Thema Süßigkeiten...ich verzweifle an meinem Mann

Mich würde mal interessieren wie ihr mit dem Thema Süßigkeiten umgeht.
Meine Tochter ist jetzt 3. Bis sie 14 Monate war gab es bei uns nichts Süßes außer dass was halt von selbst süß ist also Obst. Mein Mann würde ihr am liebsten gar nichts geben, keine Kekse, keine Gummibärchen, Lollis oder sonst was was Industrie Zucker enthält.
Sie ist jetzt 3, sie bekommt nach dem Abendessen(nicht jeden Tag) ein Wackelpudding den mein Mann selbst macht, mit xucker (Baumrinden Zucker) oder Naturjoghurt mit zartbitter Schokolade drüber gerieben als "Streusel"
Bei der Oma bekommt sie Gummibärchen und Co, auch von mir bekommt sie mal ein Lolli oder ein Keks. Wenn wir bei Freunden sind essen wir auch mal Kuchen oder sind wir unterwegs bekommt sie auch mal Eis. Ihr merkt, ich sehe das nicht so eng. Ich finde sie sollte lieber lernen einen gesunden Umgang mit Süßigkeiten zu haben statt nichts zu bekommen und dann später "reinhauen" weil sie nicht genug bekommt. Dabei bin ich aber auch sehr konsequent und sage ihr z.b es gibt 3 Kekse, nicht mehr und damit geht sie auch gut um. Er sagt sie isst doch Süßes, Jogurt mit Schokolade und auch der Wackelpudding ist süß aber sie hat davon glaub ich schon die Nase voll und mag einfach auch mal was anderes. Ich würde ihr z.b wenn es nach mir geht nach dem Mittag oder Abendessen zwei, drei Kekse geben oder ein paar Gummibärchen, auch nicht jeden Tag aber ab und zu finde ich dass nicht schlimm.
Gut, klar, mach ich eh schon wenn wir unterwegs sind bekommt sie da halt was weil ich diese ewige Diskussion mit meinem Mann nicht wieder aufrollen will. Ich sage ihm aber auch das wir Eis gegessen haben z.b er meint halt um so weniger um so besser...wie ist das bei euch? Wieviel Süßes bekommen eure Kinder mit 3 (oder früher/später) und wie fährt ihr damit?

12

Hallo.

Bei uns gab es auch nichts mit Zucker bis sie ca 1,5 Jahre alt war. Einfach weil sie es noch nicht kannte und daher auch kein Bedürfnis danach hatte. Von da an durfte sie ab und an mal was süßes, wenn es irgendwo was gab. Mit der Zeit wurde es etwas mehr, mittlerweile gibt es fast täglich eine Kleinigkeit. Ein Stück Schokolade, einen Schokoladenkeks oder eine Kinderhand voll Gummibärchen. Ich sehe das wie du, einen gesunden Umgang lernt sie eher, wenn sie süßes in Maßen haben darf. Alles was man konsequent verbietet hat einen zusätzlichen Reiz und wird dann umso mehr gegessen. Bei uns gibt es das wenn meist auch nach dem Essen. Einfach weil man dann ohnehin schon satt seien sollte und nicht seinen Hunger mit Süßkram stillt, so mache ich es selbst auch. Wenn ich hungrig Schokolade esse, esse ich viel mehr ohne wirklich zu genießen. Nach dem Mittagessen reicht mir ein Stück.

Liebe Grüße

14

So sehe ich das auch...nach dem Essen weil man eben satt ist und dann nur ein bisschen Süßes isst. Mein Mann sieht es aber ähnlich wie die meisten hier das ich sie "konditioniere" auf Süßes nach dem Essen. Ich soll ihr lieber am Nachmittag was geben meint er, vor dem Essen. 🤷‍♀️ bzw am besten gar nichts

1

Warum soll sie denn überhaupt nen süßen Nachtisch bekommen? Lass den doch weg und gebt ihr Obst, Fruchtmus oder halt gar keinen. Und dann hast du auch mehr Puffer für ein Gummibärchen oder Loli zwischendurch und immer das Argument, dass sie noch nichts hatte 😁
Sie jetzt an einen süßes Nachtisch zu gewöhnen find ich nicht sinnvoll. Bei uns gibt's selten Nachtisch, meist nur zu Anlässen. Man kann sich am Hauptessen satt essen.

