Vorkindergarten - Eure Erfahrungen ...

Huhuuu...

Ich wollte mal hören, wie es Euren Kindern geht, die auch in einen Vorkindergarten gehen oder gegangen sind.

Lennarts Schlumpfengruppe hat Anfang letzter Woche angefangen und er geht Montags bis Mittwochs von 8.15 bis 11.30 Uhr hin. Dort wird zusammen gefrühstückt, gespielt, gebastelt, gesungen, auf den Spielplatz gegangen etc.

Aber, was soll ich sagen, nachdem der erste Tag super war, ist es seit dem 2. Tag eine einzige Katastrophe. Ich liefere ein schreiendes Kind ab und bekomme ein ebenso schreiendes Kind zurück. Dazwischen ist es wohl ganz okay und er macht auch alles mit. Meistens jedenfalls. Zwischendrin hat er allerdings auch noch mal ein paar Heulphasen.

Ich wollte ihm etwas gutes mit der Spielgruppe tun und muss mir jetzt immer nur anhören 'Nein Kindergarten nicht' ' Mama Hause gehen'. Er klammert sich an mich und schreit solange ich dabei bin.

Eine richtige Eingewöhnung gab es allerdings auch nicht. Der Raum wäre auch ehrlich gesagt zu klein, als das alle Muttis lange dabei bleiben könnten. Bei den anderen Kindern ist es aber größenteils auch okay so.
Ich bekomme von den Erzieherinnen immer nur gesagt, dass es Lennart nicht hilft, wenn ich lange dabei bleibe.

Wie sind Eure Erfahrungen denn da ?? Wie lange muss ich ihm und uns das antun, wenn es nicht besser wird ??

Liebe Grüße
Alex & Lennart (28 Monate)

1

hey,

ich würde an deiner stelle langsam anfagen und anfangs mit dort bleiben, auch wenn die räumlichkeiten nicht optimal sind.

die aussage der erzieherinnen kann ich da nicht ganz nachvollziehen.

ansonsten kann man eigentlich nur hart bleiben, denn wenn dein sohn jetzt merkt, dass du nachgibst, wird er es später im richtigen KIGA genauso machen.

ich würde den abschied so kurz wie möglich gestalten. drück ihn, sag ihm, dass du ihn lieb hast und bald wieder abholst. dann sag tschüss und gehe. alles andere quält ihn und dich nur unnötig.

lg claudia

2

Hallo Alex!

Eliano geht seit Juni 2x nachmittags alleine in eine Spielgruppe und ab September dann jeden Nachmittag.

Ich finde es unmöglich, dass es keine richtige Eingewöhnungszeit gibt. Da ist es doch klar, dass es Tränen gibt. Wie soll denn das bitte von Null auf Hundert funktionieren?!

Bei uns war es so, dass ich einmal komplett mit dabei war, und dann langsam immer länger weg geblieben bin. Eliano hat ein oder zwei mal (so das 4. oder 5. mal) geweint, allerdings eher Protestgebrüll, weil er wollte, dass ich weiter mit ihm Eisenbahn spiele.
Einmal habe ich ihn auch wieder mit nach Hause genommen, da wollte er einfach nicht bleiben, weil mein Mann auch zu Hause war, Freunde zu Besuch usw.

Beim Abholen wollte er dann allerdings immer nicht mit mir nach Hause gehen sondern lieber in der Spielgruppe bleiben.

Ich hatte definitiv NIE das Gefühl, Eliano etwas ANZUTUN, denn sonst hätte ich den Versuch Spielgruppe SOFORT abgebrochen. Eliano soll Spaß daran haben und den hat er auch. Ich habe ihn immer gefragt, ob er hingehen will und er hat eigentlich immer gesagt JA. Er ist allerdings auch sehr kontakt freudig und schon immer gerne bei anderen Leuten geblieben - also in der Hinsicht nicht Mama-bezogen.

Ich würde an Deiner Stelle unbedingt noch mal mit den Erzieherinnen reden! Es gibt natürlich Kinder, die sich mit der Trennung schwer tun und auch mal weinen, aber man kann doch nicht allen Ernstes erwarten, dass das ohne Eingewöhnungszeit klappt. Und so klein kann ein Raum doch gar nicht sein, dass ich mich nicht irgendwo in die Ecke quetschen kann!

