Elternzeit bei sehr hohem Gehalt - wie habt ihr es gemacht?

Hallo ihr,

Uns stellt sich gerade die Frage nach der Aufteilung der Elternzeit und ob / wie wir Elterngeld beantragen sollen.

Also Geld versus Familienzeit.

Einen Monat Elternzeit direkt nach der Geburt möchte mein Partner auf jeden Fall nehmen, da würden wir das fehlende Gehalt investieren.

Aber um Elterngeld Anspruch zu haben muss man ja mindestens zwei Monate Elternzeit nehmen und das wäre dann schon ein Sümmchen welches dann fehlen würde.

Wie habt ihr es gemacht?

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Bei einem sehr hohen Gehalt wird man hoffentlich soviel auf der hohen Kante liegen haben dass man sich diese Frage eigentlich nicht stellen muss!

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Naja bei einem sehr hohen Gehalt hat man aber auch dementsprechend vielleicht höhere Verbindlichkeiten zB höheren Abschlag fürs Haus, teurere Autos, Abos, Sportvereine, etc.🤷‍♀️

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Das macht halt den Unterschied aus zwischen Menschen mit hohem Gehalt und Menschen mit viel Geld. Mit Geld umgehen sollte man halt schon wenn man Familie gründen will, wer alles verkonsumiert wird nie auf einen grünen Zweig kommen, dann ist es aber auch egal ob er 2 oder 3 Monate Elternzeit nimmt

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Hallo, wir haben im Vorfeld soviel gespart das die 2 Monate gar nicht ins Gewicht gefallen sind. Und da wir ein Februarkind haben hat mein Mann seine zwei Monate auf 2017 und 2018 aufgeteilt.

L. G. Nici

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Hallo,

Wir hatten genug auf dem Sparbuch, dass mein Mann auch mehr als die drei Monate hatte nehmen können.

Und war die gemeinsame Zeit wichtiger als das Geld. Das Elterngeld reichte locker um unsere Fixkosten zu decken und einen Teil unserer Variablen Kosten. Die fehlende Summe wurde von Ersparnisse gedeckt.

LG Morgain

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Genauso machen wir es auch

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Hallo,

bei sehr hohem Gehalt habt ihr sicher Geld gespart und man bekommt ja trotzdem Elterngeld und das nicht gerade wenig. 1800€ sind viel Geld.

Bekommst du kein Elterngeld? Habt ihr so hohe Ausgaben, dass du dir da Sorgen machst? Und sind das alles wichtige Ausgaben, die man nicht reduzieren kann?

LG

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Ich kann die TP verstehen. In teuren Städten wie München würde man mit 1800€ nicht mal die Miete für die 4. Zimmer Wohnung, evt knapp für die 3 Zimmer Wohnung zahlen können. Und sonst hat man ja auch Ausgaben.

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Ich gehe mal davon aus, dass auch die TE Elterngeld bekommt, bzw. in den Wochen vor und nach der Geburt sogar volles Gehalt. Kindergeld gibt es auch noch obendrauf.

Wenn es wirklich die teure Wohnung in München ist, muss man da sicher gucken, daher habe ich ja auch gefragt, ob die Ausgaben der TE so hoch sind und ob das alles nicht reduzierbare Ausgaben sind. Die Frage ist dann auch, ob einem die Elternzeit oder z.B. zwei Autos wichtiger sind. Manchmal muss man einfach Prioritäten setzen.

Elternzeit ist eher für die Menschen wirklich hart, die aufgrund geringen Elterngeldes aufstocken müssen.

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Es bleiben die Möglichkeiten entweder während der Schwangerschaft bereits Geld sparen für die Elterngeldmonate oder in der Zeit die Ausgaben reduzieren (zB keine Lieferdienste/Restaurants/Konsumverhalten im allgemeinen hinterfragen.

