Welche Entfernung ist zumutbar?

Hallo zusammen! :-)

Als ich mich arbeitslos gemeldet habe, hat mich die Sachbearbeiterin vom Arbeitsamt gefragt, wieviel Kilometer entfernt mein neuer Arbeitsplatz liegen dürfte. Da ich kein Auto habe, habe ich 50 Kilometer gesagt. Das sind circa zwei Stunden mit Bus, Bahn und Fußweg.
Jetzt bekomme ich aber auch Stellenangebote zugeschickt, die teilweise bis zu 75 Kilometer entfernt sind. #schock Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir das ohne Auto zu weit ist.

Was kann ich denn da machen? Muss ich mich trotzdem auf diese Stellenangebote bewerben? Gibt es da nicht eine Pauschale? In meinen Unterlagen vom Arbeitsamt kann ich dazu leider nichts finden. #kratz

#danke

Hallo,

also ich an deiner Stelle würde einfach nochmal mir der Sachbearbeiterin reden. Ihr nochmals klar machen, dass das einfach kaum möglich ist.

Die akzeptieren das dann schon wenn sie merken, das es dir ernst ist. Und ehrlich gesagt finde ich 50 km ohne Auto schon sehr viel. Und wenn du dich bewerben musst, dann sag denen auch gleich, das es dir eigentlich zu weit ist.

Ich bin zwar nicht dafür, das man Arbeitslos daheim hockt doch es gibt bestimmt auch in deiner nähe den passenen job für dich. Schaust du dich den selbst auch um oder wartest du nur auf die Angebote vom Amt?!?

LG
mamajustine

>>Ich bin zwar nicht dafür, das man Arbeitslos daheim hockt doch es gibt bestimmt auch in deiner nähe den passenen job für dich. Schaust du dich den selbst auch um oder wartest du nur auf die Angebote vom Amt?!? <<

Sorry, aber darauf werde ich dir keine Antwort geben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich sagen kann, was ich will, ich werde sowieso nur nieder gemacht, wegen meiner Arbeitslosigkeit. Ich bin unverschuldet gekündigt worden und bin jetzt seit drei Wochen arbeitslos. Ich schäme mich in Grund und Boden und wenn ich so gerne "daheim hocken" würde, würde ich hier bestimmt nicht Fragen stellen und mich mit diesem Thema beschäftigen.

Trotzdem danke für deine Antwort, ich werde noch mal mit meiner Sachbearbeiterin reden.

Sorry wenn es so geklungen haben mag, aber es war auf gar keinen fall als vorwurf gedacht. #blume. Also bitte nicht bös reagieren. Deswegen hab ich ja auch gefragt ob du dich eben auch umsiehst. Dann haste halt mehr chancen in der nähe was zu finden.

Lg
mamajustine

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ich habe für dich gegoogelt:
Punkt 5 ist für dich wichtig.




Zumutbar oder Zumutung ?

Arbeitslose und Stellensuchende sind verpflichtet, "grundsätzlich jede Arbeit unverzüglich anzunehmen". So stehts im Gesetz. Dies gilt dann nicht, wenn die Arbeit nicht zumutbar ist. Nur, wann ist dies der Fall?
Arbeitslose müssen "alles Zumutbare unternehmen", um rasch wieder eine Stelle zu finden, verlangt das Arbeitsgesetz. Wer arbeitslos ist, muss deshalb "grundsätzlich jede Arbeit unverzüglich annehmen - nötigenfalls auch ausserhalb des bisherigen Berufs". Mit diesen Bestimmungen soll verhindert werden, dass jemand auf Kosten der Arbeitslosenversicherung dem süssen Nichtstun frönt.
Müssen Arbeitslose tatsächlich "jede Arbeit" annehmen? Nein. Das Gesetz sieht Ausnahmen vor, wenn die Arbeit "unzumutbar" ist. Die Informatikerin muss nicht ans Fabrikfliessband, die Personalverantwortliche nicht auf den Bau, und die Aerztin wird nicht zur Hilfspflegerin.


Unzumutbare Arbeit ist laut Artikel 16 des Arbeitslosenversicherungsgesetztes folgende:
Arbeit, die den berufs- und ortsüblichen Bedingungen nicht entspricht (Dumpinglöhne, nicht eingehaltene Gesamtarbeitsverträge und so weiter).


