wie haben eure kleinkinder reagiert aufs baby.verzweifelt

huhu


meine frage steht ja bereits oben.

ich bin so traurig über meinen großen fast 2

hätte nicht gedacht dass es soooo extrem wird.

unser baby ist nun 2 wochen.im kh fand er die situation wohl komisch mama im kh bett mit nem baby und mama kommt nicht mit nach haus.ist ja auch klar.er wollte mir nicht hallo sagen und nichts.das hat mir schon das herz zerissen.

als wir nach hause kamen liefs ganz gut.er hat sich so gefreut mich wieder bei sich zu haben.

nun seit dem wochende ist er ganz komisch.und zu seiner schwester ganz lieb.will ihr abends auch gute nacht sagen und legt sich zu ihr und ist ganz vorsichtig mit ihr.

er bockt bei allem.ist bei allem was ich sage, mache unzufrieden und kreischt dann das haus zusammen.
bei einem nein, ist alles aus er kriegt sich nicht mehr ein.
und ich weiß dann immer nicht wie ich reagieren soll.nur weil seine schwester da ist kann ich doch nicht alles erlauben.

ablenken funktioniert da auch nicht mehr.

das zu bettgehen geht nur noch mit geschrei ab.ständig holt er noch ein buch.obwohl nur eins lesen.lesen meist noch ein 2. dann.und dann erklär ich ihm das schlafen geh zeit ist.da dreht er richtig durch.

ich weiß einfach nicht mehr was richtig ist, was man erlauben kann was nicht.

ach mann, wirddas irgendwann besser

hoffe auf guten austausch mit euch und viel habt ihr ein paar tipps.

mir zerreist es das herz meinen sohn so unglücklich zu shen.

1

Oh weh ihr Armen!

Meine Jungs (heute 18 und 16 Jahre alt) sind auch nur 21 Monate auseinander.
Mein Großer hat damals auch so seine "Eifersuchtsmacken" entwickelt.
Ich habe z. B. gestillt und er hat mich dann ganz provokatief angesehen, so nach dem Motto: "Na, und was machst Du jetzt mit deinem blöden Baby? Wenn Du das Baby stillst kannst Du gar nix machen!" und fing an meine Blumnentöpfe aus zu graben...
Anfangs hab ich geschimpft. Nicht dolle aber doch.
Irgendwann hab ich gesagt: "Och, ich hätte jetzt so gern mit dir gespielt, weil ja nach dem stillen dein Bruder schläft. Aber jetzt kann ich gar nicht mehr mit dir spielen weil ich ja den Dreck weg putzen muss..."
Und ich hab mir dann angewöhnt ihm zusagen was ich jetzt tu (z.B. seinen Bruder erst stillen, dann Bäuerchen machen, wickeln....) und dann schläft er. Da hab ich dann Zeit nur für dich!
Er durfte dann beim Bäuerchen und Wickeln helfen wenn er wollte und hat auch keinen Quatsch mehr gemacht weil er ja wusste danach ist SEINE MAMI ZEIT.
Und ich hab immer wieder mal für nen Tag gesorgt an dem mein Mann den Kleinen hatte (mit abgepumpter Milch) und ich ganz allein nur mit dem Großen etwas tolles unternommen habe das das Baby eh noch nicht kann (z.B. ins Schwimmbad mit der Kinderrutsche, oder Schlittenfahren oder oder...). Und auch mein Mann hat extra Tage nur mit unserem Großen gemacht. Wir haben ihn dann mal gefragt (war ein Tierparkbesuch) ob er seinem Bruder denn was mitbringen will weil er ja nicht mit konnte und da hat er ihm dann damals auch eine Karte mit nem Elefanten drauf ausgesucht und er durfte die Karte dann über die Spielecke hängen. Da hat er sich ganz groß gefühlt und die Bindung wurde recht schnell positiv zu seinem Bruder.
Und egal wie sehr sie sich später zoffen konnten.... Wenn es drauf an kam haben sie immer zusammen gehalten!
Oder in der Apotheke z.B. gefragt ob sie für den Bruder auch einen Traubenzucker bekommen...

Das wird! Hab viel Liebe und Geduld mit ihm... Und sag ihm doch z. B. er bekommt eine extra Geschichte vorgelesen wenn er ganz lieb ist. Einfach Tagsüber nach dem Du das Baby fertig versorgt und in die Wiege gelegt hast... Nimm dir immer mal wieder wenn es dir möglich ist so 10-20 Minuten EXTRA nur für IHN!!!
Und bezieh ihn bei der Babypflege ein wo es möglich ist! Das hat bei uns sehr gut geholfen...

Alles erdenklich Liebe Euch allen!
Und viel Erfolg ...
Billa

2

HI,

Ben hatte 6 Tage vor der Geburt seiner Schwester den 2.Geburtstag gefeiert und reagierste auch so.
Er bekam extra viel Zeit vom Papa wenn ich nicht konnte und er liebte die Kleine auch über alles....aber er war wie ausgewechselt.

Meine Hebamme meinte, dass die Kleinen(oder dann sind es ja schon die Großen) gar nicht so doof sind und genau wissen was sie machen...doch das das auf Intelligenz schließen sollte half mir eher wenig.

