Betreuung durch Oma

Hallo zusammen, meine kleine wird im Herbst 1 Jahr alt und ich werde dann wieder vormittags arbeiten gehen. Meine Mutter würde sich in der Zeit um sie kümmern. Mit 2 Jahren soll sie dann in die Krippe gehen. (So der Plan) Nun hätte ich ein paar fragen an die, die auch eine Betreuung durch eine einzelne Person hatten.

1. Wie lange vorher habt ihr angefangen eure Kinder regelmäßig abzugeben? Meine Tochter sieht ihre Oma fast jeden Tag und ist auch alle paar Tage mal für 1-2 Stunden dort.
2. Habt ihr vorab irgendwelche „Regeln“ beschlossen? (Z. B. Nicht zuviele Süßigkeiten o.ä.)
3. Was wäre wenn die Oma krank werden würde. Meine jetzt keinen Schnupfen sondern mehrwöchiger Ausfall etc. Welche Notfallbetreuungsmöglichkeiten gibt es da?

Vielleicht könnt ihr berichten wie das bei euch lief/läuft! Danke!

1

Ich bin ehrlich gesagt kein Fan davon. Ich habe schon zu oft gesehen wie durch dieses abhänigkeitsverhältnis Riesen Streitigkeiten entstanden sind oder die Omas sich alles rausgenommen haben weil sie ja wussten das man auf die Betreuung angewiesen ist.
Zum anderen wäre es ja auch schön wenn die Oma dann mit dem Kind 1 oder 2 mal die Woche spielgruppen besuchen würde damit das Kind Kontakt zu anderen Kindern hat.
Ansprachen würde ich treffen. Ob sich daran gehalten wird weißt du natürlich nicht wie ich oben bereits erwähnt habe
Und welche Notfallbetreuung es gibt musst du wissen. Hast du noch Ausweichpersonen ? Oder du musst dir dann für die Zeit einen Nanny suchen
Was anderes fällt mir da jetzt nicht ein

2

Hallo,

ist mit Vormittag jeder Tag gemeint?
Puh, das wird hart. Weniger für dein Kind als für die Oma.

Zu deinen Fragen;
Eingewöhnung, wenn sich die zwei eh nahezu täglich sehen, ist nicht nötig, vor allem, wenn dein Kind schon öfter allein bei der Oma war. Zeitkonzept ist bei den Kleinen noch nicht so vorhanden und ob du zwei oder 6 Stunden weg bist, fällt kaum auf.
Regeln:
Eine grobe Absprache hinsichtlich essen und schlafen sollte bestehen. Ich habe ansonsten gesagt, dass die Oma das für sich rauskriegen muss, was funktioniert und was nicht. Grundsätzlich solltet ihr in Erziehungsdingen euch einig sein. Das ist ein Prozess und ergibt sich immer wieder aufs Neue.
Ausfall wegen Krankheit:
Bei mehrwöchigen Ausfällen brauchst du ein Backup, kannst ja nicht lange fehlen in der Arbeit. Da würde ich nach einem Babysitter oder einer Nanny suchen, die auf Abruf kommen kann. Letzteres ist aber sehr schwer.

Das mit der Abhängigkeit verstehe ich, hatte ich hier auch (aber mehr mit mir selbst als effektiv mit der Oma).

Alles Gute für euch.
nudelsuppn

3

Bei uns läuft das gut. Wir haben aber 2 omas, die sich abwechselnd um die maus kümmern, und noch ne Ersatz Oma, die Nachbarin, die sie wie ein eigenes liebt. also Ausfälle können wir so ganz gut abfangen.
Eingewöhnt haben wir nicht groß, weil sie alle 3 eh oft gesehen hat, dann haben wirs halt mal nen ganzen Tag probiert mit mir in der nähe, war problemlos. Es gab noch nie Tränen beim Abschied, sie freut sich immer, die Oma zu sehen, da wird natürlich viel mehr gespielt wie zu Hause mit ihr, da die omas dann den ganzen Tag nix anderes vorhaben und nicht noch Haushalt nebenher machen müssen.
Schlafen war bei der einen mal ne Zeitlang schwierig, im Wagen ging zur Not zum Glück immer.
Vorgaben hab ich schon sehr deutlich gemacht bezüglich essen, wir haben aber auch schon mit 7 Monaten angefangen. Unsere omas sind da eher zu vorsichtig fragen immer vorher, ob das geplante Essen ok is. Da hatten wir nie Probleme. Ich denke, wenn man den betreuenden Personen vertraut, und die sich auch melden bei Unsicherheiten kriegt man schon gut hin.
Spielgruppen finde ich nicht unbedingt ein muss, wenn sie ja eh mit 2 schon in die Krippe gehen soll. Auf dem Spielplatz trifft man meistens auch andere Kinder, dann kann die Oma ja mit ihr hin.

