Frust raus lassen (lang)

Ihr Lieben, ich muss einfach mal raus mit allem. Es ist einfach nur total frustrierend und macht mich traurig, weil es die Beziehung zu meinem Kind belastet. Ich bin ausserdem schwanger und die Hormone setzen mir auch zu.

Meine Tochter ist 18.Monate. Alles ist „Mama“. Sie kann keine 2 Minuten alleine spiele, kann keine 3 Meter Abstand zwischen uns lassen. Kann mit niemandem raus, ohne geheule und ständiges „mama mama“.. sogar schlafen kann sie nicht ohne mich, ich muss ständig da sein und momentan ist wieder dauergenuckel an der Brust. Gerade mittags. Wenn ich sie ihr weg nehme, weint sie und wacht auf. Gut, dann schläft sie eben nicht. Den Denkzettel bekomme dann aber ich am späteren Nachmittag.

Von der Stillerei kommen wir auch nicht weg. Wir waren dran und dann kam Fieber, danach Schnupfen, danach ein Zahn.. ich bin einfach ständig gefordert und wir haben jetzt sogar 2x halbtags eine Nanny, die mich mal entlasten soll. Weils wirklich schon immer so anspruchsvoll war (highneed). Krippe ging nicht. Aber mit der Nanny will sie auch nicht raus, weint mit Schluckauf und Krokodilstränen. Schlussentlich sitzen die um mich herum, weil ich ja Mama bin und spielen. Na super.. ich brauche einfach wirklich den Abstand, weil dieser Druck echt nicht gesund für die Beziehung ist. Sie war und ist auch sehr oft unzufrieden. Sogar wenn ich mit ihr spiele, ist sie unzufrieden. Manchmal weiss ich wirklich nicht, was sie von mir möchte. Ich verstehe es nicht. Ich bin da, ich spiele, ich mache mit. Aber sie schmeisst sich auf den Boden und brüllt.

Wenn nur wenigstens die Nacht erholsam wäre. Aber sie kommt noch immer 2-4x an. Und das Einschlafstillen macht mich wahnsinnig. Vor allem, dass immer nur ich fürs Einschlafen zuständig bin dadurch. Und das zieht sich oft raus. Gerade am Abend. Und da darf ich dann keinen Mucks machen, weil sie auf alles total reagiert. Ich bin hier wie auf einem Minenfeld. Das Pinkeln muss nachts perfekt getimet sein, ansonsten weint sie. Ich kann nicht mal pinkeln gehen nachts. Direkt mama mama.. aus dem Tiefschlaf quasi, mama mama.. Das stresst mich total.

Die nächste Prio ist das Abstillen. Ganz klar. Dieses aufgeopfer halte ich nicht mehr aus. Eine Zeit lang ging der Papa zum Schlafen. Aber jetzt heult sie nurnoch und ruft mama mama.. sie hat da wirklich einen enormen Druck beim weinen. Wenigstens geht der Papa für alles andere. Aber nur er. Ich möchte wirklich, dass es mit einer anderen Betreuungsform funktioniert... wir brauchen die Pause so dringend..

Ich danke euch fürs lesen und vielleicht geht es jemandem ähnlich und ich bekomme hilfreiche Tipps und Tricks. Und natürlich liebe ich mein Kind über alles und sie hat auch sehr sehr vieles Positives. Es geht hier einfach grad um meinen Frust.

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Ich verstehe deinen Frust. Ich wäre schon lang zusammen gebrochen.
Respekt was du da aushältst.
Ich schreibe einfach mal meine ersten Gedanken auf was ich tun würde.

Raus! Allein!
Gehe ganz banal einfach mal allein zum Einkaufen wenn der Papa da ist. Selbst wenn sie die ganze Zeit heult, der ist doch da. Sie muss lernen das man sich auch auf andere verlassen kann, außer Mama. Und Mama kommt ganz sicher immer wieder. Oder gehe wenn dein Partner da ist einfach mal 15 min spazieren. Das regelmäßig und immer länger.

Beim abstillen musst du abschätzen welche Stillzeit du am ehesten weglassen kannst. Das musst du aberbaucv konsequent durchziehen.

