Wie teilt ihr euch auf?

Hallo zusammen,

was haltet ihr von dem Dreikontenmodell, auf das jeder prozentual gemessen an dem, was er verdient, einen Betrag einzahlt? Bedingt durch die Elternzeit bringt er 70% des Haushaltseinkommens nach Hause. Ich würde von meinem Elterngeld entsprechend 30% einzahlen & ein Jahr zu Hause bleiben. Er arbeitet VZ und steuert 70% bei. Das Kindergeld kommt auch auf dieses dritte Konto.

Die Alternative wäre ein Konto, auf das beide Gehälter + KG eingehen und jeder zahlt sich monatlich einen Betrag x als Taschengeld auf sein eigenes Konto. Aber letztlich ist das ja Jacke wie Hose.

Fährt jemand damit gut?

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Also nicht falsch verstehen. Ist nicht böse gemeint, aber ich finde wenn es in der Ehe ein "deins" "meins" gibt läuft was falsch ...

Wir sind ein Team
Wir sind verheiratet und teilen alles miteinander dieses ausrechnen wem was zusteht ist echt irgendwie erschreckend meiner Meinung nach ...

Sowas kann man in einer Partnerschaft machen, wenn man keine Ahnung 1 Jahr zusammen ist, aber nicht wenn man verheiratet ist und ein Kind/ Kinder hat oder bekommt ...

Ich wünsche euch alles gute für die Zukunft 😅

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Das hängt, meiner Meinung nach, sehr von den Beteiligten Individuen ab. Mein Mann verdient z.B. deutlich weniger als ich. Es ist ihm aber total wichtig, das Gefühl zu haben, angemessen und fair an allem beteiligt zu sein. Er ist in seiner Seele eben ein Versorger. Wenn wir nun so leben würden, dass ich dann halt alle Urlaube oder Fixkosten oder so zahle, wäre das für ihn psychisch immer wieder schwierig. Daher haben auch wir sie prozentuale Verteilung gewählt. So hat er die Gewissheit an alle. Gleichermaßen beteiligt zu sein.
Bevor wir diese Vereinbarung hatten, war Geld bei uns oft Streitpunkt, denn wenn wir darüber sprachen glaubte er oft, er verdiene zu wenig, sein zu wenig "Mann"...
Ich finde nicht, dass das bedeutet, dass in unserer Ehe etwas verkehrt ist. Auch nicht, dass mein Mann eine Macke hat oder wir uns nicht vertrauen. Jeder Mensch hat seine Bedürfnisse, Ansprüche und emotionalen Herausforderungen. Im Fall meines Mannes auch eine Vorgeschichte mit sehr schlechten Erfahrungen in Sachen Geld und partnerschaftlich (auf)teilen. Warum soll man es dann durch eine solche Version nicht für alle einfacher machen? 🤷‍♀️
Und tatsächlich erleichtert es auch das "heimliche" kaufen von Geschenken oder so.

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So machen wir es jetzt auch. Ich habe jetzt mein Konto gekündigt. Hat ja noch einen Vorteil, man spart sich somit unter Umständen die Kontogebühr. :-)

Uns ging das irgendwann auf die Nerven, wenn es immer darum ging, "wer zahlt den Einkauf". So gibt es nur ein Konto und wir sehen genau was uns am Ende noch bleibt. Sind eh gerade auf dem Sparkurs, da passt das ganz gut. Außerdem hat mein Mann mich zum Geld Verwalter ernannt, weil ich eben der Schwabe bin. :-D

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Mit den 3 Konten händeln wir es ebenfalls. So kann ich mir - ohne schlechtes Gewissen zu haben -auch mal was gönnen. :-) Lg

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Lieben Dank für deine Antwort! Und wie viel zahlt jeder prozentual ein, während du in EZ bist? Scheint meine Aufteilung fair? Ich möchte niemanden benachteiligen.

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Ja, bei uns ist es ganz genauso! Bei einem generellen gemeinsamen Konto hätte ich das Gefühl ich müsste mich für Dinge ich kaufe rechtfertigen... auch wenn ich weiß dass ich es gar nicht müsste 😂

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Wir haben getrennte Konten, auch noch nach der Eheschließung.

Mein Mann verdient so schon deutlich mehr, als ich. Er zahlt die Fixkosten und größere Einmalkosten (Urlaub, Möbel), während ich von meinem TZ Gehalt + KG alles für unser Kind (bald Kinder) bezahle und die Zwischeneinkäufe. Wochenendeinkäufe, Unternehmungen, etc übernehmen wir abwechselnd.

Er ist ein geborener Sparer, ich gebe mein Geld (bis auf eine Reserve) für die Familie aus. Durch getrennte Konten muss ich mich nicht rechtfertigen und er ist durch seine Rücklagen entspannt und glücklich 😊

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Hahaha. Genauso wie bei uns :)

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Genau so sieht es bei uns auch aus 😉 und ich finde es auch die beste Lösung

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Seid ihr verheiratet?

