völlig ausgebrannt-meine lust mehr mit kind etwas zu unternehmen

Hallo!

Bin gerade am Verzweifeln...Die letzten 3 Wochen (gefühlte 8 Wochen) ist mein Sohn (seit gestern 3 Jahre alt) unausstehlich!!
Er nörgelt und jammert ständig herum, will keinen Mittagsschlaf mehr machen, ist dann aber spätestens ab 16h total unsausstehlich. Er klettet ganz oft an mir und will alles mit mir zusammen machen. Aber "Du darfst das nicht, Papa darf das nicht..." sind seine Lieblingssprüche..In einer größeren Gruppe Kinder ist er extrem schüchtern, z.B. im Kiga wo er seit August ist macht er gar nicht mit und hängt fast nur am Bein seiner Erzieherin..Die meinte jedoch, dass das noch normal sei und das es auch nicht so ist, dass es ihm im Kiga gar keinen Spass machen würde..
Beim Kindergeburtstag seines besten Freundes war ausser ihm noch ein Mädchen in seinem Alter eingeladen, das er nicht kannte. Also hing er die ganze Zeit an meinem Bein/Arm/Schoß und als er auch noch den Platz mit dem rosa Gedeck bekam war der Nachmittag gelaufen und wir sind kurz darauf nach hause gefahren.
Manche Tage an denen wir verabredet waren waren auch ganz gut, so wie gestern oder letzte Woche. Da hat er wirklich toll mit den anderen Kindern gespielt.
Ausserdem beschäftigt ihn gerade das Trocken werden . Er traut sich gar nicht mehr richtig sein großes Geschäft zu machen. er hat noch eine Windel. Ab und zu ging es auch ,mal ohne, aber er will meist nicht freiwillig auf die Toilette und ich will ihn dazu auch nicht zwingen...
Ich bin momentan einfach frustriert und fühle mich überfordert. Ich habe überhaupt keine Lust noch irgendetwas mit meinem Kind zu unternehmen!! Mein Mann unterstützt mich auch nicht gerade. Er meint zwar, er macht das, aber er unternimmt selten etwas allein mit Kind. Ich soll dann immmer mitkommen oder muss erst mit ihm darüber diskutieren und ihn dazu animieren, mal mit dem Kleinen raus zu gehen. Auch wenn er dann mal einkaufen fährt, meint er, dass es ihm zu anstrengend sei, das Kind mitzunehmen. Und abends bin ich meist diejenige, die das Kind ins Bett bringt. Er macht das nur 1x in der Woche, wenn ich arbeite. Er mient, wenn ich dabei sei, geht das nicht, das Kind will dann immer nur von mir ins Bett gebracht werden. Aber hallo, soll ich nur deswegen raus gehen oder abends Termine machen, damit er das Kind ins Bett bringen kann?
Ich weiss einfach nicht mehr weiter...Würde mein Kind im MOment am Liebsten in Urlaub schicken..
Habe auch schon bei der Familienberatung angerufen..dauert aber noch mindestens einen Monat bis ich einen Termin bekomme.
Kennt ihr solche Gefühle und wie geht ihr damit um?

Lg
sterntaler

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Hallo!
Kopf hoch!Es kommen bald wieder bessere Zeiten.Ich kann da zwar noch nicht so ganz mitreden denn Leon fängt gerade erst an mit seinen Trotzphasen .Aber dein Sohn macht das bestimmt nicht absichtlich.
Mein Mann war auch noch nie alleine mit Leon draussen.Ich fänd das auch mal richtig angenehm....
Alles Gute Bianca und Leon 17 Mon

2

Hallo,
solche Phasen kennen wir alle... Hölle, Hölle, Hölle sag ich nur. Hab noch nen Kleinen dazu, das machts nicht leichter.

Forder dir mehr Unterstützung von deinem Mann ein. Wenn er denkt das du Abends weg sein sollst damit er euren Kleinen hinlegen kann? Prima! Verabrede dich einmal pro Woche mit einer Freundin. Und zwar JEDE Woche.

Hast du Oma oder sonstwen dem der Kleine nahesteht? Frag nach ob ihn jemand mal für einen Nachmittag nimmt oder zumindest für 2 Stundne. Du brauchst mal ein bisschen Erholung wie mir scheint. Nur wenns Mama gut geht kanns auch dem Kind gutgehen.

