Schlafsituation einfach Belastend

Hallo ihr Lieben,

Ich bin mittlerweile mit meinem Latein am Ende.
Meine große ist jetzt knapp 3,5 Jahre alt. Sie kam als Frühchen zur Welt, war ein Schrei- und High Need Baby. Hatte täglich Affektkrämpfe.
Schlafen und generell nicht weinen ging nur auf dem Pezziball bzw im Tuch. 9 Monate lang.. dann besserte es sich ein wenig. Sie schlief dann mit im Familienbett weil die Nähe sie beruhigte.
Ihr Papa und ich haben uns getrennt als sie knapp 1,5 Jahre alt war.

Ich bin dann erstmal zu meiner Freundin gezogen und dort schlief sie auch ganz gut im Gitterbett, auch wenn das erstmal ganz schön oft für Tränen gesorgt hat. In der Nacht kam sie dann oft zu mir ins Bett.

Kurz darauf hab ich meinen neuen Partner kennengelernt und wir haben noch eine kleine Tochter bekommen (9 Monate) und seitdem wir in der gemeinsamen Wohnung sind (11‘19) klappt gar nichts mehr mit dem schlafen.

Meine große war schon immer sehr extrem in ihren Emotionen. Sagt selbst der Kiga.. was eine Zeitlang gut geklappt hatte war das mein Partner sie einschlafbegleitet hat.. hat aber im Schnitt auch immer 1-2 Stunden gedauert. Nachts kam sie meistens zu uns. Was auch mal gut geklappt hatte, wir hatten ein 1,40 Bett bei ihr stehen und wenn sie nachts geweint hat ist mein Partner rüber gegangen zu ihr. Das macht er aber nicht mehr weil er davon Rücken bekommt. Und seitdem klappt nichts mehr.
Einschlafbegleiten klappt nicht. Da geht sie die Wände hoch. Wortwörtlich gefühlt. Das hört wahrscheinlich das ganze Haus. Das kann sie auch stundenlang.. selbst wenn ich sie zu mir und der kleinen nehme, bockt sie nur. Mittlerweile steht das 1,40 Bett neben unseren Bett und ich schlafe mit den Kindern in dem kleinen Bett.
Die große klebt quasi an mir und das Baby auch. Sobald ich auf Toilette möchte weint die große.
Ich kann das nicht mehr.. die Nacht auch wieder.. einschlafbegleitung gleich null.. irgendwann kam sie ins Schlafzimmer hat geschlafen, ich konnte nicht mehr schlafen, wollte sie hoch zu meinem Partner legen. Sie schrie und bockte wie am Spieß, kam wieder runter. Irgendwann bin ich mit der kleinen auf die Couch. Da kam die große mir trotzdem nach.

Wir haben über Rituale, zeitig schlafen, später schlafen, versuchen alleine einzuschlafen, ihr alles zu erklären.. alles durch..

Bei ihrem richtigen Papa ist es auch ein hin und her.. momentan schläft sie wieder mal nicht dort..

Ich weiß das sie nur die Nähe sucht und das ist ja ok.. aber ich kann das nicht mehr, ich schlafe 2-3 Stunden in der Nacht und die Situation zum einschlafen ist auch eine Katastrophe.

Habt ihr noch irgendeinen Tipp?

Maria

1

Puh das klingt wirklich belastend. Aber ich möchte dir auch noch mal aufzeigen, was deine Tochter in ihrem jungen Leben eigtl schon alles „durch“ hat:

-schwerer Start
-Trennung vom Papa
-Umzug zur Freundin
-neuer Partner
-erneuter Umzug
-Geschwisterchen

Und sie ist erst 3,5 😅 für mich klingt es, als wäre sie ein bisschen haltlos, daher klammert sie so. Sie musste ja schon vieles mit machen, die kleine Maus. Aus Erwachsenensicht ist das alles vielleicht „nichts“, für so ein kleines Kind aber schon!

Ich persönlich würde: das kleine Bett bequemer machen. Dann muss eben ne neue Matratze her oder ein Topper, damit dein Partner da wieder schlafen kann. Dass 3 ins kleine Bett gehen und einer im großen Bett liegt, ist ja wohl blöd.

Dass deine große dir nachläuft, grade wenn du MIT Baby gehst, ist doch normal. Dass du sie weckst, verstehe ich auch nicht (sie schlief bei dir und du wolltest sie weg legen, weil du nicht mehr schlafen konntest, sorry, Kapitalfehler 😂😂 ;) kennen doch alle Eltern 😅).

Ich vermute also, dass deine Tochter ganz viel Nähe braucht, nicht allein sein will. Daher würde ich echt überlegen, ob ihr in ein riesiges, bequemes Familienbett investiert. Oder eben mindestens das kleine Bett bequem macht.

