Kommunen wollen in Kitas ungelernte Kräfte einsetzen ... ÜBERLEGEN DIE EIGENTLICH AUCH ???

lest Euch das mal bitte durch!
ich bin schockiert.
unsere armen Kinder.

http://eltern.t-online.de/kommunen-wollen-in-kitas-ungelernte-kraefte-einsetzen/id_56742708/index

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#kratz
Ich seh das ehrlichgesagt nicht so dramatisch ... Ich wär froh wenn wir für die Kindergartengruppe meines Sohnes, die seit Oktober (!) mit nur einer Erzieherin auf 24 Kinder auskommen musste, nen BuFDi oder jemanden im FSJ hätten bekommen können.
Jemand ungelerntes darf keine Gruppe selbstständig leiten - was ist daran so schlimm, wenn gelernte Erzieher/-innen auf diese Weise Unterstützung erhalten? #gruebel

Außerdem werden sich wohl vor allem solche Personen auf diese Plätze bewerben, die mit dem Gedanken spielen eine entsprechende Ausbildung in Erwägung zu ziehen - wer nach dem Jahr dann nicht schreiend davon gelaufen ist :-p sondern wirklich eine Ausbildung MACHT kann sich seiner Sache sehr viel sicherer sein als jemand, der keine Ahnung vom KiTa-Alltag hat - und das wiederum kommt früher oder später unseren Kindern absolut zu Gute ... wenn sie nämlich nicht x Stunden am Tag mit einer angek*tzten Gruppenleiterin leben müssen die ja viel lieber Tierpflegerin geworden wäre. ;-)

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Ich sehe das genaus wie Du. Früher war das durchaus üblich. Meine Mutter hat als junge Frau im Kindergarten gearbeitet, weil sie gerne mit Kindern zu tun hatte (das war in den 1960ern) und danach war sie Au-Pair in England und den USA.
Sie hat keinerlei Ausbildung in diese Richtung gehabt.

Natürlich haben die KiGas heute einen pädagogischen Leitplan, den sie erfüllen müssen. Das war früher glaub nicht so (bin in den 1970ern in den KiGa gegangen) aber auch aus meiner Generation wurden vernünftige Menschen.

Die Frage ist doch eher ob sich da jemand findet. Eine Erzieherin verdient ja schon wenig. Jemand der "nur" als Aushilfe arbeitet, kriegt ja dann vermutlich noch weniger.

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Eben!

Und welche Eltern sind schon "gelernte Kräfte".

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Ähm, wenn ein Schüler Praktikum im Kiga macht, ist derjenige auch absolut unbedarft was Ki9nder angeht. Darüber regt sich niemand auf.

Ich finde, du übertreibst ganz scön. Es ist doch toll, wenn zu einer Erzieherin und einer Sozialpädagogin, die vielleicht Gruppen von 25 Kindern beaufsichtigen müssen, noch jemand dazu kommt, der helfen kann. Für die Kinder ist das definitiv eine Bereicherung, denn Kinder sind allem neuen gegenüber grundsätzlich aufgeschlossen. Eltern wie du haben da eher Probleme mit. Ich frage mich, wieso?

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ich weiß ja nicht was ihr für Kindergärten habt!
in dem wo ich mich angemeldet habe sind max. 15 Kinder pro Gruppe mit je 2 Erzieherinen die Zusatz Qualifikationen wie Montesori oder ähnliches haben.
keine Kinderkrippe die ich mir angesehen habe hatte mehr als Kinder.

ich kann doch auch nicht als ungelernte auf die Intensiv Station zum pflegen der Patienten gehen.
das ist das gleiche in grün.

ausserdem solltet ihr mal richtig lessen.

Die ungelernten sollen den Erziehern gleichgesetzt werdne!!!

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Erstmal: Man, kommst du arrogant rüber. In jedem städtischen Kiga iost eine Gruppenanzahl von bis zu 25 Kindern normal, du stellst Sonderansprüche ohne Gleichen, die ind aber nur in wenigen Kindergärten oder Tagesstätten gegeben. wenn du solche in der Nähe hast, super, ist aber eher die Ausnahme statt Standart.

Und ungelernte Kräfte werden nie allein gelassen, falls dir sowas unklar ist. Wenn eine ungelernte Kraft MITarbeitet, tut sie genau das: Sie arbeitet MIT aber NIE KOMPLETT allein.

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"ich kann doch auch nicht als ungelernte auf die Intensiv Station zum pflegen der Patienten gehen. das ist das gleiche in grün."

Ähm, NEIN !!!
Auf einer Intensivstation liegen Menschen bei denen es um nichts anderes als das blanke Überleben geht. Hier kann ein falscher Handgriff über Leben oder Tod entscheiden!