Sollte das nicht gehen, dann würde ich mir auch noch mal das ganze Konzept überlegen, denn irgendwie könnte ich bei diese Hau-Ruck-Methode kein Vertrauen zu den Erzieherinnen aufbauen.

LG Larissa (29ssw) + Eliano (15.09.04)


3

Hallo,

vorab möchte ich Dir sagen, daß Kindergrippe, Kindergarten oder jegliche andere Einrichtung das allerbeste sind, was man seinem Kind geben kann.
Unsere große Tochter, jetzt knapp zweieinhalb, ist seit ihrem 5. Lebensmonat in der Krippe und unsere kleine jetzt seit einem Monat (sie ist 1 Jahr und 4 Monate). Was die dort alles lernen, ist unbeschreiblich. Das kann man zu Hause gar nicht vermitteln.
Ich kenne kein Kind, was seit dem 1. Kindergartentag, fröhlich in die Einrichtung gegangen ist. Eine gewisse Zeit brauchen die Mäuse. Der eine länger, der andere kürzer.
Die große habe ich auch von Anfang an einfach abgegeben. Wollte das geheule nicht hören. Bei der kleinen hat der Papa 2 Wochen lang immer kürzere Zeiten dabei gesessen. Auch da hat sie geweint. Aber es ist sicher besser, wenn es eine gewisse Eingewöhnung mit Eltern gibt.
Im Prinzip ist das ja eine ganz fremde Umgebung, fremde Leute und Kinder. Du solltest also auf einer Eingewöhnung bestehen. Das muß ja nicht 2 Monate sein. Aber paar Wochen sollte man Euch geben. Wenn die Erzieher das nicht verstehen, solltest Du über einen Wechsel der Einrichtung nachdenken. Aber das ist ja heutzutage auch nicht so einfach. Gibt ja in Teilen der Republik schlecht Plätze.

Vielleicht konnte ich Dir ja etwas helfen. Bin übrigens auch mit 6 Monaten in die Krippe (Ostzeiten halt), bin da stolz drauf (war mit 1 Jahr trocken) und das alles ohne Eingewöhnung.
Ich drücke Euch die Daumen, daß das alles in der Zukunft besser klappt.

liebe Grüße,

klaudia

4

hallo alex,

also da hätte ich mein kind schon genommen und wäre gegangen. was sind denn das für erzieherinnen, die das ohne eingewöhnungszeit durchziehen wollen? der arme kerl.

elijah (27 monate) geht seit 3 monaten in den minikindergarten. zweimal die woche für 2,5 stunden. ich war ganze 4 wochen komplett dabei. das ist viel, aber er war auch sehr anhänglich zu der zeit. bei anderen dauert es ca. 2-3 wochen bis sie komplett gehen können. ich hab ab der dritten woche angefangen, für ne halbe stunde zu gehen. das nächste mal dann ne stunde usw. so hat das wunderbar funktioniert. er weint schon lange gar nicht mehr und freut sich auf den kindergarten.

die räumlichkeiten sind im kellergeschoß eines kindergartens, so dass auch der garten von denen mitbenutzt werden kann. also alles optimal. hinzu kommt, dass immer eine der 10 mütter frühstücksdienst hat (also alles einkaufen und das frühstück machen, und halt auch danach bisschen saugen und so). es ist also immer eine mutter mit dabei. eine zweite mutter (neben der erzieherin und dem frühstücksdienst) kommt dann noch wenn die kleinen rausgehen, um beim anziehen zu helfen. alles in allem denke ich ein gut durchdachtes konzept.

bei euch finde ich das sehr sehr seltsam. so "hauruck"-weiber mag ich persönlich auch überhaupt nicht.

dein sohn ist sicher total verängstigt. es ist ja auch sehr viel für den anfang. gleich 3 stunden und das 3 tage hintereinander! puh, also ich würde an deiner stelle mal schnell mit denen reden. notfalls ihn lieber da rausnehmen und was anderes suchen.

lg
anja

5

Hallo;

Ich frage mich immer wieder, ob es wirklich sein muss, so kleine Kinder schon in den Kindergarten zu stecken? Ich finde da geht die Bindung zu den Eltern total verloren. Ich hab mal im KiGa gearbeitet, da war auch mal eine zwei Jahre alte Kleine da. Sie hat immer geweint und die ganze Zeit gesat, ihre Mama wieder sie immer allein lassen. Sie hat mir echt leid getan. Mein Kind kommt mit vier in den KiGa, zwei Jahre reichen dicke!

