Job kündigen wegen Betreuung und Erziehung der Kids

Hallo Zusammen,

sorry daß ich als Dreibein hier einfach so hereinposte, aber ich denke, daß ich hier vielleicht Antworten erhalte.

Momentan bin ich Alleinverdiener und meine Frau ist in Elternzeit. Nach dieser Elternzeit haben wir uns nun überlegt, ob meine Frau nicht ihr immer noch bestehendes Beschäftigungsverhältnis kündigt, um unsere drei Söhne während der Schulzeit betreuen zu können. Das wäre uns einfach wichtig und wir sind in der glücklichen Lage, daß es die finanzielle Situation ermöglicht.

Wer hat sowas schon umgesetzt oder selbst praktiziert ?
Auf was muß man alles acht geben ? (Krankenversicherung, Rentenversicherung)

Bin dankbar für alle Tips !

Grüsse
Sven

1

Hmmmmm...ist natuerlich schwer zu sagen. Wenn es euch gut genug geht und keine Engpaesse dadurch entstehen, dass ihr nur ein Einkommen habt, spricht dann zumindest aus der finanziellen Sicht nichts dagegen.
Allerdings wird es fuer sie nicht auf die Dauer zu monoton sich "nur" um die Kinder zu kuemmern. Mit einem Job, einer Arbeit ist naemlich das Beduerfnis rauszugehen und unter den Menschen zu sein mit "abgedeckt".
Es geht ja schliesslich nicht nur um das Geld.
Sie sollte zumindest genug zusaetzliche Hobbys haben und vielleich mal gelegentlich etwas ehrenamtlich machen, um etwas Abwechslung zu haben.
Ich kenne das ein wenig von mir. Vor der Schwangerschaft wer ich im Studium wahnsinnig aktiv. War in unzaehligen Gremien, habe mich an der Hochschule sehr engagiert, manchmal sogar von morgens bis abends. habe noch nebenbei gearbeitet und, und, und. Als ich dann schwanger wurde, liess mein gesundheitlicher Zustand nicht alles zu und ich habe mich beurlauben lassen. Die erste Zeit war noch voellig ok, auch mit dem Baby - ich war ja schliesslich ausgelastet. Mein MAnn und ich haben uns auch haeufig Gedanken darueber gemacht und erkannt, dass es so richtig ist, dass die Familie am besten funktioniert, wenn die Kinder, wenn sie nach Hause kommen frisch gekochtes Essen riechen, dass die Mama einfach da ist, dass die Frau in der Familie das bindende Glied ist. Ich vertrete immer noch diese Meinung, habe mir jetzt aber gesagt, dass ich es einfach nicht mehr aushalte. Ich hielt es auch nicht mehr aus. Mittlerweile studiere ich wieder und es tut mir einfach gut. Ich strebe keine grosse Karriere an. Aber ich brauche mein eigenes Leben. Damit moechte ich nur sagen, dass eure Idee im Ansatz ganz gut ist, aber dass Deine Frau sich dabei nicht selbst vergisst.
Was die Versicherung angeht, meine ich, dass sie ueber Dich versichert werden kann (Krankenversicherung).

Liebe Gruesse!
Pati

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Hallo Pati,

danke für Deine Anmerkungen und JA....Du hast natürlich Recht.
Wir haben uns das sehr gut überlegt und der Vorschlag kam von meiner Frau. Sie ist eben ein Familienmensch und hat momentan kein Problem damit nur für die Familie da zu sein. Im Gegenteil :-)
Wie Du schon sagst, uns ist es einfach wichtig, daß die Kinder wissen, das jemand zuhause ist, wenn die Schule zu Ende ist.
Und wie gesagt, finanziell gibts da keine Probleme.
Hobbies hat sie zur Genüge :-))) Von daher gibts auch keine Probleme.
Wenn sie irgendwann wieder arbeiten möchte.....No problem !!!
Das Thema mit der Familienversicherung hab ich schon geklärt. Ist möglich.

Grüsse
Sven

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Die finanzielle momentane Situation ist eine Sache. Aber: es könnte sein, dass sie auf Jahre (oder für immer) nicht mehr in das Arbeitsleben zurückfindet. Was dann?

Eine Frau sollte niemals ihr Berufsleben aufgeben. Keine eigene Rente, keine Absicherung.

und

wie interessant ist eine Frau, die nur noch zu Hause ist?

Gruß

Manavgat

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Haben wir auch schon diskutiert.
Wenn es aus finanzieller Sicht dringend notwendig werden würde, findet sich irgendeine Arbeit. Muß ja auch nicht die sein, in der sie bis jetzt tätig war.
Wenn sie einfach wieder arbeiten möchte und Sie findet nix, würde sie auch gern eine neue Ausbildung anfangen oder sich selbstständig machen.

Rente ?? Absicherung ?? Den Zusammenhang mußt Du mir erklären......den gibts schon lange nicht mehr ;-)
Bezüglich einer möglichen Trennung (man weiß ja nie) - stimmt, wissen wir. Das kann zu Problemen führen. Jetzt sagt man, wir würden uns schon einig werden. Aber wie es dann mal aussieht is ungewiss :-(


Und

wir kennen uns jetzt 8 Jahre, sind 6 davon verheiratet und meine Frau ist seit September 2001 in Elternzeit......................
und sie wird von Tag zu Tag interessanter #schock#freu#liebdrueck

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Du bist mir wirklich total sympathisch. Und weisst Du wieso? Weil Du mich bei Deiner Einstellung sehr an meinen Mann erinnerst!

