Er ist im KiGa total bockig und ohne seinen Teddy geht gar nix!

Hallo zusammen,

haben zur Zeit bissl Trouble mit unserem Junior.
Aber von vorne...

Silas (19 Monate) geht seit einem halben Jahr in die Krippe und bis vor kurzem hat auch alles ganz prima geklappt. Aber nun musste ich vor Ostern für eine Woche ins KH. Hat der Kleine nicht so toll verkraftet, dass die Mama plötzlich weg war und besuchen war auch nicht. Als ich heim kam, konnt ich mit ihm am nächsten Tag auch gleich zum Doc - Bindehautentzündung, Husten, Schnupfen, Fieber :-(.
Waren dann 2 Wochen zu Hause. Seit Mo. ist er wieder in der Krippe und alles geht drunter und drüber....

Egal wohin - überall muss sein Teddy mit und ständig will er sein Nucki (vorher gab es das nur zum Schlafen und es war auch gar kein Problem).
Die Erzieherin meinte vorhin zu meinem Mann, dass sie sich derzeit gar nicht durchsetzen können bei ihm, er ist nur am bocken, schmeißt sich auf den Boden oder ist am Schreien #heul. Sollten wir ihm den Teddy vielleicht weg nehmen?

Sorry erst mal für das elend lange Geschreibe, aber habt ihr vielleicht ein paar tröstende Worte für uns? Oder ein paar Tipps?

Danke euch im Voraus für eure Hilfe.

Ganz liebe Grüße
Nicole & Silas - der sich hoffentlich bald wieder beruhigt

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Warum darf ein 1,5 Jahre altes Kind, dass einen Verlust erlitten hat durch den Krankenhausaufenthalt der Mutter nicht den Teddy in der Krippe behalten, wo es doch offensichtlich ist, dass dadurch nur neue Verlustängste auftreten?

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Hallo,

hab ich mir ja auch gedacht und zu Hause darf er seinen Teddy ja haben. Nur scheint dass den Erzieherinnen nicht zu passen. Zumal der Teddy auch mit zum Essen muss, dabei hat er ihn heute eingesaut und das gab dann wohl mächtig Ärger :-(. Mein Gott, wir haben drei solche Teile und ich hät ihn einfach mit gewaschen, aber die sehen das wohl anders...

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Dann erklär es ihnen.

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Hi,

mein Kleiner ist fast 23 Monate alt und ohne seinen Bärchen geht überhaupt nichts.
Er geht 3x die Woche vormittag in die KITA und dort wir es sogar gewünscht, dass die Schmusetiere mitkommen.
Es gibt dort sogar eine extra Ecke dafür!
Und bei meinem Kleinen ghet ohne sein Bärchen echt nichts und er braucht dann auch immer seinen Schnuller dazu. Also Bärl + Schnulli! Am Meisten dann halt, wenn er müde wird oder "Trost" braucht, also wenn ich mich z.B. veabschiede in der KITA.
ich verstehe eure Erzieherin nicht so ganz. Und was heisst, sie kann sich nicht durchsetzen, dafür sind sie ja schliesslich da, oder?
Mein Kleiner ist ein ganz schöner Wirbelwind und momentan, wenn ihm etwas nicht passt, kann er gegenüber anderen Kindern sogar "handgreiflich" werden. aber die Erzieherin schreitet ein und erklärt mir auch warum er das macht usw.
ich denke, es kommt echt auf den KITA Platz drauf an, wie die erzieherinnen so drauf sind.
Ich würde dies nochmal ansprechen., denn das Verhalten von deinem Kleinen ist völlig normal!

Und nehm ihm bitte den Bärli nicht weg, ich glaube, es ist ganz wichtig, dass die Kleinen ihr Schmusetier haben.

Alles Liebe,

eva

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Hallo Nicole,

Dein kleiner Mann muss nun eigendlich nach 2 Wochen wieder behutsam eingewöhnt werden. Es ist selbst bei Emily, die seit dem 14. Lebensmonat zur Tagesmutter geht, nach Krankheit oder Urlaub eine mittelschwere Katastrophe, wenn sie dann wieder hin soll.