Gruß,
Purzel

6

hm,

also mal zum thema bindung: ich hab meinen sohn auf seinen wunsch hin knapp 2 jahre gestillt. er hat die ersten 2 jahre seines lebens nicht durchgeschlafen, in der zeit durfte er nachts immer bei mir sein. ihn noch nie länger als 4 stunden (alle 5 monate, wenn ich zum friseur muss) allein gelassen. einen mann, der rund um die uhr arbeitet. keine oma, die mal aushilft.

ich bin heilfroh, wenn ich mal 2 std. hab, in denen ich großeinkauf machen kann. oder mir auch mal was kaufen kann, was ich auch anprobieren muss (ohne ihm dabei hechelnd hinterher zu rennen). oder mal zum sport kann.

und wie gesagt, wir hatten das glück in einer tollen einrichtung gelandet zu sein, die explizit auf 2-3 jährige ausgelegt ist. und das 2x pro woche für 2,5 stunden! er freut sich auf den kindergarten und will mittlerweile schon gar nicht mehr abgeholt werden (muss ihn im garten schon öfters mal davon überzeugen, dass nun alle heim zum mittagessen gehen).

und mit 4 in den kiga? ich weiß nicht, ich finde das ist zu spät. die kinder in unserem bekanntenkreis, die erst mit 3,5 einen platz bekommen haben, haben sich zuhause gelangweilt. und das lag nicht daran, dass die mutter sie vernachlässigt hat.

du hast eine komische einstellung dazu. vielleicht hast du da echt mal schlechte erfahrungen gemacht. die kann man aber nicht auf alle umlegen.

lg
anja

7

Hallo Alex,

ich bin jetzt total verunsichert. Jonas (23 Monate) kann ab September auch für 2 Vormittage alleine in so eine Spielgruppe gehen. Was ich ja eigentlich super toll fand. Aber auch bei uns gibt es keine Eingewöhnungszeit. Das erste Mal ist zwar auf 2 Stunden verkürzt, aber Dableiben machen sie auf keinen Fall, da es nach ihren Erfahrungen sowohl den Kindern als auch den Eltern schwerer fällt loszulassen.

Jonas braucht aber immer eine ganze Zeit, bis er sich auf eine neue Situation einlassen kann. Daher hab ich einen ziemlichen Horror vor diesem ersten Vormittag. Und wenn ich hier so die Antworten der anderen lese, wird es immer schlimmer.

Ich werde ihn sicher nicht schreiend zurücklassen. Entweder er spielt gleich friedlich mit den anderen Kindern (was ich mir nicht vorstellen kann) oder sie lassen mich zumindest solange dabei bleiben bis er es tut oder ich gehe wieder MIT Jonas nach Hause.

Wenn sie da schon nicht individuell auf mein Kind eingehen können, dann will ich es ihnen auch nicht überlassen. Naja, ich bin mal sehr gespannt wie es wird und kann dir daher auch nur sagen, hör auf dein Gefühl.

Liebe Grüße
Sandy + Jonas (07.09.04)

8

Hallo Sandy,

mach Dir mal keine Sorgen. Der Großteil der Kinder kommt super klar damit.
Bei Lennart ist es auch eigentlich nur der Abschied von uns. Laut Erzieherinnen ist er ansonsten ganz gut drauf, macht alles mit und erzählt viel.

Aber wenn das Abschiedslied gesungen wird, fängt er sofort wieder an zu weinen und ich bekomme ihn dementsprechend wieder weinend zurück. Das ist halt hart. Das er vorher nicht weint, kann ich durch die Tür ja hören.

Die meistens Kinder kommen strahlend aus dem Raum raus, wenn sich die Zaubertür öffnet. Also warte mal ab...

Liebe Grüße
Alex & Lennart (28 Monate)

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