Babyblues oder Depressionen nach der 2. Geburt?

Hallo liebe Mamas!

Nach der Geburt meiner Tochter vor 10 Monaten hatte ich ganz schön mit meiner Gefühlswelt zu kämpfen. D.h. das alles auf die Reihe zu bekommen, und gerade beim ersten Kind die Umstellung und der Schock wie sehr sich doch alles verändert ging nicht spurlos an mir vorbei.
War echt heftig und ich dachte in der SS immer, ach so schlimm wird das nicht und ich krieg das schon hin mit Baby, Stillen, Haushalt, selbst nicht zu kurz kommen usw. usf.
Nach 3 Monaten haben wir uns dann ganz gut eingelebt.
Jetzt mach ich mir so meine Gedanken wie das wohl beim 2. Kind werden würde?
Denn wenn ich mir vorstelle ich hätte nach der 1. Geburt noch ein Kleinkind zu versorgen gehabt - noway.
Also meine Frage an Mehrfachmamas habt ihr nach der 2. Geburt einen Babyblues gehabt oder gar Wochenbettdepris?
Ich denke mal man weiß ja dann was auf einen zukommt und ist bestimmt auch besser organisiert aber ich meine halt die Gefühlswelt, ob man da auch wieder einen Durchhänger hat oder ist man da dann gestärkter??? Hm ich hoffe ihr wißt, was ich meine.

Ich danke Euch scon mal für Antworten

LG

Lilu

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Ach noch ne Frage:

Diesen emotionalen Durchhänger (Babyblues) haben doch viele Frauen nach der Geburt, oder?
Dacht ich zumindest?
Wenn ich allerdings erzähle wie das bei uns so war die erste Zeit, (überfordert gefühlt, Chaos, alles drunter und drüber ging) heißt es immer "ach Du Arme"
Hm. Vergessen das viele Frauen vielleicht schnell wieder?

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also ich denke, das ist nach jeder Geburt unterschiedlich und hängt auch viel mit der persönlichen Erfahrung (z.B. in der Kindheit etc.) zusammen. Bei mir war es so, das ich diesen Babyblues nach dem ersten Kind so gut wie gar nicht hatte . Nur die ersten paar Tage als wir zu Hause waren hab ich mich (geistig) etwas überfordert gefühlt. Aber nach der zweiten Geburt, hat es mich voll erwischt und ich knabbere da z. T. auch jetzt nach 6 Monaten noch dran. Ich muß dazusagen, die zweite Geburt war auch sehr schnell+ das Baby war ein Frühchen und mußte noch im KH bleiben während ich schon zu Hause war. Bei mir ist es nicht so, das ich mich mit den Haushalt oder mit den Kindern überfordert fühle ,nein, bei mir ist es eher so, das ich total antriebslos bin und teilweise einfach nur deprimiert, weil ich nicht weiß was ich (gerade bei schlechtem Wetter) mit einem Kleinkind und einem Baby alleine unternehmen soll und noch dazu ist mit zwei kleinen Kinder auch alles einfach soviel umständlicher, so daß ich froh bin wenn ich nur mit der Großen unterwegs bin (dann fühle ich mich aber gleichzeitig auch wieder schlecht, weil ich fast immer nur die Große mitnehme wenn sich die Möglichkeit ergibt, das Oma oder Papa aufpassen können). Bei mir sind durch die zweite Geburt sehr viele Probleme von früher ,die ich so gut es geht versucht habe zu verdrängen wieder hochgekommen. Aber so allmählich wird es zum Glück besser.

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Also ich kann mich nicht erinnern das beim ersten Kind gehabt zu haben.
Aber beim 2. hab ich Tag 3 bis 4 NUR geheult. Ich hab das Gefühl gehabt, die beiden Kinder nicht unter einen Hut zu bringen. Hab mir irre Sorgen gemacht, ich könnte den Großen vernachlässigen. Meine Eltern wollten ihn mir abnehmen, damit ich Zeit für die Kleine hab, das hats aber noch schlimmer gemacht, weil ich eigentlich Zeit mit ihm verbringen wollte und nicht mit der Kleinen.
Hat sich aber dann schnell wieder gegeben. (waren wirklich nur die so genannten HEULTAGE)

