Bekommt man Elterngeld wenn man mehr verdient als vorher?

Hallo, folgende Frage:
Geburt Ende Februar 2021. Verdienst vorher: 1800€ netto Vollzeit.
Neue Stelle ab Mai 2021. Verdienst 3600€ netto Vollzeit. Ich überlege jetzt, nur mit 30 Stunden wiedereinzusteigen nach dem Mutterschutz. Wäre eigentlich nicht nötig, da mein Mann Elterngeld bezieht. Wären 3000€ netto die ich bei 30h hätte. Wenn ich in der Zeit Elterngeld beziehe, würde ich ja eigentlich den Sockelbeitrag von 300€ erhalten, oder? D.h. ich wäre dann bei Elterngeld + 30h bei 3300€ netto. Also 10h weniger arbeiten aber "nur" 300€ Verlust.
Jetzt ist aber die Frage, geht das überhaupt? Ich verdiene ja schließlich in Teilzeit jetzt immer noch deutlich mehr als vorher in Vollzeit. Geht es nur um Teilzeit oder dass ich wirklich weniger verdienen muss um das Elterngeld zu erhalten?

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Hi! Ich bin zwar kein Experte, aber mich würde wundern, wenn du überhaupt etwas bekommst... Elterngeld soll ja in teilen den EinkommensVerlust auffangen. Du hast aber keinen Einkommensverlust, daher wäre es meiner Meinung nach so, dass du nichts bekommst.
Ob das gerecht ist (ist es meiner Meinung nach nicht) ist eine andere Frage!

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Zwischen neuer Vollzeitstelle (40h) und
neuer Teilzeitstelle (30h) liegen doch 10h unbezahlt dazwischen, also 25% Verlust (Brutto).

Wird aber dennoch nicht ausgeglichen durch Elterngeld, da nur Verluste gegenüber altem Job betrachtet werden, aber nicht (kindbedingt nicht realisierte) zukünftige Erwerbschancen.

Der Staat geht davon aus, dass Mütter keine Karriere machen und niedrigeres oder höchstens gleichbleibenden Gehalt bekommen. 😉
Der Karrieredeckel bzw. -knick und nicht wahrnehmen können von Aufstiegspositionen wird behördlich als Gottgegeben vorausgesetzt und nicht ausgeglichen. 😱

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Das war auch meine Befürchtung. Ich hoffe dass diese Befürchtung nicht der Wahrheit entspricht. Es wäre zwar kein Beinbruch Vollzeit zu arbeiten, aber da ich schon ein Kind habe, weiß ich dass es mit Stillen etc. auch bequem ist, noch ein bisschen mehr Zeit zusätzlich zu haben.

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Sockelbetrag bei verlängertem Elterngeld Plus (bis 30 Std Arbeiten) ist 150 EUR.

Ich hatte eine ähnliche Situation.
Entscheidung für Teilzeit und Gehaltsverzicht ist privates Vergnügen, der Staat gleicht das nicht durch Elterngeld Plus aus.

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Ich glaube den Mindestbetrag erhältst du trotzdem, dieser ist meines Wissens nach nicht an das Einkommen gebunden, sondern an die 30 Stunden.
Andere Frage, was für einen Jobwechsel hast du denn gemacht? Glückwunsch, hört sich ja super an 😁

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Danke für deine Antwort! So habe ich es auch verstanden. Das wäre ja super :-)
Ich habe so gesehen keinen Job gewechselt sondern habe nach meinem Master einen Trainee gemacht und werde dann ab Mai als Ingenieurin übernommen :-) habe also quasi nur meine Ausbildung abgeschlossen, ganz vereinfacht erklärt.

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Also als ich Ende der elternzeit eher wieder arbeiten ging in TZ (Beamtin) da musste ich quasi was con dem Elterngeld zurückzahlen. Obwohl ich unter den 30srd die Woche war

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Erstmal berechnet sich das Elterngeld immer aus dem Einkommen 12 Monaten vor der Geburt des Kindes.
Und zum anderen haben Du und Dein Partner nur Anspruch auf 12 Monate + 2 Partnermonate Basis-Elterngeld, bzw. doppelt solange bei Elterngeld-Plus. Wobei Elterngeld Plus dann auch nur halb so hoch ist wie Basiselterngeld.
Wenn Dein Partner also 12 Monate Basiselterngeld beziehen möchte, kannst Du natürlich die 2 bzw. 4 Monate Partner-Elterngeld beziehen, aber immer nur auf Grundlage Deines Gehalts vor der Geburt und das Einkommen, dass Du in der Zeit erzielst, wird auch auf das Elterngeld angerechnet.

Ich weiss nicht, wie Du auf den Sockelbetrag kommst. Elterngeld und Elternzeit haben nichts miteinander zu tun. Nur weil man in Elternzeit ist, heisst das nicht, dass man den Sockelbetrag bekommt.

Grüsse
BiDi

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War aber bei mir genau so.

Zunächst 6 Monate Elterngeld mit 1.800 Euro.

Dann auf 12 Monate gestrecktes Elterngeld Plus, leider nicht 900 EUR, sondern 12x 150 Euro Sockelbetrag.

Verdienst vor Geburt und nach Geburt lag mehrfaches über allen relevanten Bemessungrenzen.

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Natürlich hat sie Anspruch auf Elterngeld wenn sie unter 30h/ Woche arbeitet. Es kann nur sein, dass es eben nur der Sockelbetrag ist, weil sie ein gutes Gehalt hat. Sie könnte 2 Monate 300 Euro beziehen oder 4 Monate 150 Euro. Sollte sie auch, weil die sind ja sonst weggeschmissen.

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Hey, ich persönlich kann dir nur empfehlen bei deiner Elterngeldstelle anzurufen und nach zufragen. Das hat mir meine Entscheerleichtert.

Ich werde ab Mitte März auch mit 80% einsteigen und rückwirkend mein ElterngeldPlus in Basiselterngeld umwandeln lassen, weil ich sonst auch nur den Sockelbetrag von 150€ (EGPlus) bekommen würde und das ist totaler Quatsch.

Durch die Umwandlung bekomme ich einen Batzen Geld ausgezahlt, Rest EGPlus und kann beruhigt mit meinen 30 Stunden arbeiten gehen ohne mir irgendwelche Gedanken über unnötige Sockelbeträge zu machen.

Alles Gute 🍀

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Entscheidung erleichtert sollte das heissen 🙄🤦🏼‍♀️

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Nur als Hinweis: Da du so viel mehr Verdienst, könnten für euch die Partnerschaftsbonusmonate interessant sein. Nach den Elternzeitmonaten, in denen einer von uns zu Hause war und EG bezogen hat, haben wir noch 4 Monate angehangen, in denen wir beide 30 Stunden gearbeitet haben und zusätzlich einen gewissen Satz EG erhalten haben. Der Einkommensverlust war so gering, dass wir uns diese 4 Monate mir viel Zeit für die Kinder gerne gegönnt haben.

Da du ja sowieso nur 30 Stunden arbeitest und so viel mehr verdienst, wäre es ja vielleicht für euch interessant, wenn dein Mann auch noch reduziert.

VG Isa

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Ist die Frage ob du überhaupt Elterngeld für mehr als 2 Monate bekommst, wenn dein Mann schon bezieht.
Würde mich bei der Elterngeldstelle erkundigen.

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