Gefühlschaos seitdem mein Kind 1 Jahr geworden ist

Hallo zusammen,
Da meine Tochter vor wenigen Tagen 1 Jahr alt geworden ist bin ich quasi neu in dem Forum :)
Nun wollte ich mal fragen wie es euch so erging als eure Kinder 1 Jahr alt geworden sind.. der Tag selber war super schön, wir haben mit der Familie gefeiert. Und ich freue mich riesig wie sie sich innerhalb von 1 Jahr entwickelt hat. Gestern habe ich mir Bilder von vor genau einem Jahr angesehen und musste weinen so gerührt war ich. Auch heute bin ich innerlich irgendwie unruhig und denke daran dass sie irgendwann in die Kits, Schule, etc. geht und bekomme dabei ein ganz flaues Gefühl im Bauch. Hatte das jemand von euch auch und kann mir einen Tipp geben wie ich mein Gefühlswirrwarr in den Griff bekommen kann?

Danke euch und liebe Grüße!

Guten morgen

Kann dich ganz gut verstehen. Meine grosse ist jetzt viereinhalb. Ich hab geheult als sie eins wurde, als sie das erste mal auf einem richtigen fahrrad gefahren ist und als sie in den kindergarten kam.
Am meisten aber als sie mir sagte, dass sie allein vom kindergarten nach hause möchte. Ich hab mir immer gesagt, ich lasse sie alleine laufen wenn sie das möchte, von mir aus hab ich nichts in die wege geleitet. Aber sie werden älter und man darf als eltern auch weinen oder durcheinander sein. Das gehört dazu. Dieser prozess ist normal.
Meine tochter hat mich dann weinen gesehn und gefragt warum ich weine. Ich hab ihr meine gefühle erklärt und ihr gesagt, dass es so schnell geht, sie schon soooo gross ist und ich mega stolz auf sie bin. Und trotzdem diese zeit wo sie immer bei einem sind und sich dann immer mehr von uns ablösen ist schwer aber gut. Ich freue mich auch mega für sie, sie ist mega stolz auf sich.
Es gehört dazu, dieser wehmut. Aber auch ängste. Habe erst vor zwei tagen zu meinem mann gesagt, irgendwie komisch, immer dachte ich, ich werde sie immer beschützen, aber das kann man garnicht auf garantie. Irgendwann lernen sie sich selber zu schützen.

Ich wünsche dir ganz viel kraft
Und lass es zu, dass dich deine gefühle auch mal übermannen aber lass nicht zu dass diese gefühle dich oder dein kind einschränken.

Glg alyal

Oh, ich kann dich gut verstehen. Junior ist schon fast 3einhalb und nebenbei gesagt klappt es nicht mit einem Geschwisterchen, weshalb ich nicht weiß, ob ich das alles noch mal erleben darf.
Ich hab auch diese Momente der Wehmut, bin aber auch unglaublich stolz drauf, welch unglaublich tolles Individuum er geworden ist, Entscheidungen trifft, dass er Freunde hat, wie selbständig er ist etc. Ich musste auch fast heulen, als mir die Erzieherin nebenbei sagte, dass er seit paar Tagen allein aufs Klo in der Kita geht.
Und ich geh auch mit anderen Augen durchs Leben, weiß dass ich ihn nicht immer beschützen kann, wenn ich andere Grundschulkids mit ihren Rollern morgens zur Schule flitzen seh 🙈.
Das, was wir Mamas (und Papas) machen können ist, jeden Tag bewusst mit dem Kind genießen, uns freuen, was es kann... und einen guten Mensch aus ihm machen.
da werden noch viele Meilensteine auf uns zukommen. ... das erste mal allein mit dem Bus zur Schule, die erste Jugendliebe, Führerschein, der erste Urlaub ohne Eltern... Auszug von daheim. That‘s Life 🤷‍♀️

Also ich bin ja Mann, aber bisher finde ich die aktuelle Zeit schöner als da, wo sie ganz klein war. Unsere Tochter ist nun neunzehn Monate alt, sie ist nun nicht mehr ein hilfloses Häufchen Mensch mehr, sondern kommuniziert, hat eine Meinung, will Dinge selber machen etc.

Jedes Alter hat seinen eigenen Zauber. Die Zeit der vollständigen Abhängigkeit geht vorüber, das süße Knautschgesicht verändert sich zu einem Kleinkindgesicht usw. Da ist man 2,3 Tage vielleicht etwas sentimental und wehmütig, dann gehts weiter. 😉

Ich verstehe, was du meinst. Meine ist 2,5 und ich könnte heulen, wenn ich mir alte Fotos von ihr anschaue. 🙈 Sie werden einfach so schnell groß. 😭
Wie man mit dem Gefühlswirrwarr umgeht, weiß ich auch nicht. Am besten nicht so oft dran denken. Ich muss allerdings sagen, dass ich die Zeit jetzt angenehmer finde als die Babyzeit, in der sie so sehr abhängig von Mama sind (zumindest die Stillbabys). Jetzt kann man mit ihr reden, Kompromisse schließen, sie schläft nachts durch und man kann sie bei Papa/Oma/Opa/Freundin lassen, ohne sich einen Kopf zu machen, ob auch alles gut geht.
Dennoch... ja, alte Fotos bringen mich des öfteren mal in einen melancholischen Zustand. 😂

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