Großes Kind bockt seit kleine schwester da ist

Hallo ihr lieben,

ich melde mich mal total ratlos an euch, wir haben zur Zeit folgendes Problem.

Vor einer Woche kam unsere kleine Maus zur Welt und der große Bruder (28Monate) stellt uns richtig vor eine Herausforderung. Er kuschelt viel mit ihr und ist sehr von ihr begeistert aber er merkt das sich nicht mehr alles um ihn dreht. Er wirkt viel agrressiver und schmeist nun sein Spielzeug durch die Gegen oder verletzt uns weil er denkt er spielt aber uns tut es schlichtweg weh wenn er auf den Rücken springt ohne Vorwarnung etc. Die Liste ist lang mit Dingen die er nun macht.

Manchmal bekommt er so einen richtigen schreianfall und brüllt des todes für extra ganz laut wenn ich sage er soll aufhören, er will nämlich immer weiter machen. Das zubettgehen ist katastrophal, war an sich auch nie ein Problem 🥴

Der Papa und ich kümmern uns abwechselnd den ganzen Tag um ihn damit er sich nicht vernachlässigt fühlt aber irgendwie artet es aus🤷🏽‍♀️

War das bei euch auch? Ist das normal ? Ich komm mir so hilflos vor, ich bleibe immer ruhig und geduldig aber er macht für extra immer weiter, mit der kleinen auf dem arm ist auch vieles schwieriger 🙈

Eure Erfahrung würde mich einfach mal interessieren:)

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Den größten Fehler, den man nach der Geburt vom Zweiten machen kann, ist die Regeln für das Große zu ändern. Der Tagesablauf vom Erstgeborenen muss möglichst mit alle Regeln und Routinen normal weiterlaufen.

Ob jetzt Mama oder Papa die Routine durchführt, ist erstmal egal. Hauptsache es läuft weiter.

Daneben braucht das Große natürlich Aufmerksamkeit und Verständnis, aber das hat nichts mit den Regeln zu tun.

Im ersten Jahr werden solche Phasen, in denen das entthronte Kind besonders anstrengend ist, immer wieder kommen. Da braucht man starke Nerven und viiiiel Geduld.

Dazu kommt bei Euch, dass Euer Kind jetzt mit etwa 2,5 in Sachen Trotzphase noch mal ordentlich durchstartet. Das ist in dem Alter ganz üblich.

Also einfach die Regeln immer ganz sachlich, aber konsequent durchsetzen. Sofort hingehen, Situation verändern, Regel formulieren. Immer und immer wieder.

Sagt ihm ganz klar, wenn er Euch weh getan hat, dass es Euch weh tut, und dass Ihr das nicht wollt. Nicht wütend, nicht laut werden. Aber durchaus energisch. Genauso wenn er wirft.
Gebt ihm Alternativen. Draussen darfst Du den Ball werden, drinnen vielleicht einen Luftballon oder sowas. Hüpfen nur auf der Hüpfmatte/dem Trampolin...

Sprecht mit ihm über Gefühle. Wie heißen die Gefühle. Wie erkennt er die Gefühle bei sich und bei anderen. Was kann man tun, wenn ein Gefühl zu groß wird...

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Das hört sich Vernünftig an und ich versuche es so zu handhaben und hoffe das wir das schnell hinter uns bekommen 🙈 Danke dir ❤️

1

Eure kleine ist erst eine Woche alt, was erwartest du da?

Es braucht Zeit bis jeder seinen neuen Platz gefunden hat und einem knapp 3 jährigen, kannst du mit Büchern und Erzählungen noch soviel darauf vorbereiten, er wird es nicht verstehen.

Also, was kann man machen? Ich würde ihm Aufmerksamkeit schenken, aber trotzdem klare Grenzen aufzeigen. Was ich nicht machen würde ist, ihm ungeteilte Aufmerksamkeit schenken, wie es anscheinend gerade von euch gehandhabt wird.
Denn er muss sich daran gewöhnen nicht mehr alleine zu sein und abwechselnde Dauerbespaßung könnt ihr dauerhaft nicht stemmen. Also ist es der falsche Weg ihn daran zu gewöhnen. Ihr verschiebt das Problem nur zeitlich nach hinten.

2

Ich stimme Dir vollkommen zu. Aber das Große ist mit 28 Monaten nicht mal 2,5. ;-)

4

Meine Tochter war 2 als das Baby kam und die ersten 8 Wochen nicht zu ertragen.
Sie hat sich bei jeder Kleinigkeit auf den Boden geworfen und hatte Trotzanfälle, die teilweise über eine Stunde gedauert haben.

6

Es ist ja auch echt eine Umstellung für alle. Man weis es aber will es doch nicht wahrhaben. 🙈


Ich bin gespannt wie wir es geregelt bekommen.

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