Alles Gute für Dich

LG Lisanne

5

Hallo!
Hoffe auch dass das hier nur ne Phase ist!!
Oma und Opa wohnen zwar direkt nebenan, aber meine Mutter hat sowieso "immer was zu tun"...denen ist mein Sohn auch gerade zu anstrengend, die nehmen ihn nur, wenn er "lieb ist".
Und meine Schwiegereltern wohnen ca. 45 Minauten entfernt, nehmen den Kleinen aber gerne. Sollte die mal fragen, die machen das bestimmt.
Ich würde am liebsten wieder sein Gitterbett aufbauen und ihn im Schlafsack dort hinein verfachten, damit er nicht herauskommt und ich mittags mal ne Halbe h meine Ruhe habe! Waren die Zeiten noch schön, als er mIttagsschlaf gemacht hat..
Eigentlich wollte ich immer gerne 2 Kinder haben. Bewundere wirklich alle mit mehr als einem Kind !Mein Sohn wird wohl keine weiteren Geschwister mehr bekommen wenn das so weitergeht.
Lg

3

Ja, ich kenne solche Gefühle.

Und als erstes möchte ich Dir gern sagen dass Du Dich bitte nicht schuldig fühlen sollst dafür, dass Du Deinen Sohn manchmal gern auf Urlaub schicken würdest.

Würde ich auch manchmal gern. Gerade in solchen Quängel-Klett-und-Trotz-Phasen.

Die kommen und gehen ja leider immer wieder. Ich bin im Moment auch körperlich am Ende, vor allem mein Rücken, und seelisch hänge ich auch manchmal ganz schön durch.

Es wird besser, es wird besser... bete ich mir dann immer mantra-artig vor.

Es ist schon der richtige Weg, Dir Unterstützung zu suchen. Und Ausgleich. Wenn Du kannst, organisiere Dir Stunden ohne das Kind. Freunde, Verwandte, die Dir den Kleinen mal abnehmen können? Wenn Du sie hast, bitte sie um Hilfe. Das ist kein Eingeständnis von Schwäche, das ist wichtig, damit Du einen Ausgleich bekommst.

Rede mit Deinem Mann deutlicher, sag ihm dass Du manchmal einfach nicht mehr kannst und seine Unterstützung dringend brauchst. Sag ihm dass es Dir ganz klar ist ,dass Ausflüge mit dem Kind anstrengend sind weil Du nämlich den ganzen Tag in den Genuss kommst!

Es hat ja keinen Zweck, Deine Kraft so lange auszunutzen, bis Du völlig zusammenbrichst. Jede Mutter mit so einem kleinen Kind sollte Zeiten für sich haben.

Viele Menschen unterschätzen das grandios, was es bedeutet, so ein kleines Wesen 24 Stunden am Tag zu versorgen. Ich persönlich kann rückblickend sagen, mein Vollzeitjob war ein Spaziergang dagegen.

Du hast ein Recht auf Auszeiten. Lass Dir helfen und fühle Dich nicht schlecht dabei, um Hilfe zu bitten und darauf zu bestehen.

Auch Deinen Mann kannst Du in die Richtung "erziehen". Indem Du auf Hilfe bestehst und nicht die Diskussion aufgibst weil sie anstrendend wird. Viele Frauen sind so dass sie dann Dinge lieber selbst erledigen, ehe sie stundenlang diskutieren. Aber auch daran gewöhnt der Partner sich.

Bleib ruhig, nett, freundlich, aber auch bestimmt.

Kümmere Dich um Dich selbst! Nur so bekommst Du wieder Kraft genug, Dich um Deinen Sohn zu kümmern.

6

sehr schön geschrieben und richtig in allen Punkten!!#pro

LG Lisanne

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Hallo Tweetys-mom,

danke für deine aufbauende Antwort und an alle anderen, die genatwortet haben natürlich auch!!
Ist schon eingroßer Trost, dass ihr auch solche Gefühle kennt.
Muss meinen Mann wirklich mehr bearbeiten, damit er mich mal entlastet. Er denkt immer, wenn ich mich um das Kind kümmere, besteht das nur aus Kaffee trinken und mit Freundinnen quatschen und die Kinder beschäftigen sich dann schon selbt.
Ich arbeite teilzeit ca. 12h/Woche. Ich habe immer das Gefühl, das zählt für ihn überhaupt nicht. Seiner meinung nach könnte ich mich auch lieber selbständig machen, damit wir mehr Geld verdienen. Er würde sofort seinen Job kündigen und sooo gerne die Kindererziehung übernehmen...Die Diskussion haben wir mindestens 1x die Woche:-(
Lg

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Hallo,

ich glaube jede Mutter kennt solche Phasen....
Gönn dir mal ne Auszeit. Entweder abends oder noch besser einen ganzen tag am Wochenende. Dein Mann kann den Kleinen ja währenddessen nehmen und du gehst mal in die Sauna, ausgiebig shoppen, etc.

