Zahn muss raus in Vollnarkose - ich hab solche Angst!!!

Hallo ihr Lieben,

meine Tochter (knapp 2,5 Jahre alt) ist vor 1,5 Wochen auf unserer Steintreppe gestürzt und hat sich dabei einen ihrer Schneidezähne in den Kiefer geschlagen. Es war/ist echt schlimm gewesen, sind seither alle paar Tage beim Zahnarzt zur Überwachung. Zum Glück ist meine Tochter aber wieder fit!

Gestern waren wir wieder beim Doc. Es hat sich schon bei den ersten Besuchen abgezeichnet, dass der eingeschlagene Zahn raus muss. Ein zweiter wackelt, muss eventuell auch raus.

Der Arzt legt mir nahe, den Zahn in Vollnarkose ziehen zu lassen. Optional wäre auch Lachgas.

Jetzt habe ich einen Termin in einer kieferorthopädischen Praxis, die einen Anästhesisten haben, mit dem sie als Belegärzte in unserer Klinik operieren. Der Zahnarzt meinte, die Praxis wäre keine ausgesprochenen Kinderpraxis, aber ab und an würde man auch Kinder operieren.

Ehrlich gesagt habe ich panische Angst vor der OP. Immerhin ist es eine Vollnarkose. Und wie gesagt: angeblich hat man dort nicht so oft kleine Kinder. In den Medien hört man ja leider ab und zu, dass kleine Kinder gerade bei Zahnops an der Narkose sterben, weil die Anästhesisten es nicht schaffen, die Narkose richtig zu dosieren.

Hat jemand von euch Erfahrung? Mache ich mir umsonst Sorgen? Soll ich doch das Lachgas vorziehen?

Das Lachgas hat bei der Tochter einer Freundin nicht funktioniert und kostet 110 EUR. (Ich würde JEDEN Preis bezahlen, damit alles gut geht, aber wie gesagt klappt es nicht immer - die Tochter meiner Freundin hat nämlich einfach durch den Mund geatmet anstatt durch die Maske).

Ich habe echt Angst, dass ich das Kind in den OP gebe und dann nie wieder sehe :-( Hab die halbe Nacht nicht geschlafen.

Ganz liebe Grüße und danke für eure Antworten.

LG,
Kitty und die Kids

1

Hallo Kitty,

habt Ihr in der Nähe eine Uniklinik mit Kopf-/Kieferklinik? Falls ja, würde ich mich dorthin wenden an Deiner Stelle, eine zweite Meinung über die Notwendigkeit der OP einholen und diese dann auch ggf. dort durchführen lassen.
Die Zahnärzte dort können einen auf Kinder spezialisierten Anästhesisten hinzuziehen, sofern nötig.
Ich würde mein Kind auch nicht einer Praxis anvertrauen, die nur "ab und an" Kinder auf dem OP-Tisch hat, da kann ich Deine Sorge voll verstehen.


Liebe Grüße,

Nini mit Sarah (15 Monate)

2

Guten Morgen,

also ich kann deine sorgen absolut nachvollziehen. mir gings genauso. und dabei ist es eigentlich total wurscht ob lachgas oder intravenöse betäubung.

wir haben uns bei einem kleinen eingriff auch für lachgas entschieden. du musst allerdings bedenken, dass das FÜR DICH kein schöner anblick ist wenn dein kind sich hin und her wendet, die augen ängstlich aufreisst und nicht versteht, warum es eine maske auf dem gesicht hat und herzzerreissend nach dir schreit. (mir kommen grad schon wieder die tränen, allein bei dem gedanken daran) bis dein kind eingeschlafen ist, vergehen einige minuten. bei uns waren es etwa 2-3 und die haben eine ewigkeit gedauert.

das das deine freundin selber bezahlen musste, find ich merkwürdig!#kratz

und ist die maske nicht über mund UND nase?????

die intravenöse betäubung ist sicher "schonender" fürs kind. mit schonenender mein ich, weniger stress während der betäubung. allerdings würde meine tochter auch einen riesen aufstand machen, wegen der spritze. deshalb wär das bei uns auch nicht weniger stress.

wir haben uns für lachgas entschieden, weil zu dem zeitpunkt wo der eingriff war, ihre venen kaum zu erkennen waren und abzusehen war, das der doc mehrere (stich)versuche benötigen würde.

in jedem fall würde ich dir raten dich bei dem narkosevorgespräch ausfühlich beraten zu lassen und wenn du dir das ganze aussuchen darfst auch darauf zu hören, was die ärzte dir raten.


ich denke vollnarkose ist immer ein angstfaktor bei allen eltern. die angst wird dir niemand nehmen können. auch kein netter und hilfsbereiter anestäsist, der sich bei dir den mund fusselig redet und sich sage und schreibe über eine std zeit genommen hat. (für ein gespräch was im normalfall nur 15 min dauert).

der eingriff muss wohl sein. augen zu und durch!


alles gute

julia


3

Ich würde mein Kind nur einem Anästesisten anvertrauen der oft Kinder hat.
Dann gibt es zur Beruhigung ja noch einen Saft, nach einige Zeit ist den Kindern alles egal, die stehen wie unter Drogen.
Ich hatte den Saft schon 2 mal selber und hab paninsche Angst vor Injektionen, nach dem Saft aber hab ich entspannt zugesehen was der lustige Arzt da so an meinem Arm macht;-)

Es ist eine sehr kurze OP denk ich. Ich wünsch Euch dass sie so entspannt wie möglich von statten geht. Ich kann Deine Sorgen zu 100% nachvollziehen#liebdrueck

