An Muttis, die ihre Kinder bis 3 Jahre zu Hause lassen

Hallo zusammen und einen heißen #tasse bei dem Schneewetter da draußen.

Bei uns ist das Thema Anhänglichkeit, Mama-Fixiertheit, Krippenstart gerade ganz aktuell.
Und da brauche ich die Meinung der Mamis, die mit ihren Kleinen bis 3 Jahre zu Hause geblieben sind. Mir wird von so ziemlich allen Verwandten vorgeworfen (inklusive meines Mannes!), dass mein Sohn (20 Monate) so anhänglich und auf mich fixiert sei, weil er bislang eben nur von mir betreut worden ist. Deshalb soll er nun zur Tagesmutti/Krippe - drängen die anderen.

Ich glaube, dass es einfach sein Charakter ist und sich mit dem Alter auswachsen wird, ohne dass ich es durch die Fremdbetreuung erzwinge. Im Gegenteil, ich glaube eine aufgezwungene Ablösung von mir würde alles noch schlimmer machen.

Allerdings habe ich öfter das Gefühl, dass ihm tatsächlich etwas "langweilig" mit mir ist. Wir sind zwar mal bei Oma, dann bei den Nachbarskindern, aber bis der Papa von der Arbeit kommt, sind wir schon meistens zu zweit.

Was macht Ihr mit Euren (Einzel)Kindern den ganzen Tag? Wie war es bei Euch? Da wir in einer recht kleinen Stadt wohnen, gibt es auch nicht wirklich regelmäßige Kindergruppen - außer eben Kita - wo wir hingehen könnten.

Wäre Euch dankbar für Eure Erfahrungen!

Dani

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Ich denke das bleibt jedem selber überlassen, mein Sohn Henry ist auch 20 Monate alt und ich betreue ihn auch nur zuhause. Allerdings hat er eine große Schwester Elena ist 5 Jahre alt und Henry liebt Elenas Kiga. Nun ist dort im Gespräch ob sie auch bald 2 jährige nehmen, wenn das zu trifft werde ich Henry dort hin tun, da er sich dort jetzt schon sehr wohl fühlt und immer bei seiner Schwester bleiben will. Und dann werde ich mir auch wieder einen 400 Euro Job suchen.
Ich gehe aber auch immer Dienstag vormittag zu einem Mama Kind Treff, damit Henry auch Kontakt zu gleich Altrigen hat.
Gibt es bei Euch nicht Kinder Turnen oder sonst irgendwelche Veranstaltungen ? Das wäre doch auch eine Möglichkeit.
Elena habe ich damals auch mit 2 Jahren zu einer Tagesmutter gegeben und bin dann arbeiten gegangen.
Meine Freundin lies auch ihren Sohn 3 Jahre zuhause, ich finde wenn Du Dich dabei wohl fühlst spricht nichts dagegen, sollte doch jeder selbst entscheiden.
Der Sohn meiner Freundin hatte damals aber auch einen problemlosen Start im Kiga und er ist heute mit fast 5 noch sehr ein Mama Kind.
Hör einfach auf Dein Gefühl das sagt Dir schon das Richtige.
LG
Annika #snowy

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Hallo,

unser groß ist sogar 4 wenn er in den KIGA kommt weil der Wunschkiga erst dann den Platz frei hat.

Also wir machen folgendes,

zurzeit zum Rodelberg
morgens geht es immer auf den Spielplatz
dann gehen wir einmal die Woche zum Turnen
einmal zum Schwimmen und zur Krabbelgruppe bzw. treffen wir uns immer bei jemand anderes und basteln oder backen mit den Kindern
dann haben wir noch eine Jahreskarte für den Zoo und den Freizeitpark
zum Ziegen füttern mit dem Rad fahren.

LG

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Hey...

Also unsere Lütte ( 13 Monate ) muß nun auch bald in eine Betreuung, da ich ein gutes Jobangebot habe und wir wirklich das Geld brauchen!

Allerding finde ich, dass es schon schön ist bis zum Kindergarten Zuhause zu bleiben..Das reicht ja völlig....
Wenn du die Möglichkeit hats, bei deinem Kind zu bleiben mache das...
Krippe usw mag schön sein für die Kleinen und spannend aber bei Mama ist es für die Süßen eh am schönsten:-)
Und spätestens im Kindergarten, wird er sich von dir "ablößen"
Das meine Meinung...


LG

4

Hallo!

