Krank geschrieben..was darf ich tun??

Hallo
Habe mich nach 3 Monaten Mobbing und unerträglicher Atmosphäre in der Praxis (Rumschreiben der Ärztin war an der Tagesordnung) krankschreiben lassen..bin schon heulend zum Hausarzt reingelaufen und der hat nicht lange gezögert und mich krank geschrieben ... war selber erschrocken dass ich da rumheulte weil ich das sonst nie tue.... seitdem geht es mir deutlich besser!!
Auf alle Fälle nun meine Frage:
Was darf ich tun wenn ich wegen seelischem Leid krank geschrieben bin??
Die beiden Zahnärztinnen sind so hart drauf ich trau den auch nen Privatdetektiv zu!!!!
Meinen Hausarzt wollen sie auch anrufen und die Krankmeldung anzweifeln....wobei darum mache ich mir keine sorgen habe ihm ja alles erzählt dass ihm der mund offen stand dabei und außerdem bin ich nicht aus Lust und Dollerei dahin bin sondern weil ich morgens fast spucken musste wenn ich wieder zur Arbeit musste und Sonntags ab mittags nen Heulflash bekommen habe....

Was würdet ihr also tun??
Im Grunde denke ich ja ich kann auch in die Stadt zum shoppen gehen und so, oder??

danke für eure Hilfe
viele Grüße
Susi

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Hallo !

Die Frage ist was in deiner Krankmeldung steht als Diagnose,
aber generell einkaufen (Lebensmittel) oder Spaziergänge sind erlaubt. Ob ich allerdings zur Shopping Tour in die Stadt würde weiss ich nicht...Kann sein dass Du dir nur noch mehr Ärger einhandelst..wenn Dich jemand sieht..
Langfristig gesehen hilft glaub nur KÜNDIGEN !!


LG Mellie

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Hallo
In der Krankmeldung steht nur ne Ziffer und mein Arzt meinte das heißt sowas wie wegen seelischer Belastung...

Ich hatte mit den beiden Ärztinnen ja ne heftige Auseinandersetzung (mir ist der Kragen geplatzt weil mal wieder ein Azubi ungerechterweise zusammengeschrien wurde) wo die eine schon meinte dass sie mir auf keine Fall kündigen werden die supZÄ darauf ansprach und als Vorschlag brachte dass sie sich doch ne 40 Std Kraft suchen sollen (ich war nur ne 30 STd Kraft) und ich in der Zeit bis die andere da ist ,die eine an der Rezeption einlerne und sie mir dann kündigen könnten ... wollte sie auch nicht ..ich suche schon nen neuen Job..aber wie das so ist geht das ja auch nicht von heute auf morgen....und wenn ich kündige bekomme ich ja gar kein Geld...und das geht nicht....
Ach warum gibt es keine Stelle die den cholerischen Chefs das Arbeiten verbietet???

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Ja wenn solche Leute nicht arbeiten dürften hätte man vermutlich das schönste Leben..;-)

Ich würde auf jeden Fall wenn Du unbedingst shoppen gehen willst vielleicht in eine andere Stadt /Stadtteil gehen.
Lass Dich halt noch eine Weile krank schreiben, vielleicht schaffst Du es ja in der Zeit einen Job zu finden.

Meine Freundin hatte letztens noch das gleiche Problem, musste sich aber wohl oder übel noch ein halbes jahr rumärgern...hat erst dann einen neuen Job gefunden. Die hat dann irgendwann nur noch auf Durchzug geschalten und nur noch Dienst nach Vorschrift gemacht, da hat der Chef (Pfarrer !!) gemeint sie könne sofort gekündigt werden, wenn sie einen neuen Job hat... aber wirklich toll war das auch nicht.

Ohren anlegen, Zähne zusammenbeissen und DURCH !
Alles geht mal zu Ende !

Lg Mellie

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Krank geschrieben - was ist erlaubt?
Mit Grippe im Bett und der Kühlschrank ist leer - was nun? Wer krank geschrieben ist, weiß oft nicht, was er machen darf und was nicht. Dabei gibt es eine einfache Regel, so das R+V Infocenter für Sicherheit und Vorsorge: Ein erkrankter Arbeitnehmer muss sich so verhalten, dass er möglichst bald wieder gesund wird. Grundsätzlich ist deshalb alles erlaubt, was die Genesung nicht verzögert oder gefährdet. Wer jedoch gegen den Rat des Arztes handelt, riskiert eine Abmahnung oder - im schlimmsten Fall - sogar die fristlose Kündigung.