lg Isa

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Hallo Lilu,

ich kann Dir nur Mutmachen (aber das ist ja schon mal was), dass Dein Down (Depression, PPD oder wie immer Du es nennen möchtest) nach der 1. Geburt nicht automatisch heißt, dass es beim zweiten Kind genauso verläuft.
Bei mir war es so, dass ich ähnlich wie Du mit dem "Initialschock Kind" erstmal zurechtkommen musste und ähnlich wie Du auch meine Gefühlswelt wieder ordnen musste- und mein eigener Hang zum Perfektionismus und zum Idealisieren ("so SOLLTE es aber sein, wenn ich ein Kind habe- was? es ist NICHT so? wie bitte, die Realität sieht anders aus?" usw.) waren nicht gerade hilfreich. Mir ging es von Tag zu Tag schlechter, dazu kam auch noch ein Riesenstilldruck durch meine Hebamme, die für mich damals die einzige "Expertin" war usw., bis ich gesagt habe, es reicht und mir Hilfe gesucht habe, eine Selbsthilfegruppe mitgegründet und eine Gesprächstherapie gemacht habe, allerdings ohne Medikamente. Nach ca. einem halben Jahr ging's mir deutlich besser. Ich muss auch ganz stark einer Vorschreiberin hier beipflichten: Die Probleme, die hochkamen, waren eigentlich auch ganz alte, längst verwunden und überwunden geglaubte, oft aus meiner eigenen Kindheit. Dennoch war mir in dieser Zeit auch meine Mutter eine große Stütze, die ich, seit ich selbst Mutter bin, wieder mit ganz anderen, verständnisvolleren Augen sehe-
lange Rede, kurzer Sinn:
Ich hatte auch großen Bammel, dass ich beim zweiten Kind wieder eine lange Durststrecke bekäme-
und es wurde anders! Ich hatte mich auch schon etwas "vorbereitet", mir ein kleines Netz gesponnen, indem ich mir Adressen und Ansprechpartner rausgesucht hatte, falls ich wieder in eine richtige Depression abgerutscht wäre, hatte rechtzeitig Kinderbetreuung organisiert- Omas wohnen leider in D, wir in London-, um auch nach wie vor noch Zeit für mich zu haben, und mich von vorneherein für die Flasche entschieden, hauptsächlich, um einen "Stilldruck" gar nicht erst aufkommen zu lassen- kurz, ich habe mir ein paar "Auslöser" gesucht, sicher nicht die Gründe, und versucht, sie zu umgehen.
Und tatsächlich hat alles sehr gut und sehr anders geklappt als beim ersten Mal: meine Erwartungen waren realistischer, nicht nur mein Mann, sondern auch unser ältester Sohn konnten mithelfen beim Füttern, ich kam immer noch zu ein paar Stunden Luft- es war ein ganz anderes Wochenbett und das, obwohl plötzlich zwei Jungs viel Aufmerksamkeit von mir (und meinem Mann) wollten.
Nach unserm ersten Sohn, ich hoffe, er verzeiht es mir einmal, wenn er es erfährt, habe ich gedacht: "Ne, das reicht jetzt. Ein Kind ist genug." und beim zweiten konnte ich mir bald noch weitere Kinder vorstellen- so begeistert bin ich davon- natürlich auch immer wieder mal geschlaucht- mehrere Kinder zu haben.
Und keine Depression der Welt verdient es zu bestimmen, wie viele/wie wenig Kinder wir haben, das nur nebenbei, als trotziger Gedanke.

Jetzt, beim Dritten, bin ich auch etwas nervös, wie's mir/uns ergehen wird- aber ich bin sehr zuversichtlich, dass- egal, ob aus einem Babyblues eine handfeste Depression wird oder ob es ohne Talfahrten abläuft- wir als Familie das schon schaffen werden; die Depression hat man nur eine Weile, die Kinder ein Leben lang, hat mal jemand zu mir gesagt.

Also, nur Mut zum zweiten Kind und ein wenig "Vorausplanung" oder kleines "Sicherheitsnetz" weben,

liebe Grüße von
Caroline
(mit Konrad, Arthur und "Terzinchen", 25.SSW)

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Ich lag 3 Wochen krank im Bett (25 Monate auseinander), habe das Stillen durchgezogen, kaum was gegessen, die Große versorgen, irgendwie klappte es. Zum Glück hatte ich meine liebe Hebamme öfters da und konnte sie jeder zeit anrufen. Ich habe mir immer zu viele GEdanken gemacht , was wäre , wenn.... das sollte ich mir abgewöhnen und das habe ich auch geschafft.
Man wächst mit seinen Aufgaben und es wird immer Höhen und Tiefen geben, auch jetzt noch... Besser ist man auch nicht organisiert, man weiß nur was auf einen zukommen KANN. Meine zweite hat kaum geweint und ich habe sie bei un sim Bett schlafen lassen, damit ich fit nächsten morgen bin. Nach 2 Monaten ist sie dann umgezogen ins Kizi.