Bei einer Kindertagesstätte geht es um die Betreuung und Erziehung unserer Kinder. Jede weitere Aufsichtskraft bringt mehr Sicherheit und auch mehr Eindrücke (z.B. von einer anderen Kultur) mit sich.
Wenn unsere Kinder mal nicht so toll gewickelt werden bricht ihnen das nichts ab. Und die ungelernten Kräfte sind ja schließlich immer unter "Aufsicht".

Außerdem solltest du dringend zwischen Kinder-KRIPPE und Kinder-GARTEN unterscheiden.
In einer Krippe sind es normalerweise 12-15 Kinder auf 2 ausgebildete Kräfte (Erzieher oder Kinderpfleger). In unserer Krippe ist es pro Gruppe 1 Erzieher, 1 Kinderpfleger und 1 Praktikant. Ich finde es super, dass sind zumeist junge Mädchen/Frauen, die zumeist den ersten Kontakt mit Kleinkindern haben und "ausprobieren" können, ob ihnen der Beruf Spaß macht. Den diesen Beruf muss man lieben und aus Überzeugung machen sonst bringt es nicht (wegen der Bezahlung macht man ihn definitv nicht!).

VG
badeente

PS: In dem KiGa, in dem unser Kleiner ab Sep gehen wird, gibt es nur 2 gelernte Kräfte auf 25 Kinder #zitter
Mir wäre es lieber, dass die Einrichtung jeweils noch 1 Praktikanten dazunimmt. 6 Augen sehen mehr wie 4.

PPS: Übrigens gibt es mittlerweile auch in Krankenhäusern ungelernte Hilfskräfte, z.B. für die Essensverteilung und tägliche Patienten-Wäsche.

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HAllo

Also ich habe selber ein freiwilliges soziales Jahr gemacht, in der Psychiatrie bei alten und dementen Menschen. Ich habe danach auch die Lehre zur Krankenschwester am selben Krankenhaus gemacht.

Im Prinzip ist es eigentlich ganz gut, ABER diese Leute muss man sehr sehr genau überprüfen und die bleiben ja auch nur ein Jahr. Das heißt, dass die Kleinen nach dieser Zeit immer wieder Abschied nehmen müßten. Schade!

Wegen der Qualifikation an sich mache ich mir weniger Sorgen, denn es sind auch immer "richtige" Erzieher dabei, die eben die Leitung haben.
Was meint ihr wie viele Praktikanten immer in Kitas sind?! Bei der Krippe wo das Kind meiner Freundin drin ist, sind es 2!!!!!!! Also ich denke man darf hier nicht nur Weiß oder Schwanz sehen.

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Hallo

ich kann deine Panik auch nicht verstehen.
Hier im KIGA sind auch Praktikanten und ich bin der Meinung einige haben sich wegen einem FSJ beworben.

Im Krankenhaus hier gibt es auch Leute die dort ihr FSJ machen,als ich letztes Jahr im Krankenhaus lag habe ich gesehen wie toll die da arbeiten.Die waren wirklich sehr nett und waren auch nicht so in Eile wie manche Schwestern da sie eben nicht alles durften.
Ich fande es ganz toll.

Im KIGA die Praktikantinnen sind auch sehr nett,sie spielen viel mit den Kindern,helfen beim anziehen wenn es raus geht oder eben mal beim füttern und Bett fertig machen.
Alles andere was Erziehung etc. angeht ist sache der Erzieherin.

Wenn du so einen Top Kindergarten hast,musst du dir doch keine Gedanken machen.
Da bei euch genug Erzeiher sind werden bei euch sicher keine ungelernten Kräfte anfangen.

Du hast aber gelesen das es eine Übergangsphase sein soll,da 2013 jeder anspruch auf einen Platz hat?Außerdem steht dort nicht das es schon 100%ig sicher sei.Sie erwägen es und zu einer Überbrückung könne es kommen.
Wer soll sich denn sonst um die Kinder kümmern die nächstes Jahr dazu kommen?
Wo keine gelernten Erzieher sind kann man auch keine her nehmen und lieber eine Hilfe für die Erzieher als das sie nachher total überfordert sind.

LG Denise

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Jeder fängt mal an. Jede Erzieherin war mal eine ungelernte Kraft und musste erst eine Ausbildung machen. Wieviele ungelernte Babysitter werden auf Kinder losgelassen? Wieviele Eltern machen sich um nichts Gedanken (wahrscheinlich diejenigen die weniger in solchen Foren hier lesen).... Daher verstehe ich dein Problem nicht. Hast du erst eine mehrjährige Ausbildung absolviert und Prüfungen abgelegt bevor du Kinder bekommen hast? Du bist also gegebenenfalls auch unqualifiziert. Passen schon mal die Großeltern auf? Sind die entsprechend qualifiziert? Hat schon mal eine andere Mutter deine Kinder mit beaufsichtigt? Hast du vorher ihre Zeugnisse verlangt?