"Was ein Patient tun darf und was nicht, hängt von der Krankheit und der individuellen Situation ab", sagt Axel Döhr, Arbeitsrechtler des R+V-Infocenters. Denn nicht jede Krankheit fesselt den Patienten ständig ans Bett. Vor allem gegen Aktivitäten, die die Heilung fördern, können Arbeitgeber und Krankenkasse keine Einwände haben. Im Zweifelsfall rät Döhr, geplante Unternehmungen mit einem Arzt zu besprechen und sich diese schriftlich genehmigen zu lassen.
Die Tipps des R+V-Experten:
Einkaufen: Sich mit Lebensmitteln zu versorgen, ist eigentlich immer erlaubt - außer der Arzt hat absolute Bettruhe verordnet. Spazieren gehen: Bewegung an der frischen Luft gilt als heilungsfördernd. Ein Patient sollte darauf allerdings verzichten, wenn der Arzt ihn bis zur Genesung im Bett sehen möchte. Ausgehen: Ein Besuch in Kino, Kneipe oder Restaurant ist vertretbar, wenn der Patient nicht im Bett bleiben muss. Nicht gesundheitsfördernd: Sich mit einer schweren Bronchitis in einer verrauchten Kneipe aufhalten. Verreisen: Mit Gipsbein oder Magengeschwür kann man verreisen, wenn dies den Heilungsprozess nicht beeinträchtigt. Beispielsweise ist ein Urlaub am Toten Meer für einen Neurodermitiker heilsam, während ein Langstreckenflug für Menschen mit Rückenschmerzen zu strapaziös ist. Einer geplanten Reise muss aber derjenige zustimmen, der während der Erkrankung Zahlungen leistet: der Arbeitgeber, wenn noch keine sechs Wochen vergangen sind, die Krankenkasse danach. Wer ohne Genehmigung wegfährt, riskiert die Einstellung der Lohnfortzahlung beziehungsweise des Krankengeldes. Sport: Bei sportlichen Aktivitäten ist es besser, vorher mit dem Arzt zu sprechen. Gezielte Gymnastik kann bei Rückenproblemen die Genesung beschleunigen, Tennis spielen hingegen eher schaden. Arbeiten: Wer krank geschrieben ist, darf seiner Arbeit streng genommen nicht nachgehen - das gefährdet den Versicherungsschutz. Wenn man sich wieder fit fühlt und etwas früher an seinen Arbeitsplatz zurückkehren möchte, sollte man mit seinem Arzt sprechen. Der Arbeitgeber braucht sich hierauf aber nicht einzulassen. Nicht vergessen: Die Krankenkasse über einen früheren Arbeitsbeginn informieren. Nebentätigkeit: Ein erkrankter Mitarbeiter darf seine Nebentätigkeit nur dann fortsetzen, wenn sie den Genesungsprozess nicht verzögert oder gefährdet.Quelle: R+V-Infocenter für Sicherheit und Vorsorge
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So können Sie sich wehren

Bleiben Sie aktiv!
Das schlimmste Gefühl der Mobbing-Opfer ist das der Ohnmacht. Das Wichtigste für Betroffene ist es allerdings, aktiv zu bleiben, so ein Tipp der Gemeinnützigen Sozialberatung "Antimobbing" in Dresden.
Zum Aktivbleiben gehören Gespräche mit Freunden und Verwandten. Fordern Sie Aussprachen mit dem Vorgesetzten, dem Betriebs- bzw. Personalrat und den Mobbern. Wichtig: Nehmen Sie dabei immer eine Person des Vertrauens als Augen– und Ohrenzeugen mit! Bei einem Rechtsstreit ist eine lückenlose Dokumentation der Vorfälle, ein Mobbing-Tagebuch, wichtig. Wie es geführt werden sollte, erfahren Sie auf den Internet-Seiten der "Mobbing-Zentrale" (siehe Hintergrund "Adressen und Links für Mobbing-Opfer").

Schalten Sie das Arbeitsamt ein!
Günstig ist es, das Arbeitsamt frühzeitig zu informieren. Das ist vor allem für Alleinerziehende sehr wichtig. Denn: Wenn man selbst kündigt, gibt es eine bis zu dreimonatige Sperrfrist, ehe das erste Arbeitslosengeld gezahlt wird. Im Zusammenhang mit Mobbing kann diese Sperrfrist aufgehoben werden.

Nehmen Sie Beratung und Hilfe an!
Fachleute empfehlen zudem, die vielfältigen Beratungsangebote anzunehmen. Auch in den neuen Ländern wird dieses Netz immer enger. "Wer sich nicht wehrt, wird mit dem lähmenden Gefühl der Ohnmacht weiter leben müssen", sagt Margit Ricarda Rolf, die Chefin der "Mobbing-Zentrale" Hamburg.


