Einkommensteuererklärung, Fahrtenbuch bei Einsatzwechseltätigkeit, wie macht man das?

Mein Mann arbeitet als Monteur und fährt nur selten mit dem eigenen PKW zur Firma die gut 100km entfernt ist.

Fast täglich fährt er zum LKW Standort der auch fast täglich wechselt, je nachdem wo er und seine Kollegen den LKW mit Hänger parken können.

Wir haben bisher immer eine Liste gemacht und den täglichen Standort notiert. So kommen immerhin ca. 10.000 km im Jahr zusammen die wir für die Einkommensteuer auch gut und gerne brauchen.

Nun hat das Finanzamt angemerkt das diese Liste von der Firma unterschrieben werden müsste. Aber, das werden die nicht machen weil sie nicht nachvollziehen können wo sich die Fahrer treffen.
Es ist den Monteuren selber überlassen wann, wie und wo sie anfangen.

Es hieß vom Finanzamt er solle ein Fahrten buch führen. OK, aber wie macht man das? Wir haben 2 Autos und wir benutzen sie beide. Den großen nimmt jeder mal, gerade wenn mein Mann Werkzeug u.s.w. mitnehmen muss. Ohne reicht denn auch der kleine PKW.

Müssten wir jetzt für beide PKWs ein Fahrtenbuch nutzen ? Und muss da auch alles eingetragen werden was ich denn fahre? Mit meiner Fahrt zur Arbeit, Einkaufen u.s.w.?

Das wäre ja voll der Akt....Hat jemand Ahnung?

Danke

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Das FA glaubt die selbst erstellte Liste nicht. Die wollen eine Bestätigung der Firma. Darauf würde ich mich konzentrieren.

Kann die Firma nicht eine "einfachere" zweite Liste ohne die genauen und ihr unbekannten km Angaben abstempeln. Ihr ergänzt dann mit einer zweiten Liste, mit Details: Datum, Strecke, Parkplatz.. Den Abgleich beider Listen kann das FA dann bei Mißtrauen selber durchführen. Das ist Arbeit, mag keiner. Man könnte jetzt vorher bei. FA nachfragen ob es akzeptiert wird oder es einfach machen.

Ganz ehrlich, dass hat zu reichen - aber das ist nur meine Meinung. Das FA kann es anders sehen.

Um sicher zu sein würde ich ein Jahr Fahrtbuchen führen, beide Autos, aber nur die beiden genannten Listen abgeben, das Fahrtbuch nur falls nicht anerkannt wird.

Bin kein Steuerberater, das ist nur meine Meinung.

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Die Firma unterschreibt oder stempelt da garnichts.

Es gibt ja auch Fahrer die ihren LKW direkt vor der Haustür parken können weil sie z.B. ländlich wohnen. Oder wo ein Fahrer den anderen denn täglich abholt. Diese Fahrer haben denn z.B. garkeine Fahrkosten, könnten der Firma aber alles mögliche erzählen....

Das ist eben das Problem. Wir können das Geld ja aber auch nicht einfach verschenken und diese gefahren KM nicht angeben.

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Einsatzort, Datum, LKW Kennzeichen - sowas in der Art meinte ich. Aber wenn es nicht geht musst Du wohl Fahrtenbuch führen.

Evtl. reicht es aus, nur die relevanten Fahrten einzutragen - und die Differenz ist Privat - kenne mich da aber (zum Glück) nicht aus. Gibt Apps dafür.

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Aber wo ist das Problem für jedes Auto ein Fahrtenbuch zu führen? Für mich muss nur dein Mann immer drauf achten, den Anfangs- und Endkilometerstand nebst Zeit und Ort zu notieren. Dazwischen müsste nur die Zeile mit letztem Stand der Vorfahrt und Anfangsstand der neuem Fahrt und dem Zusatz "private Nutzung" ausgefüllt werden.
Das FA geht ja nichts an, wohin ihr privat fahrt (Einkauf, Urlaub etc.). Wichtig ist nur, dass es lückenlos ist!!

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ok, so stimmt das natürlich.

Also brauchen wir bei z.B. privaten Fahrten nur schreiben :

xxkm bis xx km privat (ohne Angaben von Tagen)

und danach könnte er wieder eine Arbeitsfahrt eintragen????

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Es reicht, rein logisch , wenn Dein Mann einfach nur seine Fahrten einträgt mit Anfangs- und Endkilometerstand, der Rest ist automatisch privat und geht das FA nichts an. Eigentlich..

Wie man das konkret umsetzt damit das FA es akzeptiert musst Du am besten mal selber ergoogeln.

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Tja, es gibt diese Bücher, die das Finanzamt anerkennt. Dort steht schon alles drin, was rein muss. Das Fahrtenbuch bleibt eben im Auto liegen und am Ende wirklich JEDER Fahrt darfst du eine Zeile schreiben. Es bildet ungemein. Spätestens nach einem Jahr weiß man ganz genau, in welcher Straße was ist und wie welche Straße heißt. Vorteil an der Sache: Du hast zwar eine Menge Arbeit, aber du wirst feststellen, dass sich durchaus noch mehr Kilometer absetzen lassen. Außerdem darf bei Privatfahrten auch einfach Privat stehen. Man will dem Finanzamt nicht immer seine Freunde mitteilen.
Dann gibt es diese Apps - auch zugelassen vom Finanzamt. Das Problem dabei: Die Apps sind absolut exakt. Das Finanzamt erfährt also wann du wo wie lange warst.

Ja, da kommt alles rein. Jeder gefahrene Meter wird im Fahrtenbuch erfasst.

Noch etwas: Das Finanzamt bei meinem Bruder hat akzeptiert, dass das Unternehmen einfach ein Schreiben aufgesetzt und bestätigt hat, dass es sich um eine Einsatzwechseltätigkeit handelt und die Monteure mit eigenen PKW anreisen.

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Das mit der Bescheinigung der Firma wäre natürlich noch eine Möglichkeit. Da wird mein Mann auf jeden Fall morgen nachfragen....Danke

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