1. Arbeit, die nicht angemessen auf die Fähigkeiten der Jobsuchenden Rücksicht nimmt. Etwas weniger anspruchsvolle Arbeit muss angenommen werden.


2. Arbeit, die dem Alter, den persönlichen Verhältnissen oder dem Gesundheitszustand der Stellensuchenden nicht angemessen ist.


3. Arbeit, die die Wiederbeschäftigung der Stellensuchenden in ihrem Beruf wesentlich erschwert (falls darauf in absehbarer Zeit Aussicht besteht).


4. Arbeit, bei der man weniger verdient als siebzig Prozent des versicherten Verdienstes (ausgenommen, es werden Kompensationsleistungen ausbezahlt).


5. Arbeit, die mit einem Arbeitsweg von mehr als vier Stunden verbunden ist (je zwei Stunden hin und zwei Stunden zurück, mit öffentlichen Verkehrsmitteln).


Die zumutbare Länge des Arbeitswegs ist wesentlich kürzer bei gesundheitlich angeschlagenen Personen oder Jobsuchenden mit familiären Pflichten, etwa allein Erziehende mit schulpflichtigen Kindern.


Arbeit, die in einem Betrieb auszuführen ist, der Personal entlassen hat, um neue Leute zu schlechteren Arbeitsbedingungen einzustellen.
Die Punkte zwei, drei und vier lassen einigen Interpretationsspielraum zu - nutzen Sie ihn, falls Sie zur Uebernahme einer Arbeit verpflichtet werden, die Ihnen als unzumutbar erscheint. Andere Gründe wie etwa ethische Vorbehalte (z.B. bei Unternehmen der Waffenindustrie) oder materielles Desinteresse (z.B. Verkäuferin, die sich nicht für Sport interessiert, aber eine Stelle als Sportartikelverkäuferin angeboten kriegt) reichen nicht, damit eine Arbeit als unzumutbar bezeichnet werden kann.

Zögern Sie trotzdem nicht, Ihre Vorbehalte gegenüber einer vermittelten Stelle im Gespräch mit dem möglichen Arbeitgeber anzumelden. Denn: Innere Widerstände einer Mitarbeiterin gegen ihre Arbeit bringen niemandem etwas. Aber Vorsicht: Achten Sie auf die Glaubwürdigkeit Ihrer Argumentation. Im Zweifelsfall muss die Arbeit angenommen werden. Denn wer sich weigert, eine zumutbare Arbeit anzunehmen, verliert die Berechtigung, Arbeitslosengelder zu beziehen.


Sowas in der Art habe ich auch schon gefunden, aber ich dachte, es gibt eine genau Kilometer-Angabe, denn ich kann so spontan nicht sagen, wie lange ich in eine andere Stadt bräuchte.

Ich werde wohl noch mal meine Sachbearbeiterin fragen.

bewerben musst du dich!

alles was im tagespendelverkehr ist ist auch zumutbar!

aber mal ehrlich, wenn es zu einen vorstellungsgepräch kommt und sie erfahren das du mit bus..... auf arbeit kommen willst, bekommst du die stelle bestimmt nicht.

Warum bist du so überzeugt? ich kenne meherer leute, die sogar 120km zur Arbeit mit dem Bus und Bahn fahren. Und trotzdem haben sie den Job bekommen ...

Nein ich denke das du dich dort nicht bewerben musst weil es mehr Kilometer sind als du angegeben hast der Zähler ist da manchmal nicht so genau das haben die mir auch gesagt damals.
Aber du musst das auf dem Zettel schreiben diese begründung warum weshalb bla bla bla dann müsste das okay sein oder du rufst ganz einfach zur Sicherheit nochmal deine Arbeitsvermittelerin an.

Willst Du Arbeit oder nicht?

Warum sind Dir Deine 50 km so heilig, man kann für 50 km 4 Stunden brauchen oder für 75 km 2 Stunden, ist doch alles eine Organisationsfrage. Warum bewirbst Du Dich nicht, schaust Dir das dort an oder arbeitest zur Probe? Nur Versuch macht klug! Wenn Du von vornherein nicht willst, dann geht es Dir noch zu gut.

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