Erziehrinnen trösten irgendwie die Kinder nie....

Hallo!

Ich bin ein KITA- Neuling und weiß nicht so recht, was ich folgender Sache halten soll. Bzw. weiß ich schon, dass ICH nichts davon halte, aber ich überlege immerzu, wie ich darauf reagieren soll...

Aaaalso, mein Sohn ist 2 Jahre alt und geht seit kurzem zweimal die Woche für 2 Stunden in die KITA in die Spielgruppe, welche in 1 Jahr geschlossen in die reguläre KITA- Gruppe wechselt. So sollen die Zwerge eine leichtere Eingewöhnung haben und als Mama hat man schonmal 2 Nachmittage "frei".
Ich bleibe immernoch da und alles klappt soweit sehr gut.

Bloß bei einem kleinen Mädchen nicht, sie weint die 2 Stunden jedesmal komplett durch!!!! Ich versteh das ehrlich nicht, wie die Verantwortlichen DAS zulassen können. Damit meine ich die Eltern UND die Gruppenleiterinnen! Die Kleine kann einem nur leid tun, wird da abgeliefert, obwohl sie sich total dagegen sträubt und dann wird sich nichtmal um sie gekümmert. Ich hätte gestern beinahe mitgeweint, es ist herzerweichend so einen Minizwerg sitzen zu sehen, der nur "Mamaaaa, Maaamaaaaaa" weint.

Aber auch 2 andere Jungs waren gestern schlecht drauf, einer war eher aufbrausend und hat geweint- er wurde ermahnt. Der andere war ein ganz ruhiger, hat sich weinend in eine Ecke verkrochen- er wurde gar nicht beachtet.

Das kanns doch nicht sein, oder? Seh ich das zu eng? Ist sowas tatsächlich normal? Ich habe da völlig andere Erwartungen und Ansprüche!!!
Auch, dass es 14 Kinder um die 2 Jahre sind und lediglich 2 Erwachsene, halte ich für zu viel.

Meiner Meinung nach sollte die Kleine mal anständig eingewöhnt werden und wenn die Eltern das nicht können/ wollen, sollten doch die Erzieherinnen etwas tun. Z.B. eine ganz intensive Vertrauensbasis zum Mädchen aufbauen oder sich weigern, die Kleine unter diesen Umständen dazubehalten.
Ich finde es auch so schlimm, dass von den beiden Frauen kein echter Trost kommt, nur ziemlich kaltschnäuzige Sprüche wie "Na, jetzt reicht es aber mit weinen" oder "Jetzt brauchst du auch nicht mehr heulen, Papa ist doch schon lange weg" oder "Ach die XYZ heult wieder".

Dieses Dauergeheule bringt auch große Unruhe in die ganze Gruppe, und nicht nur mein Sohn ist davon völlig irritiert und verängstigt. Sollte man nicht die traurigen Kinder in die Gruppe integrieren und auch die anderen zum Mitfühlen animieren?

Ich bin ganz ehrlich, mich bewegt das sehr viel mehr als meinen Sohn, er fühlt sich dort schon relativ wohl, aber ich mag das da nicht. Überlege schon, ihn in einem anderen Kindergarten anzumelden für nächstes Jahr, auch wenns schwierig wird. Ich habe nicht so das wahnsinns Vertrauen in den jetzigen Kindergarten.

Ich habe mir jetzt vorgenommen, mir das noch max. 2 Wochen mit an zu sehen und wenn sich nichts ändert, das mal anzusprechen dort und notfalls meinen Sohn wieder abzumelden.

Wie seht ihr das und was sind eure Erfahrungen mit Erziehrinnen und Eingewöhnung? Wie werden weinende Kinder normalerweise bei euch getröstet?

LG!

1

hi,

also behätschelt-getröstet wird bei uns auch nicht, - aber durch intesives "mitnehmen", Spielsachen zeigen, ablenken eben so abgelenkt ...

da läuft eine erzieherin schonmal 5 verschiedene Spielsachen an, bis das kind vielleicht "drauf anspringt" ...

aber einfach alleine lassen finde ich echt unverantwortlich ....

2

Huhu,

das geht ja mal gar nicht.

Ansprechen, und wenn es sich nicht ändert, würde ich mein Kind aus dieser Einrichtung nehmen.

VG, Andrea

3

Oh man da blutet einem das Herz....
Sowas geht gar nicht... Wenn ich das wüsste und mein Kind würde dahin gehen würde ich den Erziehern aber mal was erzählen wenn sich nix ändert Kind raus aus der Krippe das geht so nicht und darf nicht sein.
Bei uns werden die Kinder auch mal auf den Schoß genommen Bücher gelesen und und und.

4

Ich kenne es auch nur so.. Ich habe Bruno das erste mal mit 1,5 JAhren in den Kiga gegeben..Es hat gar nicht geklappt und er hat nur geweint...Bin immer nur kurz raus.HAbe dann mal von aussen beobachtet und nur die genervten Gesichter gesehen und sie haben ihn null beruhigt.Sie haben mir hinterher gesagt er lasse sich nicht beruhigen...jaja, sie haben es null versucht.Bruno wurde irgendwann schlimm krank, knirschte mit den Zähnen und dann sagte eine Erziehern wir machen jetzt nen Crashkurs und ich soll eine Stunde weggehen und wir lassen ihn einfach schreien...Ich konnte es mir finanziell nicht leisten, aber ich nahm ihn daraufhin aus dem KIga.

