir spinnen auch gerne die Geschichte weiter und ich sage, gleich kommt seine Mama und tröstet ihn und nimmt ihn in den Arm etc pp. Oder wir gucken auf der nächsten Seite, da lacht der junge wieder und wir sagen dann: "Junge wieder gut" oder so etwas 😀

11

Oh ja, das macht unsere Tochter auch. Wir haben ein paar Bücher, bei denen sie auf ganz bestimmten Seiten immer zu weinen anfängt (z.B. bei dem Buch "Wie kleine Tiere schlafen gehen" auf der Seite, wo der Kater den Bauch der Katze reibt oder bei dem Buch "Der Mond ist aufgegangen", wo die Eltern ihre 3 Kinder ins Bett bringen). Seltsamerweise aber nur auf der Seite mit dem Kater und der kleinen Katze, auf den anderen Seiten werden ja auch die Tierkinder ins Bett gebracht. Da weint sie jedoch nicht.Trotzdem will sie immer alle Seiten sehen.
Bei useremTröstebuch aber, wo der kleine Hase herunter fällt weint sie nicht wirklich, da spielt sie das Weinen immer nur.
Gut zu wissen, dass es anderen Kindern auch so geht.

Unsere Tochter schläft ebenfalls sehr schlecht, ist sehr anhänglich und auch schüchtern Fremden gegenüber. Nur manchen fremden Männern ist sie sofort total offen gegenüber, lacht und winkt denen. Fremden Frauen gegenüber ist sie allerdings sehr distanziert. Bei anderen Kindern kommt es ganz darauf an. Man weiß vorher nie, wie sie reagieren wird.

Wir haben eine "Babysitterin" (zum Landessprache von klein auf lernen, wir wohnen im Ausland). Sie kommt bereits seit sie 7 Monate alt ist mehrmals die Woche. Sie freut sich zwar immer auf sie, spielt mit ihr und macht klasse mit, aber ich muss heute noch direkt dabei sein. Sie will partout nicht mit ihr alleine sein. Nicht mal, wenn ich nur kurz im Nebenraum bin. Ursprünglich war mal geplant, dass sie auch mal richtig Baby sittet, aber das geht leider bis heute nicht.

Mit Oma mal für ein paar Stunden alleine lassen können, hat auch sehr lange gedauert. Klappt auch heute nicht immer auf Anhieb.

LG, clauddien83 mit Töchterchen R. (18 Monate alt)

Top Diskussionen anzeigen