Wir (verheiratet) haben ein 3-Konten-Modell. Auf eins werden die Gehälter und das Kindergeld gezahlt und davon werden alle Kosten abgebucht, wir gehen mit den Karten Einkaufen, etc.

Dann hat jeder ein weiteres Konto, auf das er monatlich Taschengeld bekommt. Dann ist man keine Rechenschaft schuldig, kann mal geheim ein Geschenk kaufen,... Wir machen es allerdings so, dass jeder gleich viel Taschengeld bekommt, unabhängig von der Einkommenshöhe. Finde ich fairer (obwohl ich selbst mit EG und jetzt TZ mehr verdient habe als mein Mann in Vollzeit).

Wir betrachten nur unser gemeinsames Haushaltsnettoeinkommen, wer was beisteuert ist irrelevant, die Summe zählt. Und damit sichern wir uns auch beide gleich gut ab, was Versicherungen, Altersvorsorge, etc. angeht. Und investieren auch gemeinsam (ETW Kredit, Aktien, etc. ). So können wir uns einfach gemeinsam über Gehaltsverbesserungen, Boni, etc. freuen - weil wir als Familie profitieren und nicht einer als Person.

Ehrlich gesagt weiß ich auch gar nicht wie das anders funktionieren soll. Vor allem wenn man gemeinsam Wohneigentum erwirbt. Will man dann noch verhandeln wer wie viel mit abzahlt?!

Wir finden es super so!

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Dieses Modell finde ich auch gut. Wir sind nicht verheiratet, hatten bisher immer getrennte Konten und ich habe ihm meinen Mietanteil überwiesen. Bei Einkäufen haben wir uns abgewechselt und zum Essen lädt er mich in 90% der Fälle ein.

Das Modell, das ihr praktiziert, würde mir zB auch ermöglichen, Altersvorsorge zu betreiben. Ich habe nur Sorge, dass es so wirkt, als wollte ich von seinem Mehrverdienst profitieren. Auf der anderen Seite bleibe ich für UNSER Kind zu Hause und verzichte auf einen ordentlichen Batzen Geld, Rentenansprüche und berufliche Weiterentwicklung.

Ich muss das sowieso mal in Ruhe mit ihm durchsprechen. Er ist großzügig und wird sicher eine faire Lösung finden. Ich wollte nur vorab mal hören, wie das bei anderen gehandhabt wird.

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Genauso machen wir es auch und ich finde es super.

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Wir haben 2 Konten. Ein gemeinsames und eins für die monatlichen Kosten für unser Haus. Um ehrlich zu sein find ich es schlimm wenn man verheiratet ist, gemeinsame Kinder hat und ein Leben teilt und dann alles gegeneinander aufrechnet oder Taschengeld zahlt. Wir sprechen uns ab ob Größe kosten anstehen oder wer welche Wünsche hat. Jeder kauft sich auch mal was fürs Auto oder ne Tasche ohne dass ich mich rechtfertigen muss. Wenn mein Mann mal einen größeren Wunsch hat, verzichte ich gern und andersrum genauso. Ich vertrau diesem Menschen so sehr, dass ich mit ihm eine Familie gegründet hab und einen gemeinsamen Kredit habe sowie mein Leben teile. Warum muss dann in Prozenten alles aufgeteilt werden?. Ich versteh es nicht und finde es blöd wenn wir uns gegenseitig Geld geben weil es einer vielleicht ausgelegt hat oder so. Wir teilen ein Leben und unser Geld. Egal wer wie viel verdient. Früher hab ich mehr verdient als er, jetzt arbeite ich TZ und mein Mann verdient mehr. Für uns würde sich nie etwas ändern. Da hat jeder halt so seine eigene Meinung.

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Ich finde es so auch fair, und das mit dem prozentualen aufteilen sehe ich ganz genauso, also das gesamte Einkommen ist 100%, davon den Anteil beider ausrechnen und die Kosten werden bei uns wieder entsprechend aufgeteilt. Wir zahlen einen bestimmten Betrag auf das gemeinsame Konto für die laufenden Sachen und der Rest bleibt auf dem eigenen.

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Achja, so streng sind wir auch nicht, was die persönlichen Ausgaben angeht, Amazon geht zum Beispiel vom gemeinsamen Konto ab und da holt sich mal er etwas und mal ich etwas für mich.
Finde mehrere Konten aber prinzipiell für die Übersicht gut, damit man die laufenden Kosten im Blick hat. Wobei ich auch zusätzlich eine große Finanz Tabelle habe wo ich alle paar Monate die Ausgaben von allen Konten auswerte, also auch die vom Konto meines Mannes. Also brauchen würden wir es vielleicht nicht. Und so hat man irgendwie doch noch was eigenes und kann ohne schlechtes Gewissen frei über seinen Anteil verfügen, ohne dass dafür etwas vom Familienkonto abgeht. Wenn wir mal einen Kredit abzubezahlen haben wäre es für mich sehr wichtig, die laufenden Kosten gut überblicken zu können und auf den ersten Blick zu sehen, ob auf dem anderen Konto noch genug für ungeplante Kosten übrig ist.

