Mittagsschlaf okay, Nachtschlaf furchtbar?

Guten Morgen allerseits,

unsere Tochter ist jetzt gerade ein Jahr geworden und war ja noch nie ein besonders guter Einschläfer. Es lief inzwischen aber eine Weile lang recht gut, für ihre Verhältnisse ;-) Vormittagsschlaf ist gestrichen, da sie jetzt bei der Tagesmutter ist, es bleibt ein Mittagsschlaf.

Nun ist es seit Tagen so, dass es mittags recht gut klappt, abends aber katastrophal ist. Ich verstehe es nicht so ganz, vielleicht hat jemand von euch eine Idee? Mittags (noch ist sie da zuhause, ab morgen dann auch über Mittag bei der Tagesmutter) plumpst sie meist geschafft ins Bett und schläft recht schnell ein, meistens auch zwei Stunden durch. Abends gibt es nur Gebrüll, sie wacht alle halbe Stunde schreiend auf, nachts geht es meistens wieder nur in unserem Bett (aber auch da wacht sie häufig auf). Plötzlich braucht sie auch dazu wieder den Finger als Schnullerersatz, davon waren wir eigentlich fast weg. Ich hab jetzt nochmal einen neuen Schnuller bestellt in der Hoffnung, dass der vielleicht angenommen wird - die Tagesmutter wird ihr sicher nicht ihren kleinen Finger ausborgen :-D

Meint ihr, es liegt an der Umstellung an sich? Sie ist super glücklich bei der Tagesmutter, es lief von Tag 1 an absolut problemfrei, wir konnten es alle kaum glauben. Die Kinder begrüßen sich vor Freude aufgeregt quietschend, sie spielen miteinander, alles wunderbar. Sie wirkt auch nachmittags eigentlich wie immer, ausgeglichen, fröhlich, neugierig, aktiv.

Das Essen ist nach wie vor ein Thema; sie trinkt so extrem wenig, dass sie oft noch eine Flasche bekommt (sowohl mittags als auch abends). Ich würde das tagsüber gerne abschaffen, damit sie ihren Durst über Wasser stillt, will aber nicht zu viele Baustellen auf einmal angehen. Priorität hat für mich jetzt erstmal das Schlafen, denn ich denke, dass sie das ja auch selber abends echt fertigmachen muss. Am Ritual hat sich nichts geändert. Ich würde ihr so gerne helfen, habe aber irgendwie so gar keine Idee mehr. Vielleicht kennt das ja jemand und hat einen Tipp, wie man ihr die Abende erleichtern kann :-)

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Huhu,

so wie ich das verstehe, stellt ihr auch bei der Tagesmutter noch einiges um bzw muss sie sich noch an einiges gewöhnen. Das kann durchaus schon die Ursache sein.
Morgen viel Input und wenn sie nach Hause kommt erst einmal Ruhe, da würde ich auch wie tot ins Bett fallen. Und dazu dann auch noch ein Schläfchen weniger. Das ist schon ziemlich viel für so ne kleine Maus.

Und so viele Umstellungen bringen halt auch wieder ganz viele Bedürfnisse zu Tage, unter anderem auch das Nuckeln am Finger. Das sind in dem Moment ihre Strategien zum Beruhigen, die kennt sie, die sind vertraut. Ich warne die Eltern auch immer vor, dass sich die Kinder während der Zeit der Eingewöhnung (+einige Zeit danach) noch vermehrt an Rituale klammern können, die sie eigentlich nicht mehr brauchen. Also so Sachen wie Schnuller, plötzlich wieder Windel, Mittagsschlaf, etc.
Da sie nun auch nachmittags bei der Tagesmutter sein wird, würde ich da einfach mal noch ein wenig abwarten, wie es sich dort zeigt und dann bei euch entwickelt. Wie gesagt, das ist viel für die Kleinen und braucht viel Energie um sich anzupassen.

Ansonsten zu abends: Wie lange schläft sie mittags denn? Vll ist sie abends schon übermüdet, müsste also vll früher ins Bett? Oder der Schlaf reicht nicht aus um die Energie genug zu füllen, so dass sie nicht richtig verarbeiten kann und dadurch abends dann quengelig ist? Fahrt ihr mittags noch viel Programm oder hat sie da auch Zeit runter zu kommen? Daran kann es auch liegen, dass es im Moment einfach zu viel ist. Dann reicht der Mittagsschlaf nicht aus um den Morgen zu verarbeiten und dann kommt noch Input nachmittags drauf.
Es kann halt vieles sein, aber im Moment würde ich einfach die gewohnten Routinen fahren, so gut es eben geht. Das gibt noch einmal Sicherheit und nimmt viel Stress weg, wenn die Kinder zumindest die restlichen Abläufe und Routinen kennen und einschätzen können. Also lass ihr im Moment auch noch ruhig ihre Flasche :-D

