Kleinkind (13 Monate) will nicht einschlafen

Hallo,

ich habe mich heute hier registriert, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß.

Unser Sohn ist 13 Monate alt. Er hat noch nie besonders gut geschlafen. Auch das Einschlafen war immer schwierig.

Dann hatte ich eine Zeit lang das Gefühl, dass es besser wird. Ein paar mal ist er ganz alleine in seinem Bett eingeschlafen.

Doch seit etwa einem Monat funktioniert das überhaupt nicht mehr. Sobald ich abends mit ihm ins abgedunkelte Schlafzimmer gehe, fängt er an zu schreien. Erst wenn ich seine Kuscheltiere nehme und ihm zeige, wie gemütlich sie sich ins Bett legen, lässt er sich ablegen - aber nur in unser Bett und nicht in seins.

Nach fünf Minuten will er wieder auf meinen Arm. Ich stille ihn. Vorher ist er spätestens dabei immer eingeschlafen. Doch jetzt ist er richtig aufgedreht, wenn er fertig getrunken hat. Wieder das Theater mit den Kuscheltieren, bevor er sich fünf Minuten ablegen lässt. Ich trage ihn umher - er greift dann nach meiner Nase und lacht. Ich sitze neben ihm - er versucht, meine Aufmerksamkeit zu erregen (ich ignoriere ihn erst mal, aber immer mit schlechtem Gewissen - meint ihr, das ist richtig?). Heute hat sein Vater ihn ins Bett gebracht. Er ist eine Stunde mit ihm durchs Schlafzimmer gelaufen und hat ihn dabei ziemlich energisch geschaukelt, bevor unser Sohn geschlafen hat. Wenn ich ihn ins Bett bringe, dauert das Einschlafen meistens wesentlich länger.

Seine Schlafenszeiten: Ab 20.30 Uhr sind wir im dunklen Schlafzimmer, meistens schläft er aber erst zwischen 23 und 23.30 Uhr ein. Dann wird er gegen 5 Uhr wach, turnt etwa zwei Stunden neben mir im Bett und wird zwischendurch gestillt, bevor er gegen 7 Uhr noch mal einschläft. Um 9 beginnen wir dann unseren Tag. Mittags schläft er eine halbe Stunde bis Stunde. Ohne Mittagsschlaf ist er quengelig.

Tut mir leid, dass der Text so detailliert geworden ist. Hoffentlich kann mir jemand von euch helfen.

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Oh Mensch... das hört sich ja echt anstrengend an bei euch.

Mein Sohn hatte auch schon „Schwierigkeiten“ beim einschlafen. Da hat es auf einmal auch nicht mehr wie gewohnt funktioniert.
Er ist jetzt 14 Monate alt.

Ich habe ihn auch schon 45 Minuten durch unser Bett turnen lassen, bis er eingeschlafen ist obwohl er müde war.

Hier hat bislang geholfen:

Er liegt auf meinem Bauch
Er liegt neben mir im elternbett
Lalelu singen

Dauert zur Zeit manchmal 20 Minuten, manchmal 10 Minuten.
Wenn er dann eingeschlafen ist, kann ich ihn in sein Bett legen.

Ich hoffe ihr findet bald etwas, damit es leichter für euch alle wird.

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Danke für deine Antwort. Zwanzig Minuten wären ein Traum.

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Ein wirklich guter Schläfer ist unser Sohn auch nicht. Besser funktioniert das Einschlafen an Tagen, an denen wir viel draußen waren, er im Sand gespielt hat und andere Kibder getroffen hat. Wie sieht denn euer Alltag aus? Könnte es sein, dass er zu viel/zu wenig erlebt?

Vielleicht hilft euch auch eine feste Abendroutine, die vor der Einschlafzeit im Schlafzimmer beginnt. Zum Beispiel Abendessen, wickeln und waschen, Zähneputzen, ein Buch lesen, ein Schlaflied singen, dem einen Elternteil Gute Nacht sagen und dann mit dem anderen ins Schlafzimmer gehen. Falls ihr nicht sowieso schon eine Routine habt.

Ich wünsche euch viel Kraft 🤗

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Danke für deine Antwort.
Ich habe schon das Gefühl , dass wir (soweit möglich) viel unternehmen. Aber auch nicht so viel, dass ich das Gefühl habe, ihn zu überfordern.
Eine Abendroutine haben wir auch, aber bringt nichts.

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Wann macht ihr denn Mittagsschlaf? Wenn ihr final um 9 erst aufsteht, vermutlich nicht zu früh? Dann könnte es schon sein, dass dein Kleiner um 20:30 noch nicht müde ist?
Insgesamt hören sich die Zeiten schon sehr zerstückelt an, vor allem das Rumwerkeln ab morgens um 5. Oder ihr steht um 5 auf (ja, ich weiss, furchtbar:)) und schlaft noch 2 mal am Tag?