Ich versuchte konsequent zu sein und nun sind 1 1/2 Jahre herum und es wurde mit Tag zu Tag besser. So lief es auch bei einer Freundin von mir...und auch sie sagt, dass es immer besser wurde....
Wir haben Mama/Papa Tage...somit kann jeder mal mit Mama oder Papa etwas ganz allein unternehmen. An besonders schlimmen Tagen(Krankheit etc.) gab es mal eine Kleinigkeit als Ablenkung weil ich mich eben mehr um die Kleine kümmern musste, wir waren viel draußen(allerdings war bei uns Sommer), nicht heute etwas erlauben was sonst tabu ist...merh fällt mir gerade nicht ein...

Lg

3

hallo mädels ich habe vor 6 monate mein 2 sohn bekommen und mit meinem großen der zur geburt 21 monate alt warkeine probleme ,wenn ich den kleinen gestillt habe kommte nico jederzeit zu mir kommen und beim wickeln habh i9ch ihn mit auf dfem wickeltisch gesetz und wenn wir zu 2 waren halt beide gleichzeig gewickelt , wenn der kleine schläft nehme ich mir immer zeit für ihn edas zubettgehn war nie ein problem.nico legt sich wie selbstverständlich zum kle3inen und schmust mit ihm und wenn es zu doll wird sagen wir das er es anders machen muß.sag ihm einfach mal wenn du die kleine im arm hast das du mit ihn auch kuschewlst und ihm sagt das du beide gleich lieb hast und wenn er ein bissen holber mit ihr umgeht nicht wegsc hicken sondern zeig ihm wie er es besser macht .unser großer ist total vernart inn seinen bruder das wirst du auch schaffen
lg bengelein ,nico 2j und elias 6 monate

4

Genauso haben wir das auch gemacht aber dennoch lief es nicht so leicht...wahrscheinlich liegt auch ganz viel am Temperament der Kinder.
Meine Hebamme meinte, dass unser ganz klar sieht, dass ich nicht mehr 100% ein auge auf ihn habe und er wollte schauen was man aus der situation so machen könnte...ein verdammt neugieriger kleiner Mann mit viel Phantasie.
Schön wenn es bei Euch so toll klappt...da werden Dich sicher einige beneiden :)

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hi agra!

Bitte sei nicht so verzweifelt! Du wirst es mir jetzt nicht glauben, aber in 3 Jahren wirst du über diese "Anfangsschwierigkeiten" lächeln, weil es zwar irgendwie in der Situation so ernst war, aber in Wirklichkeit ist alles okay, auch wenn es sich für dich im Moment nicht so anfühlt.

Das, was bei euch (und in deinem Sohn) gerade passiert, ist total normal: er erlebt einen Thronsturz und reagiert natürlich entsprechend ungehalten.

Mein Sohn war 18 Mon., als ich seine Schwester bekam. Und obwohl er (seinem Alter entsprechend) total gespannt auf das Baby war und es nach der Ankunft aus dem KH total innig im MaxiCosi abknutschte und drückte, war bald klar, dass er nicht damit gerechnet hatte, dass dieser kleine Schreihals ihm so viel Mama, Papa, Zeit und Aufmerksamkeit rauben würde. SOOOO hatte er es sich scheinbar nicht vorgestellt (mal davon abgesehen, dass ein so kleines Kind sich überhaupt keine Vorstellung davon machen kann, was es bedeutet, ein Geschwisterchen zu bekommen). Er drehte auf, genau wie dein Sohn, bockte, wurde zickig, widerborstig und unausstehlich, akzeptierte kein "Nein" und hatte selbst aber jede Menge für dieses Wort übrig ;-)

Kurz: er war ein eifersüchtiger, verzweifelter, tobender Zwerg.:-[

Und ich hatte ehrlich gesagt wenig Verständnis für seine "Spirenzchen", war ich doch plötzlich mit zwei Kleinen praktisch die ganze Woche über allein (mein Mann kommt immer nur übers Wochenende heim). Meine Überlastung wirkte sich natürlich zusätzlich negativ auf sein Verhalten aus, er drehte total am Rad. Als meine Tochter 6 Monate alt war, hatte sich die Lage so zugespitzt, dass ich eine Erziehungsberatung in Anspruch nahm. Und ich kann nur sagen: das war eine der besten Entscheidungen meines Lebens :-)

Meine Tipps für dich:

Ignorier seine Zicken, so weit es dir möglich ist (TIEF atmen und bis 10 zählen!).

Belohne sein positives Verhalten immer wieder mit Aufmerksamkeit und mit Worten.

Zwinge ihm keine Zärtlichkeiten gegenüber seiner Schwester ab ("Gib ihr doch mal einen kleinen Kuss, drück sie doch mal, sie ist doch deine Schwester!").

Kuschel und spiel viel mit ihm, wenn seine Schwester ein Schläfchen hält.

