Wieviel mehr Stress beim 2. Kind??

Hallo alle Miteinander,

Ich weiß, dass Thema zweites Kind wurde schon etliche Male behandelt. Letztendlich muss jeder eine Entscheidung für sich und seine Familie treffen.

Mein "Problem" ist, dass ich nicht einschätzen kann, was beim zweiten Kind auf mich zu kommt.

Ich bin 30, berufstätig, derzeit 25 stunden/Woche. Hab nen sicheren Job und nach einem Jahr bei unserer tochter wieder zu arbeiten angefangen. Sie ist mittlerweile 25 Monate alt. Jetzt überlegen wir, ob wir ein zweites Baby möchten..

Ich stell mir das so vor, dass ich dann wieder ein Jahr zu Hause bleibe und das zweite Kind vormittags dann auch in die Krippe gebe. Bei unserer Tochter hat das super geklappt.

Allerdings glaube ich nicht, dass das zweite "einfach so mitläuft". Ich denke, dass es sehr viel mehr an Stress, Arbeit etc. bedeutet.

Ich habe Angst, dass ich zu kurz komme, überhaupt keine Zeit mehr für mich finde. Ich habe auch Bedenken, dass meine Ehe zu sehr zurückstecken muss, weil wir gar keine gemeinsame Zeit mehr haben.

Wie war das bei Euch? Mehrfachmamis meldet Euch ;-)

1

Hallo,

ich habe drei Kinder (9,7,1). Ich fand, dass das zweite wesentlich weniger "Streß" bedeutet, da man nicht mehr so unsicher ist wie beim ersten. Das erste halbe Jahr fand ich bei allen stressig.

Den Abstand von drei Jahren finde ich jedenfalls gut, da ist die Große schon ein bißchen selbständig. Es kommt auch darauf an, wie viel Hilfe Du hast. Wir können auch alle drei ab und zu abgeben und achten darauf, dass wir auch mal Zeit für uns haben.

Liebe Grüße!

2

hi
wir ähneln uns :-)

ich bin auch 30, bald wieder berufstätig und hab vor 4 monaten unser zweites kind entbunden. es ist definitiv mehr stress! aber ich bin froh, das unser sohn (3j4m) so ein super bruder ist. da ist keine eifersucht. nichts! perfekt! wir binden ihn auch immer und überall mit ein! bereits seit der schwangerschaft.

ja, es bleibt weniger zeit für dich und deinen partner. warum? weil jedes kind (egal welches alter) bedürfnisse hat und das nunmal 24h am tag. und auch deine große wird zeit mit mama wollen, die zeit mit dem kleinen muss dann der partner auffangen (können und wollen)

aber ... es lässt sich händeln! allerdings müssen beide partner immer! an einem strang ziehen! meiner z.b. hat seine arbeitszeiten z.b. so verlagert, dass er morgens vor dem aufstehen aus dem haus geht, damit er abends gegen 5, spätestens 6 zu haus ist! ich würd sonst durchdrehen, weil nämlich beide kinder etwa gegen 5 müde/knatschig/anstrengend werden ;-)

tja termine für mich versuch ich auf die abendstunden zu legen (momentan gehen beide kinder 19 uhr ins bett) ... oder die kurze muss halt mit, der große ist im kindergarten, hat einen vollzeitplatz, den ich aber nie bis zum ganzen ausreize.

ich halte allerdings nichts davon, ein baby überall mit hinzuschleppen, deshalb verzichte ich auf einige dinge oder verleg sie wie gesagt auf die abendstunden, soweit möglich!

lg a.

3

Ein Kollege von mir hat 5 Kinder, alles Söhne (#schock) und der meinte, dass die größte Umstellung, die von 0 auf 1 Kind war. Die Erfahrung gibt einem mehr Gelassenheit als beim Ersten.
Ich bin auch gespannt, was sich ändert, wenn unser Kleiner da ist.

Ivonne

4

Tja, das Problem ist, man weiß nie, was man bekommt ;-)

Es gibt pflegeleichte zweite Kinder, die einfach so mitlaufen, tatsächlich. Aber es gibt auch anstrengende zweite Kinder, die viel Aufmerksamkeit brauchen.

Ich persönlich fand das erste Lebensjahr meines zweiten Kindes sehr anstrengend. Die Kleine hat sehr schlecht geschlafen und ich habe nachts nicht mehr als 3-4 Stunden Schlaf bekommen. Morgens musste ich mich um die Große kümmern, sie war damals noch nicht im Kindergarten. Davon abgesehen war mein zweites Kind aber recht pflegeleicht, sie MUSSTE oft einfach nebenherlaufen, weil ja noch ein anderes Kind da war. Ab dem zweiten Kind kann man nicht mehr das ganze Leben nach dem Baby ausrichten, sondern das Baby muss sich von Anfang an an den Familienrhythmus anpassen.

