Töpfchentraining

Hallo ihr Lieben,

Meine SM hat mich heute mit dem Satz überrascht "Wenn es draußen wärmer wird, machen wir mit der Kleinen Töpfchentraining." Sie möchte unserer Tochter (13 Monate) tagsüber die Windel ausziehen und nur eine Hose anziehen. Wenn sie einmacht, würde sie es merken und als eklig empfinden. So hätte sie ihre beiden Söhne trocken bekommen. Mein Mann war wohl damals sogar schon mit einem Jahr trocken, weil er einen schmerzhaften Windelpilz hatte.

Ich hatte mir, ehrlich gesagt, noch zum Thema Trocken werden noch nicht so viele Gedanken gemacht. Ich dachte sie müsse erst noch etwas mehr kommunizieren können bevor wir das Trocken werden angehen können. Jetzt komme ich ins Überlegen... was haltet ihr von der oben beschriebenen Methode? Meine SM hat manchmal etwas veraltete Ansichten über Kindererziehung (z.B. "Das Baby muss auch mal Schreien dürfen."), deshalb bin ich bei ihren Ratschlägen vorsichtig 🙈

Lg, babyelf

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Geht gar nicht, würde ich ihr verbieten, Ende der Diskussion. Solange die Kleinen das nicht von selbst wollen, ist das überflüssig und kann echt psychische Folgen haben.

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Hallo :)

auch ich würde das so nicht machen. Das Kind kann noch nicht kontrollieren, und es über unangenehme Gefühle (nix anderes ist ne nasse/voll gestinkerte Hose) erziehen würde ich auch nicht.

Was bei uns gut funktioniert: Unsere Tochter hat öfter auf den Wickeltisch gepieselt. Habe dann mal ei n Töpfchen gekauft und sie jedes Mal kurz drauf gesetzt, mittlerweile klappt das echt super, dass sie da rein macht, auch schon 2 Mal Stuhlgang. Klar wurde sie von Anfang an seeeehr gelobt wenn es geklappt hat, damit sie auch versteht, dass es genau dazu da ist. Sie geht so gerne drauf, nimmt schon die Beine hoch wenn sie drüber "fliegt" und geht hinterher immer mit mir zur Toilette, um das Töpchen zu leeren und runterzuspülen. Sie ist jetzt 17 Monate alt und wir machen das einfach so weiter. Eventuell entwickelt sich bei ihr ja irgendwann von allein das Bedürfnis, dann auf das Töpfchen zu wollen. Der steht übrigens seit wir ihn haben am gleichen Platz.

LG

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Mach es so wie du es für richtig hältst!
Wenn meine Tochter eingepullert hat, als wir anfingen trocken werden zu wollen hat sie es auch nicht als „ecklig“ empfunden. Klar unangenehm aber sie wusste man macht es wieder sauber und auch wenn sie eingepullert hat haben wir ihr zu verstehen gegeben das das nicht schlimm ist wenn sie es aber merkt dann einfach Bescheid sagen und das hat sich mit der Zeit dann eingependelt. Gut ist es meines Erachtens aber definitiv im Sommer zu versuchen trocken zu werden falls die kleinen unterwegs müssen das man sie nicht erst aus allen Anziehsachen pellen muss weil das anhalten natürlich am Anfang noch nicht so da ist :)

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Gegen die Idee, die Kleine auch mal ohne Windel laufen zu lassen, spricht mMn nichts. Ich finde schon, dass Kinder das mal spüren dürfen. Gerade bei Mädchen ist es ja super einfach, nur ein Kleid anzuziehen im Sommer. Allerdings käme das für mich nur im Garten oder Balkon / eigene Wohnung infrage und wäre kein Dauerzustand. Ich hätte a) keine Lust ständig Klamotten zu wechseln und b) muss man es ja nun nicht auf Teufel komm raus drauf anlegen, dass sich das Kind mehrmals täglich einpullert.

Ich finde, man kann sich schon auch aus den "veralteten Ansichten" das ziehen, was für einen selbst passt. Es muss ja nicht immer -entweder oder- sein... Ich lehne ein Töpfchentraining bspw. auch ab aber finde es richtig und wichtig, dem Kind frühzeitig eine Alternative zur Windel anzubieten. An den Plastikdingern ist ja nun überhaupt nichts natürliches und niemand fragt sein Baby nach der Geburt, ob es die Windel möchte... Wir haben schon mit 11 Monaten das Töpfchen angeboten und werden es beim zweiten Kind wieder so machen. Druck und Zwang wird es dennoch nicht geben.

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Nichts halte ich davon.

Jedes Kind hat sein eigenes Tempo. Der große wollte mit 2,5 plötzlich keine Windel mehr und es klappte. Der mittlere hat ab 2 sein großes Geschäft freiwillig am Topf gemacht, mit knapp über drei wollte er keine Windel mehr.

Der kleine (jetzt 2,5) geht seit 2 Monaten Pipi machen wenn er muss, der stinker landet aber noch in der windel. Wann die weg kann wird er mir sagen.

Training braucht es nicht.

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Meine hatte mit ca 10 Monaten diesen windelpilz und da haben wir dann Toilettenaufsatz und töpfchen gekauft und sie mehrfach am Tag einfach ohne windel gelassen. Wir haben sie auch aufs töpfchen gesetzt aber Nur wenn sie sitzten bleiben wollte, meistens hatte sie dann ein Buch in der Hand und wollte nicht mehr runter.
Rein ging aber selten was. Nur mirgens direkt nach dem aufstehen ging öfters der stinker rein. Und sie krabelte dann ne zeitlang immer alleine zum töpfchen. Das Interesse verlor sich wieder und das töpfchen wurde monatelang nur als Spielzeug oder Stuhl verwendet. Mit 17 Monaten stand sie plötzlich vorm töpfchen und zog an der Hose sagte Dada und schaute das töpfchen an. Pipi konnte sie da noch nicht sagen. Hab sie rauf gesetzt und Pipi lief. Von da an war ging sie immer aufs töpfchen.
Im Sommer hab ich sie draußen oft ohne windel gelassen. Wenn sie Pipi machte schnell umgezogen und gut war. Ob das der Grund war das sie so früh trocken wurde, ich weiß es nicht. Kinder sind da ganz unterschiedlich.
Wichtig ist jedenfalls nichts mit Zwang und Druck.
Kauf ein töpfchen stell es einfach hin. Erkläre ihr wofür es gut ist, und lass sie es ausprobieren, wenn sie will. Wenn nicht, lass es einfach stehen und gut ist.
lass sie mit zum Klo gehen wenn du gehst.
Manche mögen es die Spülung zu drücken, andere haben Angst davor. Probiert es einfach aus.
Und bei sommerlichen Temperaturen im Garten oder auf dem Balkon ohne windel zu lassen ist definitiv kein Fehler.