Arbeiten trotz fehlender Kinderbetreuung?

Hallo,
eigentlich gehört die Frage eher ins Arbeit und Finanzforum, aber ich wollte gern anonym schreiben.

Meine Tochter ist im Umgang sehr schwierig, wodurch eine Kindebetreuung kaum bzw. nur kurzzeitig möglich ist. Nun endet demnächst meine Elternzeit und ich muss wieder arbeiten gehen. Die Arbeitszeiten von mir und meinem Mann überschneiden sich und eine änderung der Arbeitszeit ist betrieblich nicht möglich. Ich hab mir schon überlegt meinen Job zu kündigen und einen Wochenendjob zu suchen, allerdings denke ich, dass wir damit finanziell nicht über die Runden kommen. Wir sind wirklich auf 2 Vollzeitjob bzw jedenfalls ein Vollzeitjob und ein 75% Job angewiesen, da wir noch weitere Kinder haben. Oma, Opa, Freunde erklären sich zwar bereit auf unsere Tochter aufzupassen, aber mehr als 2 Stunden schaffen sie es nicht. Krippe ist wegen ihres Verhaltens auch nicht möglich bzw. nur kurzzeitig möglich. Für eine integrative Einrichtung sind die Wartelisten extrem lang.

Wer weiß Rat?

Liebe Grüße

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Was ist denn genau so schwierig, dass sie nicht betreut werden kann? Hast du schon mal mit einer Kita darüber gesprochen?
Wenn das Kind so schwierig ist, würde Home Office ja auch eher raus fallen. Wie willst du neben der Betreuung noch arbeiten?
Lass dich doch mal bei der zuständigen Stelle zur Vergabe der Kita Plätze beraten. Die kennen ja die Einrichtungen/Tagesmütter und können dir eventuell passgenau etwas vermitteln. Sonst bleibt ja nur, dass ihr jemanden für die Betreuung privat einstellt.

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Vielleicht normale Krippe mit extra I-Kraft?

Oder ein Job mit Home-Office Möglichkeiten und flexibleren Arbeitszeiten?

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Danke für deine Tipps.

Eine I Kraft zu beantragen ist leider nicht so einfach und dauert auch nich extrem lange.

Einen Job mit Home Office Möglichkeiten ist eine gute Idee. Weist du zufällig,wo ich da am besten schauen kann und ob es da auch etwas für ungelernte gibt? Die gelernten Berufe von meinem Mann und mit sind leider nicht Home Offfice tauglich.

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Home Office und gleichzeitig Kind ein betreuen, erst recht wenn es pflegeintensiv ist, wird nicht funktionieren.

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Puh, schwierige Situation. Mit 2 Stunden Kinderbetreuung, wo die Oma danach am Ende ihrer Kräfte ist, ist ja nicht die Lösung.
Es wird wohl doch eine Krippe oder Tagesmutti werden müssen, wobei ich persönlich in dem Fall eher für die Krippe bin, weil dort mehr als nur eine Person arbeitet. Wenn also die erste Erzieherin jemals am Ende ihrer Kräfte sein sollte, gibt’s noch weitere Erzieherinnen, die das abfangen können. Zumal die Tagesmutter auch eher kündigen kann als die Krippe.

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Normalerweise legt man doch die Betreuung des Kindes nach der Elternzeit am Anfang dieser fest. Warum kommt der ursprüngliche Plan nicht mehr zustande? Hat die Kita abgesagt weil sie zu schwierig ist oder habt ihr dies noch gar nicht ausprobiert?

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Sie sollte ursprünglich in die Krippe gehen.
Uns wurde schon vor der Eingewöhnung von Ärzten abgeraten sie in die Krippe zu geben, da sie Verhaltensauffällig ist. Da ich aber wieder arbeiten muss und es keine anderen Betreuungsmöglichkeiten gibt, musste/wollte ich es trotzdem versuchen sie in die Krippe Einzugewöhnen. Leider klappt das überhaupt nicht und die Erzieher meinten es bringt nichts es weiter zu versuchen.

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Lass dich Mal bei der Lebenshilfe beraten, vielleicht können die dir weiterhelfen, sonst einfach mal bei euren AG fragen ob ihr die Stunden reduzieren könnt, so daß ihr die Zeiten besser abdecken könnt. Wenn ihr keine Schicht arbeitet ist es vielleicht möglich das sich einer von Euch einen Job in der Nacht/am Abend sucht, eventuell hilft das auch ein wenig. In welcher Branche arbeitet ihr denn?

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Wenn das Verhalten so extrem ist, dass ihr auf eine I-Kraft angewiesen seid:
hat sie dann schon eine Diagnose? Wird dem Verhalten auf den Grund gegangen?

Wenn ja, könnt ihr euch auch informieren zum Theme Pflegegeld, Pflegegrad usw. Unterstützung in Bezug auf die Ursache, was deine Tochter mitbringt. Entlastungsmöglichkeiten etc.