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Ich habe das gerade selber durch. Ich nehme mal an, dass deine Frau durchaus in der Lage ist abschaetzen zu koennen, wie es ist, jahrelang zu Hause zu sein und sich um die Betreuung der Kinder zu kuemmern. Somit eruebrigt sich die Bemerkung, mit dem "Decke-auf-den-Kopf-fallen".
Welche KV hast du denn? Gesetzlich oder Privat? Wenn Privat: Dann muss deine Frau sobald sie kein Einkommen mehr hat entweder freiwillig pflichtversichert (in der Gesetzlichen) sein - ist sehr teuer, da sich das nach deinem Einkommen berechnet, oder sich auch privat versichern (das ist auch nicht viel billiger - Frau zu sein ist teuer in der KV-Welt).
In die RV kann sie freiwillig einzahlen - wenn sie das unbedingt will. Allerdings hat sie ja nach der Geburt von 3 Soehnen schon mindestens theoretisch fuer 9 Jahre die vollen Punkte bekommen, dann noch die Arbeitszeit vorher, da kommt schon einiges zusammen. Falls dir irgendwann mal etwas zustossen sollte, bekommt sie ja - falls du genug eingezahlt hast, Witwenrente. Also das ist auch nicht das Problem.
Den Job wuerde ich an ihrer Stelle aber erst kuendigen, wenn sie noch ein paar Monate dort gearbeitet hat. Dann ist das "Hotel Mama" fuer die Kids nicht so selbstverstaendlich.
Falls sie dann doch ueberlegt ins Berufsleben zurueckzukehren, kann sie das relativ unkompliziert 3 Jahre lang entscheiden. Sie kann sich jederzeit arbeitslos melden und wuerde dann auch wieder ALG1 bekommen und - falls privat versichert - somit wieder in die GKV rutschen. Ob sie natuerlich dann auch einen Job bekommt, ist die andere Seite. Allerdings kann ich ihren Wunsch verstehen. Mir war die Betreuung meines Sohnes auch wichtiger. Da bei uns auch die finanzielle Seite gepasst hat, gab es nichts, was mich hindern konnte "Mutter" zu sein.

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Hallo Kati,

ich bin freiwillig gesetzlich versichert und das wird sich mit 3 Kindern auch nicht so schnell ändern auch wenn die Angebote der privaten natürlich schon verlockend sind ;-)
Von daher kann sie bei mir in der Familienversicherung mitversichert werden.

Also der Punkt "sollte mir was passieren" ist zur genüge abgedeckt. Da sind Risiko-LV´s mit BuR´s vorhanden.

Naja....Hotel Mama.....ich weiß nicht, ob das bei unseren Zwergen so effektiv ist wie bei Jugendlichen, die das wirklich ausreizen.
Da unsere Kleinen auch schon diverse Kleinigkeiten erledigen, wissen sie ganz genau, was da alles dranhängt.
Oder sollten zumindest wissen :-)

Danke für Deine Erfahrungen !

Grüsse
Sven

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Hallo Sven!

Ich selber bin derzeit nur Hausfrau und Mutter und hatte vor der Geburt des zweiten Kindes nur einen 400€ Job und war die einzige Angestellte...da klar war, dass ich so schnell nicht wieder anfangen kann, haben wir das Arbeitsverhältnis aufgelöst. Hing halt mit den Arbeitszeiten zusammen und der fehlenden Betreuungsmöglichkeit für die Kinder. Ich hatte im Monat da nur ca. 100-150 € verdient je nach Arbeitsstunden und da lohnte sich auch eine Tagesmutter oder ähnliches nicht.
Die Oma geht selber noch arbeiten und fiel aus...
Abendjob habe ich schon gesucht, aber leider nichts gefunden, was auch mit den Arbeitszeiten von meinem Mann wirklich vereinbar ist...leider. Denn etwas mehr Geld wäre bei uns schon nicht schlecht...

Ich bin jetzt über meinen Mann krankenversichert. Einfach bei der Krankenkasse mal anrufen (gesestzliche bei uns, wie es bei den privaten ist, weiß ich nicht).
Rentenversicherung haben wir über so einen Fond derzeit nur für mich, wo halt der "Kinderanteil" reingeht. Mehr ist derzeit bei uns halt nicht drin...

Wenn alles klappt, werde ich wohl ab nächstem Jahr vormittags arbeiten gehen. Wenn dann das zweite Kind im Kindergarten ist.
So, dass ich dann ab Mittags für beide Kinder wieder zu Hause bin, da unser Ältester auch eingeschult wird im nächsten Jahr.
Vermutlich wird auch da nicht mehr als ein Mini-Job drin sein...aber so kann man ja schon mal langsam wieder ins Arbeitsleben reinkommen...

Vielleicht hat deine Frau ja auch die Möglichkeit sonst noch für einen kleinen Job am Vormittag um rauszukommen oder halt einfach etwas Geld dazu zu verdienen, das man dann vielleicht investieren kann für die spätere Rente!?

LG redhex

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Hallo Redhex,

ja Krankenversicherung wird über die Familienversicherung laufen.
Das ist möglich und habe ich schon abgecheckt !

Bezüglich der Rentenversicherung für sie überlegen wir was mit Riesterrente zu machen. Den da können wir mit den drei Kindern auch Förderbeträge vom Staat miteinfliessen lassen.

Der Teilzeit-Nebenverdienst als geringfügig Beschäftigter war auch schon Thema und werden wir auch sicherlich so machen, sollte das Geld knapp werden oder sie arbeiten wollen !!

Danke !!

Grüsse
Sven

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Hallo Sven!

Dann wünsche ich deiner Frau eine schöne "Erziehungszeit" und wenig Ärger mit Trotzphasen der Kids *lach* Die ja auch ab Schulalter immer schlimmer werden sollen, behauptete zumindest meine Mutter ganz gerne ;-)

LG redhex

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