Etf

Hallo

Ich weiß gar nicht genau, was ich mir durch diesen Post erhoffe, vielleicht einfach wieder etwas 'Klarheit'.

Wir haben vor rund einem Monat einen etf Fonds für unseren Sohn angelegt.

Unsere Beraterin hat uns alles haargenau erklärt etc, wir hatten keine Fragen, haben soweit alles verstanden.

Nur ist es jetzt seit einigen Tagen so, dass ich ernsthaft und auch oft darüber nachdenke, ob das wirklich eine gute Idee war.
Was wenn wir später eine gute Summe eingezahlt haben etc und auf einmal der Wertverlust überhaupt kommt etc.
Irgendwann würde (so wie immer) wieder ein Aufschwung kommen, aber irgendwie bin ich gerade voll negativ eingestellt...

Wie geht ihr damit um?
Habt ihr keine Angst diesbezüglich?

Würde mich freuen, eure Denkweisen/Sichtweisen zu lesen, vielleicht bekomme ich dieses rote Schild ausm Kopf weg... 😑😣

Lg

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Ich habe für unser Kind auch einen Etf Sparplan.

Du musst halt definitiv langfristig denken. Stichtag x für Summe y funktioniert so nicht. Ich werde ab ca 3 Jahre vor geplanter Auflösung den Kurs beobachten und so einen guten Kurs abwarten. Worst case wird das eben auch nach dem geplanten Datum sein.

Ich habe da tatsächlich keine Angst. Die hätte ich viel mehr vor dem Sparbuch. ;)

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Ich weiß echt nicht warum, aber vor dem Sparbuch zB habe ich nicht so viel Angst, ist bestimmt ein 'falsches Denken', aber da fühle ich mich sicherer.

Habe auch extra dieses 'risikoscheue Programm' gewählt, aber dennoch ist mir gerade einfach nur mulmig.

Aber danke!

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Sieh es so: Durch Inflation und niedrige (bis gar keine) Zinsen ist das Sparbuch eine definitive Wertvernichtung. Bei Etf gibt es die Chance, Kursschwankungen auszusitzen und mit einem Plus rauszugeben.

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Wir haben für unser Kind aber auch für uns selbst ETFs, auch als Sprarpläne.
Die laufen jetzt schon eine ganze Weile und aktuell haben wir da eine sehr hohe Rendite eingefahren, ca. 8-12%. Das ist jetzt also das Ergebnis aus wenigen sehr guten Jahren. Es wird dann über die Gesamtlaufzeit auch Abstürze geben, etc. aber über 15 Jahre oder mehr betrachtet wirst du damit ziemlich sicher und recht risikoarm 3-4 wenn nicht sogar 5-6 % p.a. machen können.

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sehr empfehlen kann ich dazu dieses Video

https://youtu.be/SCiboPxpI2g

Luck Anna!

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lucky ;-)

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Mir hilft bei sowas ganz gut die Frage: was ist denn das schlimmste was passieren könnte? Das Geld ist weg - na und? Ich meine, natürlich wäre das ziemlich blöd, aber es wird eueren Alltag kaum ändern, verstehst du wie ich das meine?
Viele Grüße

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Noch besser: Geld auf dem Konto kann langfristig durch Krisen weg sein. Viele der Unternehmen in die mit einem ETF investiert wird dürften aber auch sehr große Krisen überstehen. Man darf nur nicht den Fehler machen ohne Not zu verkaufen wenn die Kurse mal abstürzen, denn auch dann bleibt der Anteil am Unternehmen bestehen. Reichsmark auf dem Konto oder Siemens im Depot..

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Es wäre für mich wohl sehr schlimm, wenn das Geld weg wäre.
Das kann ich definitiv nicht so locker sehen, wie du es gerade tust.

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Hallo

Das Schwierigste am Investieren sind die Emotionen. Diese in den Griff zu kriegen ist schwer und wegen Emotionen verlieren auch viele (oder gar die meisten?) Anleger ihr Geld, denn zu früh verkauft.. 'Schon' bei einer Investition in eine Immobilie kriegen viele kurz vor dem Notartermin kalte Füsse. Oder vor einer Heirat ;-). Alles Investitionen - da überlegt man sich logischerweise, ob die Entscheidung vernünftig ist.

Eines musst du wissen: Die Zukunft kann dir niemand voraussagen. Hör niemals auf Leute (und auch sogenannte professionelle Investoren wie Banken gehören dazu), die den Markt auf 1, 3, 5, 20 Jahre voraussagen möchten. Das sind Prognosen, und die Zukunft kennt niemand.

Dann lies dich in ETF ein. Danach schau in die Unterlagen eures Kindes: In welche ETF wurde investiert? Recherchiere selbst, wie ihre Performance in den letzten Jahren war. Erhalte die Kontrolle über dein Geld zurück, d. h. Bankberatung schön und gut, aber die Bank will auch Geld verdienen - die verpacken ihre Produkte im Gespräch entsprechend schlau, so dass augenscheinlich keine Fragen mehr sind.. Aber DU hast ein Kontrollverlustgefühl, also geh dem nach. Wo wird euer Geld gerade eingesetzt? Haben die Infos von der Bankberaterin Hand und Fuss?

Diversifikation ist das A und O. Wurde in ETF aus 'überall' auf dem Globus investiert (best case), nur DE, , nur EU, nur Emerging Markets..? Wenn breit gestreut wurde (diversifiziert), dann werdet ihr (und das sagt die Vergangenheit, nicht die Glaskugel) mit höchster Wahrscheinlichkeit mit ca. 5-6% Zinsgewinn da rausspazieren.Volatilität, also das Auf und Ab des Marktes musst du in den kommenden 10-15 Jahren - siehe Emotionen - aushalten können bzw. du schaust nur 1-2x im Jahr auf die Performance.

Wenn du realisierst, dass die Bankinvestition eine falsche war, dann lieber frühzeitig abbrechen, auch wenn es Strafzinsen gibt (keine Ahnung, wie ihr an das Package gebunden seid). DANN aber das Geld selbst in von euch ausgewählte ETF investieren - nicht aufs Sparkonto. Beitreibe etwas Marktforschung, wie beim Online-Kleidershopping, und für einen vernünftigen langfristigen Deal lohnt sich die Recherche.

Zu guter Letzt empfehle ich den Autor Andrew Hallam, dessen Buch ich gelesen habe.

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Oh woow, super danke dir!

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Ich habe ETFs und Aktien.
Nicht investiertes Geld verliert auf Grund von Inflation an Wert. Auf 18 Jahre wird man mit breit aufgestellten ETFs sehr wahrscheinlich nichts falsch machen. Vor allem, wenn der Auszahlungszeitpunkt flexibel ist. Dazu gibt es viele Informationen online. Madame Moneypenny finde ich recht einfach erklärt.

Was zahlst du deiner Bank an Provision? Das solltest du wissen, wie sich die Kosten zusammen setzen und was du dafür bekommst. Ich tippe, ein Junior Depot und Sparpl auf MSCI World kommt dich günstiger. Plane ich so für nach der Geburt.

Viele Grüße

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