Keine Rechte als Vater?

Hallo zusammen,

Mein Partner und ich haben beide Kinder aus erster Ehe, er 2 und ich 1. Während bei mir alles soweit gut läuft, gibt es bei ihm immer wieder Ärger.

Vorab : seine Kinder sind 15 und 11 Jahre alt, jedes 2. Wochenende bei uns , jeden Montag sowie die Hälfte aller Ferien. Sie essen bei uns, wir bezahlen Urlaube, Ausflüge, machen mit ihnen Hausaufgaben, bringen und holen sie ab usw. Völlig in Ordnung. Mein Partner zahlt seinen Anteil an Zahnspange usw und freiwillig den Vereinsbeitrag für den Fußballverein seines Sohnes.

Mein Partner hat einen Unterhaltstitel und bezahlt regelmäßig Unterhalt. Ihm selbst bleibt kaum Geld zum Leben da er noch Schulden aus Ehezeiten abbezahlt. Auch soweit ok.

Nachdem seine ex damals von uns erfahren hat (lange nach deren Trennung) ist sie ausgerastet, hat eine Einstweilige Verfügung gegen ihn erwirkt und er durfte 3 Monate die Kinder nicht sehen. Unterhalt durfte er natürlich trotzdem zahlen. Es kam zur Verhandlung, sie hat verloren und er durfte die Kinder wieder sehen.

Nun haben wir im Januar eine gemeinsame Tochter bekommen. Vom Amt wurde der unterhalt daraufhin neu berechnet, ab März musste er dann weniger unterhalt bezahlen. Laut Jugendamt durfte er nach der Neuberechnung den Dauerauftrag ändern und weniger unterhalt bezahlen, da er ja nun unterhalt für 3 Kinder zahlen muss.
2x hat er noch den alten unterhalt gezahlt, insgesamt über 400 Euro Zuviel. Genau genommen sogar 4 Monate, da das Kind ja im Januar bereits geboren wurde. Darauf haben wir von uns aus verzichtet.
Nun hat er seine Exfrau gebeten ihm den Zuviel gezahlten Unterhalt zurück zu überweisen.
Sie geht darauf überhaupt nicht ein und ruft seitdem täglich das Jugendamt an.
Laut Jugendamt dürfen wir den Unterhalt nicht zurückfordern und was ich so recherchiert habe stimmt das auch, aber ich finde es eine Unverschämtheit. Hat man als Vater gar keine Rechte? Mir geht es da jetzt echt ums Prinzip, ich möchte ihr das Geld nach allem was sie getan hat einfach nicht in den Hals werfen.

Hat jemand da tips was man machen könnte?

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Es soll ja durchaus Väter geben, die mehr Unterhalt zahlen, als sie müssten. Woher sollte die Ex denn wissen, dass Dein Mann die Änderung des Dauerauftrags schlicht verpeilt hat? Das war doch ein leicht zu vermeidender Fehler Deines Mannes.

Die Ex konnte also nicht davon ausgehen, dass Dein Mann versehentlich zuviel überwiesen hat, also war sie durchaus berechtigt das Geld auszugeben und somit kann es nicht zurückgefordert werden.

Ausserdem finde ich Deine Überschrift vor diesem Hintergrund ziemlich polemisch. Das Väter durchaus Rechte haben, hat ja das Gerichtsurteil zum Umgang gezeigt. Das Dein Mann in Sachen Finanzen verpeilt ist, hat nix mit Rechten als Vater zu tun.

Grüsse
BiDi

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Hi, das ist nicht ganz richtig. Er hat es nicht verpeilt, den Dauerauftrag zu ändern, das lag daran, dass wir erst Ende Februar die Geburtsurkunde erhalten haben, ohne die nichts zu machen und es dann noch gedauert hat bis die Neuberechnung vom Jugendamt kam. Wir können ja nicht einfach ohne Grundlage den unterhalt kürzen.

Und mit den Rechten als Vater meine ich, dass sie einfach mal so 3 Monate lang dem Vater seine Kinder vorenthalten darf , den Unterhalt fleißig weiter kassiert und mein Partner da nichts machen kann. Findest du sowas fair ?

Es mag durchaus sein, dass es Väter gibt, die mehr zahlen als sie müssen, das dürfen sie auch gerne tun, mein Partner hat dafür z.b. vereinsbeiträge bezahlt um guten Willen zu zeigen, die eigentlich mit dem Unterhalt abgegolten sind.

Man kann es auch sehr einseitig sehen...

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Unterhalt und Umgang haben nichts miteinander zu tun.