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Hallöle Susi#freu#freu#freu#freu

kenne Dein Leid #heul#heul#heul Ich wurde zwar nicht gemobbt, bei mir waren es andere Gründe:-( War dann auch stets krank geschrieben. Auch auf Psychische Gründe wie bei Dir;-);-);-);-) Mein Hausarzt meinte sogar damals Ich sollte mal ein paar Tage weg fahren. Zum Abschalten und auf andere Gedanken zu kommen#freu#freu#freu#freu#freu#freu

Ich habe Ihn auch erst mal mit einem großen Fragezeichen im Gesicht an geschaut#hicks#hicks#hicks#hicks Aber Er meinte das ist alles nur gut für mich. Und als Arzt darf Er das ruhig sagen#kratz:-)

Habe später dann selbst gekündigt und hatte keine Sperre , weil Ich mich vorher beim AA erkundigt hatte wie das ist wenn man aus gesundheitlichen Gründen kündigen "muß"

Sie haben mir alles erklärt und es hat auch alles funktioniert#freu#freu#freu

Also ab zum AA Sachlage schildern (Mobbing) und dann sollen Sie Dich aufklären was es da für Möglichkeiten gibt die Sperre zu umgehen;-);-);-)

Ich wünssch Dir alles liebe und viel Kraft

Riekschen#blume

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Hallo Susi,

ich hab neulich schon einmal etwas von deiner Geschichte gelesen.

Letztes Jahr war ich in der Situation, dass ich wegen dem Verhalten des Chefs richtig krank war.
Ich konnte nachts nicht mehr schlafen und absolut nicht abschalten. Durch den Dauerstreß (den ich fast 3 Jahre durchgehalten habe #schock) habe ich innerhalb kurzer Zeit extrem abgenommen. Da war dann für mich endlich der Punkt gekommen, dass ich so nicht mehr weiter machen wollte.

Mein Arzt, dem ich die Vorfälle geschildert habe, hat mich dann sofort krank geschrieben und mir gleichzeitig den Rat gegeben, mich nach einer neuen Stelle umzusehen. Ich muss dazu sagen, dass ich in meinem Job immer viel Streß hatte. Mir hat das aber nie etwas ausgemacht, bis das Theater mit dem neuen Chef los ging. Meinem Hausarzt war das aber schon lange ein Dorn im Auge, weil ich "Raubbau" mit meinem Körper betrieben habe.
Der Arzt hat mir dann gleich dazu gesagt, dass ich nicht bettlägerig krank sein und alles machen darf, was ich möchte. Sogar verreisen #freu.

Insgesamt war ich 2,5 Monate krank geschrieben und konnte mich erst einmal so richtig erholen.

In der Zeit habe ich auch einen neuen Job gefunden und dann noch während meiner Krankphase gekündigt. Den letzten Monat bis zu meinem Austritt war ich von Seiten der Firma freigestellt.

Kontrollanrufe bei deinem Arzt können deine Chefinnen ruhig machen. Er ist an die Schweigepflicht gebunden und darf denen eh keine Auskunft erteilen. Und wenn sie Geld für einen Privatdetektiv ausgeben möchten, dann sollen sie doch.
Lass dich davon nicht aus der Ruhe bringen. Wichtig ist nur, dass es dir bald wieder besser geht.

Den Vorschlag, auf Durchzug zu stellen und einfach Dienst nach Vorschrift zu machen, halte ich nicht für gut. Habe ich alles ausprobiert, hat aber letztendlich nicht geholfen. Wenn deine Chefinnen dir das Leben zur Hölle machen wollen, dann werden sie das sowieso tun. Egal, ob du deine Arbeit ordentlich machst oder nicht.

Denn wenn ich eins im letzten Jahr gelernt habe:

Es dankt dir keiner, wenn du dich aufreibst und deine Gesundheit aufs Spiel setzt. Du wirst dann eben einfach durch eine andere Person ersetzt.

Komm erst einmal zur Ruhe und nutz die Zeit, um dich nach einem neuen Job umzusehen.

Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute und rücke dir die Daumen, dass sich alles so entwickelt, wie du es dir wünschst.

LG
Sassi #herzlich
(Die total schadenfroh ist, denn in der alten Firma läuft nichts mehr ordentlich, weil ihre Nachfolger es nicht im Griff haben #huepf)

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Hallo Sassi
Ja das mit dem auf Durchzug schalten hab ich ja die letzten Monate gemacht und irgendwann ist eben dann auch gut!!

Das mit dem AA ist ne gute Idee da werde ich die Woche mal hingehen!!
Die beiden haben mir halt echt so dermaßen meinen Beruf vermiest dass ich jetzt was anderes machen möchte...ist vielleicht auch besser so...die eine wird wohl niergends ein gutes Wort über mich lassen...ach..ich such ja auch schon und hoffe dass da bald was klappt...drück mir die Daumen und vielen Dank für deinen sehr sehr netten Beitrag
Liebe GRüße
Susi:-D

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Du kannst alles! tun, was Deiner Genesung nicht abträglich ist. Und: Du darfst keine andere Arbeit (die Du nicht vorher auch schon hattest) ausüben!

Gruß

Manavgat

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