Es hört sich für mich ein wenig so an, als ob auch du dich nicht richtig lösen kannst.
Die Nanny ist da, trotzdem bist du diejenige die da sitzt und spiel. Da hätte ich gesagt: Nein! Ich bin in der Koche und räume auf. Ich bin in der Nähe aber nicht da.
Du gibst immer wieder nach. Mit 18 Monaten ist man kein Neugeborenes mehr, das man bei jedem weinen sofort betüddeln muss.

Meine kleine versucht auch alles wenn der Papa sie ins Bett bringt. Aber auch ich habe meine Pausen verdient. Für den Papa ist es ganz furchtbar ein weinendes Kind ins Bett zu bringen, aber er machtest , weil ICH es brauche! Sei etwas egoistischer.

Wahrscheinlich werde ich jetzt als böse Mama verflucht, aber bei uns funktioniert es. Ich brauche meine Auszeit. Keiner arbeitet 24/7. Mama auch nicht. Ich bin auch ein Mensch mit Bedürfnissen. Und das solltest du dir langsam, Stück für Stück zurück holen.

Alles Gute

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Ja da hast du natürlich recht. Es fällt mir extrem schwer. Alleine raus habe ich kein Problem. Wenn der Papa da ist, kann ich machen was ich will. Ausser das Schlafen Thema. Aber wenn sie so bitterlich weint und schluchzt, damit komme ich echt nicht klar. Da gibt es Abstufungen. Jede Mutter kennt die. Ich habe einfach wirklich das Gefühl, dass sie einen extremen Leidensdruck hat. Ich habe den dadurch auch. Und dann quäle lieber ich mich da durch, als sie so leiden zu sehen. Ich weiss echt nicht, wie viel da dran ist. Es gibt keinen Vergleich. Aber neulich war sie angezogen, sass im Kinderwagen und hat sich nicht beruhigt. Die Nanny kam wieder zurück, weils so schlimm war. Und dann hat es eine halbe Stunde gedauert, bis sie davon wieder runter kam in meinen Armen. Hatte immer noch Schluckauf und gewimmert. Vielleichg kann ich mir eine Scheibe von dir abschneiden. Ich muss.

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Die verschiedenen Arten zu weinen kenne ich wohl. 😂
Vielleicht gehst du einfach mal aus dem Haus wenn es Zeit zum schlafen ist. Bei uns hieß es immer Mama geht in die Arbeit 🙈 weil arbeiten muss der Papa ja auch immer und ist wichtig. Geh mit Freundinnen was trinken, damit du abgelenkt bist und gar nicht einschreiten kannst. Und der Papa, der muss da leider durch. Und deine kleine auch.
Es wird ja nicht leichter wenn sie älter wird. Und wenn dann ein zweites Kind da ist....

Ich wünsche dir ein dickes Fell und viel Erfolg

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Ich habe leider keinen Tipp für dich, aber ich möchte dir sagen, dass du eine tolle Mama bist! So wie du das beschreibst, opferst du dich schon genug für deine Tochter. Fühl dich ganz festngedrückt. Ich wünsche dir alles liebe.

💗

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Vielen Dank. Das wünsche ich dir auch❤️

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Hallo meine Liebe!
1:1 unsere Situation! 1:1 mit tausend Ausrufezeichen. Sogar das Alter ist identisch und ich bin auch gerade schwanger.
Einzig, dass wir mit 13 Monaten abgestillt haben. Mir ging es genau wie dir.
Haben das stillen durch pre Nahrung im Fläschchen ersetzt. Raten alle gern von ab, man würde ja was neues anfangen blabla, unser Sohn hat nachts einfach Hunger und ist mit Flasche zufrieden und wir sind es auch. Hat von 13 Monaten bis ca 16 Monaten perfekt geklappt. Er hat sogar nahezu durchgeschlafen. Mit 16 Monaten kamen dann die krassen Entwicklungsschübe.
Abnarbelung, kein fremdeln mehr, Sprache ist explodiert.
Tja die Kehrseite ist halt immer, dass diese tolle Entwicklung für die Mäuse natürlich anstrengend ist, bei uns war das Resultat:
1. mamamamamamamamama rund um die Uhr
2. Papa ist out
3. super schlechter Schlaf
4. Geschrei und Wut in ganz neuen Dimensionen.

