Tod verschweigen?

Hallo,

heute morgen ist mein Opa verstorben. Jetzt habe ich gerade mit meinem Freund telefoniert und er ist der Meinung das wir es unserer großen Tochter nicht sagen sollen. Sondern einfach mal so "nebenbei" sollte sie mal fragen.
Ich bin davon überhaupt nicht begeistert.
Er ist der Meinung das sie momentan sowieso vor allem Angst hat(Wölfe-von Wolf und den sieben Geißlein, Füchse, Gespenster......) und ihr das noch mehr zu schaffen machen würde.
Ende letzten Jahres ist unser Hund gestorben(bzw. der Hund meiner Eltern), ich habe es ihr gesagt und ihr hat es scheinbar nichts ausgemacht. Als wir dann aber zu meinen Eltern gefahren sind hat sie angefangen zu weinen und sie wollte das er wiederkommt. Sie hat sich auch ein Bild von ihm genommen und hat es seitdem in ihrem Zimmer.
Sie hat auch oft gefragt, wann wir sterben und das sie nicht alt werden will, weil sie dann sterben muss.
Ich bin trotzdem der Meinung das sie es wissen sollte.
Ich möchte es ihr lieber richtig erklären als es einfach mal so nebenbei zu erwähnen.
Außerdem wohnte er bei meinen Eltern im Haus und die Oma besuchen wir ja weiter. Sie bekommt also mit das er weg ist.
Wie habt ihr solche Situationen gelöst?

LG
Dani

1

erst mal herzliches beileid



tja -die frage ist wie innig ihr verhältniss zu ihren ticktackopa war#schwitz
wenn da kaum kontakt war -würde ich es nicht sagen



aber wenn sie an ihn gehangen hat -würde ich es ihr schon sagen#schwitz#schwitz#schwitz


vielleicht mit einer schönen geschichte verbunden
das der opa über den regenbogen gewandert ist und nun halt auf einer wolke auf sie aufpasst#schwitz#schwitz#schwitz


bei kinder ist das echt schwierig -man möchte ihnen ja auch nciht angst machen




liebe grüße dany

4

Man sollte zu seinen Kindern ehrlich sein und ihnen direkt beibringen das der Tot nunmal zum Leben gehört.

Wie über mir schon beschrieben je nach alter des Kindes noch eine Besänftigende Geschichte dabei erzählen.

Mein Beileid, ich weiß das es nicht leicht ist der kleinen das beizubringen,aber besser als ob sie irgentwann mal nach ihm fragt und ihr-ihr klar machen müsst das er schon länger dahin geschieden ist.

Grüße

8

ehrlichkeit -jooo klar -mach mal weiter -nach dem bericht im geburtsbericht#klatsch

2

Hallo Dani,

meinst du deine 5-jährige? Ihr würde ich es auf jeden Fall sagen. Sie ist ja in einem Alter, in dem man das versteht. Man kann es ja kindgerecht formulieren - je nachdem, ob ihr eine Religion habt (dann ist es noch einfacher).

Ihr könntet sagen, dass er sehr krank war ... Im I-Net gibt's dazu bestimmt ein paar Formulierungshilfen.

Verschweigen würde ich es auf keinen Fall, denn das wäre ja eine Lüge.

Viele Grüße,
Lexa

3

hi,

erstmal herzliches Beileid #kerze

du hast Recht!
du darfst es ihr nicht verschweigen!
sie ist zwar erst 5, aber der Tod ist keine Sache, die man mal "so nebenbei" erzählt.
schon gar nicht, wenn es um die Familie geht.

hat sie ihn gut gekannt?
war er krank?
oder einfach nur alt?
du kannst es ihr ganz in Ruhe erklären, dass er alt/krank war, und gestorben ist.
sie weiß ja, was es bedeutet (wegen dem Hund)
sie wird es vielleicht noch nicht richtig verstehen, warum so etwas passiert...
vielleicht wird sie auch lange sehr traurig sein, und oft weinen.
aber dann bist du für sie da, und kannst sie trösten.
es ist wichtig, dass sie mit dir immer, wenn sie will darüber reden darf!

ich war zwar noch nicht in deiner Situation, aber als ich 7 war, ist meine Mutter getorben.
ich hätte mir damals gewünscht, dass jemand mit mir darüber geredet hätte...


lg
Sunny

5

Erstmal auch von mir herzliches Beileid.

