Kann zuviel Homöopathie Kinder süchtig machen?

Hallo,

meine Frage klingt vielleicht komisch, aber meine Schwägerin hat eine Tochter( 2 Jahre) und ist ziemlich esotherisch angehaucht. Sie behandelt ihre ganze Familie ständig mit irgendwelchen homöopathischen Mitteln. Mittlerweile ist die Kleine so drauf, dass sie ständig nach Globuli verlangt und manchmal alle 10 min diese Kügeln in den Mund geschoben bekommt. Das geht jeden Tag, stellenweise eben alle 10min. Bekommt die Kleine nichts, wird sie überlaunig und schreit so lange, bis sie wieder welche bekommt. Meine Schwägerin meint, die Kleine bräuchte dies und es würde helfen bei der Entwicklung, beim Zahnen usw. Aber jeden Tag und stellenweise aller 10-15 min, ist das nicht zuviel? In den Globuli sind ja auch Wirkstoffe enthalten, es sind ja keine Bonbon. Kann das nicht zur Abhängigkeit führen, oder ist Homöopathie total ungefährlich?

lg Sabine

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Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Dinger körperlich abhängig machen, das ist wohl eher ne Angewohnheit von der Kleinen, bei jeder Gelegenheit Globuli zu verlangen. Sei es, weil sie süß schmecken, sei es, weil sie dadurch die Aufmerksamkeit der Mutter bekommt.

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Von Sucht oder Schädigung direkt würde ich auch nicht ausgehen, aber wie auch bei herkömmlichen Medikamenten, gibt es ja auch bei Globuli Richtlinien, wie oft und in welcher Dosierung sie genommen werden sollen. Deine Schwägerin macht sich durch ihr Verhalten ein wenig zur Sklavin ihrer Tochter, die wahrscheinlich zum einen die Globuli lecker findet, zum anderen eben die Zuwendung braucht/mag.

Ich finde schon, dass Kinder in dem Bewusstsein aufwachsen sollen, dass man Medikamente nicht nach Belieben häufig geben kann. Mein Sohn könnte auch den halben Tag lang Hustenbonbons essen - "Mama ich habe Husten, ich brauche ein Hustenbonbon" #:-) - deshalb bekommt er noch lange nicht dauernd welche.

LG

Anja

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Hallo!

Ich denke das ist eher eine Art psychische Abhängigkeit... aber besser ist das an sich natürlich auch nicht!
Zumal auch Globulis keine "Grundnahrungsmittel" sind, sondern ähnlich wie "normale" Medikamente auch Nebenwirkungen haben können und nur in genau dosierten Mengen eingenommen werden sollten! 100% ungefährlich ist es also nicht... allerdings gehe ich davon aus das Deine Schwägerin hoffentlich keine Globulis einfach so gibt die wirklich gröbere Nebenwirkungen haben können!

Die Kinder einer Bekannten bekommen auch immer ganz große Augen und sperren den Mund auf wenn sie die Fläschchen mit den Kügelchen sehen.... ist halt eine Gewohnheit.
Meine kriegen nur bei Stürzen diese Arnika-Globulis... aber lecker finden sie die schon auch #;-)!

Viele Grüße
Barbara

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Hallo Sabine

also ich denke da auch so wie du.
Meine Ki-Ärztin sagte auch, dass man diese nur geben soll wenn wirklich was ist. Und nicht alle 10 min. Es sind ja keine Bonbons.
Ich habe mal gehört, das übermäßiger konsum dieser Globulis sogar zur unwirksamkeit oder sogar zum gegenteil umschlagen kann. Weis aber wirklich nicht ob das wahr ist.
Auf jeden fall find ich das nicht gut wenn man zuviel von giebt.
Liebe Grüße Larili

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Absoluter Quatsch! Da macht nichts abhängig!

Aber blöde ist es schon, mit dem Kind so umzugehen. Das Kind will Aufmerksamkeit, und die Globuli schmecken außerdem süß. Die Mutter ist doof, wenn sie einem Kind AUF WUNSCH Medizin verabreicht.

Damit legt sie die Grundlagen für ein Bewusstsein, dass sagt, Medizin ist super, her damit. Vorsichtigkeit im Umgang mit Hilfsmitteln ist doch eher angesagt und sollte vermittelt werden, damit nicht später Abhängigkeit von starken Medikamenten gefördert wird.

Die Globuli alleine erzeugen das aber nicht. Nur die Einstellung und das Vorbild der Mutter.

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das ist genau die sache, die mich am meisten aufregt wenn es um homöopathie geht: dass es nämlich gegen jeden lercherlschaß zuckerl gibt.
beobachte das manchmal am spielplatz und kenne ein kind, dass sofort globuli bekommt wenn es hinfällt und sich das knie aufschürft: erstens kann es sich sonst gar nicht beruhigen (hat ja gelernt, dass man sich ohne nicht beruhigen kann und dass das außerdem anscheinend eine so schlimme verletzung ist, dass man was dagegen nehmen muss) und zweitens ist die mutter eben überzeugt, dass die globuli die wundheilung jetzt standapede in gang setzen.
da werden globuli gegeben, wo keine nötig sind (und wo sie höchstwahrscheinlich auch gar nichts bringen): schüchternheit, impfbegleitung, aufgewecktheit, usw. usf.

leider überlegen die eltern aber nicht, was sie ihrem kind damit beibringen: dass die ihrem körper und sich selbst nämlich nicht zutrauen können auch alleine mit was fertig zu werden, ohne dass man was einnehmen muss. (ich hingegen versuche, die selbstheilungskräfte meines kindes zu unterstützen und zu trainieren, da gibts medikamente nur wenn es angebracht ist, bei schmerzen oder wenn es wirklich sehr unangenehm ist, nicht bei schnupfen und leichtem husten).

und: ja, ich glaube, dass solche kinder durchaus anfällig für suchtverhalten sind. (behaupte aber nicht, dass globuli an sich körperlich oder psychisch süchtig machen, wie gesagt geht es mir um die einstellung der eltern dazu).

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stellenweise aller 10-15 min
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das macht man nur in akuten fällen!

also beim zahnen kann man es schon mal tun.



ich gebe auch globuli,
aber echt total selten.
osanit beim zahnen war okay.

und als sie mal richtig heftig gebissen wurde, habe ich ihr auch für 2 std alle 15 minuten welche gegeben.

aber sonst wirklich nicht (man kann auch übertreiben ;-))


klar, die dinger sind süß, schmecken den kids.
meine tochter fragt heute noch manchmal, ob sie osanit haben kann obwohl alle zähne da sind - sie bekommt keine :-p

hustensaft will sie auch dauernd, obwohl sie keinen husten hat - sie bekommt keinen :-p



lg
ayshe

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