Tja das hält jetzt zwei Monate an, bin sehr zuversichtlich dass wir aber bald durch sind !

Ich versuche immer so gut wie möglich ihn in allem zu begleiten, ihm zu geben was er braucht. Er sagt es ja mehr als deutlich. Aber manchmal kann man einfach nicht mehr.
Das einzige was mir hilft, ist dass mein Mann ein toller Vater ist und wir als Familie sehr gut funktionieren und ich ein bis zwei feste Rituale die Woche habe. Einmal die Woche nähen, einmal die Woche beliebige Aktivität ohne Kind.
Wir schaffen das, irgendwann wird es besser. Jede Phase, jede Entwicklung ist irgendwann vorbei und dann kommt eine neue. Und auch die schaffen wir!
Ich kann dir nur wärmstens eine stillberatung empfehlen. Gern per pn, die Dame hat mir über das Telefon sehr, sehr gut geholfen. Einfach mal Luft machen und einen Weg finden eine schöne stillbeziehung angenehm zu beenden.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft! Halt durch und schau deine Maus an und Versuch dich darauf zu besinnen wofür du das ganze machst!
Liebe Grüße und fühl dich gedrückt!
Annie

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Oje, dann lass uns unbekannterweise drücken❤️ Meine Tochter nimmt leider keine Flaschenmilch. Weder Pre noch Vollmilch noch sonstwas. Wasser ist das einzige, was sie trinkt, aber nicht im Schlaf. Da rastet sie einfach nur komplett aus, bis die Brust kommt.

Ich kann echt nicht mehr. Die Stillbeziehung ist nurnoch eine Folter für mich. Ich habe Schmerzen und sie sind total sensibel. Dann noch dieses Dauergenuckel, als wollte sie mich absichtlich quälen. Diese Gedanken sind krank. Und es schadet der Beziehung so sehr, weil sich meine Wut manchmal gegen sie richtet. Obwohl ich total selbst schuld bin. Ich hätte mir da definitiv ein paar Gedanken mehr dazu machen müssen. Und dann schiebe ich sie von mir weg und sie weint und ich hab direkt wieder diese Wut auf sie. Irgendwann ist der Kampf vorbei und sie kuckt mich an, lächelt verschlafen und sagt „Mama“. In dem Moment hasse ich mich wieder für meine Gefühle. Das ist psychisch der totale Stress.

Wir haben hier auch ein gutes Miteinander. Und mein Mann ermöglicht mir jegliche Art von Freiheit, die in seiner Macht steht. Ich nutze dieses Angebot auch. Momentan weniger, da ich total schlapp bin. Hatte auch Erbrechen und das Wetter. Alles kommt zusammen gerade😭 Ich schreibe dir noch PN wegen der Beratung. Danke vielmal.

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Huhu!

Kann schon ein bindubgsschub sein, den die kleine durchmacht. Meine machts auch gerade, allerdings ist Papa der Trend 😏 und ich bin raus.

Egal.
Das hast du jedenfalls vielleicht in 2,3 Wochen weg 🍀

Ich würde...

... Eine stabile bindungsperson für feste Betreuung suchen. Eine tagesmutter. Wir lieben unsere. Und die sind ausgebildet und vom Fach. Also ist meiner Meinung nach die abnabelung auf diese Weise vielleicht leichter und kontrollierter. Außerdem käme sie unter Kinder. Das hilft vielleicht auch.

... Erst wenn die neue bezugsperson steht würde ich das abstillen angehen. Sonst hätte ich Sorge, sie ist zu instabil und dann ein neues Baby das darf... 😱... Das sollte alles stabil sein.

