Jobeinstieg, fühltet ihr euch auch so "Unwillkommen"?

Ich muss mir das mal von der Seele schreiben, krieg hier sonst noch einen Kollaps.

Also ich werde im Oktober wieder in meinem alten Job als Erzieherin in einer Kinderkrippe einsteigen, gerade läuft die heisse Phase wo genau ich eingesetzt werden soll.

Eigentlich hatte ich mir ja gewünscht in meine alte Einrichtung gehen zu können, aber wie es aussieht wird das wohl nichts. Der Grund, eine andere Rückkehrerin muss ihr Kind mit in die Einrichtung bringen und das geht nicht in ihrer alten Einrichtung, also sollen wir quasi wechseln.
Ich hatte ende Juni auch eine Art Vorstellungsgespräch und am Freitag bekam ich die Antwort: "Wir haben uns gegen sie entschieden"
Tja, hab dann meinen Arbeitgeber angerufen wie es jetzt weiter geht und der will jetzt ein Gespräch, weil ich mich wohl nicht gut presentiert habe bei diesem Gespräch. Toll, bin die ganze Zeit am überlegen was ich falsch gemacht habe.

1. Mir wurde es wohl schon negativ angekreidet das ich mein Kind mitbrachte, liess sich aber nicht vermeiden und sie hatten es ja auch nicht vorher erwähnt, hatte ehrlich gesagt aber auch nicht mit einem Vorstellungsgespräch gerechnet, kam mir vor wie eine Langzeitarbeitslose die um einen Job bittet.

2. Ich habe einmal gesagt das ich mich "angepisst" gefühlt habe als meine Chefin in einem Befehlston gesgat hat sie kann das von mir verlangen und sie möchte mich dort sehen #augen
Ist ja nicht ausschliesslich meine Ausdrucksweise, nur mir viel kein anderes Wort ein.

3. Tja, da ich nicht wirklich unbedingt in diese Einrichtung wollte dachte ich, ich kann mir einen Vorteil verschaffen un meinte ich kann wohl nur im Frühdienst arbeiten, damit ich auhc gewehrleisten kann meinen Sohn von seiner Krippe abholen zu können. Das war wohl auch der bisher genannte Grund, was sich allerdings auch nochregeln lässt.

Jetzt lässt es mir einfach keine Ruhe was da schief gelaufen sein kann und ich fühle mich ein wneig persönlich angegriffen und auch persönlich nicht angenommen.
Hab ein komisches Gefühl in der Magengegend, denn am Mittwoch läuft das Gespräch und mir wurde geraten doch den Personalrat hinzuzubitten, tolle Wurst.

Schön war ja auch noch der Satz "Wir müssen sie ja irgendwo einsaetzen" Sorry das ich eine Festanstellung habe und jetzt auch noch blöderweise ein Kind. Ich weiss das ich jetzt nicht mehr so Flexibel bin wie vorher, aber das ist ebend nun mal so.

Sorry das es so lang geworden ist, aber ihc musste mir das mal von der Seele schreiben, ich merke nämlich wie mir das alles etwas auf den Magen schlägt und ich momentan auch sehr nah am Wasser gebaut habe.

Danke fürs zulesen

Liebe grüsse
Nicole

1

wem sagst du das?! Ich hocke zuhause und suche verzweifelt nach arbeit und finde einfach nichts ich werde bald verrückt.
Habe mich in einer Firma beworben ich kenne eine die dort arbeitet und sie sagte mir der Chef meinte nur, oh je 22 und schon ein Kind da kommt doch eh bald das nächste, nee die können wir nicht einstellen. Es ist zum #heul
Und das Arbeitsamt hilft wie immer auch überhaupt nicht denen ist das alles scheiss egal!
Könnte platzen!:-[

2

Davon kann ich auch ein Lied singen. Als ich damals schwanger wurde, hat es bei meinem alten Chef schon im Hirn gearbeitet, wie er mich los kriegen kann. Naja, und das hat dann nach meiner Elternzeit richtig gut funktioniert. Erst hab ich ne Freistellung bekommen (angebl. würde meine Arbeitskraft nicht mehr die sein, die es mal war) und dann kam die Kündigung. Schön nicht wahr??

Und seitdem hab ich ein Bewerbungsgespräch nach dem anderen. NIX! Wenn die Frage kommt, wie es mache, wenn mein Kleiner mal krank ist. Tja was soll ich drauf sagen? Daheim bleiben natürl. Wir haben keine Oma hier in der Nähe. Und da rollen die Chefs meist mit den Augen und meinen, sie melden sich dann nach ihrer Entscheidung. Und bis jetzt war die Entscheidung klar! Aber man soll das ja alles nicht an seiner Persönlichkeit werten - haha, das ich nicht lache. ABer langsam vergeht mir das lachen...

