richtige antwort auf die Frage " Welche Schwächen haben sie?" im Vorst

hallo,

meine Frage steht ja bereits oben. Welche Antwort ist taktisch am günstigsten wenn es im Vorstellungsgespräch heißt: "welche schwächen haben sie denn?"

Würde mich mal echt interessieren ob es dazu eine richtig gut antwort gibt.

LG
mamajustine

Also, ich hatte vor Jahren bei dieser Frage mal richtig Glück und habe mit meinem va Banque-Spiel ins Schwarze getroffen.

Ich sollte drei positive und 3 negative Eigenschaften angeben. Ich kann mich nicht mehr an alle 3 erinnern, aber eine der positiven war Selbstbewusstsein. Wir kamen dann zu den negativen Eigenschaften und ich meinte, was ich als Selbstwußtsein ansehe, würden einige Mitmenschen auch als Arroganz betrachten.

Mein Gesprächspartner hat gelacht und fand es interessant wie ich mich quasi aus der Affaire geschlichen habe. Und hat mir den Ausbildungsplatz zugesagt!

Aber Vorsicht! Das klappt so nicht immer und kommt auf den Job bzw. den Gesprächspartner an. Ich bin damals auf volles Risiko gegangen und hatte Glück.

LG
Angelika

Ich habe gelernt dass man seine Schwächen als Stärken ausgeben soll.

Mal überlegen...

Ich bin z.B. sehr perfektionistisch. Im Prinzip eine Schwäche, weil ich damit einige Probleme hab.
Aber bei Perfektionismus ist es eben auch so, dass man Sachen gewissenhaft ausführt, und nicht schlampt, das ist im Prinzip etwas Gutes ;)

Versteht man was ich meine?

Diese Fragen solltest du dir daheim mal aufschreiben, du kannst dich prima drauf vorbereiten, es sollte aber nicht auswendig gelernt klingen.

Du musst drauf achten, dass deine Schwächen "unwichtig" für deinen Beruf sind. Z.B. sollte ein Kundenberater nicht sagen dass er launisch ist. Vielmehr würde da etwas wie "kann Gefühle nicht so zeigen" passen, da es der Chef so auslegen könnte, dass man immer freundlich zu den Kunden ist, egal wie schlecht man drauf ist.

Ich habe gesagt "Ich bin nicht teamfähig." - worauf meine Gesprächspartnerin erst mal stutzte, weil ja "teamfähig" das ist, was so gut wie jeder von sich sagt. Ich erklärte es so, dass ich das Problem habe, die Arbeit an mich zu reißen, wenn bei einem Projekt ein Teammitglied nicht ordentlich arbeitet oder nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Dieses "Bevor ich's lang erkläre oder bevor ich lange Druck mache, damit es endlich erledigt wird, mach' ich's lieber selbst"-Syndrom meine ich damit.
Dann nannte ich noch, dass ich den Hang habe, zuviel zu reden, zuviel zu erklären und mich da manchmal bremsen muss, dass ich aber denke, für die gewünschte Position auch ein gewisses Talent zur und Freude an Kommunikation mitbringen zu müssen.

Mein Mann hat das wie ich finde auch ganz elegant gelöst, er sagte "Wenn ich darauf achte, sind es keine Schwächen." Und meinte damit, dass sein Hang zur Genauigkeit (manchmal bis hin zur Pedanterie - Anm. der Ehefrau ;-)) im Grunde eine positive Eigenschaft sei, aber manchmal eben auch zu extrem sein kann - wenn er eben 150 % von sich (und anderen) erwartet, statt einzusehen, dass auch 99 % in den meisten Fällen schon OK sind.
Weitere "Schwäche" meines Mannes nannte er so "Meine Frau sagt, ich habe einen Hang zum Dozieren, aber wenn man mich lässt, kommen dabei ganz gute Fortbildungsveranstaltungen heraus." (Er hat schon oft Seminare gehalten)

Ich denke, viele "Schwächen", die man hat, kann man positiv auslegen. Ich nannte im Gespräch zum Beispiel auch, dass ich es bei bestimmten Dingen sehr genau nehme, was auch schon Kollegen genervt hat, weil die der Ansicht waren, man müsse da und dort auch mal fünfe gerade sein lassen. Da ich aber in einem Bereich arbeite, in dem Rechtsvorschriften und deren genaue und rechtssichere Anwendung absolut wichtig sind, kann ich meine "Schwäche" in meinem Beruf voll ausleben.
Weitere Schwäche von mir: Neugier. Kann man aber in Wissbegier und "Immer auf dem neuesten Stand bleiben" umbimsen, auch etwas, was eine SB der öffentlichen Verwaltung immer braucht.

Lange Rede, gar kein Sinn: Ich würde als Schwäche immer etwas nennen, was bei "dosierter Anwendung" eine Stärke sein kann. Sturheit kann auch Zielstrebigkeit und Verbindlichkeit sein, Schüchternheit kann auch höfliche Zurückhaltung und Vorsicht bedeuten, gerne und viel reden kann Kommunikationsgeschick und Verkaufstalent sein...

Im Grunde möchte der Interviewer nur wissen, ob Deine Selbstwahrnehmung OK ist, ob Du Fehler zu erkennen bereit bist und bereit, etwas zu tun, damit diese Schwächen Dir und anderen nicht zum Nachteil gereichen.

Gruß und viel Glück
Ch.

Achja: Wir haben beide die Jobs bekommen! :-)

Der Mann meiner Freundin hat mir mal gesagt, dass man in dem Fall immer am Besten Dinge angibt, die für die jeweilige Stelle nicht von Bedeutung sind.

Also als Beispiel: wenn Englischkenntnisse nicht gefordert werden, könnte man sagen, dass man in dem Bereich seine Schwächen hat.

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