Ich bin Erzieherin und bin der Meinung, dass ein Kind mit 20 Monaten nicht unbedingt ein "Unterhaltungsprogramm" braucht, das es von seiner Mama wegbringt. Dein Sohn ist doch noch nicht mal 2 Jahre alt, also wo wäre er besser aufgehoben als bei seiner Mama? Wenn du nicht unbedingt eine Fremdbetreuung BRAUCHST, weil du arbeiten mußt, würde ich mir darüber keine Gedanken machen. Du kannst deinem Sohn alles geben, was er braucht! Worauf du allerdings schon achten solltest, ist ein regelmäßiger Kontakt zu anderen Kindern! Die meisten Probleme bei der Eingwöhnung in den Kiga (mit 3 Jahren) haben die Kinder, die bis zu diesem Zeitpunkt NUR bei der Mutter klebten und noch keine sozialen Erfahrungen mit anderen Kindern machen konnten. Diese Kinder haben dann sehr wohl Probleme, sich in der Gruppe zurecht zu finden. Suche dir also genügend Möglichkeiten, deinen Sohn unter Kinder zu bringen.

Auch solltest du deinen Sohn, wenn möglich, ab und zu mal von der Oma betreuen lassen (ohne dass du dabei bist). Das schadet ihm nicht. Denn ein BISSCHEN von dir lösen, sollte er sich ja schon können...

lg, Sandra

6

Aber nur Mama beim putzen und kochen zusehen ist doch auch bloed. Als ich noch zuhause war (gehe wieder arbeiten seit die Kleine 9 Monate war) sind wir mindestens 2 mal in der Woche in Gruppen (Stillgruppe und Krabbelgruppe) gegangen, wenn ein Film lief der mich interessierte einmal die Woche ins Mutter und Kind Kino und sonst viel raus und spazieren und auf den Spielplatz oder Enten gucken im Park. Ich bin viel in oertliche Museen gegangen mit der Kleinen. Sie hat da zwar noch nicht so viel mitbekommen, aber ich hab ihr trotzdem zu allem was erzaehlt, ein etwas groesseres Kind hat da vielleicht auch noch mehr davon.

9

#pro
Sehr gute Antwort, muss dir in allen Punkten zustimmen!
Das ist doch meist für Kinder die schönste Zeit, wenn sie noch daheim sind. Kindergarten kommt doch früh genug.
Was man den Kindern heute ständig bieten soll #kratz
Gruß, Purzel

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Hallo,

Andere Sicht:

Unser Kleiner wird im März 2 Jahre alt. Er ist ein Einzelkind. Er geht seit letztem September 09 stundenweise in den Kindergarten. Mittlerweile geht er jeden Tag 3h.
Es bekommt ihm fabelhaft. Er hat richtig Freude. Auch uns bleibt mal etwas Luft.

Ich bin sogar als Baby, mit 1 Jahr, bereits in die Krippe gegangen. Für mich kann ich sagen, und für mein Kind, dass ich sehr wohl die richtige Entscheidung getroffen habe. Kinder brauchen die gewisse Augenhöhe, erst dann blühen sie so richtig auf. Mit und unter Kindern eben :-)

7

Hallo Dani!

Ich hatte zu einem sehr ähnlichen Thema neulich auch einen Thread laufen.

Ich beschrieb, dass ich aufgrund einer Verkettung von Umständen wie mehrmaligem Umzug etc... bisher nicht wirklich in einem Kurs war mit Jonah. Weder Frühförderung, noch Pekip, noch Babyschwimmen, noch sonstewas... und sagte, dass ich zwar von übertriebener Kursrennerei nichts halte, aber manchmal eben doch von außen suggeriert bekomme, dass mein Kind nicht genug Input von außen kriegen würde.

Ich habe auch nicht vor, meinen Sohn eher in eine Einrichtung zu geben als zu seinem 3. Geburtstag...

Ich selbst bin als Kind auch nicht in tausend Kursen gewesen, so viel gab es da nämlich noch gar nicht, und ich bin auch mit 3 Jahren in den Kindergarten gekommen.

Mir hat es auf keiner Ebene geschadet, ich war nicht verstockt oder sozialphobisch oder sonstwas. Im Gegenteil, ich hatte Spaß und war kontaktfreudig.

Lass Dir nichts einreden. Früher war es die REGEL, dass Kinder zu Hause blieben. Und? Haben wir es jetzt mit Generationen von geschädigten Kindern bzw. Erwachsenen zu tun??? Wohl kaum.

Du solltest darauf vertrauen, dass Du als Mutter merkst, was Deinem Kind gut tut. Du solltest natürlich nicht klammern, wenn Du merkst, mehr Input wäre im Grunde das Richtige für Dein Kind. Aber wenn Ihr BEIDE so zufrieden seid im Moment, dann sollen die anderen da mal den Ball flach halten. Finde ich.

