Angst es nicht zu schaffen! Wie macht ihr das (Kind und Job)

hallo,

mein sohn#baby (15 monate) geht ab dieser woche in die kita (sind noch in der eingewöhnung) und ich werde ab august dann erstmal 30 stunden die woche arbeiten. ab oktober dann vielleicht auch schon wieder vollzeit. ich bin allein erziehend und auf meinen job angewiesen.

als ich meinem arbeitgeber im januar 06 mitteilen mußte, ob ich noch ein 2. jahr elternzeit nehme oder im august 06 wieder arbeiten gehe, war ich so sicher, daß ich arbeiten will und ja auch muß wegen dem geld. ich war da ganz selbstsicher.#cool

nur jetzt fühle ich mich so unsicher und habe solche zweifel.#heul ich bereue es zutiefst nicht doch noch ein zweites jahr in anspruch genommen zu haben. ich muß dazu sagen, daß das erste jahr sehr hart für mich gewesen war. da ich nach der geburt praktisch allein erziehend war, umziehen mußte und noch einiges andere dazu kam. so daß ich die zeit mit meinem sohn gar nicht so richtig genießen konnte. und mich bei allen entscheidungen ziemlich alleine gefühlt habe.:-(

ich habe richtig panik, beklemmungsgefühl auf der brust, magenschmerzen:-( usw. es ist nicht oder nicht nur, daß ich meinen sohn abgeben muß. nein, ich denke, es tut ihm auch gut in die kita zu gehen.
es geht um mich. ich hatte keine zeit mich mal auszuruhen und nun muß ich wieder voll durch powern. hinzu kommt, daß mein sohn noch keine einzige nacht durchgeschlafen hat und ich etxremen schlafmangel habe.#gaehn ich habe angst, bei der arbeit fehler zu machen, mein arbeitspensum nicht zu schaffen, dem druck der doppelbelastung nicht stand halten zu können.
zudem weiß ich gar nicht, wie ich meine sozialen kontakte pflegen soll. die meisten haben auch kinder, gehen aber gar nicht oder nur wenige stunden arbeiten. da komme ich dann ja gar nicht mehr hinterher.#schwitz vor 16h werden wir nicht zu hause sein und einkaufen, haushalt etc. kommt ja auch noch hinzu. ein auto habe ich nicht. und ich will meinen sohn auch nicht überforden#schrei, daß ich ihn direkt nach der kita dann auf den spielplatz oder so schleppe. ich denke er braucht dann auch erstmal seine mama für sich alleine. klar, die wochenenden sind auhc noch da. aber viele machen da was mit ihren männern oder der familie.

wie organisiert ihr denn euren arbeistalltag? wann trefft ihr euch mit freunden usw.?
ich hoffe, ich bekomme hier jetzt nicht irgendwelche vorwürfe zu hören. klar, es lag an mir zu entscheiden, ein oder zwei jahre elternzeit und ich gebe offen zu, daß ich mich im ersten jahr teilweise ziemlich überfordert gefühlt habe, die richtigen entscheidungen zu treffen.

danke fürs zuhören#danke. mußte mich mal ausheulen#hicks.
liebe grüße,

anna#blume

1

Hallo Atlantis 29,
erstmal ein großes, dickes Lob an Dich. Du bist alleinerziehend und willst arbeiten gehen. Super! Was Deine Ängste angeht, die sind ganz normal, die hatte ich auch, obwohl ich nicht alleinerziehend bin. Ich denke mal, man wächst mit seinen Aufgaben und muss halt Prioritäten setzen. Dann ist halt mal die Wohnung nicht 100 Prozent aufgeräumt oder so.
Ich arbeite voll, mein Mann arbeitet drei Tage die Woche. Wir sind allerdings zu zweit, aber wo mehr Leute sind, fällt auch mehr Dreck an. Putzen ist halt abends angesagt, oder tagsüber, wenn unsere Tochter schläft. Vielleicht kannst Du Deinen Sohn auch nachmittags nach der Kita noch irgendwie spielerisch ins Putzen einbeziehen, so dass Du noch was von Deiner hausarbeit gebacken kriegst. Anonsten weiß ich auch keine Lösung. Aber man kann ja vor dem Fernseher bügeln, etc.
Was Deine Müdigkeit angeht, denke ich, dass Du die ersten Tage auf der Arbeit merken wirst, wie erholsam das ist im Vergleich zur Beaufsichtigung eines Kleinkindes. Ich weiß, ja nicht, was Du arbeitest, aber bei einem bürojob wie meinem hier kann man ab und zu mal in Internet gehen (Urbia!), ein Schwätzchen mit dem Kollegen halten, etc. D.h. du kannst mal kleine Pausen machen. Ein Kind gibt Dir diese Pausen nicht.
Ich gebe Dir recht, das soziale Leben leidet ein bisschen darunter. Am Wochenende und abends ist halt Putzen oder sonstiges angesagt, was halt unter der Woche liegenbleibt, aber Vorrang hat natürlich das Zusammensein mit dem Kind. Ich empfinde die Zeit mit meiner Tochter als sehr intensiv, gerade weil ich voll arbeite.
Alles wird sich irgendwie geben. das wird schon.
Liebe Grüße, Babettina