... Dann als Tipp... Rede mit deiner Tochter 🙈 sag ihr vor dem einschlafen, dass Mama da ist, und immer auf sie aufpasst. Sag ihr, am Tag, dass du sie siehst, dass sie das schafft, dass es nicht schlimm ist. Usw. Ich glaube wirklich, wir müssen wenig allein machen. Der Erwachsene entscheidet den Weg, aber das bedeutet ja nicht, dass es stumm passieren muss. Sag ihr was du tust oder willst und vielleicht kann sie es dann akzeptieren 🤷‍♀️

... Quality time. Wenn die nanny nix bringt kümmer dich halt weiter ums Kind und lass die Frau putzen, kochen, saugen. Jedenfalls hast du Feierabend wenn das Kind nicht mehr an dir klebt. Und das mit ❗ sonst gehst du kaputt.


Drücke euch dir Daumen 🍀🍀🍀

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Hallo und danke vielmal für deine Anteilnahme und Tipps. Die Nanny ist bereits im dritten Monat bei uns. Im ersten Monat war ich immer dabei. Im zweiten Monat ging es annehmbar und jetzt weint sie immer, wenn sie raus gehen sollen. Ich habe oft auch Arbeiten im Haushalt delegiert und damit ist sie völlig einverstanden. Es ist von daher eine gute Lösung. Bestimmt nicht die Beste, aber ich möchte meiner Tochter nicht ständigem Wechsel aussetzen. Erst wars die Krippe, dann Lockdown, dann wieder Krippe, dann meine Tante, und dann die Nanny.. und jetzt wieder was anderes. Gerade wo sie so instabil ist?

Andere Kinder liebt sie, aber sie braucht sehr viel Zuwendung und ich glaube nicht, dass eine Tagesmutter die Kapazität dafür hat. Wir sind täglich auf dem Spielplatz gewesen (voll mit Kleinkindern) und im Winter werdens der Indoorspielplatz oder Freunde mit Kids raus reissen. Was meinst du dazu? Ich glaube nicht, dass sie vom Wesen her zusätzliche Kontakte braucht, sie ist wirklich sehr offen gegenüber anderen Kindern.

Ich spreche alles mit meiner Tochter aus. Ich erkläre ihr auch alles. Manchmal sage ich, ich brauche jetzt 2 Minuten für mich. Aber ich sitze hier bei dir. Spiel du in der Zeit mit XY und ich spiele gleich wieder mit dir. Vergiss es. Sie braucht ständig Entertainment. Oder das Thema Stillen, schon 100 mal besprochen. Wenn ich falsch lag oder reagiert habe, entschuldige ich mich. Wir haben in der Hinsicht eine gute Beziehung. Nur erzähle ich all das umsonst.. es ist einfach nur frustrierend und anstrengend.

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Ach das wusste ich nicht. Dann habt ihr ja schon viel durch. Sorry. Nee ne neue bezugsperson nicht. Dann drücke ich dir die Daumen, dass es wirklich nur der bindungsschub ist und sie wieder mit der nanny kann, wenn es durchgestanden ist.
Oh weia, ich will garnicht wissen wie dir zumute ist, gerade weil ja die 2. Schwangerschaft quasi 'gegen' dich läuft (bitte nicht falsch verstehen. Ich denke nur, ich verstehe auch in dieser Hinsicht eine Art Stress 🙈).

Du weißt am Ende sowieso am besten was deine Tochter braucht. Auch wenn es nunmal aktuell viel von dir ist.

Hier hätte ich übrigens mal nen Tipp gelesen, der für dich interessant sein kann. Unzwar meinte hier mal jemand, dass es Kindern schwerer fällt, wenn man sich von ihnen verabschiedet und geht, als umgekehrt. Vielleicht geht es ja, dass die kleine mit nanny das Haus verlässt? 🤔 Auch wenn ich wetten könnte, dass ihr auch das schon probiert habt 🙈

Ach Mensch... Manchmal ist es echt hart so geliebt zu sein. Fühl dich gedrückt 🍀

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Für die Nächte kann ich dir eine nächtliche Stillpause (nach Gordon) empfehlen. Kannst du ja mal googeln. Manchmal werden die Nächte dadurch viel besser. Die ersten Nächte in denen du umstellst, werden aber bestimmt viel anstrengender.

Das kann dir dann vielleicht auch bald bei dem Mittagsschlaf helfen und du hast dann Mittags 2 Stunden mal für dich. Dann sieht die Welt bestimmt schon wieder ganz anders aus.

