Wie verkraftet ein Kleinkind eine Trennung?

Hallo zusammen

Mein Sohn ist 3 Jahre alt und sein Vater und ich seit einem halben Jahr getrennt. Seit ein paar Tagen geht es meinem Sohn sehr schlecht. Ich weiss nicht, ob es einen Zusammenhang damit hat, dass wir zum ersten Mal seit der Trennung wieder etwas zusammen mit seinem Daddy unternommen haben. Möglicherweise vermisst er das oder ihm ist die Trennung dadurch erst richtig bewusst geworden?

Er schläft im Moment sehr schlecht, träumt, weint, findet stundenlang den Schlaf nicht mehr. Tagsüber ist er dann natürlich dementsprechend schlecht drauf... Manchmal ist er sehr aggressiv, haut, schmeisst dinge herum, spukt und wird wegen jeder Kleinigkeit wütend.

Auf der anderen Seite ist er das liebst Kind, sehr aufmerksam, sensibel, lustig und voller Energie.

Er hat einen sehr strengen Wochenablauf, vielleicht ist ihm das alles zu viel? Mo. und Di. ist er bei mir, Mi. - Fr. arbeite ich, einen Tag ist er bei Nonna, zwei Tage in der Krippe, am Fr. holt sein Vater ihn ab und am Sa. Nachmittag kommt er dann wieder zu mir. So. ist er auch bei mir.

Ich weiss einfach nicht, wie ich ihm helfen kann! Es tut mir so weh, ihn so zu sehen... Und dazu bin ich auch am Ende meiner Kräfte wegen des Schlafmangels.

Hat jemand ähnliches erlebt? Ich hoffe auf viele Tipps von Euch!

Danke und lg Karin

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Hallo ...

Keine einfache Situation für alle beteiligten!!!
Dein Sohn ist 3 Jahre alt, frag Ihn doch einfach, wie er das empfindet!??
Gib ihn viel Aufmerksamtkeit, Liebe und Zuneigung. Mach ihn begreiflich, das Papa immer noch für ihn da ist und ihn lieb hat auch wenn er nicht mehr bei euch Wohnt. Mit 3 Jahren, versteht er das, denke ich, meine Tochter würd es verstehen, sie ist auch 3,3 Jahre.

Vielleicht solltest du auch seinen "Wochenplan" etwas freizügiger gestallten, das er mehr Zeit für sich und mit dir zum spielen hat und nich alle zwei Tage bei einer anderen Person ist. Was ich dir als Tipp geben kann, feste Zeiten wann der Papa kommt und wie langer er bei ihm bleibt. Es wird mit der Zeit einfacher, das versprech ich dir... meine Tochter war zwar erst 1,5 Jahre als wir uns getrennt haben auch auch das war keine einfach Situation .. aber jeder hat sich dran gewöhnt und bei uns war es eh etwas einfacher, da der Papa so u. so kaum da war, sie kannte es gar nicht anders.

Wenn du Rat und mal jemanden zum quatschen brauch, meld Dich gern bei mir über VK!!! :-)

LG Niedliche mit Vanessa, die in der Kita ist #kuss *10.05.2009

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Also ich denke, dass 3 Jahre sowieso ein schwieriges Alter ist. In unserem Bekanntenkreis sind gerade alle um die 3 Jahre alt und zu 95% anstrengend. Einerseits schon ganz selbstständig, andererseits aber auch noch Babys, die viel Aufmerksamkeit brauchen und die von Kleinigkeiten leicht aus der Bahn geworfen werden. Meine Tochter hat z. B. am Freitag bei Oma und Opa übernachtet. Sie kennt das, sie wollte das und fand es auch schön. Trotzdem haben wir dann immer eine ganze Woche was davon, weil sie extrem anhänglich wird, aber auch unausgeglichen wird. Also Augen zu und durch.

Und dann möchte ich noch etwas sagen: Ich finde es toll, dass Du und dein Ex-Mann es schaffen, die Beziehung und das Elterndasein zu trennen und dass Ihr gemeinsam was unternommen habt. Das ist alles andere als selbstverständlich und Ihr solltet wirklich weiter daran arbeiten, dass Ihr das so toll hinbekommt. Du solltest auch mit dem Papa über deine Sorgen sprechen, sodass auch er dem Jungen immer wieder vermitteln kann, dass Ihr ihn beide liebt.

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