Ein Job wäre ein Traum...

Hallo liebe Urbianer!

Wie würdet ihr bei/mit folgender Situation umgehen?

In der Schule war ich immer ein guter Schüler, ehrgeizig und zielstrebig.

Bis mir mein Arzt ein psychisches Belastungssyndrom diagnostizierte. Von dem Moment an war ich antriebslos, hatte kaum Motivation und erkannte zu spät, dass die Schule mehr oder weniger den Bach hinunterlief.
Glücklicherweise schaffte ich den "Mittlere Reife 2"-Abschluss.

Im November desselben Jahres holte ich mir beim gleichen Arzt (Hausarzt) meine Grippeschutzimpfung. Was soll ich sagen? Ihm (dem Arzt) ist aufgefallen, dass ich extrem blass und unkonzentriert wirke und er nähere Untersuchungen machen müsse. Zur Abklärung wurde ich zu diversen Psychiatern geschickt, diese mir ein "Beinahe-Burn-out" diagnostizierten.

Nachdem mir dann alles zu viel wurde, beendete ich die Schule.
So, nun sitze ich da. Habe nur einen "Mittlere Reife 2"-Abschluss und sonst nichts. Ich schrieb ca. 400 Bewerbungen innerhalb von 1 1/2 Jahren, aber leider nahm mich noch keine Firma auf, geschweige denn lud mich zu einem Bewerbungsgespräch ein. Es kamen nur Absagen.
(Habe auch eine Ausbildung als Kaufmann für Bürokommunikation/Verwaltungsassistent)
Ich habe es auch schon versucht, dass ich das Abi abschließe, nur leider nimmt mich mit meinem Alter keine Schule mehr auf. :(

Ich hoffe ihr wisst einen Rat.

Danke und LG
neuesfeldhuhn

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Hallo..

Du hast die mittlere Reife im 2er Bereich und hast 400 Bewerbungen geschrieben wovon dich aber niemand eingeladen hat?

Das ist komisch 🤔 hast du mal jemanden über die Unterlagen schauen lassen? War deine Berufswahl mit deinem Abschluss realistisch?

Ärzte sind übrigens schnell im diagnostizieren..

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Hallo pusteblume3383,

dankeschön für deine Antwort.

meine Eltern haben über die Bewerbungsunterlagen drübergeguckt. Es steht nichts unrealistisches drinnen und die Angaben sind 100% wahrheitsgemäß.
Ich wollte immer in einem mehr oder weniger großen Büro arbeiten. Sei es jetzt ein Job bei der Gemeinde (hätte auch gerne noch Ausbildungen diesbezüglich gemacht, falls das notwendig gewesen wäre), im Schulsekretariat oder auch am Empfang in einem Krankenhaus. Also ich finde, das sind durchaus realistische Berufe, wo ich mich beworben habe, als Kaufmann für Bürokommunikation/Verwaltungsassistent.

Die meisten setzen nämlich Vorerfahrung (also ca. 1-2 Jahre) in ähnlicher Position voraus, die ich ja noch nicht sammeln konnte.

LG

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Ach man, das ist schade. Ich kann mir vorstellen dass die Motivation dann auch immer geringer wird, völlig verständlich. Ich könnte mir vorstellen, dass die von Dir gewünschten Stellen sehr beliebt sind. Wie alt bist Du denn, wenn ich fragen darf?

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Hi

In Österreich gibt es die sogenannte Abendmatura (Matura = Abitur), also Abi im zweiten Bildungsweg als Abendschule. Kein Alterslimit. Gibt es sowas in Deutschland nicht?

Sei dir bewusst, dass das aber nur ein Schritt ist, danach geht es mit einer anderen Ausbildung weiter. Packst du das?

Und: wenn bei 400 Bewerbungen nicht einmal ein Gespräch rauskommt, dann gibt es da irgendein Problem. Hast du deine Unterlagen schon lesen oder prüfen lassen? Beratung gesucht? Beim Arbeitsamt gefragt ob es für Fälle wie dich Unterstützung gibt?

Alles Gute

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Hallo coppeliaa,

danke für deine Antwort.

