Nur Mama

Hallo

Meine knapp 2 jährige Tochter hängt nur an mir.

Der Papa ist schon ganz traurig denn sie zeigt überhaupt keine Interesse an ihn .
Wenn mein Mann von der Arbeit kommt ignoriert sie ihn er darf sie auch nicht umarmen .
Er bemüht sich sehr spielt viel mit ihr aber sie will ihn gar nicht .

Wenn die Oma zu Besuch kommt wird die genau so ignoriert sie zeigt ihr überhaupt keine Interesse.

Ist das normal in den Alter ? :(

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Hallo,
wieviel Zeit verbringst du allein mit ihr bzw. er mit ihr? Hier ist Papa aktuell arbeitsbedingt auch eher Gast. Er sieht sie für eine Stunde zwischen Nachhausekommen und ins Bett bringen, während ich non stop mit ihr zusammen bin, weil sie momentan nicht in die Kita kann. Bei uns ist es so, je weniger Zeit er mit ihr verbringen kann, desto distanzierter wird sie. Versucht mehr Alleine-Zeit am Wochenende einzurichten. Notfalls seil dich ab und lass die beiden alleine. Lg

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Nachtrag :

Wenn Oma kommt wird ihre Hand manchmal genommen und sie wird zu Türe begleitet es wird tschüss baba gesagt . Sie meint damit die Oma soll wieder gehen

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Ich fordere von meinen Kindern aktiv ein, dass sie, wenn der Papa da ist, sich an ihn wenden, wenn sie irgendwas haben - irgendwas zusammen bauen, einen Streit klären, trösten, kuscheln.... Ich setze mich bewusst an die Nähmaschine oder den Laptop und stehe nur im absoluten Notfall zur Verfügung. Gerade mein kleiner klammert auch unglaublich an mir, das war schon von Anfang so. Darum habe ich von Anfang an darauf geachtet, das er immer und immer wieder damit konfrontiert ist, Zeit mit dem Papa zu verbringen, auch alleine.

Ich würde also genau das auch bei deiner Tochter tun: steh einfach mal nicht zur Verfügung. Wenn du plötzlich ins Krankenhaus musst, muss es ja auch ohne dich funktionieren und im Normalfall sollte das harmonisch sein.

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Ich denke so Phasen sind immer normal.

Wir haben grade auch wieder eine hinter uns. Es wurde sich zwar gefreut, wenn papa kommt, aber wehe er nahm Motte und ich ging mehr als 30cm weg. Und es wurde immer nur nach Mama gebrüllt.

Sie wollte auch nur auf meinen Arm und so. War echt anstrengend.

Seit Montag ist das plötzlich weg 🤷‍♀️ Sie spielt wieder gerne mit Papa, geht auch alleine mit ihm und fragt total häufig nach ihm 😊 sogar im Schlaf will sie plötzlich lieber Papa als mich. Mein Mann ist heute Nacht aufs Klo und sie hat gleich panisch nach ihm gebrüllt 😂😂

So ändern sich die Zeiten 😈

Denn wir haben nix geändert 😂 sie ist jetzt 20 Monate :)

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Ja das ist normal, grade auch in dieser aufregenden und trubeligen Adventszeit. ☺️ Sogar meine 4jährige ist da noch anhänglich.
ÄSie zeigt dir ja im Grunde nur, dass sie etwas "durch den Wind ist" und sie bei all den verrückten Dingen die um sie herum passieren möchte, dass Mama in der Nähe ist. Sicher ist sicher 😅
Und das Kleinkinder in dieser Zeit auch nur wenig Lust auf Besuch haben (von Oma zum Beispiel) ist ebenfalls nicht ungewöhnlich.
ABER: macht kein riesen Ding davon. Das verstärkt dieses Klammern dann nur. Also gib ihr Nähe in dem Umfang wie es euer Leben zulässt und so wie du es kannst und möchtest aber wenn du mal eine Pause brauchst, darfst du sie dir ruhig nehmen und die Maus dem Papa übergeben. 😉 ohne schlechtes Gewissen.

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Wie reagiert ihr Erwachsenen darauf?
Zieht er sich dann schmollend zurück?
Lässt er sie dann in Ruhe, bleibt aber in der Nähe. So dass sie auftauen und zu ihm gehen kann?

Wie ist es tagsüber, wenn du mal nicht im Raum bist?

Meine hat es geliebt mit anderen was zu machen.
Sobald jemand da war, war ich abgemeldet. Ihre Antwort: Mama ist immer da. Andere nur manchmal. Deswegen die anderen.

