Als Quereinsteiger Sozialpädagogin werden??

Hallo, hab mal eine Frage, die eine Freundin betrifft.
Sie ist 28, hat den Hauptschulabschluss und eine Ausbildung zur Kosmetikerin, was sie nicht mehr machen kann und möchte Sozialpädagogin werden.

Ich will mich nun für sie bei euch erkundigen und kenne mich ja Null aus- geht das, als quasi Quereinsteiger?

Sie möchte jetzt per Fernstudium ihre Realschule nachmachen, aber ehrlich gesagt, sieht sie im Moment die Kosten, außerdem die viele Zeit, denn sie sagt, sie müsste erst die Realschule, dann ihr Abi nachmachen, dann ein Praktikum, dann erst könnte sie- studieren? In die Lehre gehen? Kenn mich da als Kauffrau gar nicht so aus- ich hatte nur Betrieb, Schule, Prüfung- fertig.

Kennt sich jemand aus, hat jemand von euch das schon gemacht? Sie hat niemand, der sie finanziell unterstützt- würde sie etwas wie ein Lehrlingsgehalt bekommen?
Wie lange dauert dann die ganze Ausbilung- inklusive Schulabschlüsse.

Also ich bin der Meinung, das sie es machen MUSS, denn wenn einer das kann, dann sie!!! Aber der im Moment hängt sie ein wenig und ich hoffe, sie mit positivem aufmuntern zu können- dachte dann, das ich euch mal frage.

Schon mal vielen Dank im voraus

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Hallo... habe selbst mal das Soz.-päd. Studium angefangen...dann aber abgebrochen zugunsten einer praktischer ausgerichteten Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin (HEP)

Ich denke es wäre einfacher und für sie sinnvoller eine Ausbildung im sozalpädagogischen Bereich zu machen. Bei uns am Berufskolleg konnte man damit auch das Fachabitur erlangen, wenn man sich zusätzlich zu den normalen Prüfungsfächern noch in Deutsch prüfen ließ und während der Ausbildung Mathe und Englisch belegte und erfolgreich abschloss.
Danach wäre ein Studium an einer FH möglich.


LG Yvonne

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ich würde auch einen sozialpädagogische Ausbildung a la Erzieherin vorschlagen.danach kann sie ja noch immer studieren.Und eins muss ich leider auch sagen in der sozialpädagogische Arbeit sieht es zum. bei uns sehr schlecht aus ich kenne viele Frauen,die trotz 1ser Schnitt schon 7 Jahre oder mehr arbeitslos sind

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Wenn es denn unbedingt eine Soz.-Päd. Stelle sein muss, dann stimm ich Dir zu...
Ich hab damals in SI studiert und von insgesamt 11.000 Studenten waren weit über 1000 Soz.-päds.

Wer aber auch mit dem Studium in die praktische Arbeit geht und es hinnimmt erstmal nur als Erzieher usw. bezahlt zu werden, der bekommt eine Stelle...
Ich hab jetzt innerhalb von 2 Monaten auch eine neue Stelle bekommen, war überhaupt kein Problem... Und ich bin weiß Gott wählerisch was meinen AG angeht, arbeite seit Jahren in Anlehnung an BAT/ TVÖD samt sämtlicher Privilegien, die setze ich nicht aufs Spiel...
Ich hatte selbst als HEP eine nach BAT IVb bezahlte Stelle....

Wer will, der findet etwas...


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Meine Frage nun- welche "Grundbildung" braucht sie? Kommt sie mit Hauptschule überhaupt hin oder muss sie tatsächlich erst zumindestens Realschule haben?

Zur Zeit ist es glaube ich fast egal was man macht- ich kenne einige arbeitslose Schreiner, einen arbeitslosen Architekten, viele Büroleute... es scheint sich so oder so durch alle Schichten zu ziehen.

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hi,
also ich würde auch zu einer Fachschulaufbildung raten. Erzieherin ( ist auch vorteilhafter, wenn man später noch Studieren will auf Sozpäd.) oder Hep wird auch viel gesucht. Die Ausbildung ist kurz und es gibt halt Arbeit. Für Sozialpädagogen ohne Vorkenntnisse bzw. Berufserfahrung gibts echt selten was. Ich bin Heilpädogin und seit fast 3 Jahren arbeitslos.
Studienplätze müssen auch finanziert werden. Mein Rat, Erzieherinnenausbildung machen, Geld zurücklegen und dann Sozpäd draufstudieren, wenn sie noch weiter machen möchte. Aber ich hatte nach fast 5 Jahren die Nase voll vom lernen.
Gruss
kasia :-)

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28 Jahre alt, Hauptschulabschluss und Sozialpädagogin werden?

Bis sie das Abitur hat vergehen Jahre, bis das Studium beendet ist noch mal ein paar Jahre mehr. Schätzungsweise insgesamt 8 - 10 Jahre. Dann ist sie 36/38 Jahre und wird keinen Job finden. Schon jetzt gibt es massig viele Sozialpädagogen ohne Job.

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Hallo, bitte nicht so pesimistisch, gut das ich frage und nicht sie. Egal was man im Moment lernen oder Studieren möchte- immer heißt es, toller Job- zum Arbeitsloswerden.
Ich würde auch keinem zur Zeit raten, Kauffrau zu werden- rennen ebenfalls haufenweise rum, ohne Job, so wie ich.

6-10 Jahre - im Schnitt, hört sich schon heftig an- aber mal ganz ehrlich: wenn sie mit 38 noch ca. 25-27 Jahre lang in einem Beruf arbeitet, der ihr wirklich liegt und warscheinlich bis zum letzten Tag spaß mache wird- ist das immer noch besser, als das, was sie jetzt ist- Hilfsarbeiterin!!!
Und wenn sie eine Ausbildung wählt, sagen wir mal als Beispiel im Verkauf und macht diesen Job super Ungern- dafür aber dann gute 30 Jahre lang- hm, weis auch nicht!

Ich verstehe den Frust, der Aufkommt- wenn ich schon höre, aus welchen Sparten sich Leute auf meinen Beruf bewerben und dann auch noch ne Stelle bekommen und ich nicht, dann krieg ich auch nen Frust- aber ich denke, die Erfahrungen muss man auch machen. Und vielleicht wird es ja auch mal besser? Soll ja noch die ein oder andere Familie geben, die tatsächlich Kinder in die Welt setzt!

Wünsche euch allen noch ne gute Zeit!!!

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