Vielleicht ist das ja was für euch.

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Ich habe mich diese Woche mit der Gordon Methode befasst und finde den Ansatz gut. Ganz klar werde ich die Nacht als erstes angehen. Da ich aber Einschlafstille, muss auch das Einschlafen ohne Brust erst gelernt werden. Den Plan dazu habe ich. Nur der Antrieb fehlt mir und ständig kam was dazwischen wie Fieber, Zähne, Schnupfen..

Heute Nacht habe ich den Anfang gemacht. Zwei Stunden haben wir bitterlich geweint, gekuschelt, gewimmert, getragen. Dann war die Nacht vorbei..

Jede Stillende mit Kinderwunsch sei gewarnt: stillt unbedingt vor der nächsten Ss ab!

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Super, dass du den Anfang geschafft hast. Wenn du noch ein paar Nächte durchhälst, wird es bestimmt besser!

Und bei dem Leidensdruck den du hast, ist es total nachvollziehbar, dass du mit weinst.

Bei meinen 3 Kindern kam immer irgendwann bei mir der Wunsch zum abstillen auf. Ich habe meine Kinder einmal 12 Monaten (da war ich auch schon wieder gerade frisch schwanger), einmal mir 19 Monaten abgestillt. Bei meinem kleinen Sohn habe ich jetzt mit 16 Monaten zumindest die Nächtliche Stillpause eingeführt. Von sich auch stillen sich viele Kinder erst wesentlich später ab.

Bei mir haben sich die anstrengenden Nächte immer gelohnt. Und es geht wirklich relativ schnell, dass sich die kleinen daran gewöhnen auch wenn du dir das am Anfang nicht vorstellen kannst.

Halte Durch!

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Das klingt wirklich furchtbar anstrengend.

Grade schwanger ist das sicher noch mal schwerer 🙈 und weil ihr es so lange mitmacht.

Ich befürchte, ihr seid in einer totalen Teufelsspirale. Du brauchst ne Pause, du bist schwanger und willst Distanz. Deine Tochter spürt die Veränderung und vielleicht auch etwas die Ablehnung und klammert umso mehr und will dich nicht weg lassen und wieder mehr stillen.

Den ultimativen Tipp hab ich auch nicht. Ich würde über professionelle Beratung nachdenken. Kinderschutzbund, Caritas, Diakonie... meine Pekip-Leiterin bietet auch Familienbegleitung und Beratung an. Vielleicht gibt es sowas auch bei euch.

Ich wünsche euch alles, alles Gute!

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Der Gedanke mit der Teufelsspirale kam mir auch schon.. aber leider gibt es nie den richtigen Zeitpunkt. Es ist immer eine Spirale.. Wie ich schon schrieb, dann kam der Eckzahn, Fieber, Schnupfen, die Schwangerschaft, die Hormone, der grossr Leidensdruck und theoretisch fehlt jetzt noch ein Eckzahn, bevor dann die letzten vier Backenzähne kommen.. vermutlich wäre davor der beste Zeitpunkt. Jetzt kommt aber genau der Winter und Erkältungen, alle möglichen Krankheiten.. es hört nie auf. Unschwanger würde ich den Winter und die Zähne noch aussitzen. Aber der Zug ist abgefahren. Ich werde mich an eine Stillberatung wenden. Vielleicht noch eine Schlafberatung wegen dem Einschlafen ohne Brust.. danke dir auf jeden Fall!

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Das meinte ich aber gar nicht, also dass du durchhalten musst. Klar, es gibt immer einen Grund, warum jetzt nicht.

Aber das war einfach nur ne Erklärung, kein Grund über deine Grenzen hinweg weiter zu machen. Ich hab auch mit Abstillen begonnen, obwohl ich wusste, dass 2 Tage später ne Impfung ansteht und ja, es war dann auch heftig in der Nacht (von 00.30-6 Uhr wach). Aber das war halt so und danach war das Thema (nachts) endgültig durch!

Also es gibt diese Spirale, aber das bedeutet nicht, dass man sie nicht durchbrechen kann oder darf.