4

Hallo!
Ich habe gerade die Nachricht meiner Vorrednerin gelesen und will dir ein wenig die Angst nehmen. Meine große Tochter wurde 10 Monate von meiner Mutter und von meiner Schwiegermutter betreut als ich wieder arbeiten gegangen bin. Es gab zu keinem Zeitpunkt Streit oder sonstige Meinungsverschiedenheiten. Das zu dem Thema. Unsere ging zwei Tage bis drei Uhr und einen Tag bis fünf Uhr zu Oma. Angefangen abzugeben habe ich sie ein paar Wochen vorher immer mal wieder für ein paar Stunden. Wenn deine Kleine die Oma fast jeden Tag sieht wird dies bestmmt kein Problem sein. Regeln wurden von mir keine aufgestellt. Ich handhabe es heute noch so, dass meine Eltern mündige Erwachsene sind die meine Schwester und mich groß gezogen haben. So lange sie nicht mit Zucker vollgestopft werden oder das Kind gefährdet ist, können sie machen was sie wollen. Beide Omas haben in der Zeit der Betreuung stundenlang mit dem Kind Bücher gelesen, gesungen und gespielt. Diese Aufmerksamkeit hätte der Zwerg wahrscheinlich von mir so nicht bekommen können. Konsequenz war, dass unsere Tochter sehr früh sehr gut sprechen konnte. Dafür mache ich heute noch meine Mutter und Schwiegermutter "verantwortlich" :-)

Auch heute beschäftigen sie sich sehr intensiv mit dem Kind und machen Dinge die ich nicht tun würde (jedes Insekt im Garten begutachten und kennen lernen etc.)

Das Krankheitsthema hatten wir nicht. Würde ich mir jetzt auch keinen Kopf drum machen. Wenn es soweit wäre könnte sicherlich das Jugendamt helfen.

Übrigens waren beide total traurig als sie die Betreuung abgeben mussten und unser Zwerg in die Kita kam. Trotzdem haben die Omas heute zu unserem Kind ein sooo entspanntes und tolles Verhältnis.

Mir hat unsere PEKIP Betreuerin damals mal einen Satz gesagt an den ich mich heute noch halte. Bindung heißt, auch loslassen können. Also, lass deine Mama machen. Sie wird es anders tun als du, aber bestimmt einfach anders gut. Und wenn du jetzt schon ein gutes Verhältnis hast wird sich das auch nicht ändern. Ich verstehe mich dank meiner Kinder heute so gut mit meiner Mutter wie noch nie zuvor.

Alles Liebe!

7

Vielen lieben Dank für eure Antworten. Freut mich das doch die meisten damit gute Erfahrungen gemacht haben.
Es werden dann 4 Tage mit jeweils 6-7 Stunden sein. Die Oma traut es sich auf jeden Fall zu und freut sich auch schon auf die Zeit. Die beiden sind jetzt schon ein tolles Team. Für evtl Notfälle müssen wir uns dann noch etwas überlegen.

5

Hallo,

Unser Großer wurde 13 Monate 2x pro Woche von der Oma betreut.
Ich habe immer bis 14.30 Uhr gearbeitet und war gegen 15 Uhr Zuhause.
Bei der Oma war er schon von klein auf mehrmals pro Woche auch allein ohne uns. Also er kannte es!
Sie kam morgens, wenn er noch geschlafen hat, ich war dann schon arbeiten, mein mann Zuhause. Sie hat dann gewartet bis er aufgewacht ist und hat ihm Frühstück gemacht und ihn dann angezogen. Am Anfang sind sie bei uns geblieben, irgendwann sind sie dann zu meinen Eltern heim gefahren.
Regeln gab es keine, ich habe der Oma immer vertraut! Ich wäre auch nie auf die Idee gekommen, ihr bestimmte Sachen vorzuschreiben!
Im Krankheitsfall der Oma wäre mein Mann im Home Office Zuhause geblieben, kam in der Zeit aber nie vor. 🙂
LG

6

Ich kann zu Punkt 1 und 2 antworten.
Ich bin drei Jahre in Elternzeit, arbeite aber seit dem sie 1 ist, als Aushilfe bei meinem Arbeitgeber. Zwei mal die Woche nachmittags.

1. Eine „Eingewöhnung“ haben wir nicht gemacht, da meine Kleine meine Mutter seeehr gut kennt und schon öfter von ihr betreut wurde😊 Sie freut sich immer so wahnsinnig, wenn meine Mama kommt😍

2. Ich stelle einfach immer ihre Snacks hin, eine Banane, die Dinkelbrezeln oder andere Baby Knabbereien von dm etc. Also meine Mama bringt da jetzt nicht extra etwas mit. Aber sie weiß auch, was meine Kleine isst und was nicht. Das ist bei uns kein großes Thema und läuft super😊

Liebe Grüße 🌸

8

Oh je. Die arme Oma, immer in der Pflicht bis mitten in die Trotzphase hinein.
Und nie krank sein dürfen oder auch nur schwächeln...

