Verlustängste warum?

Hallo ihr Lieben,
Ich möchte euch bezuglich meines sohnes eine frage stellen. Er ist im moment 2,3 jahre alt. Seit 8/2019 geht er in die kita. Die Eingewohnung verlief etwas muhsam ca. 3monate lang. Seit dem er in die kita geht, hat mein sohn verlustangste... die gruppe besteht aus 30 kindern(altersgemischt, sprich es gibt auch in der gruppe kinder, die 4-5jahre alt sind und kleinkinder im alter von 2-3jahre ) und 3 erzieher/innen. Der bezugsperson meint, sobald er den raum verlasst, mal auf die toilette muss, fangt mein sohn an zu quengln schreinen aber auch weinen... zu hause hatte ich dieselbe situation mit meinem sohn auch erlebt..es zieht sich nicht auf länge, aber kommt vor, dass er mal fur 15sek jammert und es wieder vergisst..was können die hintergründe sein?

Ich denke, dass dein kleiner schlicht und einfach überfordert ist. 30 Kinder auf 3 Betreuer find ich ehrlich gesagt schwierig, gerade wenn auch noch so kleine dabei sind.

Mein Sohn ist im gleichen Alter, ist in der Krippe nur mit gleichaltrigen und es sind 2 Betreuer auf 12 Kinder...

Dein Kind ist 2 Jahre alt! Bitte entschuldige aber ich verstehe nicht warum den kleinen abverlangt wird, kognitiv und emotional ausgereift zu sein in einem Alter wo das Gehirn noch lange nicht dazu in der Lage ist zu begreifen, was Zeit ist, was Trennung bedeutet, seine Bedrüfnisse klar zu artikulieren usw usw...
Das ist das natürlichste Verhalten, wenn ein sich nicht von der Mutter trennen möchte oder von der Bezugsperson. So ein Verhalten sicherte vor Hunderten von Jahren das überleben. Es ist also ein überlebensinstinkt der sehr wichtig ist.
Es gibt Kinder, die da anders reagieren. Aber das ist nicht der Maßstab!

Ich find das Konzept nicht so gut. Meiner kam mit 2 in die Krippe 8-12:20, da gab es 10 Kinder auf 2 Erzieher. Alter 1,5-3.Geb.

Ein Gewusel von 30 Kindern ist schon enorm, klar, dass er da klammert.

Mit 3 hat er die Einrichtung gewechselt: 25 Kids 3-6J., und es ist selbst mit 3 nicht so einfach, „seine Position“ in so einer Gruppe zu finden.

Ich finde das Verhalten deines Sohnes vollkommen normal. Meine beiden hatten auch die größten Verlustängste genau in diesem Alter. Besser wurde es mit fast 3.
Dein Sohn ist noch nicht so lange im Kindergarten, dass er sich pudelwohl fühlen könnte. Das kommt erst nach einem Jahr, wenn er alle Kinder und Erzieher gut kennt. Wenn nun sein Bezugserzieher geht, weiß er ja noch gar nicht, dass dieser wieder kommt. Folglich ist es total normal dass er Angst bekommt. Je öfters er sieht, dass sein Erzieher zuverlässig zurück kommt, umso sicherer wird er sich fühlen. Er braucht einfach noch mehr Zeit sich einzuleben.

Ich denke es liegt an der Größe der Gruppe. 30 Kinder sind schon eine Hausnummer 🙈 bei uns sind in Gruppe 1 10-12 Kinder von 1-3 Jahren mit 2 Erziehern und einer Auszubildenden. In Gruppe 2 sind die Kinder 3-5 Jahre. Da sind dann so 15-20 Kinder auf 2 Erzieher und 1 auszubildene und in der letzten Gruppe sind Kinder 4-6 Jahre (eben das letzte Jahr vor der schule). Die Gruppe ist am größten mit 25-30 Kindern auf 3 Erzieher und 1 auszubildene.

Ach so, unsere Kita hat ein halboffenes System. Das heißt die Kinder aus Gruppe 1 und 2 sind im gleichen Trakt und dürfen überall spielen. Die Erzieher sind also alle bekannt, von daher ist ein Wechsel in der Regel kein Problem. Für Kinder, die etwas Zeit brauchen bleibt der bezugserzieher dennoch greifbar um den Übergang zu erleichtern.

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