6

Armes Deutschland sag ich da nur.

Alles jammert rum das die Geburtenzahl zurück geht, die Rentenbeiträge nicht mehr gewährleistet werden, aber die Familien etwas attraktiver zu machen findet auchnicht statt.

KLar, das neue Failiengeld höt sich prima an, aber was ist mit denen die nicht nur ein jahr bzw. 14 Monate zu hause bleiben wollen bzw. können? tja, die haben dann ein Problem.

Wenn man keinen Job hat sieht man als Junge Mama doch alt aus, die Gefahr das dein Kind öfter krank ist, würde ja fatal sein.
Ja, früher hat es ausgereicht das Familien mit einem Verdiener um die Runden kommen, aber das ist schon lange nicht mehr. Wir haben keinen hohen Lebensstandart, aber ein bisschen Luxus wünscht sich doch jeder, oder?

Unser Luxus ist ebend ein Kind.

Ich könnte auch platzen.
Nicole

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3

hi,
ich werde im dezember wieder anfangen und mir graut auch schon davor!
ich wollte eigentlich erstmal nur eine bescheinigung für das jugendamt, damit ich einen kitaplatz kriege, aber dann wollte mein chef mit mir reden...man hatte ich da schon magensausen! gleich am anfang fragte er mich dann, ob ich nicht doch kündigen möchte ( wurde schon andauernd in der schwangerschaft gefragt, habe es da natürlich abgelehnt!), was ich mal wieder verneinte!
dann meinte er, dass ich nicht da wieder eingesetzt werden könnte, wo ich früher war ( empfang), sondern ich wohl überall eingesetzt werden würde. ist ja ansich auch nicht so schlecht, bringt ja viel abwechslung ( ich weiss aber, dass man dann nur die blöden jobs bekommt, die wollen einen damit loswerden). schliesslich wollte er wissen wann ich denn arbeiten könnte, ich meinte, dass ich gerne auch 35h runtergehen würde und so von 8.30- 16.00uhr arbeiten möchte, geht wohl nicht. nach zähem verhandeln haben wir uns auf 9-16.30, bzw. fr.16.00uhr geeinigt ( die kita macht um 17.30, bzw fr um 17.00uhr zu). ansich ja auch okay, aber er fragte dann, ob ich jemanden habe, der den kleinen abholen könnte, da wohl ab und zu überstunden anfallen- bei uns machen die leute in einigen bereichen teilweise pro tag 1-2h überstunden...unbezahlt natürlich!
ich gehe jetzt davon aus, dass sie mich dadurch loswerden wollen und mir viele überstunden aufbrummen. bin schon dabei mich zu informieren, a) ob man überhaupt soviele überstunden machen darf ( ohne ausgleich oder entgeld), b) ich die machen muss ( was wenn mein freund mal nicht kann, ich müsste dann ja einen babysitter bezahlen!).
eine arbeitskollegin ist kurz vor mir schwanger geworden, die durfte von zu hause aus arbeiten und hat jetzt auch keine probleme, ist also irgendwie persönlich, die wollen mich los werden!:-[
werde zwar versuchen was anderes zu finden, aber mache mir da nicht soviel hoffnung!
kann dein magenflattern vollkommen verstehen! ich bin auch nicht mehr so nervenstark. versuche jetzt alles nicht so persönlich zu sehen und mir eine dicke haut zu zu legen. ist nur ein job und danach bin ich wieder bei meinem sonnenschein...das ist mein leben!
viel erfolg und viele grüsse andrea

7

ganz schön fiese angelegenheit,

das schlimme ist, die arbeitgeber kommen oft damit durch.

sollen sie doch eine anzeige aufgeben wo drin steht das du als frau aber bitte keine kinder rkiegst udn wenn dann die familie auf jedenfall an zweite stelle zu stehen hat, erst der job und dann lange nichts, man muss ja noch flexibel sein für überstunden.

aber wahrscheinlich wäre das gesetzeswidrig, also machen sie es hintenrum. hab das dumme gefühl das ich bald zum erstenmal unsere rechtschutzversicherung in anspruch nehmen muss, nur gut das wir arbeitsrecht mit eingeschlossen haben.