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Es ist halt die Frage wie viel ihr gespart habt und wie wichtig es euch ist. Ich finde diese Decklung auf 1800€ auch merkwürdig. Bei der Einführung 2007 mag sie abgemessen gewesen sein, seitdem sind aber Mietpreise etc. explodiert :-(.
Wir haben es finanziell so hinbekommen, dass ich nur den Mutterschutz hatte und wir danach beide auf 20 Stunden reduziert hatten mit dem Elterngeld plus. Das war für uns deutlich lohnender, weil der Einkommensverlust nicht so hoch war. Funktioniert aber natürlich nur wenn beide entsprechend verdienen und nicht der Bankvorstand die Verkäuferin geheiratet hat. Außerdem hätten wir genügend Erparnisse, die wir aber nicht benutzen mussten.

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Ich habe auch Freunde in München, die es genauso machen, nach den Mutterschutz arbeiten beide mit Elternzeit plus zwischen 20 und 30 Stunden. Anders. War es finanziell kaum machbar.

Bei uns ist das zB nur machbar, weil mein Mann sein Referendariat abgeschlossen hat und von ein Monat auf dem nächsten Doppel so viel verdient. Wäre das Kind 1 Jahr oder gar 6 Monate früher gekommen, wäre es so nicht machbar gewesen. Ich hätte in Home Office mit Baby 20 oder 30 Stunden arbeiten müssen, denn wir hätten nicht mal die Fixkosten decken können.

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Bei sehr hohem Gehalt sollte man auch nur mit Elterngeld hinkommen. So war es auch bei uns. Sicher konnten wir weniger zur Seite legen, aber es hat für alle Fixkosten, Einkaufen, Ausflüge usw. dicke gereicht.

Es handelt sich bei sehr hohen Gehalt ja trotzdem um 2x1800€ Elterngeld pro Monat. Und das eine Gehalt fällt ja nur 2 Monate komplett weg. Sollte man also doch mit hinkommen 🤔

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Achja und wir wohnen in Berlin. Auch nicht günstig.

Wenn man ein Gehalt braucht für die Wohnung, obwohl man extrem viel verdient dann läuft eh etwas falsch und bevor ich mir so eine Wohnung ans Bein binde müsste ich schon enorme Reserven haben für einen eventuellen Job-Verlust und die Kinderplanung wäre abgeschlossen.

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Der Maximalsatz beim Elterngeld deckte bei mir nicht mal 50% des normalen Netto. Ich wollte aber gern das erste Jahr zuhause bleiben. Klar wäre es finanziell klüger gewesen wenn nein Partner die Elternzeit macht aber ich wollte halt gern 🤷🏻‍♀️

Sobald wir wussten dass wir uns ein Kind wünschen und daraufhin "arbeiten" habe ich einen extra Spartopf aufgemacht. Also zusätzlich von dem was ich eh jeden Monat wegelegt habe.

Am Ende habe ich 15 Monate EZ gehabt, davon 10 Monate Elterngeld bekommen und aus dem Spartopf jeden Monat so viel dazu getan dass ich keine Einbußen zum normalen Gehaltseingang hatte. Dadurch konnten auch alle Versicherungen z.B. Altersvorsorge ohne Pause weiterlaufen.

Wenn es ein geplantes Kind und geplante Elternzeit ist würde ich behaupten dass es möglich ist sich entsprechende Reserven anzulegen. Wir haben auch in einer Millionenstadt mit entsprechend hohen Lebenshaltungskosten gelebt. Und ich bin im zweiten ÜZ schwanger geworden. Es waren also keine Jahre Zeit zum sparen. Trotzdem musste ich fast nicht an meine normalen Reserven sondern bin fast mit dem extra angesparten ausgekommen.

Bedenkt bitte dass auch dein Partner Anspruch auf Elterngeld hat. Wenn er die Partnermonate nimmt sind das auch jeden Monat 1.800€ (bei sehr hohem Gehalt gehe ich vom Maximalsatz aus). Dann könntet ihr vielleicht auch zwei Monate auf bestimmte Ausgaben verzichten (pausieren von Versicherungen oder ähnlichem). Damit wäre die Lücke nicht mehr ganz so groß. Und den Rest gucken ob ihr die im Verlauf der Schwangerschaft zusammengespart bekommt. Machbar ist das wirklich.

