auch nach dem 1. Geb. noch Tränenkanalstenose - wer noch?

Hallo zusammen,
unsere Kleine hat auch nach einem Jahr immer noch eine Tränenkanalstenose; leider tränt das Auge nicht nur, sondern es ist auch regelmäßig entzündet.
Meine Hoffnung, dass es von selber verschwindet, schwindet inzwischen auch. (Bei 95 % der Kinder mit Stenose soll es ja bis zum 1. Lebensjahr "einfach so" weg sein.)
Wir haben schon alle möglichen Tipps ausprobiert (Schwarztee etc.), homöopathisch behandelt (Euphrasia Tropfen + Globuli), antibiotisch behandelt, massiert etc. Leider ohne anhaltenden Erfolg. Zeitweise ist es besser (vor allem nach antibiotischen Mitteln), aber nach kurzer Zeit ist alles wieder rot und oft entzündet. Die Kleine kriegt auch die Krise, wenn man nur in die Nähe des Auges kommt. Egal ob mit Waschlappen, Tropfen etc. Sie weiß genau, was kommt. (Das zweite Auge ist einwandfrei - keine Probleme.)
Der KiA hat uns inzwischen auch zum Augenarzt überwiesen, der uns zum Durchstechen rät. Ich hab aber so eine Panik vor der Vollnarkose! :-( Die würde ich meinem Kind so gerne ersparen! Andererseits möchte ich auch nicht dauernd Antibiotika einsetzen. Und wirklich jeder spricht einen an, was denn mit dem Auge sei.
Hab schon mal gelesen, dass auch bei so etwas ein Osteopath helfen kann. Hat da jemand Erfahrung?
Oder sonst irgendeinen "Strohhalm", an dem ich mich festhalten kann, bevor wir tatsächlich eine OP machen lassen?
Ich freue mich über alle Tipps!
#herzlich
gaensehaut

1

Hallo,
bei meinem Kleinen ist es auch erst nach dem ersten Geburtstag besser geworden. Er ist jetzt 16 monate und vor ca 4 Wochen ist es verschwunden. Einfach so. Wir waren auch beim Augenarzt, da wurde uns gesagt, dass es bei vielen auch erst nach einem Jahr weg geht. Er sagte uns, dass wenn es wirklich nicht besser wird er das durchstechen würde. Allerdings ohne Narkose. Mein Kleiner würde gan fest in ein Handtuch gewickelt und dann wird es durchgestochen. Furchtbare vorstellung für mich. Aber versuch es doch einfach jeden Tag ein wenig auszudrücken. Also direkt von unten Richtung augeninnenseite.
Hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.
LG Susan:-D

9

Danke für die Antwort. Das mit dem Handtuch würde bei unserer glaube ich nicht funktionieren. Sie ist zu wild. Außerdem hab ich mal gelesen, dass die Kleinen traumatisiert werden können, wenn man's nicht unter Narkose macht. Aber die Ärzte entscheiden da wohl unterschiedlich. Aber bei euch ist es ja einfach so verschwunden, das ist ja noch viel besser! :-)

2

Hallo,

unsere Kleine (mittlerweile fast 3) hatte das auch und auch wir hatten gehofft, dass es innerhalb des ersten Jahres weggeht. Nach den 1. Geburtstag (September) waren wir wieder mal beim Augenarzt. Der hat uns dazu geraten, den Tränengang durchspülen (nicht stoßen!) zu lassen, allerdings erst im Frühjahr (im Herbst und Winter sind die Kleinen sowieso infektanfälliger etc.). So hatten wir also noch etwas "Galgenfrist", verbessert hat sich nichts. Wir gingen also im Mai (da war Laura 20 Monate alt) ins KH.
Der Eingriff wurde unter Vollnarkose gemacht. Allerdings nicht, weil er recht kompliziert wäre, sondern damit die Kleinen nichts mitkriegen. Der Augenarzt hat mir erklärt, dass er so was bei Erwachsenen nur unter örtlicher Betäubung macht, und zwar ambulant. Bei Kindern rät er zur Vollnarkose, weil die ja noch gar nicht verstehen, was da passiert und sonst womöglich noch traumatisiert werden und ja auch nicht stillhalten (die Handtuchvariante finde ich ziemlich übel!!!).
Wir waren um 7.00 Uhr morgens (nüchtern) im KH, sollten ab 7.30 in den OP-Bereich, gegen 8.00 gab es dann "Happy-Tropfen", ein leichtes Beruhigungsmittel - Laura hat dann nur noch gegrinst und hatte auch nix dagegen, dass eine OP-Pflegerin sie auf den Arm nahm und in den OP getragen hat (da durften wir dann nicht mit). Kurz darauf kam die Anästhesistin und hat erzählt, dass Laura jetzt schläft und der Eingriff gleich stattfindet. Wenig später (so etwa 8.20) kam der Arzt und erklärte, dass der Eingriff gut verlaufen sei, er sicherheitshalber beide Tränenkanäle durchgespült habe und Laura bald aufwachen würde. Ich durfte mal kurz gucken, musste dann aber wieder raus. Wenig später hörte ich sie maunzen, der Tubus wurde gezogen (oder was auch immer dieses Beatmungsteil war) und wir durften sie in den Arm nehmen. Auf Papas Arm ist sie dann vollends aufgewacht. Dann mussten wir auf die Augenstation und durften ihr erst mal Milch zu trinken geben (die Maus hatte ja noch nicht gefrühstückt). Dann Nachuntersuchung, Augentropfen etc. Eigentlich wollten die uns über Nacht behalten, aber das habe ich nicht eingesehen, weil es in meinen Augen reine Geldmacherei gewesen wäre (Augenarzt meinte, dass es nicht nötig ist, sofern keine Komplikationen auftauchen, Anästhesisten meinten, es wäre nicht nötig, lediglich die im Sekretariat der Augenstation wollten wohl noch einen weiteren Tag abrechnen:-[)
Wir waren gegen 11.00 Uhr zu Hause und zu diesem Zeitpunkt merkte man Laura rein gar nichts mehr an, lediglich in den Augenwinkeln war etwas gelbliche Flüssigkeit (Reste vom Durchspülen), die dann aber so nach und nach verschwand. Um 12.00 waren wir schon wieder draußen und was soll ich sagen: man hat ihr rein gar nichts angemerkt. Sogar ihren Mittagsschlaf hat sie wie immer gehalten etc.
Ich weiß, dass man da erst mal fast umkommt vor Angst. Ich bin aber froh, dass wir es haben machen lassen! Laura hat auch keinerlei Erinnerung daran!