Meine Tochter, knapp 15 Monate, will abends seit 2 Wochen auch nicht mehr einschlafen. Sie schreit auch, wenn's ins Schlafzimmer geht. Manchmal stille ich sie einfach woanders, im hellen, dass sie nicht versteht, dass sie schlafen soll. Wenn sie müde genug ist, lässt sie sich so überlisten:)

Bei uns hilft ein klarer Tagesablauf. Wenn wir die Omas besuchen (wir fahren mindestens 1 mal die Woche hin, 30 Minuten Fahrtzeit) und im Auto geschlafen wird, ist der Rhythmus gestört und sie ist abends zu müde oder nicht müde genug.

Naja, ich wünsche dir gute Nerven. Auch diese Phase geht vorbei:)

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Danke für deine Antwort. Mittagsschlaf machen wir gegen ein Uhr, manchmal auch gegen zwei, abhängig von der Müdigkeit.

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Also um den 1. Geburtstag steht auch noch mal ein ganz fieser Schub an, da hat das schlafen hier auch seinen Tiefpunkt erreicht. Einschlafen ging zwar immer ganz gut, aber Motte war teilweise stündlich wach.

Anscheinend braucht dein Sohn grade viel Nähe. Ich würde mir keinen Kopf machen und mit in euer Bett nehmen (bin aber eh Pro Familienbett :D).

Wir müssen mit Motte auch immer noch auf den Pezziball, Ist aber nicht schlimm (hab grade erst abgestillt und wollte nicht 2 vertraute Sachen abgewöhnen; sie schläft aber auch ab und zu nur mit kuscheln ein).

Letztlich hab ich keinen Rat außer das übliche (vllt mal an den Zeiten spielen, dann beginnt abends vllt mal erst um 21 Uhr statt 20.30 oder so, vllt mal ein Tag mit mehr Action oder einen ruhigeren, vllt sollte dein Mann vorerst übernehmen, wenn es da besser klappt - hier bringt mein Mann seit Monaten Motte ins Bett, weil es bei ihm viel besser klappt 😅). Ansonsten - durchhalten und das beste hoffen. Hier sind die Nächte zum Glück entspannter geworden, trotz abstillen 😊

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Danke, dann gibt es ja Hoffnung, dass es sich bald bessert.

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Uff ja das klingt echt hart. Mein erster Gedanke war, dass er definitiv noch nicht müde ist. Wenn du die Zeit 23:00 als Schlafenszeit akzeptieren kannst, falls vielleicht der ganze Stess ab. Ich habe tatsächlich schon von einigen Kinds gehört, die erst so spät schlafen. Meine schläft Mittags 1,5-2 Stunden und Nachts 11-12 Stunden. Nicht durch, aber ich stille im Liegen. Wenn deiner nur 30 Min braucht Mittags und nach 5-6 Stunden nachts hellwach ist, dann hat er vielleicht von Natur aus weniger Bedarf? Mein Schwiegervater schläft 4-5 Stunden pro Nacht. Das genügt ihm. Versuch heute oder morgen, ihn einfach mal nicht vor 23 Uhr zum schlafen zu bringen. Wenn möglich, dann testweise bis Sonntag.

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Danke für den Tipp. 23 Uhr finde ich schon echt spät als feste Schlafenszeit. Ich brauche nämlich mehr Schlaf als unser Kind und möchte manchmal auch Zeit mit meinem Mann verbringen 😅
Vielleicht ist das genetisch. Mein Mann schläft auch nur 5-6 Stunden und kommt auch mit weniger aus, wenn er zB. abends weggeht.

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Das verstehe ich. Nur leider wird sich dein Kind nicht an deinen Rythmus anpassen, da es das einfach noch nicht kann. Aber wenn du versuchst, dich mit seinem Rythmus zu arrangieren, sparst du dir enorm viel Stress. Der macht dich sonst krank auf Dauer und mit jedem mal, wo du ihn von 21-23 Uhr versuchst vergeblich zum schlafen zu bringen. Ich kenne das Gefühl und es ist absolute Folter. Und dein Sohn versteht auch nicht, was er da soll. Er ist schliesslich nicht müde. Wenn du es aber akzeptieren kannst und ihn eben in euren Spätabend versucht zu integrieren, wird es für euch alle ein entspannter Abend. Zu dritt, statt nur zu zweit. Und wenn dein Mann weniger Schlaf braucht, kann er ihn dir vielleicht von 5-7 abnehmen morgens, damit du 2 Stunden erholsam näher an deinem Schlafbedürfnis bist. Es wird besser werden, aber bis dahin versucht das Beste daraus zu machen.

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