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Habt ihr dann mit dem Sparen auf die Elternzeit anderweitiges Sparen einfach ausgesetzt? (Immobilie etc.)
Wir könnten natürlich auch von Erspartem Jahre Zuhause bleiben, aber dann ist das Eigenkapital fürs Eigenheim auch futsch. Uns stellt sich eben ein bisschen die Frage was da realistisch ist. Klar muss die Prioritäten da jeder selbst setzen.
Wahrscheinlich ist es für uns nur so kompliziert weil wir das gerade selber nicht so genau wissen.
Die meisten würden wohl von Anfang an sagen, Familie geht vor, klare Entscheidung für Elternzeit, aber wir kennen keine Kollegen, die das gemacht haben.
Der Job ist einfach nicht stressig/zeitintensiv/unvorhersehbar genug, dass sich unbezahlter Urlaub lohnt 🙈 ist super mit Familie vereinbar.

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Nein, ich habe keine Sparrate, Versicherungszahlung oder ähnliches ausgesetzt. Zu keinem Zeitpunkt.

Durch die Schwangerschaft konnten wir einen länger geplanten Urlaub nicht antreten. Die Rückzahlung habe ich gespart. Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Jahresbonus, Steuerrückzahlung usw auch.

Wir haben übrigens in der Schwangerschaft auch ein Haus gekauft. Daher brauchten wir eben auch das entsprechende Eigenkapital.

Ganz ehrlich - finanziell sehe ich da bei entsprechendem Einkommen keine Probleme Geld so zu sparen dass man zwei Monate EZ ohne Lücke zum normalen Geldeingang machen kann. Alternativ wenn die Lücke wirklich zu groß ist kann man immer noch seine Ausgaben prüfen. Mal für zwei Monate erwas ruhen zu lassen wird ohne große Folgen bleiben. Das wollte ich nicht denn 15 Monate nicht in die private Altersvorsorge einzahlen hinterlässt große Verluste.

Letztendlich müsst ihr gucken was euch wichtiger ist. Wenn der Beruf mit Familie super zu vereinbaren ist und ihr so klar kommt ist doch alles gut 😊 Dann nimmt er keine Elternzeit. Hauptsache ist dass es euch damit gut geht. Oder er nimmt seine EZ zu einem späteren Zeitpunkt wenn ihr merkt dass es doch nicht so einfach zu vereinbaren ist.

Ich habe weiter unten etwas quergelesen. Das mit Urlaub usw. habe ich nicht ganz verstanden. Aber warum kann er den zweiten Monat EZ nicht so nehmen dass das mit dem Urlaub passt? Ihr habt Anspruch auf 3 Jahre EZ (nicht zu verwechseln mit Elterngeld) die ihr auf mehrere Jahre (bis zum 8. Lebensjahr) untereinander aufteilen könnt. Und wenn ihr die Fristen zur Anmeldung beim AG einhaltet muss der AG auch zustimmen.

Und selbst wenn er nicht zustimmen muss (z.B Verlöngerung wenn ursprünglich nur 1 Jahr geplant war) kann man ja vielleicht mit dem AG reden? Er kann ja zustimmen. Mein AG hat der Verlängerung auch problemlos zugestimmt.

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Wir verdienen beide gut und haben noch dazu passives Einkommen, so dass unser Elterngeld noch beschnitten wird, obwohl aktiv nichts hängen bleibt (das wird jetzt kompliziert zu erklären, hängt mit Selbständigkeit zusammen).

Jedenfalls ist es einfach so. Wir haben schlicht und ergreifend die Einbußen. Wir leisten uns den "Luxus" Kinder und den Luxus "bezahlen" wir halt über weniger Geld. Ich gehe daher auch recht schnell wieder arbeiten, ein bißchen will man ja auch Zeit mit dem Kind.

So ist es halt einfach und ich kann dir keinen tollen Trick verraten. Kinder kosten halt nicht nur Geld für Kleidung und Essen, sondern auch in Bezug auf fehlendes Einkommen. Aber man sagt ja so schön, man bekommt dafür auch viel zurück :-)

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