Wenn nicht, würde ich mit dem Kinderarzt sprechen für Überweisungen.
Woran liegt das Verhalten? Kann daran etwas verändert werden? Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es? Geht es in Richtung Diagnose für weitere Hilfen? I-Kraft, Pflegeunterstützung usw.

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Liebe TE,

deine Geschichte kommt mir allerdings irgendwie bekannt vor. Mein jüngster Sohn ist frühkindlicher Autist. Und so mit 2,5 Jahren wollte ihn keine Kindergarten nehmen. Krippe kam nicht in Frage, da nur für Alleinerziehende. Ist ungefähr 15 Jahre her. Nur im Unterschied, dass ich nicht Vollzeitarbeiten gegangen war, aber trotzdem meinen Dienst mit 13 Stunden antreten musste. Ich hatte die Zeit bis zum KIndergarten.

Für den Besuch eines Heilpädagogischen Kindergarten oder einer integrativen Einrichtung müsstest du Antrag auf Eingliederungshilfe stellen, dein Kind wird dann noch untersucht wegen eventueller Entwicklungsverzögerungen

https://www.ammerland.de/Landkreis/Kreisverwaltung/Fach%C3%A4mter/Sozialamt/Zus%C3%A4tzliche-Leistungen-f%C3%BCr-Kinder-mit-Behinderungen-in-Krippen-und-Kinderg%C3%A4rten-Bewilligung.php?object=tx,2843.2&ModID=10&FID=2843.625.1&NavID=2843.277&La=1&ort=2843.7&call=1

Ich kann dir nur raten, suche dir eine Tagesmutter. Ruf mal bei Jugendamt an, die haben auch Adressen.

LG Hinzwife

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Grade extrem schwierig. Also beide Vollzeit, wenn das Kind täglich nur 2 Stunden betreut ist, ist unmöglich. Sorry, wenn ich das so sage!

Mein Mann arbeitet 100%, ich 80% und ich empfinde uns (trotz gutem sozialen Netz und Vollzeit Platz) am Limit.

Wie oft ist Motte krank oder aktuell viele Erzieher:innen und es ist nur ne Notbetreuung möglich.

Ich hab überlegt, noch mal Elternzeit zu nehmen. Mal schauen. Finanziell wäre es ohne mein Einkommen machbar, aber sehr eng.

Also daher mein Vorschlag: wochenend Job, Elternzeit möglicherweise verlängern (oder hast du 3 Jahre gekommen?) oder zur Not kündigen. Oder eben mal ne Eingewöhnung versuchen.

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Hi du, also ich habe auch ein Kind das nicht 08/15 ist. Daher kann ich ein wenig nachvollziehen wie schwer das für euch ist. Nur hatte ich das Glück zu Hause bleiben zu können. Allerdings wird es natürlich sehr schwer für euch arbeiten zu gehen ( auch wenn du musst) wenn das Kind so schwer betreut werden kann. Von daher muss erstmal eine vernünftige Betreuung her und die Frage wo man möglicherweise einsparen kann wenn ihr auf 2 richtige Jobs angewiesen seid.

Es gibt spezielle Kitas, mein Sohn war in so einer und die half ihm sehr.

Habt ihr denn eine gesicherte Diagnose von einem Facharzt? Oder einem guten Kinder- und Jugendpsychiater? Damit käme man auch schon weiter will ich meinen.

Denn es muss ja dringend eine Lösung her.

Ela

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Naja weiter sparen geht nicht wirklich. Wir haben beide nicht besonders gut bezahlte Berufe gelernt, die uns aber Spaß machen.
Unsere Kinder kosten natürlich auch Geld und Betreuungskosten sind auch nicht grade günstig. Wir haben uns das ja so ausgesucht mit den Kindern und wir kommen ja auch ohne finanzielle Unterstützung aus wenn wir beide Arbeiten. Das unser jüngstes Kind etwas betreuungsintensiver ist, hatten wir allerdings nicht mit gerechnet.

Wir waren schon bei einigen Ärzten, aber keiner konnte uns wirklich weiterhelfen. Kurzzeitig stand auch eine Einweisung in einer Klinik in Raum. Allerdings sind die Wartelisten da sehr lang. Ein Arzt hat gemeint, dass es eventuell in die Richtung Autisums gehen kann. Aber eine gesicherte Diagnise gaben wir noch nicht.

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Hi du, irgendwie kam ich erst jetzt dazu dir zu antworten.

OK dann ist das Thema weiter sparen schon vom Tisch. Das war nur eben mein erster Gedanke wo man möglicherweise was einsparen kann.
Wenn du sagst mehr geht nicht dann bleibt wohl keine andere Wahl als weiter zu überlegen was man tun kann.
Ich weiß wie das ist mit betreuungsintensiverem Kind. Mein Sohn ist selbst Autist und ADHSler.
Viel Glück für euch

Ela

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