Gönn ihm ruhig eine zweite Gute-Nacht-Geschichte, wenn es mehr nicht ist (und wenn es mit deinen Prinzipien vereinbar ist), mach ihm aber auch klar, dass das nur geht, wenn er bestimmte Verhaltensweisen an den Tag legt (z.B. reibungsloses abendliches Zähneputzen oder Wickeln oder was immer sonst problematisch ist).

Setze durch, was du angekündigt hast, sonst lässt du dich von ihm vorführen.

Akzeptiere sein "Nein" nicht und sag ihm das auch so. Schmeißt er sich auf den Gehweg, wenn du aber einkaufen willst, dann diskutier nicht mit ihm, sondern sag ihm, dass ihr jetzt einkaufen wollt und er deshalb aufstehen muss. Wenn er es nicht tut, nimm ihn hoch (klemm ihn dir unter den Arm) und GEH einkaufen.

Lass den Haushalt liegen, wenn es nicht anders geht. Niemand stirbt an einem Wäscheberg oder einer Wollmaus unterm Schrank.

Du brauchst starke Nerven, die du nicht immer haben wirst. Aber sei beruhigt: das ist normal. Und Mütter, die behaupten, es wäre bei ihnen mit zwei so kleinen Kindern NIE chaotisch gewesen, haben sicher fortwährend Valium genommen und nix mitbekommen ;-)

Ich wünsche dir alles Gute und viel Spaß mit deinen beiden Engeln.

Meine beiden sind nun 3,5 und fast 5 Jahre. Es ist immer noch turbulent, auch wenn sie mittlerweile beide aus dem Windelalter raus sind, gut schlafen und allein essen. Aber es ist auch sooooooo schön :-) Und wenn es Sonntags mal regnet und mein Mann und ich uns mit der Sonntagszeitung auf dem Sofa lümmeln, finde ich es einfach schön, dass unsere Kinder so viel miteinander anfangen können und so nah altersmäßig beieinander sind und soooo schön zusammen spielen.

LG
cori

6

Hi!

Ich hab ambulant entbunden, Mitternacht also entbunden und morgens haben mich mein Mann (ist nach der Geburt nach Hause) und der Grosse abgeholt (natürlcih mit Baby :-p)
ich hab drauf geachtet dass ich den kleinen nicht im arm hatte sondern er hat passenderweise in seinem schiebewägelchen geschlafen und hatte direkt zeit für den grossen. mein mann hat dem grossen im namen vom baby ein willkommensgeschenk gemacht... und der grosse hat ein grosses rotes feuerwehrauto bekommen und jedem michel vorgestellt "das ist mein neuer bruder und DAS feuerwehrauto hat er mir geschenkt!!!" (heut immernoch der hit ;-)).

um den kleinen haben wir nicht allzuviel trara in lukas gegenwart gemacht, ich hab den kleinen demonstrativ mal ne minute warten lassen wenn ich zu haus mit dem grossen z.b. gerad am lesen war "der michel muss jetzt auch mal warten, jetzt lesen wir beide den abschnitt noch zuende ok?".

und so kam nie eifersucht auf - bis heute nicht.

das einzige anzeichen dass der grosse doch innerlich auf die geburt reagiert hat war ab 2 wochen nach der geburt wieder nässen... ca 6 wochen gabs über tag probleme mit dem klo gehen (der grosse war seit dem 23. monat trocken). und dann wars vorbei.

traumstart also ;-)

was ich dir nur raten kann: egal wie müde oder lustlos du bist: richte eine "prinzenzeit" ein. wenn du den kleinen abends hingelegt hast setz dich mit dem grossen hin und mach was mit ihm... ohne an den abwasch zu denken oder sonstwas... lesen, basteln, gesellschaftsspiel... bei deinem verhältnis zum grossen ist jetzt qualität wesentlich wichtiger als quantität.

auch wenns dir ne minute weh tut im herzen (ja bissle übertrieben ausgedrückt) aber spring nicht sofort auf wenn das baby aufwacht und schreit und du in dem moment mit dem grossen beschäftigt bist. die 2 minuten warten werden dem baby nicht im geringsten schaden, du wirst aber ein wesentlich entspannteres leben mit dem grossen haben. demonstrativ öfter mal "jetzt bist du dran" "jetzt ist prinzenzeit"
und wenn er in dem moment wo das baby aufwacht mal ausprobiert wer wichtiger ist und GENAU in dem moment sagt "mama ich hab durst"... dann geb ihm erst was zu trinken und warte die minute bis er dir den becher wiedergibt "so und jetzt gehen wir zusammen hin".
oder richte dir mit dem grossen ein mal die woche 2 stunden nachmittags schwimmbad ein dass jemand zu haus babysittet und du NUR mit dem grossen was machst... nur als beispiel ;-)

denke du weißt jetzt was ich meine ;-)

und dass er bockt: wenn ers trotz neu eingeführter und berechenbarer "prinzenzeit" immernoch tut, wär die neue trotz/bockphase so oder so gekommen... geburt hin oder her... genauso wie jedes halbe jahr mal wieder ein paar wochen in der zukunft :-p:-p DAS wird erst interessant wenn du in 1-2 jahren passenderweise beide gleichzeitig am bocken/trotzen hast *grins*

LG Clude mit Kidz (4 und 1,5)

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