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Wieso nicht?

Was bedeutet denn schon "qualifiziert"? Das, was man während der Ausbildung gelernt hat? Für mich ist eine Qualifikation zur ErzieherIn in erster Linie, dass er/sie mit Kindern gut umgehen kann und Spaß an diesem Beruf hat.

Welchen Bildungsabschluss dieser Mensch hat, ist mir völlig gleich. Da kann ein schlechter Hauptschulabschluss oder ein einser-Abitur hinter stecken, solange es sich um eine engagierte und kinderliebe Person handelt. Zudem wird wohl immer ein(e) gelehrte(r) ErzieherIn dabei sein, sodass diese Übergangskräfte immer überwacht sind.

Ich sehe da kein Problem.

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Hi,
ja, ja, unsere armen Kinder.

Weil Eltern ja schon direkt bei der Geburt des ersten Kindes tausend mal besser qualifiziert sind als ein FSJler oder BuFDi (der/die auch durchaus schon älter und vielleicht mehrfache Mutter, Vater, Großmutter, Großvater...sein kann...).

Bei uns arbeiten seit längerem ein BufDi sowie ein Langzeitpraktikant (beide männlich) in der KiTa, auch in der Krippengruppe. Zumindest der BufDi hat keine Qualifikationen (außer mehrere jüngere Geschwister...wobei das schon mehr Quali ist als das viele Eltern mitbringen) mitgebracht.

Und was soll ich sagen - die Kinder lieben die beiden. Weil beide schlicht und einfach Naturtalente im Umgang mit Kindern sind, kombiniert mit einem hohen Verantwortungsbewußtsein. Qualifikationen, was in meinen Augen viel, viel mehr wert ist als jede noch so toll klingende Ausbildung, vor allem dann, wenn sie die Personen mit der qualifizierten Ausbildung ergänzen.

Und natürlich ersetzen sie keine Fachkraft. Sie können als eine von zwei Aufsichtskräften eine Essensgruppe beaufsichtigen. Die andere Kraft ist eine ausgebildete Erzieherin. Sie können als eine von 3 oder 4 Aufsichtskräften die Kinder auf dem Außengelände beaufsichtigen. Sie können Tätigkeiten unterstützen, die Zeit kosten (25 Kinder fürs rausgehen anziehen helfen im Winter...).

Und sie können DER Unterschied sein, ob ein Ausflug oder auch nur der Gang zur Turnhalle stattfinden kann oder mangels Aufsichtskräften ausfallen muss.

Das alles können sie, das machen sie, und das alles unter Aufsicht von ausgebildeten, erfahrenen Erziehern. Sie machen es liebevoll, sie haben den richtigen Draht zu den Kindern - die, die ich bisher erlebt habe in den Jobs sind genau die richtigen dafür.

Wir sind übrigens kein kommunaler, sondern ein konfessioneller Kindergarten. Da ist es relativ selbstverständlich, FSJler und BuFDis einzusetzen - und das schon seit langem. Bisher war das immer ein Gewinn für die Einrichtung. Und es hat auch noch nie jemanden gestört, warum auch?

Unsere armen Kinder? Das denke ich manchmal, wenn ich mir so überlege, welche Vorstellungen und Vorurteile manche Eltern ihren Kindern weitergeben...

Viele Grüße
miau2

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Ich hoffe du hast eine entsprechende Ausbildung bzw. Studium, welches dir erlaubt, dein Kind zu erziehen - ansonsten wäre dein armes Kind wohl am meisten durch dich gefährdet.
Die Alternative zu den "ungelernten Kräften" (die übrigens schon längst Alltag sind - also brauchte mal wieder nur eine Zeitschrift einen Artikel), wäre entweder eine totale Überlastung des ausgebildeten Personals (also statt 2 Erzieher nur 1 pro 25 Kinder: DAS ist Realität in Deutschland durch wenige Erzieher und natürlich ab und an Krankenstand/Urlaub/Weiterbildung) - das hatten wir mal ein halbes Jahr lang in der Kita meines Großen, danach waren die Erzieher alle soweit, dass sie am liebsten gekündigt hätten... oder die Schließung des Kiga oder einzelner Gruppen, da die Betreuung nicht abgedeckt werden kann - auch das hatten wir schon (stört mich nicht, ich kann meine Kinder auch zu Hause betreuen, aber nicht alle Mütter sind zu Hause...)

Und bevor du morgen den nächsten "Schockerartikel" bringst... ja, auch in der Schule werden ungelernte Kräfte für Betreuung und Unterricht eingesetzt (ich rede natürlich von der Grundschule).

Und dass in einer Montessorieinrichtung nur Angestellte mit entsprechender Weiterbildung arbeiten dürfen, sollte eigentlich klar sein.

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