Ratgeber-Buch zum Thema: Wenn das zweite Kind kommt???

Hallo,
in ca. einem Monat wird unser zweites Kind geboren - hat jemand wirklich empfehlenswerte Buchtipps, wie man es dem ersten Kind leichter machen kann, dass es seine Einzelstellung verliert und worauf man in der Eingewöhnungsphase achten sollte?

Viele Grüße
Suse 35. SSW + Levin 2 Jahre

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Hallo Suse,
ich wusste gar nicht, dass Du schon wieder eins kriegst! Alles Gute!
Einen Buchtipp habe ich nicht, hab mich aber kürzlich mit einer Fachfrau über das Thema unterhalten. Wir waren uns einig, dass eher die Kleinen zu kurz kommen. Zum einen, weil das Neugeborene im Gegensatz zum Erstgeborenen nicht die ungeteilte Aufmerksamkeit der Eltern hat. Zum andern gerade dadurch, dass man das Erste nicht von seinem Thron "verstossen" will. Und ein Zweijähriger kennt ja nun wirklich alle fiesen Tricks, um zu Aufmerksamkeit zu kommen. Ich denke, da muss man eher schauen, dass das Kleine zu genügend Nähe und Nestwärme kommt.
Bei uns zu Hause war es so, dass ich extrem anstrengend war von klein auf und meine kleine Schwester total pflegeleicht war und für Stunden abgelegt werden konnte. Sie ist effektiv etwas zu kurz gekommen an Zuwendung, und das hat sich später in einem sehr unsicheren und ängstlichen Verhalten bemerkbar gemacht.

Ich würde mir daher nicht zu grosse Sorgen um Levin machen, solange Du ihn einbindest in die neuen Lebensumstände. Von allen Freunden, die bereits das Zweite bekommen haben, höre ich nur Positives. Die Grossen helfen mit und lieben das Geschwisterchen innig und sind nicht eifersüchtig.

Stillst Du Levin denn immer noch? Ich bin gespannt, wann Nuria sich abstillen wird, sie ist jetzt 18 Monate und will nur noch morgens im Bett stillen.

Liebe Grüsse, Barbara

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Hallo Suse,

ich habe auch nach einem Buch gesucht, um es Lucie leichter zu machen und mußte mich geschlagen geben.
Die meistem Bücher sind für ältere Geschwisterkinder.

Also habe ich mich auf mein Gefühl verlassen und versucht, mich in Lucie´s Lage zu versetzen.

Sämtliche Sorgen waren unbegründet. Sie liebt Benno abgöttisch und küßt und kuschelt ihn immerzu.
Man muß natürlich höllisch aufpassen, denn sie ist sehr überschwenglich und schmeißt sich förmlich auf ihn.

Hin und wieder kommt dann doch mal die Eifersucht, wenn Benno gestillt wird oder mama mit ihm schmust, dann haut sie nach ihm (macht sie auch bei der Katze), aber sie ist niemals wirklich böse oder absichtlich gemein zu ihm.

Eine große Hilfe ist das Tragetuch, denn meine Vorrednerin hat Recht damit, daß man eher das 2. Kind "vernachlässigt", damit das Ältere nicht traurig ist.
Ich hatte anfangs permanent ein schlechtes Gewissen, da ich das gefühl hatte, immer jemanden zu vernachlässigen.
Aber dem ist nicht so.
Nun schleppe ich benno immer mit mir rum, damit ich die Hände für Lucie frei habe. Madam läßt sich ja noch gerne tragen und wir wohnen 4. OG Altbau#schwitz
Man wächst an seinen Herausforderungen.
(Witziger Buchtip: Warum Mama eine rosa Handtasche braucht. Perfekte Klolektüre mit guten Ratschlägen).

Falls Du noch Fragen hast, kannst Du mir gerne mailen, ich hätte ein paar Tips brauchen können.
nc-schulzki@netcologne.de

Liebe Grüße

Kirstin mit Lucie(29.02.04) und Benno (01.11.05)