Liebe Grüße, alles Gute und hoffentlich bald weniger anstrengende Abende
nakaomi93

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Tja, heute zeigte sich beim Abholen, dass sie wohl doch bisschen überfordert ist und von Verlustängsten geplagt wird - es gab den ganzen Tag über viele Tränen, und als jemand von "Mama" sprach, war es wohl kurzzeitig ganz vorbei. Aber die Tagesmutter meinte, sie lässt sich schnell beruhigen und ablenken, es könne jetzt, wie du ja auch sagst, aber noch drei, vier Wochen dauern, bis sie sich daran gewöhnt hat und sicher ist, dass wir sie wieder abholen ;-) Sie brach auch sofort in Tränen aus, als ich sie holte.

Mittags schläft sie um die zwei Stunden (ca. 12.00 - 14.00 Uhr, wenn man sie lässt, auch mal länger) und die Nachmittage sind meiner Ansicht nach recht entspannt. Sie spielt viel (auch lange alleine), wir gehen in den Garten oder spazieren, mal kurz einkaufen...mehr eigentlich nicht. Gegen 18.00 Uhr gibt es Abendessen, danach geht sie schlafen. Aber das Weinen geht schon los, wenn wir vor dem Bett stehen. Ich dachte, es läge vielleicht an der Dunkelheit, aber auch ein Nachtlicht bringt nichts. Die Flasche trinkt sie zwar dann ganz ruhig aus, weint danach aber direkt los :-(

Nachdem die Tagesmutter mir heute sagte, dass sie weinerlich ist, dachte ich so, dass sie abends vielleicht auch Verlustängste hat...? Aber das kann ich ja nicht lösen, ich kann ja nicht meine Abende mit ihr im Bett verbringen, zumal sie sehr schnell wach wird bei Licht, Geräuschen, Bewegungen...

Aber danke die für deine Einschätzung! Ich habe einfach nur Sorge, dass wir ihr wieder Dinge angewöhnen, die wir so extrem mühsam abtrainiert hatten (gerade dieses Fingernuckeln muss wirklich aufhören, bei Flasche und so bin ich entspannter).

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Huhu,

für mich hört sich das nach ziemlich vielem an. Mittags hat bei uns auch immer gut geklappt auch alle Dinge die wir umsetzen wollten waren Mittags kein Problem und Abends ne Katastrophe 🙈

Ich denke wenn der Tag vorbei ist haben die Kinder soviel Input das es schwierig ist das zu verarbeiten, also das ist meine Meinung und daher brauchen sie besonders viel Nähe. Sie ist ja erst 1 ich meine es liegt noch soviel vor ihr und es ist echt schwierig in die Welt hinein zu wachsen da auch wir Erwachsenen manchmal einfach zu große Ansprüche an die kleinen haben. Für uns selbstverständlich für das Kind nicht.

Was Thema Schlaf betrifft denke ich können wir nur warten bis die Hirnreife soweit ist und es sich bessert, bis dahin ganz viel Liebe und Nähe ich denke da können sich Kinder am schnellsten entfalten.

Ich lerne auch schneller wenn man Verständnis hat vielleicht ist das bei den kleinen auch so. Also das ist alles nur meine Meinung, genau kann ich da leider gar nicht dazu sagen.

Ich hoffe das sich die Lage bald beruhigt und ihr wieder etwas mehr aufatmen könnt 🥰 Lg

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Für uns ist es abends ja nur nervig, aber für sie tut es mir halt so leid :-D Sie wacht wirklich mit richtig, richtig üblem Schreien auf, die schiere Panik. Vielleicht hilft eine Gummipuppe, damit sie denkt, das wäre jemand von uns :-D ...

Ja, vielleicht ist es einfach der Input. Ich würde es ihr nur gerne erleichtern und weiß nicht wie. Sie ist so ein aktiver kleiner Knopf, sie will auch ständig erkunden und die Welt sehen...momentan bin ich auch vom Buggy wieder auf die Trage umgestiegen, weil ich dachte, dass der permanente Körperkontakt beim Einkaufen usw. vielleicht ihr Sicherheitsbedürfnis nachhaltig befriedigt. Das findet sie auch meistens gut - bis was Interessantes (was ja nahezu ALLES sein kann) unseren Weg kreuzt, dann windet man sich aus der Trage halb raus, schiebt sich mit den Armen nach hinten, verbiegt sich...mal gucken, ob der Weg so sinnvoll ist, ich teste mal weiter :-D

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Ohjee klar verständlich 🙈

Du tust dein bestes und bist da, alles andere wird sich geben. Unserer wacht heute noch Nachts auf unf weint und schreit und wimmer in hohen Schrillem Ton vor sich her 😔 Anstrengend aber es tut einem auch Leid und sucht ne Lösung ich kenn das. Fühl dich gedrückt ❤️

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