15

Sie bekommt natürlich auch Obst. Sie isst alles, Bananen, Orangen, Himbeeren, Heidelbeeren, Äpfel, Physalis, egal was und manchmal gibt es Obst zum Nachtisch, manchmal Wackelpudding, Naturjoghurt oder auch mal gar nichts.

2

Abends gibt es grundsätzlich nichts Süßes bei uns. Zucker dreht auf, das muss abends nicht sein 😅
Aber mein Mann ist eine naschkatze, heißt es fällt nachmittags immer was ab für die Kinder, weil voressen finde ich gemein. Ich selbst esse so gut wie nie Süßigkeiten, von daher gibt es von mir auch weniger Süßes. Sie kriegen aber genug. Mein Sohn ist 7 und hat in der Küche eine Schale stehen, wenn er nascht, teilt er auch immer mit seiner Schwester, die ist 17 Monate alt.

3

Ich finde deine Herangehensweise sehr gut. Sie sollte einen gesunden Umgang mit Süßigkeiten erlernen. So wie du es machst, dass nach 3 Keksen Schluss ist, ist doch super. Einer zum Kosten, einer zum Genießen, und einer als Abschluss.
Gar keine Lebensmittel mit industriellen Zucker zu geben, halte ich für sinnvoll, bis das Kind 1 Jahr als ist. Aber so gezwungen konsequent ist doch nur anstrengend für euch und frustrierend für eure kleine.

Ich meine gelesen zu haben, hier in Forum, dass bei einer jungen Dame bis sie aus dem Elternhaus auszog, es so gehandhabt wurde, wie dein Mann es wünscht. Und daraus wurde eine „Essstörung“. Sie hat dann jahrelang nur Süsskram und Chips gegessen und sehr lange gebraucht, um einen gesunden Mittelweg zu finden, da sie das gesunde Zeug einfach nicht mehr sehen konnte.

4

Und dass es immer Nachtisch gibt, würde ich auch nicht angewöhnen. Dann lieber Kleinigkeit für zwischendurch

5

Ich finde, es ganz zu verbieten ist kontraproduktiv.
Mein Kleiner ist 3 und er hat erstaunlich lange keine Süßigkeiten verlangt (auch bis ca 1,5J.), obwohl die gr. Schwester eigtl. täglich was möchte.
Jetzt ist es oft so, dass zuerst (also gg. den Hunger) Obst/Gemüse/Knäckebrot etc. angeboten wird, aber es gibt auch was Süßes, wenn sie es möchten. Da reichen idR 5kleine o. 3größere Gummitierchen oder 2Schokobons oä. Das ist meist beim Abholen aus der Kita.
Gelegentlich gibt's Kekse oder am WE Kuchen oder Brötchen mit Nutella, mal eine Kugel Eis unterwegs.
Ich glaube, wenn man es zu stark reglementiert, geht das nach hinten los, wenn die Kinder dann mal freien Zugriff haben.
Wir Erwachsenen essen doch auch mal was Süßes.
Was mir bei deinem Text auffiel: bekommt sie den Nachtisch immer? Auch wenn sie nicht ausdrücklich nachfragt?

8

Nein sie bekommt nicht immer Nachtisch und auch nicht jeden Tag Süßes. Wir essen viel Obst z.b aber wenn wir unterwegs sind bekommt sie schon mal ein Eis oder ein lolli im Auto oder z b Kuchen wenn wir Freunde besuchen oder wir Besuch haben. Dann gibt es am Abend nichts mehr Süßes. Sie bekommt ca alle 2 Tage was Süßes entweder wenn wir unterwegs sind oder am Abend zuhause. Im Kindergarten gibt es allerdings jeden Tag Nachtisch. Jogurt oder Zwetschgendatschi oder Apfelkuchen oder oder oder. Also isst sie, wenn sie das isst, dort nach dem Mittag was Süßes und bekommt dann noch alle 2 Tage zusätzlich von mir eine Kleinigkeit. Wenn ich allerdings mit den Kindern meiner Freunde und der von der Familie vergleiche isst meine eigentlich nicht viel Süßes.