Und dann: Natürlich müsst Ihr ihr das sagen? Sie wird es doch sowieso erfahren, vielleicht in einer Situation, wo für Erklärungen dann keine Zeit bleibt. Also doch lieber jetzt in aller Ruhe erklären, als so zwischendurch.

Und wie Du ja auch schon festgestellt hast, nehmen Kinder den Tod manchmal einfach so hin. Natürlich sind sie traurig, natürlich stellen sie Fragen, aber das ist doch völlig in Ordnung.

Also setz dich morgenfrüh in aller Ruhe mit ihr hin, erkläre ihr was passiert ist und dann frag sie (sollte sie fragen) doch einfach mal, was sie glaubt, wo Opa jetzt ist. Auf diese Idee würde ich eingehen.

Und natürlich ist es auch völlig Ok, sich ein Foto hinzuhängen oder einen kleinen "Altar" zu basteln mit schönen Erinnerungen an Opa. So lernen Kinder auch richtig zu trauern. Und das ist wichtig.

6

Hey mein Beileid!

Das hört sich eh schon an, als würde sie sich langsam mit dem Thema beschäftigen, was alle Kinder altersentsprechend tun. Das bedeutet, dass Kinder irgendwann anfangen, sich eigene Bilder von sterben und Tod machen und es sich mit dem Alter immer realistischer entwickelt. Wenn es nun einen Todesfall gibt, ist es eine Möglichkeit, mit ihr das Thema gemeinsam anzugehen (was ja bei dem Hund auch schon so war).
Trauer ist wichtig und muss gelernt werden. Leider schieben das Erwachsene gern weit weg!
Es gibt leider nicht immer nur schöne Dinge, die man mit Kindern entdeckt und erlebt. Aber wenn man sie damit nicht allein läßt und sie begleitet und ihnen zeigt, dass weinen (oder auch ein Bild aufstellen) etc in Ordnung ist, ist das richtig und gut. Trauert gemeinsam!#liebdrueck

Lg vegas

7

Wenn Du Respekt und Achtung vor den Gefühlen deiner Tochter hast, dann solltest du ihr die Wahrheit sagen. Der Tod gehört zum Leben dazu. Ich finde es sehr unfair Kinder anzulügen. Sie haben genauso ein recht um jemanden ehrlich zu trauern, wie die Erwachsenen Angehörigen.

Mit dieser nicht-sagen-um-zu-schonen-Masche, schadet ihr euch selbst. Trauer und Trauerarbeit ist eines der natürlichsten Bedürfnisse, wenn man jemanden verliert, wird das irgendwie unterdrückt, kann das viel schwieriger für die Kinder werden, als wenn man offen darüber spricht.

Es ist okay, wenn sie dann weinen, Fragen haben, etwas nicht verstehen. Du bist ja da und kannst trösten, aber zu verschwiegen oder so hintenrum finde ich einfach nur ganz falsch und das würde ich nicht tun. Nie!

9

Hallo danja,

mein Beileid.

Von einer Bekannten, deren Mutter ist verstorben. Die Bekannte hat dem Sohn, 3 Jahre - das mit Worten und einem Buch gut begreiflichen machen können.

Ich würde auf jeden Fall darüber reden.

#klee

P.s. Schau mal hier: http://www.amazon.de/wohl-lieber-Dachs-Susan-Varley/dp/3219102832

10

Hallo,

mein Vater ist vor knapp 8 wochen verstorben...
ich habe es sofort meinen 3 Kindern erzählt, hätte es auch garnicht geheim halten können , denn ich habe natürlich fürchterlich geweint.

Kinder verkraften soetwas viel besser als wir...Wie auch viele andere situationen , können kids es einfach besser und natürlich ganz anders verarbeiten.Klar waren meine Kinder auch Traurig, aber das hat sich schnell gelegt.Hier und da kommt noch mal ne Frage, die beantworte ich dann, und das war es auch schon wieder...

LG Nadine

Top Diskussionen anzeigen