#danke
nicole

11

hi,
ich muss noch eine rechtsschutzversicherung abschliessen...bis jetzt haben mich die ~200€ jahresbeitrag abgeschreckt (wir sind alg2 empfänger), aber jetzt gehts wohl nicht anders!
dazu kommt ja noch bei uns, dass mein gehalt dann auf das alg2 meines freundes angerechnet wird und ich dann eigentlich nur ~300€ dazu verdiene! davon geht aber noch die monatskarte ( 60-70 €) und der kindergarten (~50€) ab...eigentlich lohnt sich dafür der stress gar nicht! aber kündigen kann ich nicht, will ja nicht gesperrt werden. und ich glaube auch nicht, dass ich nachher einen job bekomme, bin fast 40jahre, habe ein kleinkind und zwar berufserfahrung, aber kein abschluss- wer nimmt mich denn da?
ist schon echt traurig, da kriegt man ein kind und muss dann damit rechnen arbeitslos zu werden...also ich kann niemandem so wirklich raten schwanger zu werden!#schock
ivh drück dir die daumen!
andrea

4

Hi,

es ist wirklich schrecklich. Gerade in Deinem Bereich sollte man meinen, dass da eine gewisse Toleranz und Verständnis da ist, oder?

Die Arbeitgeber möchten gerne eine 23jährige Frau mit 10 Jahren Berufserfahrung, ohne Kinder oder die Gefahr dass sie schwanger wrid zum Minimalgehalt.

Die heutige Familiensituation ist nur so, weil die Arbeitgeber sich so doof anstellen. Da hilft kein Familiengeld usw.. Was will ich mit dem Geld, wenn mich eh kein Arbeitgeber nimmt, nur weil ich ein Kind habe. Die sollen mal hübsch froh sein, dass überhaupt noch jemand Kinder bekommt, damit die Arbeit in 20 Jahren auch noch gemacht wird.

Bin gespannt wie es läuft, wenn ich wieder anfangen will. Bei meiner Vorgängerin war es so, dass sie einen Job annehmen "musste" mit 2 Gehaltsgruppen weniger #schock. Aber sie hat es gemacht (nach Abklärung mit dem Rechtsanwalt), weil sie in 2 Jahren unkündbar ist. Und wo hat man denn heute noch sowas??? Bei mir wird es nicht anders sein. Genau die gleiche Situation, wenn ich wieder anfangen kann, dann dauert es noch 2 Jahre und ich bin auch unkündbar. Da werde ich höchstwahrscheinlich auch viel auf mich nehmen.

Sorry, zurück zu Dir: Dass das abläuft wie ein Vorstellungsgespräch hätte ich auch überhaupt nicht gedacht. Wieso auch, Du bist doch schon angestellt? Und jetzt einfach so kündigen können die glaube ich auch nicht. Also, was soll das? Da würde ich schon auch mich persönlich angesprochen fühlen. Wieso eigentlich der Personalrat? Und wenn schon: Wie wäre es wenn Du vor dem Gespräch mit dem Personalrat Dich besprichst, wie die Vorgehensweise sein soll? Damit ihr sozusagen eine Schiene fahrt.

Grüße und toitoitoi

Marion

5

Hallo Marion,

danke für deine Antwort.

Den Personalrat sollte ich dazu bitten, damit ich nicht alleine in der defensiven Position bin. Hab auch schon mit dem Personalrat gesprochen und bin froh das die mir beisteht. Sie ist selber eine Erzieherin gewesen udn versteht viele Sachen nicht, z.B. wieso ich woanders arbeiten soll, nach der kurzen Elternzeit habe ich einen Anspruch auf meinem alten Job und das mit dem Vorstellungsgespräch hat sie auch shcon öfter von Rückkehrerinnen gehört. Also alles in allem fühl ich mich momentan recht gut aufgehoben beim Personalrat.

Momentan hab ich einfach nur das grosse heulen. Ich hab mir so sehr ein Baby gewünscht und jetzt hab ich das Gefühl das sich mein ganzes Leben geändert hat, nichts ist mehr so wie es war und ich befürchte fast, das ich auf jedenfall die andere Stelle nehmen muss und mich dann sicherlich sehr unwohl fühlen werde. Ich möchte nicht aus der Not heraus genommen werden, da liegt das Mobben nämlich sehr nah.

Jetzt gilt es erstmal diese Tage bis zu dem Gespräch einigermassen zu überstehen, dann bin ich schlauer.

Kündigen können sie mich nicht, ich habe eine festanstellung und es gibt aus meiner Sicht ja auch keinen Grund. Bin mal Gespannt was ich "verbrochen" haben sollte. Aber zum Glück geht es nicht nur mir so, die andere Rückkehrerin hat sich wohl auhc nicht positiv präsentiert und möchte an meine alte Arbeitsstelle auhc nicht hin.

Momentan ist mein Stand halt, das ich zum Arbeitsamt gehe und mich Arbeitssuchend melde, wenn ich dann was habe können di emich mal gern haben, sollen sie dohc sehen wo sie dann Personal herbekommen, die Krippenarbeit wollen nämlcih viele nicht machen.

#danke

Nicole

9

Hallo, Nicole!