So, und nun schnell Onkel Google fragen wer in Deiner Nähe diese OP noch machen kann, jemand mit viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel Kindererfahrung #liebdrueck

Mona

4

hallö,

das mit dem saft hab ich auch schon durch.

das war ne höllenerfahrung für unseren damals 3 jährigen sohn. zuerst ist alles total lustig. er hat flugzeuge im krankenhausflus gesehen. bunte socken die durch die gegend laufen und sagte mir, dass ich den schlumpf da mal einfangen sollte, der wühlt gerade in seiner spieletasche rum.

richtig schlimm wurde es, als er aus der narkose wach wurde. er prügelte im wahn auf alles (auch auf mich) ein, er schrie und beschimpfte die ärzte und schwestern aufs übelste mit den schlimmsten schimpfwörtern an, die man sich je vorstellen kann. ich wusste bis dahin gar nicht, dass er solch wörter kennt.

er hat sie seit dem auch NIE WIEDER gesagt.

es war , als ob da ein anderes kind läge. absolut gruseleig. ich hab ihn nicht halten und beruhigen können. er war wie von sinnen. das ging fast ne halbe std. so. bis er eine beruhigungsspritze bekam und 3 std schlief. danach war alles wieder gut und er konnte sich an nichts erinnern.

mein kia sagte dann später das das wohl normal sein KANN. manche kinder hätten schwierigkeiten die narkose und den LMAA - saft zu verarbeiten. das ist beides zusammen ne richtige dröhnung.

ICH würde das meinen kindern NIE WIEDER antun.

aber jedes kind reagiert anders. bei meiner freundin verlief alles ganz ruhig.


julia

5

Hallo Julia,

das Narkose-Erlebnis war für Dich vermutlich viel schlimmer als für Deinen Sohn - ich habe nach einer Vollnarkose angeblich auch einmal so getobt und wollte jeden im Aufwachraum schlagen und hab gebrüllt, dass sie mich sofort von den Kabeln befreien und nach Hause gehen lassen sollen, da war ich Mitte 20 und ich kann mich wirklich an NICHTS erinnern. Die Narkose ist mir auch nicht als traumatischer in Erinnerung als die anderen - vermutlich ist das ein ähnlicher Effekt wie beim Nachtschreck, wo der Geist noch schläft, aber der Körper schon wach ist #kratz

LG,
Nini

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Hallo Du,

wir haben das Gleiche durchgemacht. Paul ist mit ca 1 1/2 so ungünstig auf den Mund gefallen, dass er sich dabei einen Schneidezahn völlig zertrümmert hat. War kein schöner Anblick. Wir sind sofort nach dem Sturz zum Zahnarzt (Kinderzahnarztpraxis) und dort sagte man uns, dass der Zahn auf jeden Fall raus muss. Wir haben uns daraufhin noch eine zweite Meinung eingeholt (obwohl es selbst für einen Laien einfach zu erkennen war, dass der Zahn nicht so bleiben kann...) und es wurde 2 Tage später in einer Praxis mit speziellen Kinderanästhesisten operiert. Sie haben es erst mit einem Beruhigungssaft probiert (den wir auch extra zahlen mussten), der hat natürlich nicht funktioniert (kam mir ein wenig abgezockt vor). Dann wurde unter Vollnarkose operiert und das Ganze war innerhalb von 15 Minuten vorbei.

Die Vollnarkose war für Paul bestimmt nicht so schlimm wie für mich. ;-)
Bisher hatte er 2 Vollnarkosen, und beide Male war es für mich schlimm, aber da beide Male spezielle Kinderanästhesisten dabei waren habe ich mich "sicher" gefühlt.

Lange Rede kurzer Sinn.....hol Dir doch eine zweite Meinung ein, am besten natürlich dort, wo man sich mit Kindern auskennt. Und in größeren Kliniken gibt es auch immer Kinderanästhesisten.

LG und alles Gute,
Sunny mit Paul und Zahnlücke ;-)

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Hi ihr Lieben,

so, ich bin wieder da und habe gleich mal geschaut - so viele Antworten! Vielen herzlichen Dank schon mal dafür. Ich bin auch schon etwas beruhigter, werde aber gleich mal nach einer kindererfahrenen Praxis googeln und auch den Arzt noch einmal persönlich anrufen und nachhaken (der Zahnarzt hat den Termin dort für mich ausgemacht).

Mein Zahnarzt ist übrigens ein "Kinderzahnarzt", macht aber leider nicht solche Eingriffe mit Lachgas oder Vollnarkose. Ich denke aber, dass der Zahn schon raus muss.

Also noch mal vielen lieben Dank für eure Antworten, ich werde berichten, wie wir uns entschieden haben, bzw. wie dann alles gelaufen ist.

Ganz liebe Grüße und noch mal vielen Dank!!!

Eure Kitty

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Hallo, kann deine Sorge total verstehen. Unsere Große kriegt morgen früh die Polypen raus. Ich habe große Angst vor der Narkose. Ich weiß, dass es eine Routine OP ist, aber das Narkoserisiko besteht halt immer. Ich bin so froh, wenn alles vorbei ist.

LG und alles Gute für euch !!!!

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Hi,

meine hat vor einpaar wochen (auch 2,5 Jahr alt) eine Vollnarkose bekommen und ihr wurden 8 Zähne gemacht. Sie hatte viel Karies! Ich hatte auch so wie du angst, aber es war ganz okay. Wenn es eine gute Praxis ist, brauchst dir keine sorgen machen.

Selen

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