Pavor nocturnus/ Nachtschreck

Hallo zusammen,
ich bin etwas verzweifelt... Meine Tochter (17 Monate) hatte im Dezember das erste Mal einen nächtlichen "Anfall", der ziemlich eindeutig ein pavor nocturnus gewesen zu sein scheint (die Beschreibungen aus dem Internet stimmen 1:1 mit den Symptomen meiner Tochter überein). Seither ist das noch 3 Mal vorgekommen, das letzte Mal heute, diesmal allerdings während des Mittagsschlafes (pavor diurnus). Meist liest man, das sei völlig harmlos, hätte keine psychischen Ursachen und man könne die Kinder nicht wecken und solle sie am besten während eines solchen Anfalles nicht berühren, ansprechen, usw. Nun meinte mein Kinderarzt, man müsse in jedem Fall versuchen das Kind zu wecken, notfalls mit einer Ohrfeige #schock Er meintr, meine Tochter würde ganz fürchterlich leiden und es sei grausam, sie nicht mit allen Mitteln zum Aufwachen zu bewegen.

Was ist denn nun richtig? Ich schlage doch mein Kind nicht!!!! Aber ich will auch nicht, dass sie leidet... Gibt es Experten auf diesem Gebiet? An wen muss man sich da wenden? Einen Kinderpsychiater? An einen Schlafmediziner? Ich hab Angst, dass vielleicht doch eine psychische Ursache dahinter steckt. Ich wüsste aber nicht was- es gab noch kein einziges traumatisches Erlebnis im Leben meiner Tochter, nichts wovor sie Angst haben müsste... Ich bin ratlos und mache mir inzwischen doch ganz schön Sorgen...
Gruß, Alex

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Hallo

AUF KEINENFALL des kind Wecken . Man soll ja auch keine Schlafwandler wegen , da sie so sehr desorientiert sind und verwirrt , des ist sicher nicht gut.

Sorry aber dein Kinderarzt hat keine Ahnung.

Lg Martina

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Ich habe meine Tochter nie geweckt dabei!

Ich habe sie aber im Arm gehalten , Licht angehabt und mit ihr gesprochen! Irgendwann ist sie dann langsam von selbst "wach" geworden und hat sich beruhigt oder ist wieder richtig eingeschlafen!

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Hallo,

unsere Große hatte das auch, vom 1. bis zum 3. Lebensjahr. Manchmal 3 Monate gar nicht, manchmal 3x pro Woche. Ich habe sie dann immer in den Arm genommen und festgehalten, dann ist sie irgendwann von alleine ruhiger geworden. Dann habe ich mich noch eine zeitlang zu ihr ins Bett gelegt, bis sie wieder ganz tief geschlafen hat.

Mach dir keine Sorgen, irgendwann erledigt sich das Thema von selbst.

Lass dir bitte nicht einreden, dass es psychische Ursachen hat... Kinder verarbeiten viel im Schlaf ( ganz alltägliche Dinge ). Manche wachen 5x pro Nacht auf, andere haben eben diese nächtlichen Panikattacken. Beides wächst sich raus.

LG hubi1108

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Hi du,
es ist wirklich harmlos und anscheinend auch erwiesen, dass die Kinder in der Zeit keinerlei Angst haben, da es kein Alptraum ist, sondern die Kinder einfach in einer Phase zwischen Wach und Schlafen "hängen". Sie haben den reibungslosen Ablauf der Übergänge zwischen Tief- und Traumschlaf noch nicht gelernt. Bis zum 6. LJ kommt das recht häufig vor und ist keinerlei Grund zur Sorge.

Man soll eigentlich nur das Kind beobachten, dass es sich nicht verletzt. Sie beruhigen sich schneller, wenn sie nicht auf den Arm genommen und beruhigt werden. Also nicht wecken und auch nicht am nächsten Tag nachbohren, die Kinder wissen davon nichts mehr.

Liebe Grüße

Tanja und Mona (die sowas in der Art auch ab und an hat)

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