Ich mache das ab und an und es tut mir richtig gut. Ohne Auszeit wäre meine Batterie ständig leer und davon hat niemand was.

Gruß, Amory

9

Hallo!

Mein Mann kümmert sich jeden Tag um unsere Tochter (2), das ist doch selbstverständlich - oder sollte es zumindest sein!
Wir bringen sie zusammen ins Bett und er unternimmt hin und wieder nach der Arbeit mal was allein mit ihr, damit ich auch mal Zeit für mich hab.
Dass dein Mann dich mit eurem zur Zeit "schwierigen" Sohn allein lässt, würde ich mir nicht gefallen lassen!
Schade, dass manche Väter immer daran erinnert werden müssen ...
Ich hoffe, du findest einen Weg, damit du wieder Kaft schöpfen kannst! Viel Glück!

LG

10

Huhu !

Sag mal , ist meine 3 jährige Tochter bei dir ? ;-)

Emily geht auch seit August in den Kindergarten und seitdem ist sie auch nachmittags unausstehlich :-(

Sie ist auch extrem trotzig und weinerich ! Sie hängt mir ebenfalls an den Klamotten ;-)

Oft schläft sie dann am Nachmittag ein , meist allerdings zur falschen Zeit :-(

Ich bringe sie , wenn sie einen Schreianfall bekommt in ihr Zimmer und sage ihr sie soll sich beruhigen und wenn alles wieder gut ist , dann kann sie zu mir kommen .

Denke das es momentan eine große Reizüberflutung ist . Der Kiga fordert und fördert und wir als Eltern wollen auch noch etwas unternehmen oder wollen alles wissen .

Bei uns ist es wirklich erst so extrem seit dem Kindergarten . Hier zu Hause war sie ja nun 3 Jahre das Nesthäkchen und für sie wurde alles getan . Im Kiga muß sie sich selbst behaupten . Und den Nesthäkchenstatus zu Hause mußte sie ja auch einen Tag nach ihrem ersten Kiga Tag an unseren Luis abgeben :-)

Allerdings von Eifersucht keine Spur :-) , eher ist sie eine Superglucke . Sie war auch vorher eine hervorragende Puppenmami ;-)

Ich binde im Moment auch vermehrt meinen Mann mit ein , da ich oft nicht schlafe und voll stille und zudem noch arbeiten gehe . Leider muß man die Männer oft an ihre väterlichen Pflichten erinnern ;-) , bevor sie von selbst mal das ein oder andere sehen oder tun :-)

Versuch auch deinen Mann oder vielleicht auch mal Oma oder Tante mit einzuspannen :-)

Wünsche dir auch viel Kraft und Geduld . Mein Nervenkostüm liegt momentan auch eher im Keller;-)

LG Dany

11

Hallo sterntaler,

meine Große ist zurzeit fast genauso wie dein Süßer. Seit sie in den KiGa geht, ist sie nachmittags entweder am Schreien oder hängt mir am Rockzipfel. Sie ist einerseits ein totales Sensibelchen, andererseits aber extrem dickköpfig. Und reagiert extrem auf Veränderungen aller Art.

Ich denke, dass dein Kind zurzeit auch sehr stark mit den Veränderungen in seinem Kopf zu kämpfen hat. Einerseits spürt er sehr stark seine neue Selbständigkeit durch KiGa und Trockenwerden und testet entsprechend seinen eigenen Willen aus, andererseits überfordert ihn das Ganze wahrscheinlich und deshalb braucht er dich zurzeit ganz besonders. Du kannst eigentlich nichts anderes tun als für ihn da zu sein und ihm Geborgenheit zu geben. Irgendwann wird das dann schon wieder besser.

Ich habe ja noch ein zweites Kind und würde zurzeit sicher wahnsinnig werden, wenn mein Mann nicht so viel helfen würde. Schade, dass deiner nicht so hilfreich ist. Bei manchen Männern helfen nur klare Ansagen. Diskutiere nicht mit ihm, sondern plane eigene Auszeiten für dich ein! Das Schlafenbringen-Problem haben wir z.B. auch (wenn ich zu Hause bin, muss ich immer dabei sein). Deswegen gehe ich an ca. 2 Abenden pro Woche einfach weg. Ich besuche einen Yogakurs (wirkt sehr gut gegen Stress!) und gehe in die Sauna oder ins Kino. Sowas würde ich dir auch raten. Drück deinem Mann das Kind in die Hand und mache was für dich. Dann lernt er vielleicht auch mal, selbständiger mit dem Kleinen umzugehen, und du kannst ein bisschen auftanken.

