Selbständig - Gewerbe abmelden/ummelden wg. Familienversicherung???

Ich hoffe, hier im Forum kann mir jemand einen wertvollen Tipp geben.

Folgendes:
Ich war bis zur Geburt meines Sohnes selbständig. Da ich noch Abschreibungen laufen habe (Auto), wollte ich das Gewerbe nicht abmelden, da dies zu umständlich gewesen wäre und ich ja sowieso vor hatte, wieder nach spät. einem Jahr zu arbeiten. Ich habe dem FA mitgeteilt, dass ich erst mal pausiere und kein Einkommen habe außer Erziehungsgeld, das Gewerbe sozusagen ruht. Die waren da auch sehr zuvorkommend und haben dies so akzeptiert und mich erst mal aus der Umsatzsteuervoranmeldung herausgenommen (habe immer vierteljährlich Umsatzsteuer gezahlt). Bis zu dem Punkt war ich freiwillig krankenversichert in der GKV. Mit Erhalt des Erziehungsgeldes habe ich mich bei meinem Mann familienversichern lassen.

Nun ist meine Erziehungszeit um und ich habe wieder angefangen zu arbeiten, aber nur so um die 15 Stunden pro Woche, manchmal mehr, manchmal weniger. Mein Einkommen ist aber momentan so gering, dass ich eigentlich gern in der Familienversicherung bleiben möchte, denn der Kleine ist auch viel krank, dass ich manchmal gar nicht arbeiten kann. Da könnte ich mir keine teure KV leisten.
Nun meinten die aber bei der GKV, dass ich dann mein Gewerbe abmelden müsse und mich als Nebengewerbe anmelden müsste, da ich ja nicht hautpberuflich selbständig sein kann. Bin ich ja aber nicht, weil ich ja höchstens 15 Stunden arbeite und echt nicht zu viel verdiene (und wenn es mal mehr wird, dann schreibe ich das auf meinen Mann, er ist normal angestellt und hat ein Kleinstgewerbe nebenbei).

Was soll ich denn nun tun, ich würde mein Gewerbe ungern ummelden bzw. ab- und anmelden, weil so unnötig Kosten entstehen und ich irgendwann auch wieder mehr arbeiten gehen möchte, wenn mein Kleiner es zulässt. Dem FA ist es ja egal, wie viel ich verdiene, oder, Hauptsache es wird ordentlich versteuert, und das wird es ja.

Ich nun etwas verwirrt bin #kratz, weil ich eben erst mal noch in der Familienversicherung bleiben will. Wie kann ich denn der KV nachweisen, dass ich nur die paar Stunden arbeite und nur so wenig verdiene???? Mit dem Einkommensteuerbescheid kann man ja eigentlich nur erkennen, was an zu versteuernden Einnahmen übrig bleibt. D. h. ich könnte viel verdienen und hohe Ausgaben haben, dass sieht man ja auf dem Bescheid nicht, ich denke dass ist das Problem der KV.

Vielleicht geht es oder ging es jemanden ähnlich, bin dankbar für jeden Tipp.

Danke schon mal #danke

Karina

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Hallo berne 75,

das Problem mit dem geringeren Selbstständigen-Einkommen als es für die Krankenkasse vorstellbar, kenne ich persönlich. Mich hat dieses Theater zum Wechsel in die PKV bewegt.

Ich bin nicht davon überzeugt, dass die Krankenkasse die Familienversicherung verweigert, weil sie aus dem Einkommenssteuerbescheid keinen konkreten Verdienst ablesen kann. Bei der Ermittlung der Beiträge für die freiwillige Krankenversicherung reichte dieser Bescheid schliesslich auch aus.

Nach dem Bundesministerium für Gesundheit (http://www.bmg.bund.de; 018 05 - 99 66-02 für 12 Cent/Min.) müsste Ehepartnern, die monatlich höchstens 350 EUR Einkommen haben (2006), die Familienversicherung zustehen.

Habe ich richtig verstanden, dass die Krankenkasse sich dann auf eine Familienversicherung einlassen würde? Gibt es denn keine Möglichkeit das Gewerbe auf ein Nebengewerbe zu reduzieren? Das müsste doch beim Gewerbeamt/Finanzamt machbar sein.

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Jetzt mach das doch nicht soooo kompliziert.

Von Haupt- auf Nebengewerbe ummelden kosten ca. 20 Euro. Dafür kannst Du Dich dann bei Deinem Mann mitversichern. Die 20 Euro sind Betriebsausgaben und somit absetzbar.

man kann sich sein Leben auch schwer machen!

Gruß

Manavgat

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