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Hallo Dani,

ich gebe Dir da voll recht, das ist auch meine Meinung! Meine Tochter hat leider recht wenig Kontakt zu anderen Kindern, aber das liegt daran das wir beide (mein Mann und ich) arbeiten. Ich in Teilzeit und während ich weg bin arbeitet mein Mann von zuhause und betreut die Maus. Für einen halben Tag die Woche kommt sie mit ins Büro - mein Chef vergöttert sie ;-). Das klappt seit sie auf der Welt ist so gut, jetzt ist sie 2,5 und geht in einem halben Jahr in den KiGa. Aber wenn wir dann doch mit ihr zum Spielplatz etc. gehen, dann hat sie ein Selbstbewußtsein wie ein Pferd und geht ganz offenherzig auf andere Kinder zu. Bei uns war es früher auch nicht so das die Eltern ständig in Kursen unterwegs waren und die Kinder vor 3 Jahren in den KiGa kamen. Ich finde es schade das man mittlerweile dumm angeguckt wird wenn es heißt, mein Kind kommt erst mit 3 in den KiGa. Jeder erwartet das Nelly-Ann schon im Kindergarten ist. Ständig werde ich vom KiGa angerufen mit der Frage, wann sie denn nun endlich kommen würde???

Ich denke auch das ein Kind bis zu seinem 3. Geburtstag zuhause in seinem Umfeld sein soll, sofern das möglich ist. Denn das stärkt doch sein Urvertrauen und die Liebe die es von seinen Eltern bekommt. Wobei ich auch vollkommen Verständnis habe für die Eltern/Mütter, die ihre Kinder früher in eine Krippe geben müssen, wie gesagt: MÜSSEN.

Und der Kleine wird sich noch in den nächsten Monaten derart verändern, vor allem wenn er anfängt zu sprechen, etc. Das wollte ich als Elternteil nicht verpassen wollen ;-)

GLG Helen

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bin zwar schon wieder auf arbeit, seid meine kleine 11 monate alt ist, aber antworte trotzdem. wir wohnen im ausland und haben keine familie, die uns die kleine mal abnimmt. von daher war meine tochter auch extrem auf mich fixiert. ohne mama ging garnix. seit sie in die krippe geht, ist sie da viel offerer geworden. mama ist zwar immer noch die beste, aber fuer sie ist es ok, wenn ich mal nicht da bin. ausserdem tut ihr der taegliche umgang mit den anderen kindern total gut und sie geniesst das wirklich.

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Hi,

ich bin zwar keine Mama, die zuhause ist, aber ich hoffe, dass ich trotzdem einen #tasse bekomme.

Ich glaube, dass Du Deine Ohren besser auf Durchzug stellst, wenn es darum geht, warum und ob Kinder anhänglich sind. Meine Kinder sind seit sie 6 bzw. 4 Monate alt sind in der Kita. Dort sind sie 40-45 Stunden in der Woche und was ist? Auch meine haben Phasen, in denen sie wie Pattex an mir kleben:-). Meine Große hat in so einer Phase mal zu mir gesagt: "Mama, wir wären besser Känguruhs geworden, oder?"

Ich denke, dass ist ganz normal und lässt sich auch - zum Glück - nicht verhindern. Geniesst Eure Zeit und lasst Euch nicht reinreden#liebdrueck.

LG

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Hallo
ich steck grad in einer ähnlichen Situation.....Henry ist 21 Mon alt und hängt im moment sehr an mir......
Er wird ab August 2011 in den Kiga gehen dann ist er 3 Jahre und 4 Mon alt......das ist vollkommen ok denk ich.
Wir besuchen Mo eine Spielgruppe und treffen uns Freitags mit mehreren Mamas priv zu Hause......
Im Sommer werden wir viel auf den Spielplätzen toben denk.....klar brauchen Sie andere Kinder aber dafür müssen die Kids nicht zwingend in den Kiga oder zur Tagesmutti........


Lg Eva

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Also ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass es daran liegt, dass er so spät in den Kindergarten kommt, dass er so auf dich fixiert ist.
Das ist Typ-Abhängig.
Anna kommt auch erst im 3 in den Kindergarten, ist hier in Österreich auch viel üblicher. Zumindest ist das bei allen bekannten so!
Anna war noch nie sehr anhänglich. Sie kommt einmal in der Woche vormittags in eine Kindergruppe, wo ich dann gehe.... es war noch nie ein problem.

Wir sind viel draußen, basteln viel, gehen Schwimmen, einmal in eine Spielgruppe, laden uns oft andere kinder ein....
viel Turm bauen, viel bücher lesen.... lass deiner Phantasie freien lauf!

LG karin

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