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hallo anna,

der text hätte von mir sein können ;-) lass dich erst mal #liebdrueck - ich bin auch alleinerziehend - bin 3 wochen nach der geburt meiner tochter umgezogen und habe im ersten EZ auf 400€ basis gearbeitet. seit mai (beginn 2.ez) arbeite ich auf teilzeit 20stunden die woche. es ist schon sehr anstrengend und manchmal habe ich das gefühl mir geht die puste aus - zumal mein engel gerade 4 backenzähne auf einmal bekommt #schwitz

glaube mir, du bist stärker als man glaubt - ich habe das auch erst über mich lernen müssen.... aber man wächst mit seinen aufgaben über die grenzen hinweg.

kannst du denn nicht noch das 2.EZ anschließen? hast du mit deinem AG schon mal darüber gesprochen? man kann 1 mal seine EZ abändern. ich halte mir das 3.EZ auf, bis meine maus in die schule kommt.

wenn du willst, dann meld dich über VK!

LG und KOPF HOCH! wir allein erziehenden mami´s sind spitze ;-)

brujita

3

Hi,

Ich kann deine Sorgen gut verstehen, wir sind zwar zu zweit aber würden mit einem Gehalt unseren Verpflichtungen nie nachgegehen können. (haben uns ein Haus gekauft)
Da wir aber kein Erziehungsgeld bekommen haben, musste ich dann doch recht schnell wieder arbeiten gehen.
Habe zwar an den Mutterschutz noch allen möglichen Urlaub und Überstunden gehangen, trotzdem musste ich wieder arbeiten gehen als Jelena 3 Monate alt war.
Paralell dazu lief der Umzug ins neue Haus, den die Schlüssel dazu haben wir bekommen, 5 tage bevor Jelena geboren wurde.

Alles in allem war es nicht einfach, aber es war auch gut arbeiten zu gehen, weil man ein anderes Selbstwertgefühl bekommt und auch etwas Abstand zum familienleben bekommt, was für die Nerven von Vorteil sein kann. zumindest für meine.

Ich denke, gerade die erste Zeit wird vielleicht etwas kompliziert werden, aber glaub mir, es spielt sich alles ein. Selbst meine Schichtarbeit bekomm ich so halbwegs integriert.
Irgendwann denkst du nicht mehr darüber nach wie du alles schaffen sollst, weil es viel zu sehr aufhält, sondern du wirst schnell lernen deine Zeit effizient zu nutzen und die Dinge einfach anpacken ohne groß darüber nachzudenken, wie du das alles schaffen sollst.

Und hinter kannst du doppelt auf dich stolz sein. Nicht nur das du es geschafft hast, du wirst es gut schaffen und dein Sohn wird sich wunderbar in der Kita entwickeln und jede Menge Spass haben. (Unser kann es morgens kaum erwarten und spielt auch abends gerne in der Kita weiter)

Also erste Zeit Augen zu und durch, es wird Einfacher damit umzugehen ;-)

LG und Kopf hoch
Danny

4

Hi,

ganz dickes Lob an dich wie du es bis jetzt geschafft hast und es machen möchtest.

Also ich gehe seit dieser Wochen auch arbeiten und vereinbart wurde nur 4 STd. täglich. Bin die zwei Tage immer länger geblieben und habe vor die ganze Zeit doch 5-6 Std. täglich zu arbeiten. Es geht von der Arbeit her nicht anders und ich möchte nicht unerledigte Sachen liegen lassen und einfach gehen daher sind die 4 Std. unmöglich.

Wenn mein 2. Erziehungsjahr rum ist gehe ich auch Vollzeit arbeiten, habe es so schriftlich gegeben. Mein Sohn ist bis jetzt immer bis 15h in der Krabbelstube und ab Feb. wird er bis 17h dort sein. Es geht nicht anders. Wir brauchen auch das Geld und es tut uns gut. Ich will auch nicht lange aus meinem Job weg bleiben und ich muss sagen, mir tut es richtig gut und ich arbeite gerne.

Ausserdem habe ich einen neuen Chef bekommen und ich möchte nicht die sein, die immer pünktlich den Stift fallen lässt und geht. Das muss so sein. Man weiss nie, wie es mal sein wird und heutzutage ist es nicht selbstverständlich einen Job zu haben. Ich bin froh, die Möglichkeit zu haben, zu arbeiten und glücklich es gerne zu tun.

In Ruhe reden beim Mittagessen etc. Meinem Sohn geht es in der KRabbelstube ganz gut und spielt dort mit Kindern. Ich habe mich immer gut mit ihm beschäftigen aber der Tag konnte ganz schön lange werden gerade wenn er um 6 Uhr wach wird. So bin ich froh, dass es Krippen gibt wo die Kinder mit Gleichaltrigen zusammen sind.