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Hallo Suse !
Du hast doch Deinem Sohn schon soviel Zuwendung und Vertrauen gegeben, meinst Du wirklich, er fühlt sich plötzlich zurückgestoßen und ungeliebt ?
Ich bin auch wieder schwanger und habe überhaupt keine Angst davor, daß Emilia darunter leiden könnte, wenn das zweite Kind auf die Welt kommt.
Sie ist jetzt schon so selbstständig und fröhlich, da kann sie denke ich auch damit leben, wenn ich nicht dauernd um sie herumflitze, sobald das zweite Kind da ist.
Ich glaube am schlimmsten ist es für Kinder, die kaum Zuwendung bekommen haben, solange sie noch alleine waren, sie sind dann natürlich neidisch auf den Neuankömmling und fühlen sich noch mehr vernachlässigt.
Ich schliesse mich meinen Vorrednerinnen an, ich denke, daß eher das zweite Kind zu kurz kommt, da es von Anfang an keine ungeteilte Aufmerksamkeit bekommt und einfach nur "das zweite Kind" ist :-(
Ich werde es wie vorhin beschrieben machen, ich packe das Kleine ins Tragetuch, dann kann ich mich mit Emilia beschäftigen, und wenn ich stille, wird sie die Zeit auch aushalten.
Bücher können einem auch nur bedingt helfen, jedes Kind ist anders, hat eine andere Persönlichkeit und wird auch anders auf ein Geschwisterchen reagieren ...
Grundsätzlich ist die Eifersucht am geringsten bis zum 2,5. Lebensjahr ...
Außerdem ist eine gewisse Frustration auch ganz wichtig für die Entwicklung der Persönlichkeit und nicht unbedingt schädlich, vor allem dann nicht, wenn man sowieso immer fast alle Bedürfnisse des Kindes erfüllt hat.
Fazit: Mach Dir nicht zuviel Sorgen, Levin wird bestimmt nicht in völlige Verzweiflung stürzen, wenn sein Geschwisterchen da ist, außer, Du machst Dir ständig Sorgen - das spüren Kinder nämlich sehr deutlich !
Liebe Grüße und schon mal alles Gute für die Geburt,

Katrin mit Emilia-Sofie (*05.01.05) und #ei (ET 02.09.06)

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Hallo Suse!

Also mit Buchtipps kann ich leider auch nicht dienen, die habe ich auch schon vergeblich gesucht!
Aber ich habe auch die Erfahrung gemacht das eher unser Kleiner weniger Aufmerksamkeit bekam als Lucas in seiner Babyzeit, weil Lucas als damals eineinhalbjähriges Kind natürlich seine Aufmerksamkeit schon bewußt einfordern konnte. Dazu war Oliver ein Bilderbuchbaby das die ersten Monate quasi komplett verschlafen hat. Daher waren die Dinge, die ich bei Lucas noch mit viel Enthusiasmus und Hingabe gemacht habe, also massieren nach dem Baden etc. eher "Nebensache" und wurden nur gemacht wenn gerade mal Luft war weil Lucas bei Oma und Opa war.
Es ist nicht immer ganz einfach beiden gerecht zu werden, besonders wenn der Altersunterschied klein ist. Aber ich denke das die Eifersucht trotz allem kleiner ist, weil das "größere" Kind nicht wirklich bewußt erlebt und genossen hat alleine zu sein. Natürlich spürt es die Veränderung, aber ich denke sie passen sich noch schneller an!

Liebe Grüße
Barbara

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Hallo Suse,
ich weiß auch keinen Buchtipp für die Eingewöhnungsphase des Geschwisterchens aber ich finde dieses Buch total schön als Vorbereitung auf das Baby: Ist vom Ravensburger Verlag aus der Junior-Reihe und heißt "Unser Baby"

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3473327417/qid=1137923847/sr=8-1/ref=pd_ka_1/028-7260613-4510130

Werde ich für Max wohl auch in ein paar Monaten kaufen!
Alles Gute,
Lotte

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hi Suse -

http://lesen.de/books/detail/-/isbn/3934333257

oder das amerikanische Original (selbe Autorinnen, klar) "raising siblings without rivalry" - ist total genial und lebensrettend und gibt Dir ein Arsenal an Möglichkeiten, wie Du den kleinen Aufmerksamkeitsspielchen nicht nachgeben musst!

Catherina

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Hi
Hab so ein Buch mal bei Weltbild gesehen!
Hab ansonsten leider keinen Rat!
Wollt enur mal Alles Gute sagen und ich wünsche eine tolle Geburt!!!#liebe#blume

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Hallo Suse

Einen Buchtipp hab ich leider auch nicht, aber meine Große hat es damals auch recht gut verkraftet als Sabrina kam ,vorallem hab ich sie überall mit einbezogen beim Windelwechsel etc. und sie fand es toll große Schwester zu sein (heute is dem zwar nicht mehr so heute streiten die beiden nur*g) .Ich kann mich den anderen nur anschließen die Folgekinder waren bei mir viel angepasster richtige Vorzeige Babys. Sascha auch von Anfang an, ich konnte die beiden immer erst für die Schule fertig machen ,während er wach aber ruhig im Bett lag und vor sich hin erzählt hat .Er wartet auch heute noch und sagt den beiden tschüß bevor er drann ist. Ich glaube solange man die großen mit einbezieht und ihne erklärt was man macht und warum und das es bei ihnen genauso gewesen ist macht es ihnen nichts aus.

LG

Claudia