Inzwischen spielen die beiden viel miteinander und ich finde es gerade wesentlich einfacher als je zuvor. Auch einfacher als nur mit einem Kind, da meine Große immer viel Aufmerksamkeit und Beschäftigung wollte und das brauche jetzt nicht mehr ICH ihr geben, sondern da ist auch die kleine Schwester recht. Also habe ich tatächlich im Moment mit zwei Kindern weniger Stress als damals nur mit einem Kind ;-)

Lg Steffi

5

Hi,

ich schließe mich der Behauptung "man weiß nie, was man bekommt" an. Es gibt pflegeleichte, gesunde Kinder, es gibt kranke oder sehr anspruchsvolle Kinder und es gibt MEHRLINGE!
Wir wollten auch nur "ein Zweites" und bekamen dafür zwei auf einmal. Die gehen jetzt auch in die Krippe, aber der Streßfaktor ist immens, gerade in der ersten Zeit.

Wären die kleinen Helden aber nur einer gewesen, wäre es verglichen mit der Großen echt entspannt gewesen.

LG,
brynlie

6

Naja das kommt immer auf der Kind an.

Unsere beiden haben 4 Jahre unterschied und die kleine war kein einfaches Baby, sie war eigentlich den ganzen Tag am Stillen oder im Tragetuch sobald ich sie ins Bett gelegt habe hat sie geschrien, im Kinderwagen hat sie geschrien im Maxi-Cosi hat sie geschrien nur im Tuch - wenn ich glaufen bin war Ruhe #schwitz

Als Außenstehender denkt man sich vielleicht naja dann trägt man die kleine eben den ganzen Tag... Nur das ist leichter gesagt als getan denn schließlich hat man noch ein 2. Kind um das man sich auch noch kümmern möchte und muß. Klar kann man auch mit Kind im Tuch oder an der Brust ein Spiel mit der Großen spielen. Aber es wird eben doch alles komplizierter.
Es fängt schön frühs an wenn irgendwie allle bis 8 Uhr fertig sein müssen weil die Große in den Kigs muß/will. Du hast kaum geschlafen weil die Kleine die halbe Nacht gestillt hat und die paar Minuten dazwischen nur auf deinem Bauch geschlafen hat.... Die Große bei 0 Grad meint sie müßte mit dem Ballettrock in den Kiga und irgendwie müßte das Baby jetzt auch mal ne Stillpause machen damit man es anziehen und in den gehasten MC legen kann damit man noch kurz vor knapp in den Kiga kommt.....

------------ So war es bei uns-------------

Die Cousine meines Mannes hat ziemlich zeitgleich ihr 2. Kind bekommen und dieses Kind hat immer nur geschlafen und ist alle 4 Std zum Stillen gekommen. Irgendwann hat auch dieses Kind weniger geschlafen, aber dann lag es eben auf der Decke und hat den lieben Gott einen guten Mann sein lassen......

So unterschiedlich sind die Mäuse und daher ist es auch schwer zu sagen wieviel mehr Streß auf dich zukommt.

Aber es wird mehr Streß, es ist ein Mensch zusätzlich da um den du dich kümmern müßt und natürlich steht man selbst und auch die Ehe zurück aber irgendwann wird es wieder besser ;-)

Man muß aber auch sagen das man sich beim 2. sicherer fühlt weil man eben alles schon mitgemacht hat.....

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Hallo!
Also ich habe meine Tochter bekommen als mein Sohn 11 Monate alt war. Ich muss sagen das sie ein sehr unkompliziertes Baby war und wir dadurch nicht wirklich mehr stress hatten. Gehe auch halbtags arbeiten.

Bei meiner Tochter war es so, dass sie itgendwie einfach "mitgegangen" ist, beim ertsen Kind ist alles viel anstrengender...
Also so war es bei uns und mittlerweile ist es sehr schön wie die beiden miteinander spielen und toben, fast wie Zwillinge!

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Hi,

mir gehts ähnlich wie Dir.

Ich bin 28, mein Sohn ist jetzt 18 Monate alt. Ich habe ein hartes Jahr hinter mir: Colins Papa und ich haben uns getrennt aus vielen Gründen, er kümmert sich nicht wirklich um seinen Sohn, mein AG, wo ich vor der SS gearbeitet habe, wollte mich 130km entfernt in eine andere Stadt versetzen. Was einfach nicht geht. Gerichtsverfahren deswegen, was sich Gott sei Dank inzwischen geklärt hat.