Und dann die Situation möglichst akzeptieren, vllt kann auch wieder dein Partner wieder mehr mit helfen dann.

Alles Gute euch!

2

Danke für deine Nachricht!

Ja da hast du recht, sie hat wirklich schon viel durch. Ich versuche das auch immer im Hinterkopf zu haben. Deshalb verstehe ich auch das sie die Nähe an sich braucht.

Ja das mit dem weglegen und weggehen war wohl mein Fehler.

Ich find es nur so anstrengend das immer mal etwas eine Zeit lang klappt und dann wieder nicht.

Aber das Bett gemütlicher machen ist eine gute Idee. Ich werd nochmal mit meinem Partner reden, das wir das Bett eventuell höher legen und so zu den Familienbett kommen.

Ich würde mir nur wünschen das endlich eine Routine und ein Rhythmus rein kommt, mit den wir alle zufrieden sind und vor allen alle schlafen können.


Danke <3

4

Ja ich verstehe deinen Wunsch 😊

Aber ich sehe es ähnlich wie bobbycar, wenn du eine feste Routine willst, musst du die auch beibehalten, auch in schweren Zeiten 😜

Im 1,40 Bett in ihrem Zimmer hat von ihr aus ja wohl gut geklappt, das hat dein Partner doch wieder geändert, weil er dort Rückenschmerzen bekam, oder? Also siehst du, es ist gar nicht immer die „Schuld“ deiner Tochter ;) manchmal dauert es einfach, bis man das für alle passende gefunden hat 🙈

Aber auch ihr werdet das finden 🙌

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Deine kleine hat viel durch... Könnte auch meine Story mit der großen sein...

Du sagst sie ist Sehr emotional...

Hol dir evt frühzeitig professionelle Hilfe...
Ich habe es bei meiner damals verpasst... Leider... Wir kämpfen bis heute (sie wird 13 Jahre) mit regulationsproblemen... Wir baden jetzt aus, was ich damals verpasst habe.
Sie hat bis heute Probleme einzuschlafen... Findet nicht zur Ruhe und macht sich viele. Gedanken.

Ss

6

(zu früh abgeschickt)

Es Im Hinterkopf zu haben, dass sie viel durch hat,... Reicht leider nicht immer.

Und auch kids in dem alter nehmen echt viel mit, auch wenn man immer versucht es alles fern zu halten.

Evt ist deine Maus anders... Aber mit kommt es eben sehr bekannt vor was du schreibst.

Wünsche dir alles Gute 😘

7

Hallo

Ich hab das erst vor wenigen Tagen jemand anderem geschrieben, ist aber vielleicht was für dich.

Wir hatten auch lange Probleme mit dem Schlafen. Ja, die Kleinen brauchen Nähe, gerade wenn sie soviel durchhaben. Aber das mit dem Akzeptieren wies halt ist, ist sone Sache. Ich habs nie wirklich hingekriegt🤷‍♀️ und wenn man selber mit den Nerven fertig ist, wirds nur noch schlimmer...

Schlussendlich sind wir bei einer Homöopathin gelandet. Meine Kleine war auch ein bisschen zu früh auf der Welt und hatte wegen schwieriger Geburt und anschliessender Krankheit bicht den einfachsten Start. Die Homöo hat sich stark auf das gestützt und Mittel empfohlen, mit denen C. das besser verarbeiten kann und auch besser von mir lösen liess.
Wir mussten etwas austesten aber schlussendlich hatten wir das richtige Mittel. Seither ist Schlafen super (ausse Zähne, Krank, etc.) und auch sonst kommt die Kleine im Leben besser zurecht. Vielleicht kann die Homöo auch dir was geben, damit auch du wieder auf den Damm kommst. So wars bei mir auch, quasi Therapie für Mutter und Kind.

Ich drück dir die Daumen, damit du den richtigen Weg findest.

8

Danke für eure Antworten. Ich hab mir viel mitgenommen. Und es tat wirklich gut drüber zu reden.

Wir werden die Situation mit dem Bett anpassen und es zu einem Familienbett umbauen.

Danke auch für den Tipp mit der Homöopathie. Das hat mir selbst auch schon geholfen, da ist das sicherlich eine gute Idee sich da mal beraten zu lassen. Auch mit der professionellen Hilfe. Ich werde den Kinderarzt mal drauf ansprechen, vielleicht gibt es was was der kleinen Maus guttut.

Und sonst weiterhin viel Verständnis und Geduld.

Ich wünsche euch einen schönen Abend

Danke <3

Maria

9

Kann dein Partner das Baby übernehmen und du widmest dich ein paar Wochen deiner Grossen? Das Baby wird sich nicht daran erinnern. Gib der Grossen die Extra Zeit und Aufmerksamkeit. Sie schreit förmlich danach.

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