Mit 2,5 versuchten wir erneut in einer anderen Kita..Es gefiel ihm gut und er was schnell eingewöhnt..Aber ich bekam mit wie andere Kinder heulend auf den Flur gesetzt wurden, und die erzieher total genervt waren.Als man sie ansprach sagten die dann immer die Kinder brauchen ruhe deshalb kommen sie auf den Flur..Ein Kind weinte früh wenn ich Bruno brachte und mittags wenn ich ihn abholte...Die Mutter wußte bescheid und liess das Kind trotzdem dort von 8 bis 16 Uhr....Kein Job der Welt kann mir so wichtig sein..Tut mit leid!Grausam ist das.

Übrigens wird in den meisten Einrichtungen die ich gesehen hab nicht nur NICHT getröstet und wird auch NICHT aufgepasst!Da wird viel gequatscht und es sind immer zu wenig Erzieher usw... Allerdings spreche ich von staatlichen Einrichtungen..

LG
Anna

5

Hallo!

Oh man, wenn ich das lese, da könnte einem ja die Hutschnur hochgehen...

Also bei uns in der Kita ist auch gerade die Eingewöhungszeit. Es sind 7 neue Kinder (zwischen 18Monaten und 2 jahren) - bei den meisten klappt es ganz gut, aber es gibt auch 2 Kinder, die ganz schön dolle leiden und die ganze Zeit schlimm nach Mama weinen.

Aber die Kleinen werden nicht alleine mit ihrem Elend gelassen. Es kümmert sich immer eine Erzieherin (insgesamt sind es 3 für 10 Kinder) um das jeweilige weinende Kind. Sie werden abgelenkt, es wird getröstet, herumgetragen, gekuschelt, vorgelesen, ins Spiel mit den anderen Kindern versucht einzubinden - also es wird alles getan, damit der Trennungsschmerz nicht so schlimm ist. Das finde ich auch normal so - auch wenn es anstrengend ist und ich nicht mit den Erzieherinnen tauschen möchte.

Die eine Erzieherin meinte zu mir, dass es so eben eine Weile dauert, aber irgendwann ist das Vertrauen da und die Kinder weinen weniger oder gar nicht mehr. Auch in den größeren Gruppen habe ich es so gesehen, dass weinende Kinder immer im Schlepptau mit einer Erzieherin sind. Alles andere fände ich herzlos und nicht akzeptabel!

C.

6

wahnsinn..3 für 10 Kinder.. Bei uns ins eine für 10 Kinder..Aber da ständig einer krank oder im Urlaub ist sind es dann 1 für 20 Kinder und selten beim essen eine Aushilfe.

7

Hallo!

Oh, ich weiss so gut, was du meinst.
Hannah hatte im März auch in so einer Spielgruppe angefangen. 2 Vormittage je 3 Stunden für Kinder zwischen 18 Monate und KiGa-Eintritt. Ein Junge war dort schon 7 Monate lang und er hat JEDES Mal die GANZEN 3 Stunden gebrüllt. Alle Kinder wurden davon ganz gaga, es war laut und aufregend in der Gruppe, die Spielkreisleiterin hat sich auch null drum geschert (da kamen auch dann, wenn er mal 3 Minuten ruhig war, so Sprüche wie "Na Alexander? Heulste gar nicht? Was ist los?") und der Mutter immer beim Abholen gesagt "Lief gut heute". Die wusste also nichtmal, was da abläuft!
Wir haben diese Gruppe nach 4 Wochen verlassen (zusätzlich hat die Trulla an einer ungesicherten Treppe nicht aufgepasst, Hannah ist runtergefallen und war 2 Tage im KH mit Gehirnerschütterung!) und haben auf einen Platz woanders gewartet.
Nun geht Hannah seit 4 Wochen in eine andere Gruppe, 3 Vormittage je 3 Stunden, dort klappt es super, die Kinder werden getröstet und abgelenkt, da herrscht eine ganz andere Atmosphäre!

Wenn du den Platz nicht absolut nötig hast und du hast die Chance auf was anderes, dann wechsle ruhig! Wenn du dort kein gutes Gefühl hast, wird es dein Kind auch nicht haben!

LG,
Kristina1978

8

Die ganz Kleinen werden in der Kita meiner Tochter getröstet, die älteren Kinder eher abgelenkt.

Allerdings kann es natürlich schon manchmal vorkommen, dass grade eine Erzieher kurz in der Gruppe alleine ist und grade mehr Kinder brüllen, als die Erzieherin Arme hat. Meist "prügeln" sich dann die großen Mädel darum, wer die Kleinen trösten darf. Ich find das immer total niedlich...

An deiner Stelle würde ich mich erst in der Gruppe, dann bei der Leitung und notfalls noch beim Träger beschweren!

lg

9

Oh je!


Also da würd ich auch raus gehen. Das stimmt einfach etwas ganz masiv nicht....

Wenn bei uns ein Kind so weinen würde wäre eben die Eingewöhnung noch nicht vorbei. Dann müssten die Eltern so lange mit dabei bleiben, bis es ohne Tränen klappt.... Und wenn so mal einer weint wird sich super gekümmert.

LG
Mona

10

Morgen!
Das klingt nicht schön. Bei uns ist es definitv anders. Wir haben einen ziemlich guten Betreuungsschlüssel (max. 12 Kinder auf 3 Erzieher) und kein Kind wird weinend sitzen gelassen. Jedes Kind wird von einer Erzieherin persönlich begrüßt (heute wurde meinem Sohn noch die neue Erzieherin vorgestellt, er grinste sie nur an) und entweder auf den Arm genommen, wenn es sich nicht so recht trennen will oder eben mit zu den anderen Kindern genommen. Es wird gekuschelt, getröstet und auch mal mit einem Kind allein gespielt. Ich mag unsere Einrichtung sehr.

Lieben Gruß!

P.S.: Nen Rat hab ich nicht für dich, außer, wie schon geschrieben wurde, es mal anzusprechen.

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