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Ich bin da hin- und hergerissen. Natürlich muss man sein Leben auch nach einer Trennung weiterführen, aber ich verstehe auch jede Ex, der die Galle hochkommt, weil sich durch neue Kinder, über deren Planung und Entstehung sie nicht zu entscheiden hat, ihre finanzielle Situation verschlechtert. Die beiden Kinder sind ja nunmal da, jetzt muss sie das ausgleichen, was von deinem Mann weniger an Geld kommt. Da wäre ich auch sauer - und würde ehrlich gesagt auch nur das tun, was ich unbedingt muss.
Sieh es mal so: Der Vater hat das Recht, seine Familienplanung nach eigenem Ermessen voranzutreiben, sie badet das wenigstens zum Teil aus. Das kann man gerecht finden, muss man aber nicht.

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mmh man muss aber auch berücksichtigen, dass wenn die Ex ein weiteres Kind bekommt, dann ist für das Trennungskind unter Umständen ja auch weniger Geld bzw. Zeit da- da kann den Trennungsvater auch nicht die Galle hochkommen, dass sein Kind nicht mehr an erster Stelle steht. Klar ist man nicht begeistert, wenn man weniger Geld zu Verfügung hat als vorher- aber das ist halt das allgemeine Lebensrisiko, kann zum Beispiel auch durch Tod, Krankheit, Insolvenz des Expartners entstehen- dafür kann sie ja dann auch nix hat aber trotzdem weniger. Außerdem wenn der Unterhalt durch das neue Kind gesenkt wird bekommt sie ja immer noch den Mindestunterhalt, was deutlich mehr ist als so manche Mutter ohne gut verdienenden Exmann.

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Ob die Ex ein weiteres Kind bekommt und dann weniger Geld für die Kinder zur Verfügung hat, entscheidet sie aber selbst. Klar kann man sagen, dass das gegenüber den Kindern unfair ist, aber in dem Fall betrifft das den Vater erstmal nicht finanziell.

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Er hat keinen Anspruch darauf, den zuviel gezahlten Unterhalt zurück zufordern. Das gilt als verbraucht.
Da habt ihr keine Chance.

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Das Geld steht den Kindern zu!

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Ich verstehe deine Antwort nicht. Die Kinder bekommen doch das Geld, das ihnen zusteht

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Man sollte sich überlegen, wieviel Kinder man mit seinem Einkommen finanzieren kann. Alle Kinder haben Anspruch auf Unterhalt, egal, ob sie aus erster Ehe sind oder aus euerer Beziehung.

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Die Kinder bekommen doch ganz normal den unterhalt, der ihnen zusteht, das war doch gar nicht die Frage.

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Es geht um deine Aussage, das für ihn kaum was zum Leben bleibt.

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" Mir geht es da jetzt echt ums Prinzip, ich möchte ihr das Geld nach allem was sie getan hat einfach nicht in den Hals werfen."


Naja, dann hätte man eben nicht zu viel zahlen sollen.
Wenn das Geld schon knapp ist, dann reagiere ich doch schneller und stoppe Zahlungen.

Das nach der Vorgeschichte die Ex nicht wirklich kooperativ sein wird war doch klar. Wie ich das jetzt finde ist ja völlig unerheblich.

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Es tut mir leid aber ich sehe da auch keine Chance. Bitte lass dich von den shitstorm zu ala das Geld steht den Kindern zu usw.nicht kirre machen.Wäre halt besser gewesen ihr hättet euch vorher gekümmert aber es nützt nix über vergossene Milch zu klagen. Wenn das Geld knapp ist gibt es halt weniger Ausflüge, urlaube etc. Jetzt während Corona kann man ja eh nicht sooo Geld dafür ausgeben. Ich finde das auch keineswegs verwerflich, schlimm wäre allerdings die Kinder aus erster Ehe emotional zu vernachlässigen. Alles gute euch

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Ich bin mir nicht ganz sicher, aber wegen des existierenden Titels darf dein Partner doch gar nicht den Unterhalt senken, auch nicht das Jugendamt. Er benötigt dafür die Zustimmung der Exfrau und wenn sie sich nicht einig werden, müsste er eine Änderungsklage einreichen. Ich bin auch der Meinung, sie könnte entsprechend seinen Lohn pfänden. Aber wie gesagt, ganz sicher bin ich mir nicht.

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Ich finde es auch schlimm was sich diese ex weiber rausnehmen.
Zur Not müsst ihr die Unternehmungen mit den Kindern einschränken und auch mal ohne sie in Urlaub fahren, das hat nichts damit zu tun das ihr sie verstoßen tut.
Dann kann man halt nur einmal im Monat was größeres unternehmen oder halt jeden
2 Monat.die Kinder denk ich sind schon in einem Alter wo sie Sowas verstehen sollten.

Mein Mann hatte Glück, den Kredit den seine ex für die Hochzeit aufgenommen hat, durfte sie schön alleine rückzahlen, das waren glaub ich 12000 Euro.
Er hat gesagt sie hat den Kredit aufgenommen, sie hat ihn kurz darauf betrogen und verlassen, also viel Spaß beim abzahlen.
Die alte war Sowas von sauer. 🤣

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