Es gibt zwei Punkt, die ich bei der ganzen Situation nicht wirklich nachvollziehen kann. Das sind zum einen die Erzieher. Hei, die sind doch dafür ausgebildet worden, um mit so kleinen Kindern und deren teilweise recht schwierigen Verhaltensweisen umzugehen. Wenn die Erzieherin nicht an ihn ran kommt, dann fehlt die alles entscheidende Vertrauensbasis zwischen Kind und Krippe. Er lässt sich dort nicht beruhigen, also ist er dort dann im Moment auch nicht gut aufgehoben. Er hat das Vertrauen noch nicht zurück gewonnen, dass Du immer wieder kommst. Und er vertraut seiner Erzieherin nicht!
Bleib doch vielleicht mal mit ihm da und versuch ihn langsam wieder an die ursprüngliche Situation heranzuführen. Von hauruck Aktionen würde ich da abraten.

Und das andere ist der Teddy. Dein kleiner ist 1,5 Jahre alt. Selbst meine Emily schleppt jeden Tag mindestens 1-2 Kuscheltiere mit zur Tagesmutter. Klar, die Tiere sitzen nicht am Tisch, wenn gegessen wird. Oder bleiben auch im Auto, wenn es zum Einkaufen geht. Aber mit müssen sie immer.
Und der Teddy ist für Deinen Sohn immens wichtig, da der einzige Vertraute in der Krippe. Denn er vertraut der Erzieherin nicht. Was bleibt ihm dann noch. Also lass ihm unbedingt den Teddy und auch den Schnuller. Wer kam denn auf die Idee, ihm das evtl. wegnehmen zu müssen. Totaler Quatsch und kontraproduktiv.

Versuch Deinem kleinen Mann mehr zu Seite zu stehen und hilf ihm, sich wieder sicher zu fühlen in seiner Krippe. Evtl. sprich nochmal mit der Erzieherin. Falls das allerdings nichts bringt, dann sei bestimmt und tritt für Dein Kind ein. Bleib bei ihm!

Alles Gute und ich drück Euch die Daumen, dass es bald wieder besser läuft.

Susanne + Emily Fiona *05.08.05

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Noch mal ganz lieben Dank an euch alle!!!

Es tut immer wieder gut zu sehen, dass man mit seiner Meinung nicht alleine dasteht. Hol Silas morgen von der Krippe ab und werde dann nochmal mit der Erzieherin sprechen. Daheim darf er seinen Teddy ja schließlich auch immer haben.

Also noch einmal #danke und euch noch einen schönen Abend.

Nicole & Silas - der ganz friedlich zusammen mit seinem Teddy "deidei" macht ;-)

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Huhu,

nicht den Bär wegnehmen, der ist sehr wichtig! Das ist ein sogenanntes "Übergangsobjekt", der ist zum Trösten da, und als Ersatz, wenn die Mama gerade nicht verfügbar ist, er ist sozusagen eine Art Ersatzbezugsperson. Es hilft auch bei der Loslösung von der Mutter.

Lies mal hier:

http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung/stichwortsuche.htm?stichwort=%DCbergangsobjekt

"Hallo, Schnuller, Daumen/Finger oder Lieblingskuscheltier haben eines gemeinsam, sie fungieren als Übergangsobjekt. Der englische Kinderarzt und Kinderanalytiker D.W.Winnicott hat sich sehr ausführlich über dieses frühkindliche Phänomen geäußert. Er vertritt die von mir geteilte Ansicht, daß das Übergangsobjekt als frühkindliche Illusion einer fortbestehenden Verfügbarkeit über die primäre Bezugsperson zu werten ist. Das erklärt die zauberhaften Wirkungen dieses Saugobjekts. An Kuscheltieren wird ja auch gezutscht! In der Nacht, wenn die Mutter (oder auch der Vater) nicht vefügbar ist, oder bei Enttäuschung und Trauer können die Kinder sich damit selbstätig beruhigen und negative Emotionen abbauen. Das Ü-gangsobjekt unterstützt also die emotionale Selbstregulation."

LG

Hanna

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