Das Arbeitsamt übermittelt mir Jobvorschläge. Auf diese habe ich mich ebenfalls beworben, aber größtenteils erhielt ich nicht einmal Antworten. Arbeitslosengeld bekomme ich nicht, da ich noch nie gearbeitet habe (Miete muss aber trotzdem bezahlt werden.)

Ja, also Lebenslauf und Bewerbungsschreiben habe ich in damaligen Zeiten (vor ca. 2 Jahren - bevor mich meine Eltern aus der Wohnung geschmissen haben) von ihnen prüfen lassen. Die haben sie als gut empfunden, hatten auch keine Verbesserungsvorschläge. Ich habe das Bewerbungsschreiben immer nur adoptiert (also auf die zu besetzende Stelle angepasst. Also wenn im Anzeigentext stand: "wir suchen jemanden der kreativ ist", dann habe ich "kreativ" im Bewerbungsschreiben ergänzt und so weiter.)

Danke!
LG neuesfeldhuhn

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Hi

Nur deine Eltern drüber schauen lassen ist zu wenig. Je mehr Leute sich das anschauen desto besser. Ganz abgesehen davon stellt sich auch die Frage ob deine Eltern genug Ahnung, Gespür, Ideen usw von Bewerbungen haben.

Am besten wäre natürlich ein Profi (die zu bezahlenden wirst du dir im Moment aber nicht leisten können). Daher auch meine Frage nach der Unterstützung durch das Arbeitsamt: gibt es dort jemanden der sich die Unterlagen anschauen kann?

Und: bei 400 Bewerbungen ohne Gespräch würde ich sogar (und irgendwie schreibe ich das jetzt nicht gerne) daran denken hier im Forum dein Anschreiben anonymisiert Mal reinzustellen... So quasi jede Hilfe ist willkommen.

Und bohre noch einmal am Arbeitsamt nach ob es irgendwelche Maßnahmen, Schulungen, Programme oder was auch immer gibt die dir helfen könnten einen Job zu finden!

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Lass dich vom Arbeitsamt/Jobcenter in einen Bewerberkurs setzen. Da lernst du dann erstmal halbwegs vernünftige Bewerbungen zu schreiben. Auch eine Weiterqualifizierung sollten sie übernehmen. Sprich ein Kurs für passende Software (Lexware, SAP fällt mir spontan für deine Ausbildung ein) oder ein anderer Schwerpunkt der dich abhebt.

Wenn dein Ziel ist zu arbeiten, halte ich es eher für unnütz noch ein Abitur hinterher zuschieben. Das verbessert deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt eher nicht, eine passende Weiterbildung aber durchaus.
Etwas anderes wäre es, wenn du studieren wollen würdest, das lese ich aus deinem Text aber nicht heraus.

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8

Hast du jetzt nur „mittlere Reife und sonst nichts“ oder auch eine abgeschlossene Ausbildung als Verwaltungsfachkraft?! Das wurde jetzt irgendwie nicht deutlich.

Eltern sind nicht objektiv, wenn es darum geht die Bewerbung zu beurteilen, sie wollen i.d.R. nicht kränken oder haben selbst zu wenig Ahnung.

Wie alt bist du denn jetzt?

Was ich ehrlich gesagt merkwürdig finde: du warst fit, ehrgeizig und gut bis ein Arzt kam und dir irgendwas attestiert hat? Wie kam es denn dazu? Und warst du dann weiterhin in psychologischer Betreuung? Was rät man dir dort?

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Bei den Eltern ist oft das Problem das sie zwar super Bewerbungen zu "ihrer" Zeit schreiben konnten.

Aber die wenigsten wirklich wissen wie man sie heute schreibt. Es hat sich ja vieles verändert.

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Hallo.

Verstehe das alles nicht so ganz.

Du warst körperlich und psychisch fit, bis zu dem Zeitpunkt, als ein Arzt "ein psychisches Belastungssyndrom diagnostizierte". War das ein Zufallsbefund??