6

Also ich kann es meinem Grössen nicht verbieten (die Kleine ist erst 4Mon) da ich selbst zu gern nasche. Und Grad nachm Essen brauch ich auch oft ein Stückchen Schocki :)
Ich achte aber bei ihm schon auf die Menge, und er weiß das er nur darf, wenn er auch aufgegessen hat.
Verhindern kannst du es glaub nicht, da um so älter sie werden umso mehr kommen sie damit in Kontakt. Bei Freunden, auf Kindergeburtstag, meiner bekommt selbst beim KIA und nun der Apotheke immer ein kleinen Pack Gummibärchen.
Wichtig ist das Du und Dein Mann da eine Ebene findet, damit ihr Euch nicht jedes mal deswegen in die Haare kriegt.

7

Ich versuche es zu vermeiden. Zumal die kleine halt nicht von sich aus danach fragt. Schwierig ist es wenn sie es bei ihrer großen Schwester sieht, dann will sie natürlich auch. Ich sehe es wohl ähnlich wie dein Mann, ich versuche den Kindern möglichst nur Bio Süßigkeiten zu geben, süße mit Agavendicksaft, backe nur mit Rohrohr Zucker, kaufe nur Biokuchen... Ich muss aber auch sagen, dass ich selber keinen Industriezucker vertrage, daher kaufe ich das eh ungern.

9

Wir haben keinen Zucker im Haus und ehrlich gesagt sind alle meine 6 Kinder immer sehr gut damit zurecht gekommen.
Sie durften immer alles essen bei Freunden&Co,war nie ein Problem.
Sie sind inzwischen erwachsen und gehen auch jetzt noch sehr zuckerfrei durch das Leben.
Sie haben alle 6 nicht ein Loch in den Zähnen...
Ehrlich gesagt war dies bei uns nie ein Diskussionspunkt.

10

Ich finde die Art wie dein Mann die Sache anpackt super! Er gibt dem Kind ja Süßes - eben mit xylit welches nachweislich sogar gut für die Zähne ist. So gesehen kennt dein Kind den süßen Geschmack und wird später nicht auf alles Süße “drauf springen” wie verrückt. Das würde sie vllt wenn sie noch nie “süss” geschmeckt hätte...
Weshalb sollte das Kind denn bitte zwei drei Kekse noch nach dem Essen haben? Das erschließt sich mir nicht. Das sind ganz doofe Angewohnheiten wie ich finde. Das ist der klassische Griff ins Süßigkeiten Regal oder zur chipstüte obwohl man gerade gegessen hat - ein Verhalten welches Erwachsene bei sich selbst als Grund für Übergewicht nennen. Lollipops sind für mich persönlich so ziemlich der Gipfel des Unnötigen. Diese Kombi aus Rumgelutsche (Beruhigung) und dann noch ungesundem Zucker in Reinform (wieder eine Art Droge, wirkt im Gehirn tatsächlich ebenso aufs suchtzentrum, daher wird man bzw das Hirn irgendwann von Zucker abhängig) geht so gar nicht in meine Denke.

Also, ich würde mich mal mit deinem Mann zusammen setzen und die zuckerfreien Alternativen ausweiten. Da gibts so tolle Rezepte zu Keksen, Kuchen, Nachtischen. Muss man nur nach “low carb” googeln und schon hat man Abertausende Rezepte. Was nicht heißt dass das dann ständig gegeben werden soll. Wie gesagt, Kekse nach dem Abendessen finde ich mit und ohne Zucker sinnbefreit.
Ansonsten beneiden dich glaube ich viele im deinen Mann und seine vernünftige Einstellung. Überleg mal er wuerde dauernd mit der Haribotüte wedeln und sagen “ach komm, hat noch niemandem geschadet”! Und du müsstest dagegen ankämpfen...