Alles Gute!
Meggie mit Paula (3 Jahre) und Charlotte (23 Monate)

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Hallo Meggie,

das was Du über Deine Tochter schreibst ist 100%ig zutreffend auf meinen Sohn.
Ich denke auch dass er gerade mit ganz vielen Dingen auf einmal beschäftigt ist...so eine Art Trennungs- /Loslösungsphase..Auf der einen Seite will er schon ein "Großer" sein, aber auf der anderen Seite ist er traurig darüber, kein Baby mehr zu sein und es fällt ihm schwer, sich von gewohnten Dingen zu trennen.
Es beruhiht mich ja, das sein Verhalten also noch "normal" zu sein scheint. Meine Mutter meint ständig, dass das ja nicht mehr normal sei!Sie "kenne kein Kind in seinem Alter das solche Wutanfälle hat....wir sollen ihm mal seine Grenzen zeigen...da hilft nach ihrer Meinung nur noch ein "Klaps" um das Kind zur Vernunft zu bringen..." Das hat sie vor 2 Tagen gesagt.Ich bin darüber sooo wütend!! Für meine Eltern zählt das Kind nur, wenn es immer schön lieb,ruhig und angepasst ist. Ich habe schon gar keine Lust mehr ihn zu Oma und Opa gehen zu lassen. Aber er fühlt sich dort in ketzter Zeit sowieso nicht mehr so Wohl. Da sind ihm seine andere Oma und Opa (meine Schwiegereltern) lieber. Die sind auch viel lockerer und akzeptieren, dass er noch ein Kind ist!
Yoga oder ähnliches ist auch eine gute Idee. WErde mich mal nach Kursen erkundigen. War eigentlich bis zur Geburt meines Sohnes immer im Fitness Studio. Hat mir auch wirklich Spass gemacht. Da wir aber sehr knapp bei Kasse sind, rastet mein mann aus, wenn ich das Wort Fitness Studio nur erwähne!! Ich könne seiner Meinung ja gerne etwas im Sportverein machen. Wär ja auch ok.Die Beiträge dort sind wirlkich viel geringer, aber der Aerobic Kurs dort ist soooo langweilig und die anderen Sportarten dort sind einfach nicht mein Ding. Ich denke, irgendwo lässt sich sicher etwas abzwacken für`S Fitnessstudio.
So, jetzt habe ich aber genug gequatscht:-)

Viele liebe Grüße
sterntaler

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Hallo sterntaler,

deine Eltern scheinen ja ähnlich drauf zu sein wie meine Mutter. Sie war kürzlich eine Woche zu Besuch (sie wohnt 700 km weit weg), und ich musste mir auch die ganze Zeit anhören, wie schrecklich und unnormal meine Große sei. Allerdings hat meine Mutter so gut wie keine Erfahrung mit Kindern (ich bin ihr einziges Kind und war wohl sehr pflegeleicht). Insofern nehme ich das nicht besonders ernst - aber nerven tut es natürlich trotzdem. Das mit dem Klapsen musste ich mir auch schon anhören. Ich kann gut verstehen, dass du unter diesen Bedingungen keine Lust hast, deinen Sohn zu deinen Eltern zu geben.

Ich denke, man kann ohnehin nie sagen, was normal ist oder nicht. Die Kinder sind nun mal unterschiedlich. Meine Kleine ist (glücklicherweise) sehr ruhig und ausgeglichen, während meine Große schon immer sehr launisch, sensibel und temperamentvoll war. Das zeigt mir immerhin, dass es nicht an meiner Erziehung liegt. Und ich kenne einige Mütter, deren Kinder zumindest phasenweise auch extrem anstrengend sind (und dann aber auch immer wieder Phasen haben, wo alles gut läuft). Insofern erscheint mir das ziemlich normal.

Ich wünsche dir, dass du eine gute ausgleichende Freizeitgestaltung für dich findest! Ich denke, dass das gut investiertes Geld ist - eine zufriedene Mutter macht auch das Kind zufriedener, und letztlich kommt das auch deinem Mann zugute.

Liebe Grüße
Meggie

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