Arbeite jetzt seit Oktober 2009 wieder. Erst mit 25 Stunden pro Woche, seit Dezember sind es jetzt 35 Stunden pro Woche. Ich habe einen neuen Lebensgefährten (mit dem ich schon vor Jahren mal zusammen war), der 2 Kinder (10 Monate und 5 Jahre) in die Beziehung gebracht hat. Seine Mäuse leben zwar bei der Mutter, aber sie sind halt auch sehr oft bei uns.

Mein Sohn versteht sich gut mit meinem Freund und seinen neuen Geschwistern (alles Jungs). Aber der Große (5 Jahre alt) ist z.B. sehr anstrengend. Was ich von meinem Sohn (noch) nicht gewohnt bin.

Mein Freund und ich wollen irgendwann auf alle Fälle ein gemeinsames Kind. Wir hatten schon darüber gesprochen, als das Thema aufkam, was passiert, wenn ich unplanmäßig schwanger werden sollte. Ich stell es mir sehr schwierig vor: 1 dauerhaft bei uns lebendes Mäusi und zwei Jungs, die 2-4mal die Woche bei uns sind. Und dann noch ein Baby-Mäusl? Ich hab erst im Oktober wieder neue Arbeit gefunden. Darüber mache ich mir am meisten Gedanken.

Ist sicher eine Umstellung. Aber unser Traum steht trotzdem fest. Wir würden die Bande schon alle groß bekommen. Und ich freu mich schon sehr darauf.

LG
Franzi mti Colin (*19.06.08) und den Stiefkids Niklas (*20.03.09) und Justin (*31.12.04)

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ich bin auch berufstätig, 3 tage die woche, 25 stunden.

23 monate nach dem ersten kam das zweite kind. ich machte 6 monate pause, in denen das erste kind 2 tage die woche weiter in die krippe ging. dann gingen beide die 3 tage,d ie ich jetzt arbeiten gehe.

die 6 monate waren der himmel auf erden: zwei süsse kinder, nicht arbeiten, genug zeit für beide und genug zeit "nur" für das baby und mich.
das erste jahr dann mit arbeit und zwei kleinkindern war hart. zwar ist es leicht sie zum aufstehen zu motivieren, da das geschwister immer dabei ist, aber sonst wars heftig. zum glück bringt und holt mein partner die kinder... ich gehe in der mittagspause einkaufen, putze an den "freien" tagen und und und

zeit für mich oder die partnerschaft bleibt so gesehen nicht mehr. coiffeur über mittag oder an einem samstag mit einem kind auf dem schoss... ich mag keinen babysitter, wenn die kinder eh schon 3 tage ausser haus sind. meine einstellung...

freunde, die man mit einem kind noch besuchen oder über mittag treffen konnte, haben keine lust auf eine kleine rasselbande - und während man ein kind auch mal an eine vorlesung mitnehmen konnte (oder an einen event) ist das mti zweien absolut unmöglich. während bei einer podiumsdiskussion die nette empfangsdame noch bereit war, ein wonniges kind für 50 minuten zu beaufsichtigen, so ist sie bei einem kleinkind und einem noch so wonningen baby absolut nicht mehr flexibel. logisch.

wenn das kind krank wird, dann meist genau eine woche zeitversetzt zum anderen - also ist man doppelt auf nachbarn, geschwister, omis oder kulante arbeitgeber angewiesen.

aber: jetzt ist die kleine 18 monate, die kinder spielen schon viel für sich und miteinander. der grosse hat mit 3.5 eigene kleine freunde und ist also auch mal einen mittag lang bei nachbarskindern (genauso wie die bei uns sind, natürlich). zwei sind sehr schön. wäre ich vermögend, hätte ich gern noch eins... :-)

das letzte mal im kino war ich vor vier jahren, das letzte mal in der massage vor 2 jahren während der schwangerschaftsvorbereitung, das letzte mal mit meinem mann alleine essen war ich am tag der geburt meiner tochter, das letzte mal ausgeschlafen habe ich am 31.7.2006. das letzte mal durchgeschlafen etwa am 30.6.2008 - nachdem der grosse endlich durchschlief und zwei wochen vor der geburt meiner tochter. das letzte mal tauchen war ich vor vier jahren - das letzte mal trainieren ebenso. und nein - das ist keine vernachlässigung meiner selbst oder faulheit. sondern die einsicht, dass man nicht alles kann und nicht alles können muss. und dass die brutpflege - gerade bei berufstätigen - nun mal nicht viel freiraum lässt.

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