Dann wurdest du in der Schule schlechter, hast aber trotzdem eine gute Mittlere Reife und anschließend eine Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation/Verwaltungsassistent gemacht, die du scheinbar auch bestanden hast.

Und was war seitdem??? Hast du seit Abschluss der Ausbildung nicht mehr gearbeitet? Wie alt bist du jetzt? Von was lebst du derzeitig?#schwitz

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Wende dich an Arbeitsagentur oder Jobcenter. Du brauchst professionelle Unterstützung um einen Fuss in die Tür zu bekommen. Lass dir einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein ausstellen und geh damit zu einem Bewerbungscoach. Am besten mit angeschlossener erfolgsorientierte Vermittlung. Auch Zeitarbeitsunternehmen sind für dich nun der beste Ansprechpartner. Du brauchst dringend Berufserfahrung. In deinem Arbeitsfeld gibt es viele Bewerber mit guter Qualifikation. Da kannst du als Berufsanfänger ohne Hilfe nichts reißen.

Ich hab länger Reha-Arbeitavermittlung gemacht. Daher spreche ich da aus Erfahrung. Such dir Unterstützung. Mach Praktika. Nimm auch Jobs ausserhalb deiner Sparte an.

Muriel

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Ich finde, man kann das Problem ganz gut erahnen, wenn man deinen Beitrag liest.

Du hast eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung, einen Schulabschluss... Aber reitest nur auf deinen psychischen Problemen rum, die wiederum nicht sonderlich professionell diagnostiziert wirken. Worauf du dich fokussieren solltest: Du hast eine abgeschlossene Ausbildung, zack! Ich habe schon sehr, sehr viele Bewerbungen erhalten und bearbeitet und erahne, wie deine Unterlagen aufgebaut sind. Daher unbedingt der Rat, der hier schon mehrmals kam: Ab zur Arbeitsagentur oder zur Erwerbslosenberatung (gibt es in manchen Städten). Eltern sind kein guter Ratgeber, ganz im Gegenteil. Sind wir mal ehrlich: außer sie sind Personaler werden sie da nicht sonderlich helfen können, ihr Wissen wird veraltet sein und sie haben einen ganz anderen Blick auf dich.

Und aus Neugier: warst du wegen dieser Diagnosen jemals in richtiger Behandlung oder wie lief das ab?!

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Das Arbeitszeugnis hätte man auch prüfen lassen sollen und mich würde interessieren wie lange sie schon zuhause ist.

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Ich habe eben nochmal ein paar deiner Antworten gelesen, die ich vorher übersehen habe.

Scheinbar nutzt du seit 2 Jahren die gleichen Bewerbungsunterlagen, die nur von deinen Eltern geprüft wurden, und hast damit keinerlei Erfolg. Ich muss ehrlich gestehen dass ich ein wenig erstaunt bin, dass du in 2 Jahren nicht auf die Idee kamst, die Unterlagen anzupassen, da sie ja offensichtlich nicht zum Ziel führen... Es gibt natürlich noch mehr Baustellen und die große Lücke macht es nicht einfacher. Da du ja schon bei der Arbeitsagentur bist: Google wirklich mal, ob in deiner Gegend Caritas oder ähnliches eine Beratung für Arbeitslose anbieten. Die können dicu auf dem Weg begleiten.

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Ich weiß ja nicht wie alt du bist, aber mein Abi hab ich mit 33 an der Abendschule nachgeholt.

Und einige Jahre zuvor die Berufsausbildung als Alleinerziehende abgeschlossen.

Es gibt viele Wege, aber man muss sie auch suchen und sich ins Zeug legen.

Und die Eltern als Bewerbungscoaches?!
Nicht geeignet! Da gibt es extra Trainings dafür.

Einfach ein beliebiges Wort in der stereotypen Bewerbung austauschen funktioniert nicht!

LG Claudi

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Wenn du ALGII bekommst dann kannst du dich ans Jobcenter wenden.

Es gibt wahnsinnig viele Aus- und Fortbildungen auf Bildungsgutschein. Normalerweise wird das auch gerne genehmigt, da du damit aus der Statistik raus bist .

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