Fremdbetreuung ab 1 Jahr - Erfahrung gesucht

Hallo zusammen,

in mir tobt z. Zt. ein richtiger Kampf.

Eigentlich war ich immer fest davon überzeugt, dass ich drei Jahre zu Hause bleibe und das auch das Beste für unser Kind ist. Jetzt hat mein Arbeitgeber angerufen und mir angeboten, wieder 20 Std. die Woche zu arbeiten weil sehr viel zu tun ist und er zu wenig Leute hat.

Jetzt überlege ich, doch schon früher wieder anzufangen, aber es meldet sich immer wieder mein Gewissen. Finanziell müsste ich nicht unbedingt gehen, auch wenn wir mit dem Gehalt von meinem Mann schon genau rechnen müssen.

Wie sind eure Erfahrung bzw. was denkt ihr?

LG Ines

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Unser Kurzer ist im Kindergarten, seit er ca. 15 Monate alt ist. Und es tut ihm sooooo gut. Er hat dort viel Spaß (die Erzieherinnen meinten schon, er wäre der Sonnenschein in der Gruppe) und würde sich wohl nur noch zu Hause bei Mama langweilen. Der Kontakt zu anderen Kindern ist toll und ich habe zu Hause gar nicht die Möglichkeiten, wie sie im Kindergarten geboten werden.

Ich würde an Deiner Stelle auf jeden Fall wieder arbeiten - ist doch toll, dass Dein Chef so viel von Dir hält, dass er Dich gerne früher zurück hätte.

Wenn Ihr genau rechnen müsst, könnt Ihr das zusätzliche Geld doch sicher gut gebrauchen (zumal das Elterngeld ja jetzt auch fehlt).

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Zu dem Thema gehen die Meinungen hier sehr weit auseinander. Unsere Maus geht in die die Kita seit sie 13 Monate alt ist und es tut ihr echt gut. Ich kann mich meiner Vorrednerin nur anschließen. Ich hatte auch das Gefühlt, dass meine Tochter den Kontakt zu den anderen Kindern richtig genossen hat. In der Gruppe hat sie schnell Anschluss gefunden. Die anderen Kinder haben sie geliebt und tun es heute noch.

Bei uns war es auch so, dass wir nach der Elternzeit auf mein Gehalt wieder angewiesen waren und ich deshalb wieder arbeiten ging. Auch wenn mich anfangs das Gewissen plagte, so sage ich heute, dass es die richtige Entscheidung war.

Alles Gute für euch#blume

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Hallo,
also ich würds machen.
Geh auch seit Lina 1 Jahr ist wieder 19 Stunden arbeiten.
Blöd nur, dass ich den Kita Platz den ich hatte wieder abgesagt haben.
Wegen meinem schlechten Gewissen.
Die 19 Stunden ist sie jetzt immer bei den Omas.

Ich stell aber fest, dass der Kita Platz genau das Richtige für Lina wäre.
Sie ist furchtbar gern unter Kinder, und spielt da auch ganz anders als mit Erwachsenen.

Aber naja - jetzt geht sie aber mit 2 Jahren auf alle Fälle in die Kita.

Gönn deinem Kleinen die Kita - fast alle Kinder finden das in dem Alter voll toll.

LG

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Ich arbeite 20 h die Woche, seit meine Tochter 15 Monate alt ist. Sie ist 2 Vormittage bei Oma und Opa, 3 Vormittage in der KiTa. Da sie ein Einzelkind ist (und bleibt), ist mir der Kontakt in einer Gruppe sehr wichtig.

Sie ist super ausgeglichen, immer gut drauf und geht sehr gerne in die Betreuung. Ab Januar wird sie 5 Vormittage die Woche gehen, da ist sie dann 2,5 Jahre alt.
Also ich würds auf jeden Fall wieder so machen.

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Wenn es dich in den fingern juckt, dann nimm das angebot an. Das kann für beide Seiten sehr fruchtbar sein.

Ich bin wieder arbeiten gegangen, als die Kinder jeweils 15 Monate alt waren. Hätte nicht gemusst, aber wir hätten auch rechnen müssen und unser Luxus (10 Tage Skiurlaub über Weihnachten/silvester) wäre nicht drin gewesen.

Beide habe ich in dem Alter zur Tamu gegeben. Für die Große bekam ich dann in der Kita einen U3 Platz und habe ihn angenommen. Letztendlich fand ich 4 Kitajahre zuviel (war damals noch preisgünstiger als Tamu, die wir privat zahlen mussten). Den Kleinen werde ich 2 Jahre bei der Tamu lassen und ab 3,5 in die Kita geben.

Unsere Tamu ist (bis auf kleine Ausnahmen) super und betreut 4 Kinder. Die Kleinen haben dort alles, was sie brauchen und die Gruppengröße ist beschränkt. Dort ist es flexibler als in der Kita. Die Flexibilität genieße ich, da ich ab und an mal längere Betreuungszeiten brauche.

Wichtig ist, das du dir im klaren bist, was du möchtest. Wenn dein herz spricht gehe arbeiten, dann mach es. Dann ist es auch egal, ob du eine Kita- oder Tamubetruung in Anspruch nimmst oder, wenn es passt, die Großeltern einspannst.
Wie denkt dein Mann darüber?

Ich meine, dass die Kleinen auf jeden Fall profitieren, wenn sie Gleichaltrige um sich haben. Ich habe festgestellt, dass die Zeit, die mir mit den Kindern bleibt wesentlich intensiver ist als wenn ich zuhause wäre.