Also, hier mal meine Story zu dem Thema:

Nach einem halben Jahr Elternzeit wollte ich gerne wieder in meinen Job zurückkehren. Als ich darüber mit meinem AG gesprochen habe, sagten sie mir dass die Auftragslage sehr schlecht aussehen würde und ob ich meine Elternzeit nicht verlängern möchte. Als ich dies verneinte, sagte man mir dass sie mir dann aber nach meiner Rückkehr kündigen müssten… *na, da freut man sich doch schon auf seinen Job!*
Ich musste aber arbeiten, da wir auf das Geld angewiesen sind. Und wenn man mir dann kündigen würde, würde ich wenigstens ALG bekommen… Also habe ich es darauf ankommen lassen, und habe wie geplant zum Jahresanfang wieder meinen alten Job angetreten. Ende Januar sagte man mir dann, dass wir soviel arbeit hätten das sie mir auf jeden Fall meine Stelle bis zum Jahresende noch zusagen könnten…

Naja, was soll ich sagen: Im Grunde mag ich meine Arbeit. Ich konnte meine Stunden wie gewünscht auf 36 std/wöchtl. kürzen, arbeite nach wie vor an interessanten Projekten und alle sind nett und freundlich zu mir. Aber ich weiß auch, dass ganz oben auf der „Abschussliste“ stehe, was immer in meinem Hinterkopf schwebt. Klar, ich schreibe ohne Ende Bewerbungen, aber bei der heutigen Arbeitsmarktsituation…

Immerhin konnte ich meinen AG davon überzeugen, das es kein Problem ist wenn der Kleine mal krank wird: in solchen Fällen springt Opa gerne ein. Diesbezüglich habe ich noch keine Minute Arbeitszeit „geopfert“. Und wenn mal Überstunden anfallen habe ich um 24 Std. „Organisations-Zeit“ gebeten, damit ich meinen Sohn (auch nach der KiTa) gut aufgehoben weiss. Diese Zeit wurde mir natürlich immer gern gewährt.

Wie es weiter geht werden wir sehen - ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Liebe und Gute und hoffe, dass sich für Dich alles zum Guten wendet!

Liebe Grüße,
Michelle

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Ich weis wie Du dich fühlen mußt. Ich habe einen meinen Mutterschutz im letzten Jahr noch meinen Jahresurlaub angehängt und bin danach gleich wieder in Vollzeit eingestiegen. Dies war nur möglich, da wir zwei tolle Omas haben die auf den kleinen in der Zeit aufgepaßt haben.

Dies hat da schon meiner Abteilungsleiterin und unserem Personalchef nicht gepaßt. Aber am Anfang hatte ich ja noch Kündigungsschutz und dann ist im Dezember unser Personalchef verstorben. Das man mich loswerden wollte hab ich immer wieder von Leuten außerhalb erfahren, meine Abteilungsleiterin sagte aber immer wie zufrieden Sie mit mir sei. Deshalb hab ich mir auch nichts dabei gedacht.
Bis im Mai die neue Personalchefin anfing und ich dann mitte Mai in die Personalabteilung gerufen wurde und man mir mitteilte, dass man mit mir nicht mehr zusammenarbeiten möchte und ich doch bitte einen Aufhebungsvertrag unterschreiben soll. Begründung: "Da ich ein kleines Kind daheim habe sei ich mit der Arbeit überfordert!" Ich habe den Aufhebungsvertrag nicht unterschrieben und meinen Anwalt eingeschaltet, daraufhin habe ich eine Kündigung bekommen und Klage eingereicht, so hab ich wenigsten noch eine Abfindung rausholen können und keine Sperre auf dem Arbeitsamt. War aber nach der Kündigung über einen Monat freigestellt und jetzt seit 01.07.06 arbeitslos.

Das beste eine Woche nach dem ich freigestellt war hat, die auf meinem Platz gesessen, die für mich Mutterschaftsvertretung gemacht hat, der habe die ja auch gleich einen Jahresvertrag als Vertretung gegeben, obwohl noch nicht klar war ob ich Elternzeit nehme oder nicht.

Schreibe jetzt Bewerbungen ohne Ende aber noch nichts. Alle fragen nach dem Kind und nach weiteren Kindern. Mit Kind ist man im Berufsleben unerwünscht.

Weil, wenn man jemanden loswerden will schafft man das auch, denn wer klagt schon auf Wiedereinstellung wenn man gekündigt wurde und man unerwünscht ist und große Firmen tut eine Abfindung von einem halben Monatsgehalt pro Beschäfftigungsjahr nicht weh.

Nimm den Personalrat auf jeden Fall dazu, der kann die wahrscheinlich helfen. Ich drück dir die Daumen und laß dich nicht unterkriegen.

Antje + Thorben (18.06.2005)

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