Grundsätzlich gilt, nicht die Quantität sondern die Qualität, wie Du die Zeit mit deinem Sohn verbringst zählt. Ich kenne Hausfrauen, die zuhause sind, weil sie keinen Bock auf Arbeit haben, und ich kenne wiederrum die, die arbeiten und ganz toll alles hinkriegen.

Was ich dir dringend raten würde ist, Du brauchst erholsamen Schlaf. Ich hatte das problem auch, und habe dann vor 9 Wochen angenfangen ihm das nächtliches Stillen abzugewöhnen. Es hat zum Glück geklappt und seit dem schläft er sehr gut, wacht auf aber ich muss ihn keine Brust geben. Das tut mir gut. Vorher hatte ich Bedenken, wie ich es schaffen soll mit der Arbeit, weil er alle 2 Std. wach wurde und genuckelt hat also musste ich es ändern.

Ich wünsche Dir das alles gut klappt.

LG
Stern

5

Hallo,
kann momentan zwar noch nicht so mitreden, weil ich erst im Oktober zum Arbeiten anfange. Vorgestellt hatte ich mir eigentlich 24 Stunden, verteilt auf drei Tage. Tja, jetzt habe ich letzte Woche mündlich Bescheid gekriegt. Nur Vollzeit. Friss oder stirb! :-[ So ist die Arbeitswelt momentan. Mütter unwillkommen.
Ich kann Dich voll und ganz verstehen. Auch Deine Ängste! Ich war genauso sicher wie Du. Klar, ich geh wieder arbeiten. ICh nehme nur 2 Jahre Erziehungszeit. Und Vollzeit (es hat bisher noch keine in der Firma geschafft eine Teilzeitstelle zu kriegen) ist doch für mich kein Problem. #bla Bla Bla Bla Aber das hab ich alles VOR der Geburt gesagt und jetzt wird mir schon Angst und Bang, wenn ich an Oktober denke. Vor allem da ich jetzt doch Vollzeit kommen muss.
Ich habe zwar einen Partner, aber sind wir doch mal ehrlich die Hauptlast bleibt an uns Frauen und MÜtter hängen. Ausserdem macht sich mein Freund nicht so den Kopf (was ist wenn mein Sohn die Kita nicht mag??? Was mach ich wenn er krank wird? Wird er vielleicht verhaltensgestört, weil er nicht genügend Aufmerksamkeit bekommt?) und er hat auch gar kein schlechtes Gewissen. #kratz#augen Männer sind einfach anders gestrickt.
Ich kann echt noch nicht ermessen, was da auf einen zukommt.... Tja, viel Tipps konnt ich Dir jetzt nicht geben. Aber Du bist nicht alleine. UND WIR SCHAFFEN DAS!!!#wm

Ganz viel Glück und Stärke!!
Grüße
Tate

6

Hey, wir sind doch alles starke Frauen, oder? Bin mir sicher du kriegst das hin...
Bin selbst Gastronomie-Opfer-Alleinerziehende (d.h. mein Mann ist Gastronom und deshalb nie zu Hause), arbeite seitdem mein Sohn 10 Wochen alt ist bis zu 35 Std. die Woche selbstständig und (!) mein Monster hat bis jetzt (er wird nächste Woche zwei) noch nie durchgeschlafen...!
Und deswegen schreibe ich dir auch: Weil er nämlich seit einiger Zeit viel besser schläft und heute Nacht zum ersten Mal 10 (!) Stunden am Stück gepennt hat! Wie? Dank eigenem Zimmer und Einschlafkasette! Super! Wenn er nachts schreit, nur noch Kasette an und schon schlummert er wieder!
Außerdem wird dein Sohnemann sicherlich ziemlich kaputt sein wenn er aus der Kita kommt und somit wird schlafen auch besser! Glaub mir ich habe schon nicht mehr daran geglaubt dass es noch was wird mit der Schlaferei...weiß auch nicht wie ich die letzten zwei Jahre durchgehalten habe... aber es geht! Schöpfe deine Kraft aus der Zeit die du mit deinem Kind hast (lass dich beim Spielen echt fallen und schalte einfach ab!) und wenn er dann mit Kasette (bei uns übrigens Lauras Stern!) schlummert, tu was für dich! Du hast es dir verdient!
Vielleicht kannst du dich ja auch mit einer anderen Mami anfreunden, bei der du dich aussprechen kannst und mit deren Kind dein Babe spielen kann! Hab ne ganz süße Nachbarin mit Kind, und die Stunden mit ihnen sind echt Erholung für Körper (die Kids spielen alleine) und Seele (labern!).
So jetzt hab ich dich auch zugetextet! Denk dran: du bist stark und kannst mit Stolz auf das blicken was du leistest (Finde einen Mann der das so hinbekommen hätte!)
Kopf hoch, irgendwann schläft auch deiner!
Hasta luego,
nikelele

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