LG

6

da es sich bei uns finaziell nach wie vor nicht lohnen würde wenn ich hinginge fiel mir die entscheidung nie schwer daheim zu bleiben, aber ich habe viele bekannte die es anders machen, einige waren nie mehr als den mutterschutz zu hause. kann prima klappen. für die kinder ist das nicht unbedint von nachteil, vor allem die halbe stelle finde ich immer noch ganz passabel. ist für mama natürlich zeitweise stressig, vor allem wenns kind krank ist und keine oma zur hand ist die mal eben so einspringt, und der haushalt muss natürlich auch in der arbeitsfreien zeit gemacht werden die dann noch weniger fürs kind zu nutzen ist. aber das alles ist mit gutem management zu machen. bei einem kind klappt da denke ich noch ganz gut. bei dreien wird es schon wirklich schwierig, aber wenn du gerne wieder deinen job ausüben würdest und sich die möglichkeit bietet habt ihr ja beide was davon...

allerdings würde ich ein so kleines kind eher zur tagesmutter geben als in eine krippe. die kleine häusliche gruppe finde ich für so kleine besser als eine kindergarten-ähnliche gruppe (wenn auch kleiner und altersgerecht strukturiert)...

ich habe beides gesehen (meine freundinnen arbeiten in einem kindergarten mit kleinkindern bzw eben als TaMu)

ich denke beides ist gut möglich. wenn du deinen job magst nd gerne wieder hingehen würdest suche eine betreuung die zu deinem kind passt, wo es sich wohl fühlt, und mach es. eine unzufriedene mutter die nur wegen schlechtem gewissen zu hause bleibt bringt dem kind nicht mehr als eine gestresste mama die meint arbeiten gehen zu müssen um sich oder wem immer was beweisen zu müssen. also horch mal ganz tief in dich rein was DU willst, und überlege dann ob und wenn ja wie du deinem kind das "verkaufen" kannst.

lg gussy

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Vielen Dank, eure Antworten haben mir echt geholfen!

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ich finde das kommt total aufs Kind an. Unser Kleiner hätte das nie mitgemacht. Ich hätte ein richtiges Problem bekommen, wenn ich das hätte machen müssen. Glücklicherweise muss ich nicht, das Rechnen mit dem Gehalt meines Mannes reicht auch bei uns aus.
Irgendwann kommt der Punkt, an dem Kinder etwas mehr Abwechslung brauchen, aber eigentlich kann man das spüren. Für unser Kind wäre es furchtbar geworden, denn zwischen eins und zwei passiert sooooooviel und er brauchte die Sicherheit und auch mich. Wir haben langsam angefangen,.Mit 14 Monaten kam einmal die Woche für zwei Stunden ein Kindermädchen zu uns nach Hause. Sie spielt mit ihm, also nicht nur Geschuckel mit dem Kinderwagen. Als er sich daran gewöhnt hatte, haben wir es auch mal so gemacht, dass sie ihm Essen gab mittags oder ihn ins Bett brachte mittags. Dann sind wir in Kurse gegangen wie Eltern-Kind-Turnen und hatten halt die private Krabbelgruppe, denn der Kontakt zu anderen Kindern ist schon wichtig, klar. Seit er 2 Jahre und drei Monate ist, geht er in eine Spielgruppe, zweimal die Woche vormittags für drei Stunden und siehe da, das klappt sofort ohne Probleme. Er hat das Vertrauen jetzt einfach und freut sich dann auch auf die Spielgruppe und er braucht jetzt auch mal die Abwechslung. Ich merke aber auch, dass ich ihm eine Richtung geben konnte in der Zeit, die mir wichtig ist. Ich würde das auch nicht aus der Hand geben wollen.
Andererseits kenne ich Kinder, die schon seit sie ein Jahr alt sind in den Kindergarten gehen in die U3 oder U2 Betreuung und denen geht es auch gut. Sie sind aber auch vom Typ her einfach anders gewesen. Also ich würde es nicht machen wollen. Mir war wichtig mit meinem Kind zusammen zu sein, gerade in der ersten Zeit, weg ist er noch lange genug.
Aber letztendlich bin ich der Meinung sollte man das (wenn man denn schon das Privileg hat entscheiden zu können, andere müssen ja einfach arbeiten, weil es finanziell halt nicht geht) einfach wirklich vom Kind abhängig machen.
Ach ja, mir fällt noch ein, dass eine Erzieherin sagte, das Problem bei Kindern unter drei wäre halt oft, dass sie einfach sehr anhänglich sind, bzw. eine Bezugsperson brauchen und das nicht so gut hinbekommen, sich mit mehreren Kindern eine Bezugsperson zu teilen.
Lg

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hallo,

meine kleinste ist mit 17 monaten in den krippe gekommen und fand es super.
sie geht richtig gern hin.

obwohl sie eigentlich ein totales mamakind war.
jetzt ist sie fast 3 und geht in den kindergarten.
wenn ich die kleinen mäuse so gesehen habe, hatte ich nie den eindruck, dass es ihnen in der krippe schlecht gegangen ist.

anfangs hatte ich schon ein schlechtes gewissen, aber ihr tut es richtig gut.

nimm die stelle an,
es ist nur reine gewöhnungssache. es wird nicht lange dauern, dann habt ihr euch daran gewöhnt. :-)

lg sonnnenbluemchen

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