An Deiner Stelle würde ich sobald wie möglich einen KiTa Platz oder Tagesmutter organisieren und die Oma höchstens für die täglichen Bring-/Abholdienste einspannen mit vielleicht mal einem (!) Oma-Nachmittag. Und das ist schon viel verlangt.

Sonst geht das ganze zulasten des Kindes und zulasten der Erziehung.
Omas verschweigen manchmal oder wollen sich nicht eingestehen, dass sie eigentlich am Ende ihrer Kräfte sind und erlauben zur eigenen Entlastung plötzlich Dinge, die anders besprochen waren.
Statt Kampf und Gezerre wird dies und jenes durchgehen lassen und schleift sich beim Kind als „Erlaubt“ ein.

9

Ach, so ein Quatsch!
Kinder können sehr gut unterscheiden wo sie was dürfen. In der Kita gibt es ja auch teilweise andere Regeln als zu Hause.

Meine Schwiegermutter ist so unendlich selig, dass sie ihren Enkel wöchentlich bei sich hat und mit ihm einen gemeinsamen Alltag erleben kann.
Und ich wüsste auch nicht was daran jetzt sooo wahnsinnig anstrengend sein soll?
Sie ist noch nicht mal 60, steht mitten im Leben und ist körperlich wahrscheinlich fitter als ich 😂

Warum redet man Kinderbetreuung innerhalb der Familie schlecht???
Für mich ist das ideal!
Ich weiß einfach, dass mein Sohn in der Zeit bei Oma vom ganzen Herzen geliebt wird umd das ist mir tatsächlich am wichtigsten in den ersten drei Jahren.
Wenn er dann mal bei Oma eine Folge Peppa Wutz schaut oder ein Stück Schokolade bekommt, finde ich einfach nicht dramatisch. Mein Gott!
Die beiden sollen sich eine schöne Zeit machen.. davon werde beide ein Leben lang zehren.

12

Sehe das genau so wie du! ☺️

10

Ich arbeite mal nacheinander ab 😄

1. Ich habe wieder angefangen zu arbeiten, als der Mini 12 Monate alt war. 5 mal die Woche 4 Stunden lang. Er war dann in der Zeit abwechselnd bei den Omas oder wenn es der Schichtplan zuließ beim Papa. Eingewöhnung war hier keine nötig, wir haben das einfach nach und nach öfters gemacht. Tränen oder fremdeln gab es nie

2. Regeln in dem Sinne gab es keine, aber eigentlich nur deshalb weil alle von Anfang an unsere Erziehung kannten und wussten auf was wir achten. Natürlich weiß der Mini genau, dass er bei den Omas etwas mehr darf als bei uns. Aber das ist völlig ok. Und es sind Kleinigkeiten und nix, das grundlegend gegen unseren Erziehungsstil ginge.

3. Zu 100% safe bist du halt mit nur einer Oma zur Betreuung nie. Aber das wärst du auch nicht wenn du bspw. eine Tagesmutter hättest, oder ohne Familie in der Nähe alleinerziehend wärst und dein Kind selbst betreust. Die Sicherheit hast du eigentlich nur mit einer Kita. Aber ein Jahr halte ich für überschaubar und gut machbar. Aber garantieren kann das halt einfach keiner.

Generell lief es bei uns super und tut es eigentlich auch immer noch. Mit 18 Monaten ging der Mini dann in die Krippe, wird dort aber auch 1-2 mal die Woche von Oma und Opa abgeholt und freut sich jedes Mal wie ein Schneekönig 😄

11

Hey, ich muss ab morgen auch wieder arbeiten, ich mache mir auch große Sorgen ( zwar unnütz) meine Mama ist seit der Geburt jeden Tag bei uns oder wir bei ihr, also sie wird damit keine Probleme haben. Sie freut sich auch immer total wenn sie zu Oma und Opa geht. Ich hatte sie auch öfter schon paar std bei Oma, am Wochenende passt Oma auch meistens abends auf. Klappt auch alles super. Das Problem bin eher ich, ich mache mir zu viele Gedanken, habe da auch schon ein Beitrag zu verfasst vor paar Tagen.. zum Glück sind Mama und ich uns bei allem einig, da sie eh sehr Angst hat was das Essen angeht fragt sie auch vorher immer 😅mit anderen Kindern ist meine Maus auch zusammen da mein Bruder 2 Kinder hat (2,5 und 6 Monate )
Ich werde für 20 std die Woche arbeiten gehen, meintest nur 5 std am Tag, einmal sogar ein ganzen Tag das wird schwer für mich, da ich immer Angst habe das meine Maus mich braucht und ich nicht da bin.. aber da muss ich leider durch.
Alles liebe und liebe Grüße Janine und Mila bald 13 Monate ☺️

Top Diskussionen anzeigen