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Da kann ich mich anschließen. Mehrere Konten pflegen wir zu mehreren Zwecken. Zugriff haben immer beide. Es gibt für uns also zum Beispiel ein Haushaltskonto für die alltäglichen Ausgaben, ein Konto für generelle Ausgaben, die aber nicht jeden Monat auftreten, und ein Konto, auf dem wir sparen und dass nicht angerührt wird.
Gehälter etc gehen auf dem generellen Konto ein. Davon wird automatisch ein bestimmter Betrag auf die anderen Konten umverteilt. Der Rest ist Vertrauen.

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Hi,

Wir haben ein gemeinschaftliches Konto und jeweils noch ein eigenes.

Auf das gemeinschaftskonto werden unsere Gehälter überwiesen und wir zahlen davon alle Daueraufträge wie Miete, Handy, Strom & Gas und was eben noch so anfällt. Von den Gehältern zahlen wir uns monatlich eine Summe X auf unsere einzelnen Konten als „Taschengeld“. Wir fahren ganz gut damit und können uns auch einfach mal was gönnen. Kleidung für die Kinder ect. Werden auch von Gemeinschaftskonto bezahlt...

Wir sind super zufrieden mit dem Modell.. ich verdiene auch mehr als mein Mann und so hat er auch das Gefühl die Familie genauso gut versorgen zu können.

Ws ist halt auch super angenehmen sich nicht rechtfertigen zu müssen, wenn man sich selber was kaufen möchte.

Das Geld, was am Ende des Monats auf dem GK über bleibt, packen wir auf ein Sparbuch. Davon können wir denn angenehm in den Urlaub fahren und haben so auch immer einen Puffer, falls mal was großes kaputt geht ( Auto, Waschmaschine, Trockner, ect.)

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exakt auch unser Modell, 1:1 - klappt super.

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Wir haben getrennte Konten aber bei uns gibt es trotz dieser Konten nie mein und dein. Mein Mann bezahlt alle Fix Kosten und geht auch zwischen zeitlich Einkaufen. Sonst erledige ich die Wocheneinkäufe und auch sonst was man zum Leben braucht. Wenn ich kein Geld mehr habe gibt mein Mann mit welches und anders rum genau so.

Das Kindergeld geht aufs Sparkonto von der kleinen.

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Das kenne ich garnicht 😆🙈... bzw. Kenne nur meine Eltern die getrennte Konten haben und es nervt jedesmal wenn ich die Aussage meiner Mutter höre dass sie sich dieses oder jenes nicht leisten kann und noch was dazu verdienen muss. Mein Vater verdient sooo gut, sie haben ein tolles Haus mit Whirlpool Sauna und sogar ein Boot...

Naja , zu uns: wir haben ein gemeinsames Konto und ein tagesgeldkonto mit dem mein Mann auf excel basiert das Geld hin und herschiebt dass wir monatlich brauchen bzw. Ansparen , also es geht automatisch gleich zu Beginn eine Summe für Versicherungen , Hundefutter, auch ein Betrag für Urlaub oder autoreparaturen etc weg .. Er verdient mehr als das doppelte wie ich, es gibt da trotzdem kein Streit oder dass ich das Gefühl habe es wäre nicht auch mein Geld. Ich bin aber auch nicht verschwenderisch , kaufe für die Kinder meist bei Basaren Klamotten und für mich auch eher selten. Wenn ich aber mal shoppen gehe gibt es da null Diskussion ob und was ich davon brauche. Ich gehe zb auch mehr mit Freunden zum Essen, in die Sauna oder ähnliches. Ich sehe es so dass ich meinen Teil in unser gemeinsames Einkommen einzahle und da ich eben auch noch die Kinder versorge geht das nur in Teilzeit bzw haben wir uns so abgestimmt dass ich nicht in Vollzeit arbeiten gehe , somit kann ich garnicht so viel Geld nach Hause bringen.
Das einzige was wir separat erfassen sind „ Einnahmen“ aus Hobbys , bei mir zb wenn ich mal fotografiere oder auch Geld zum Geburtstag oder Weihnachten bekomme. Das wird von der Oma auf unser Konto gebucht aber wir erfassen es dann separat so dass ich mir davon zb was für mein Hobby erlaube.
Aber ich denke auch dass das Thema einfach total unterschiedlich gehandhabt wird. Für uns war es einfach seit der gemeinsamen Wohnung (Eigentum) klar dass wir ein Konto haben.

Grüße
Babybel