Ich hoffe, ich konnte die ein wenig Mut machen? Bei Fragen kannst du mich gerne noch über VK kontaktieren!

Liebe Grüße

tigein73 mit Laura (*18.09.06)

10

Vielen Dank für den super-ausführlichen Bericht! Das macht etwas Hoffnung "pro Eingriff".
Für unsere Tochter wäre wahrscheinlich am Schlimmsten, nicht zu frühstücken ;-) . Ist immer hungrig...
Wir haben nächste Woche noch mal einen Augenarzttermin - mal schauen, was draus wird.
Weiterhin alles Gute für euch!

3

hallo,
wir haben es jetzt am montag vor uns! haben auch alles hinter uns und unser KiA hat auch immer gesagt 2 jahre warten...aber weder ich noch kilian haben noch bock auf das ständige augentropfen geben...eine woche ists gut dann kommt die nächste entzündung!

er kriegst auch in vollnarkose gemacht, ersten wegen trauma (nie die handtuchmethode sagte der arzt!) außerdem weil der kanal oft mit entzündlichem sekret gefüllt ist und der ohne vollnarkose mit lungenverschluss in eben diese laufen kann und dort dann entzündungen verursacht...das will ja keiner!

ganz ehrlich, uns ist das schon ein paar stunden nach seiner geburt aufgefallen aber die schwestern haben uns nicht ernst genommen und jetzt quält er sich schon 2 jahre damit! beim nächsten kind lasse ich es gleich (also mit 6 monaten) machen, auch wenn es dann noch von alleine weggehen KÖNNTE! da kriegen die kleinen ja noch weniger mit...

am meisten macht mir auch die narkose zu schaffen...wir sollen übrigens auch ne nacht da bleiben...fand das aber schon ganz ok, weil wohl oft nochmal blutungen auftreten und das kh ist 20km weit weg...

an die mütter die das schon hinter sich haben: musstet ihr nach der op noch irgendwelche tropfen geben?

naja, hoffe ich konnte helfen, wollt eh grad nen thread darüber eröffnen #freu

schönes we, hoffe er holt sich nich noch nen infekt!

4

Hallo,

weiter oben habe ich ja schon beschrieben, wie es bei uns abgelaufen ist.
Ja, wir mussten noch ca. 2 Tage lang dreimal täglich tropfen und das wars dann.
Keine Entzündung mehr seitdem!!!!!!
Mach dir keine Gedanken wegen der Narkose - die Kleinen stecken das in der Regel super weg.
Ich bin froh, dass wir es haben machen lassen und kannes - wenn es schon so lange andauert und wie bei uns nichts anderes geholfen hat - nur empfehlen!

Gruß und alles Gute

tigerin73

5

danke ;-)

weiteren Kommentar laden
6

Hallo,

wir hatten genau das selbe Problem mit unserem Sohn. Er wird im August zwei Jahre, und es wurde in den letzten Monaten ganz von alleine besser. Zuletzt hatte er vor ca. zwei Monaten für wenige Tage eine Entzündung und seitdem NICHTS! Mein Rat ist daher: warte noch, bevor du dein Kind einer Vollnarkose aussetzt! Denn ein Erfolg ist auch nach dem Eingriff leider nicht garantiert. Mein Kinderarzt war deswegen auch stets strikt dagegen.
Da ich weiß, wie nervig das Drama mit dem Tränenkanal ist, wünsche ich dir weiterhin gute Nerven.

LG,
Miriam

11

Danke für die Antwort.
Manchmal wäre eine Glaskugel praktisch - geht es von alleine weg oder nicht. Lieber wäre es mir natürlich ohne Eingriff. Andererseits weiß ich nicht, wie unangenehm das "Drama" für sie ist mit Entzündungen, Tropfen, Massage etc. Keine leichte Entscheidung!

7

Hallo,

Luca hatte das auch auf einem Auge. Dann bin ich mal mit ihm zu einem Osteopathen, ohne bestimmten Grund, ich hatte dort einen Termin. Ja was soll ich sagen, 2 Tage später war es weg. Probiers doch mal, der Versuch wäre es mir wert.

LG
Isabell

12

Ja, das wollen wir auch mal ausprobieren. Die Op kann man ja immer noch machen, falls es nix bringt.
Danke - also stimmt es wirklich, dass das helfen kann.

Muss aufhören, meine Tochter hat gerade die Wickelkommode ausgeräumt - zum 1. Mal.

Top Diskussionen anzeigen