Allerdings hatte sie ihre Fremdelphase später (mit ca. 2 Jahren). Auch das kommt in dem Alter noch vor. Nicht mehr soooo oft, aber auch nicht seltsam.
In der Zeit durfte ich nicht mal in Sichtweite aus dem Raum rausgehen. Egal ob jemand dabei war oder nicht.
Andere Personen waren ok. Mama musste nur dabei bleiben, nicht aus dem Raum, ständige Sichtkontrolle, ob ich mich auch ja nicht bewegt hatte.

Einerseits blieb ich in der Zeit konsequent: wenn ich etwas in einem Raum tun musste, dann machte ich das auch, mit kurzer Ankündigung.
Andererseits achtete ich darauf, dass ich es nicht zu lange ausdehne / überstrapaziere in der Dauer.
Bezugspersonen akzeptierten, dass sie Zeit brauchte um aufzutauen (was sie vorher nie brauchte) , blieben dabei, schmollten nicht, überfielen sie aber auch nicht.

Kind durfte an mir kleben, musste aber akzeptieren, dass dann eben ich mich mit anderen unterhielt. Sie durfte für sich selbst tun, was ihr gut tat; nicht aber über mich.
Mama für sich alleine wollen, gab es da nicht. Besuch ist willkommen. Punkt.

Sie darf Besuch aus ihrem Zimmer draußen haben wollen. Das ist ihr Reich. Sozusagen.
Aus der Wohnung nicht. Wenn es ihr nicht passt, darf sie sich in ihr Zimmer zurückziehen.
Im Gemeinschaftsbereich sind andere zu dulden bzw. zu akzeptieren.

Wie reagiert ihr dann, wenn sie die Oma zur Tür begleitet?
Geht diese?
Bleibt sie einen Moment stehen, geht wieder zurück, wenn Kind sie los lässt?
Trägst du ein wütendes Kind aus der Situation heraus und Oma darf sich setzen?

Wütend sein durfte mein Kind durchaus. Wut Ausdruck verleihen auch.
Nur musste sie manches eben auch akzeptieren.

Abwehren durfte sie: Berührungen, zu nahe kommen etc. Das, was sie direkt und ihren Körper betrifft.
Akzeptieren musste sie z.B.: Gäste im Gemeinschaftsbereich, dass ich selbst auch Mansch bin, dass niemand rumkommandiert wird (Wut ist kein Grund)
Kompromis: ich behielt ihre Tagesform im Blick. Wann war es wirklich zu viel; ist es jetzt wichtig oder geht es nur ums Prinzip. Ich gestalte meine Aktionen kürzer - zeige ihr aber auch, dass diese wichtig sind.

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Einer meiner Jungs war auch sehr Mama anhänglich. Papa war trotzdem dabei, wir haben die Jungs zusammen ins Bett gebracht, zusammen gespielt und zusammen Dinge unternommen. Ab ca 2,5 ging es dann auch, dass mein Mann etwas mit ihm alleine unternommen hat, war ich nicht greifbar, nahm er auch mit Papa vorlieb;)
Und ab ca 4 Jahren war Papa der Beste, also fast...
Er ist jetzt 12 Jahre und im Zweifel ist er immer noch Mama-Kind, allerdings hat er seinen Papa auch lieb :)

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Meine Tochter ist auch eher ein Mamakind, aber der Papa und die Omas/Opas werden trotzdem geliebt.

Vielleicht wäre es der Bindung förderlich, wenn du öfter mal abwesend bist, sprich wenn Papa oder Oma Exklusivzeit mit deiner Tochter bekommen? Wir haben das mit 15/16 Monaten angefangen, da unsere Kleine stark gefremdelt hat und wir ihr helfen wollten auch andere Bindungen aufzubauen. Hat super funktioniert! Mittlerweile ist unsere Tochter 2-3x Mal die Woche nachmittags nach der Kita bei einer der Omas und der Papa bekommt häufig an den Wochenenden seine Exklusivzeit.

Lg, babyelf mit babygirl (20 Monate), babyboy im Bauch (37+6) und ⭐⭐⭐

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Hallo.
Ist bei uns auch so wie bei Dir ( unsere Kleine ist jetzt 21 Monate alt). Wenn Papa und Mama gemeinsam zu Hause sind, gibt es nur die Mama.
Ich habe vor ca 4 Wochen begonnen, den Papa und die Kleine an Wochenenden/ Feiertagen für je 1- 2,5 Stunden / Tag alleine zu lassen. Für mich toll, weil ich entspannt meine Freizeit gestalten kann und für die beiden auch. Ihre Beziehung ist seitdem sehr viel inniger geworden. Vielleicht einen Versuch wert.
Liebe Grüße.

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