Erfahrungen mit ehemaligen Schreibabys

Hallo,

unser Sohn ist nun fast 2 Jahre alt. In den ersten 6 Monaten hat er unglaublich viel geschrien wegen Blockaden im Halswirbelbereich (KISS-Syndrom). Jonas hat sich seitdem super entwickelt, man merkt von den ursprünglichen motorischen Problemen nichts mehr.

Leider ist er was das Schreien angeht noch immer extrem. Er schreit oft und dann auch gerne sehr ausdauernd. Oftmals schreit er wie am Spieß ohne bsonderen Grund 30-45 Minuaten (z.B. wenn er nach dem Mittagsschlaf wach wird) und ist mit nichts zu beruhigen. Abends schreit er in seinem Bett bis zum Erbrechen, weil er nicht dort schlafeb will. Daher schläft er nun schon seit Wochen mit in unserem Bett. Das soll allerdings kein Dauerzustand werden. Bei mir kommt dann schnell das alte Gefühl der Hilflosigkeit wieder auf, wie in den ersten Monaten...

Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen mit ehemaligen Schreibabys und/oder kann mir einen Tip geben?

Viele Grüße

Sandra

1

Hallo Sandra,
ich würde mal sagen meine Kleine war auch ein Schreibaby, ich nenn es aber lieber 24std. Baby.
Sie ist jetzt 14 mon alt und hat sich eigentlich gut entwickelt. Bei uns ging es so mit 9 mon bergauf. Sie hat zwar immernoch Ihre Phasen und kann sich dann auch richtig reinsteigern aber so schlimm wie du geschrieben hat ist es dann doch nicht. Sie weint zwar nach dem aufwachen auch, fände es so schön wenn sie gleich mal lächeln würde, aber das kommt dann bald wenn ich da bin.
Ich hab sie die ersten Monate fast nur im Tuch getragen , alles andere ging gar nicht, und da sitzt sie immernoch gerne rein. Manchmal bringt sie mir es sogar.
Ich fand die Zeit sehr anstrengend, bin wirklich oft an meine Grenzen gekommen(Schlafen war auch eine Katastrophe), daher ist jetzt einfach alles nicht so schlimm.
Aber diese Hilflosigkeit kenn ich nur zu gut und ich hoffe das beim nächsten Kind das alles nicht so schlimm wird.
So richtig genießen kann ich es wirklich erst so seit ein paar Monaten.
Ich wünsch Euch alles Gute, liebe Grüße Caro

2

Meine Grosse hat auch schon immer so viel geschrien. Es gibt immer mal Phasen, in denen es besser ist. Aber im Moment wieder ganz schlimm. Jetzt zahnt der Kleine auch noch und ich fühl mich hier wie im Irrenhaus. Gestern haben sie abwechselnd gebrüllt und wenn mal keiner gebrüllt hat, dann nur weil der Kleine eingeschlafen ist und natürlich fünf Minuten später von der Grossen wieder aufgeweckt wurde...

Der Kurze ist dann um halb drei Uhr nachts wieder aufgewacht (und hat dann erst wieder um acht geschlafen) und die Grosse um fünf.

Und schon wieder dauernd Gebrüll. Der Kleine leidet unter seinen Zähnen und will nur auf Mama sein oder stillen. Die Grosse leidet unter ihrem Wahnsinn (;-) ) und schreit sowieso die Hälfte des Tages.

Ich glaube aufwandsintensive Kinder bleiben aufwandsintensive Kinder ;-)

3

Darf ich mal fragen, wie du das schaffst?#gruebel

5

Viel Schokolade...

Keine Ahnung, man wächst mit seinen Aufgaben, es ist ja nicht immer so. Es gibt immer Phasen in denen Tochter weniger schreit, Sohn bis sieben schläft und nur alle zwei anstatt jede Stunde gestillt werden will. In denen erhole ich mich dann. Im Moment haben wir aber eher eine schlechte Phase.

4

Hallo,


ich habe auch einen Sohn, der nun nächste Woche 2 Jahre alt wird, in den ersten Monaten ziemlich geschrien hat und dann leider sehr spät mal das Kiss - Syndrom diagnostiziert wurde. Er hat immer noch eine schiefe Kopfhaltung, hauptsächlich im Sitzen. Nils - Manuel hat erst anfangen können zu laufen, nachdem er eingerenkt wurde. Es war für uns beide eine sehr schwere Zeit, die leider noch nicht ganz auasgestanden ist. Nächste Woche geht es mit der Krankengymnastik wieder weiter.

War das Schreien mal eine zeitlang etwas weniger?
Ich hatte, als ich im Kindergarten arbeitete, schon drei Kinder die auch so geschrien haben bis zum Erbrechen oder blau anlaufen.
Gerade in dem Alter von zwei Jahren zeigen sie einen immer festeren Willen, den sie durchsetzen möchten. Es kommen Emotionen auf, mit denen sie noch nicht umzugehen wissen, manche steigern sich so arg rein, dass sie sich fast nicht beruhigen lassen.

Du kannst mich gerne auch zum intensiveren Austausch über VK anschreiben.

LG Mella

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HAllo Sandra,

unsere Tocher wird im Dez 2 Jahre alt, sie war ein "24-Std-Schreibaby"#schein bis zur 14. Woche. Wir haben ihr KISS Syndrom mit 9 und 14 Wochen behandeln lassen. Die Schreiattacken gingen dann zum Glück zurück. Sie schläft bis heute nicht alleine ein, nur auf dem Arm, durchschlafen kennen wir nicht. Wir haben viele Nächte, in denen sie wie abgestochen schreit, ohne erkennbaren Grund. Wenn wir sie nicht beruhigen würden, würde sie sich vor schreien erbrechen.

Uns hat prima Krankengymnastik geholfen, Babyschwimmen & Besuche beim Ostheopaten! (Und unsere Omas, die uns viiiel geholfen haben :-D)

LG, Alex

7

Hallo,

möchte mich für die Antworten bedanken!

Jeder muss mit seiner Situation "allein" klarkommen, das ist eben so. Trotzdem hilft es mir sehr, wenn ich lese, dass wir durchaus nicht alleine mit einer solchen Situation sind....

Den Gedanken, eine unfähige Mutter zu sein, habe ich schon lange beiseite geschoben, denn an vielen Kindern in meiner Umgebung sehe ich, dass offenbar einige Dinge dem Kind schon mitgegeben sind und nicht durch die Eltern anerzogen werden (warum schlagen z.B. manche Kinder einfach oder treten, auch schon recht kleine?).

Wie gesagt: Danke" und allen Betroffenen weiterhin gute Nerven!

Übrigens werde ich nächste Woche eine Mutter-Kind-Kur beantragen - da bekomme ich hoffentlich noch mehr Antworten auf meine Fragen...

Liebe Grüße

Sandra

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