Mein Kind hasst Veränderungen - was tun?

Hallo allerseits,

Mein Sohn ist im Dezember 3 Jahre alt geworden. Er war ein sehr schwieriges Baby, das tagsüber nie schlafen wollte und viel geschrien hat. Als Kleinkind jetzt ist er ein ganz lieber, sehr brav, Trotzanfälle kann ich an einer Hand abzählen.
Aber jetzt zu unserem "Problem": Er hasst Veränderungen! Das fing schon als Baby an, er war am ausgeglichensten, wenn jeder Tag gleich war.

Jetzt zeigt es sich mit Veränderungen wie zum Beispiel: Wir haben ihm ein Juniorbett gekauft, weil man aus dem Babybett keine Sprossen rausmachen kann. Keine Chance, dass er da drin schläft. Entweder er schläft jetzt bei uns im Bett oder im Babybett (unter Protest). Wir haben ihm das bei uns schlafen erlaubt, weil ich arbeite und er einfach die Nähe gesucht hat. Aber jetzt braucht er mittlerweile so viel Platz, dass ich ihn gerne raushätte. Aber wenn dann nur mit Protest und im Babybett. Da kann man ihm versprechen was man will.
Nächster Punkt: Autositz. Weil er im Römer King Plus schon sehr gequetscht saß, haben wir ihm den Concord Transformer Pro gekauft (ein Fangkörpersitz). Er hat drin Probe gesessen, auch die erste Fahrt, und jetzt heißt es nur noch: alter Sitz.
Das gleiche ist es mit dem sauber werden. Wenn ich regelmäßig zur Toilette schicke und meist auch von selber geht das kleine Geschäft in den Topf. Toilette? Keine Chance. Wie soll das denn unterwegs mal werden? Bisher zieh ich ihm unterwegs dann noch eine Windel an, das toleriert er zu gerne. Er sagt auch morgens, dass er keine Unterhose sondern eine Windel will.
Argumente mit, du bist jetzt schon groß etc. ziehen bei ihm gar nicht.

Hat jemand ein Kind, das auch so allergisch gegen Veränderungen ist?
Gruß, Purzel mit Daniel

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hi, so ähnlich kann es bei uns auch mal seien, aber auf die alltäglichen routinesachen, die bei uns so sind. wenn ich sie von der krippe abhole gehen wir immer gleich mit dem hund noch ne runde spazieren. wenn ich es an einem anderen tag nicht schaffe ohne sie einzukaufen, dann mach ich das direkt nach der krippe. in manchen fällen ist dann mein mann schon mit dem hund spazieren gewesen. und wenn wir dann kommen ist sie völlig durcheinander. ich mein, ich geh dann gern mit ihr und dem hund noch ne runde ABER die uhrzeiten sind dann halt auch so durcheinander, das dann abendessen später wird ect.

eine andere sache ist, sie weiß ganz genau, das donnerstags kinderturnen ist. ich weiß nicht woher sie immer den tag genau weiß, aber es ist so, sie wacht schon früh auf und sagt dann turnen geh ich heut. und wenns dann mal nicht ist......naja drama.....

ich bin aber auch so ein routinemensch, ich habs ihr so "beigebracht" weil ich so damit lebe, nur kann ich auf eine unvorhersehbare veränderung "erwachsen" reagieren sie halt nicht. logisch.

achja als baby war sie so wie deiner.

lg katja

2

#winke

Ja, ich kenne das auch. Besonders morgens muss alles ablaufen wie immer.

Ich würde es an eurer Stelle lockerer angehen und ihm so viel Sicherheit und Regelmäßigkeit geben wie es eben geht. Wenn es denn dann nicht geht (wie z.B. beim Autositz) muss man eben sehen, wie man das hinbekommt (Kompromisse etc).
Sieh es einfach entspannter: Sie sind noch klein...

LG

3

Hallo,

mein Sohn ist genau so. Da ist es beinahe n Weltuntergang, dass das Amt und den 6-Stunden-Kitaplatz verweigert, mal kann er 6 Std, dann wieder 4 Std (obwohl ich arbeite, aber zu wenig fürs Amt) und ab April dann 5 Std. Ich hab hier Dramen ohne Ende, weil mein Großer einfach sehr, sehr sensibel auf Veränderungen reagiert. Ganz schrecklich und ich kann einfach keinen Einfluss drauf nehmen, sondern muß quasi hilflos zusehen und ihn nur auffangen. Sauberwerden ist ganz schwer, seit der kleine Bruder da ist, klebt er an Schnuller, Windel und uns wie n Kaugummi, auch wenn er ihn liebt und auch noch 6 Mo nach der Geburt.
Sitz kenn ich auch, wobei er sich im Alten einfach nachher unwohl fühlt, wir aber täglich drüber sprechen müssen: da ist mehr Platz, daher ists gut.
GRadsind wir im Urlaub und der Tag heute war toll und heute abend hatte er ne 1,5 stündige Heulattacke, weil er heim wollte.

Es gibt einfach Kinder, die sehr, sehr sensibel auf vieles reagieren, gerade Veränderungen, die man immer wieder emotional stärken muß um das aufzufangen.
Mein Großer ist so einer, ih vermute, der kommt da nach mir (bei mir wurde mal HSP-Hochsensible PErsönlichkeit- als Diagnose in Betracht gezogen, hab mcih aber geweigert das ausführlich testen zu lassen, weil es einfach nichts ändern würde)

L.G

4

#winke

Unser Söhnchen ist auch so ein Kandidat. War er schon immer, auch schon als ganz kleines Baby.

Er ist am zufriedensten wenn jeder Tag genau gleich läuft.

Wenn bei uns große Ereignisse anstehen (z.B. Hochzeit, Taufe, Feiern usw.), dann weiß ich schon, dass die folgenden Nächte (2- ne ganze Woche) schlecht und die folgenden Tage nörgelig werden.

Er ist einfach recht sensibel, empfindlich, weint leicht usw. So ist er halt.

Dafür ist er sehr zärtlich, eigentlich brav. Haut nicht, zwickt nicht...ein Schatz halt.

Wird schon besser werden je älter er wird.

LG
Eichkatzerl

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