Man muss sich nur eben klar machen, dass da 2 unterschiedliche Bedürfnisse aufeinander prallen und ich denke, grade ist keiner glücklich, da alle „kämpfen“ müssen. Du nach Freiraum und deine Tochter versucht dich mit aller macht zu halten; ich denke das ist für alle frustrierend.

Ne Umstrukturierung ist immer viel Arbeit, macht allen Angst und man muss sich neu finden. Langfristig werdet ihr aber sicher glücklicher, wenn ihr es angeht.

Alles Gute :)

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Hallo!

Ich verstehe deinen Frust auch. Ich sehe es wie du, ihr solltet euch gemeinsam lösen vom Stillen. Ich dachte auch immer irgendwann hört sie von alleine auf... Pustekuchen...
Ich habe konsequent angefangen zu sagen, gestillt wird nur noch daheim. Also irgendwo anders gar nicht mehr.
Dann tagsüber erst nur noch zum Mittagsschlaf und zum Einschlafen abends. Als sie dann beim Stillen mal losgelassen hat zum reden oder weil sie eigentlich fertig war, hab ich die Brust eingepackt. Und das Gemecker ausgehalten.
Nächster Schritt war nachts nur noch die Flasche. Ich kann für Brustjunkies die Avent Neugeborenensauger empfehlen. Es hat ne Weile gedauert. Wir mischen heute noch die Milchflasche mit etwa 150 ml Wasser und 30 ml Kuhmilch (hört sich eklig an, ist es auch :) aber es funktioniert).

Vielleicht ist es mit der Flasche ja eine Option irgendwie euren Weg zu finden. Fühl dich gedrückt, wenn man so gestresst ist, dann hilft der man soll es annehmen Quatsch auch nicht (auch wenns ja stimmt und mit etwas mehr Pausen auch meistens klappt). Ihr werdet fürs stillen bestimmt einen Weg finden!

Liebe Grüße

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Wir haben die Avent. Auch alle Arten von Schnullern. Nimmt sie nicht. Das wäre das Beste gewesen.. leider unmöglich. Die Brust kann hier nicht ersetzt werden.

Wie lange hat deine geweint beim Entzug? Heute um 02:00 habe ich sie trinken lassen. Da trinkt sie effizient und ausgiebig. Danach dockt sie direkt ab und schläft weiter. Aber die 06:00 Brust habe ich verweigert, weil da nur ewig genuckelt wird. Sie hat bis 08:00 abwechselnd geweint, gewimmert, gekuschelt, gedöst, nochmal bitterlich geweint, wieder gedöst usw.. danach war die Nacht vorbei. Tief geschlafen hat keiner mehr. Vielleicht magst du mir berichten?

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Schade, dieser "Busen Ersatz" hat bei uns ganz gut funktioniert. Schnuller nimmt die Große bis heute nicht. Wir haben den Abstillprozess auch mit anderthalb angefangen, aber wegen einigen Rückschlägen mit Fieber und so hat es sich gezogen. Ich war aber auch einfach nicht wirklich bereit.
Ich hatte gehofft, dass eine Flasche als Alternative bei euch vielleicht auch unterstützen könnte :) Wir nehmen übrigens kaltes Wasser, also kein zusätzlicher Stress mit warm machen.

Ich hab sie tatsächlich auch nicht lange weinen lassen, aber ich hab konsequent die Flasche angeboten und nach einer Woche hat sie die langsam ausprobiert. Nicht lange war etwa ne halbe dreiviertel Stunde, bei Meckerweinen. Bei Verzweiflungweinen natürlich nicht so lange. Aber ich habe immer kurz auf eine Pause beim weinen gewartet,, damit ich sozusagen entschieden habe, dass es wieder die Brust gibt.

So blöd es auch ist, erst wenn man als Mama soweit ist, dass man wirklich abstillen will, dann klappt es auch. Weil erst dann halt man es aus zu warten bis eine Alternative angenommen wird. Natürlich nicht wenns um Durst oder Hunger geht sondern um die Nuckelzeit runterzufahren. Es tut mir Leid, dass ich leider nicht so richtig helfen konnte.

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